Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit

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Name: helmar 29-05-2005 20:48 nach oben

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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
Ich lese in den Zeitungen auch gerne die Leserbriefseite und immer wieder fällt mir auf dass wenn jemand etwas gegen die EU schreibt auch soo viel Mitleid mit den Bauern hat, weil die böse EU ein "Bauernsterben" verursacht. Nun, es ist in der EU nicht nur für uns Bauern nicht gerade einfach, aber wie sähe die Alternative aus wenn Österreich nicht dabei wäre? Wir wären von der politischen Konstellation( und den Medien, siehe Bundestierschutzgesetz, usw....)
noch abhängiger als wir es jetzt sind. Oft wird auch von selbigen erklärt, wie toll es doch in der Schweiz wäre. Aber es ist wohl vielen entgangen
dass Konzerne von eben dort sehr wohl versuchen mit Standorten in der EU zu punkten, und auch der Handel und seine Konzerne führen Lebensmittel aus der EU in die Schweiz ein.
Dass in vielen Teilen unseres Landes die Bewirtschaftung von Bauernhöfen nicht mehr ausschließlich durch deren Eigentümer erfolgt
ist eine Tatsache, genauso aber ist es auch so, dass das L.and trotzdem nicht verödet deswegen. Oft sind jene Höfe welche z.B. die Viehhaltung aufgegeben haben jene welche hervorragend instand gehalten werden und wahre Schmuckstücke sind. Verfallende Ruinen von Höfen sind zum Glück selten.
Es geht in viele Köpfe auch nicht hinein dass die heutige Bauerngeneration ihren Kinder die freie Berufswahl zugesteht und dass
diese die Entscheidung derselben für einen nichtlandwirtschaftlichen Beruf respektiert......Und wenn dann die statistischen Zahlen kommen dass es weniger, aber dafür größere bewirtschaftete Höfe gibt, dann heißt es gleich dass durch die böse EU das Bauernsterben ausgebrochen ist, dabei sind diejenigen welche selber nichts mehr bewirtschaften, meistens sehr lebendig.
Und über das scheinheilige Gejammer über oben genanntes "Bauernsterben" von jenen welche wenig Ahnung haben ärgere ich mich halt schon.....
Jeder hat die Möglichkeit durch sein Kaufverhalten manches zu beeinflussen, und Tränen beim Schneiden heimischer Zwiebel sind
o.k., aber beim Einkaufen nur aufs Billigste zu schauen, egal woher,
und dann aus lauter Liebe für die armen Bauern Krokodilstränen zu zerdrücken.......das ist scheinheilig und schäbig!
Was meint ihr dazu?
Mfg, helmar


Name: stb antwortet um 30-05-2005 07:57 auf diesen Beitrag nach oben
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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
> Es ist leider häufig zu beobachten, dass sich Leute in Umfragen etc. verbal zu den österreichischen Bauern bekennen und beim Einkauf anders entscheiden.

Aber die wenigsten Menschen ziehen ihre eigenen Ansichten komplett durch. Es ist durchaus nicht selten, Meinungen zu äußern und aufgrund der Situation sich doch anders zu verhalten.
So widersprüchlich und scheinheilig es scheint, sich zu österr. Bauern zu bekennen und ausländ. Produkte zu kaufen, es muss nicht scheinheilig sein. Beide Verhaltensweisen können in der jeweiligen Situation ehrlich sein.
Ich gehe von mir selber aus, beim Einkauf egal welcher Produkte. Ich kaufe oft wenig bewusst ein, was zB Herkunft betrifft. Natürlich wäre es für die Bauern besser die Kunden würden bewusst österr. Lebensmittel kaufen, aber ich denke diese Frage hat letztlich für den Konsumenten nicht die Bedeutung, wie aus dem Blickpunkt des Bauern.


Außerdem war das Bauernsterben bisher für den Konsumenten ja überhaupt kein Problem. Hat die Grundstücke halt ein anderer bewirtschaftet. Und man muss zugeben, wer letzlich die Arbeit macht, ist egal, wenn (oder solange) sie wer macht.


Name: Arbeiter antwortet um 30-05-2005 17:36 auf diesen Beitrag nach oben
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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
Wie soll das " Scheinheilig" der Arbeiter verstehen?
Der Landwirt sagt " kauft öster. Lebensmittel" und kauft selber Importware bei Gerät und Maschinen.

Der Landwirt sagt " die Klein Strukturiten Betriebe liefern bessere Qualität" und benötigt einen höhren Preis. Und der Landwirt gründet Einkaufsgemeinschaften um den Lieferanten dem Preis zu drücken und den kleinen Lieferanten vom Markt zudrängen.
Ich bin der Meinung, an den Früchen ( Verhalten) sollt ihr sie Erkennen.
Ja es stimmt schon, stribt ein Betrieb freut das einem Anderen den die Nutzfläche bleibt gleich.
Heute steht beim ORF die Meldung, ein viertel der Gärtner gibt auf und die frei werdenden Flächen stillgelegt. Das ist nur ein Beispiel daß0 es viele Berufgruppen für die es keinen Markt mehr gibt.
So müssen wir uns und ihr euch der "Zeit" anpassen
mfg Arbeiter

Name: helmar antwortet um 30-05-2005 20:04 auf diesen Beitrag nach oben

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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
Hallo Ihr beiden!
Vielleicht habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt: mir geht es darum dass oft genug Leuten welche für Bauern wenig bis gar nicht übrig haben, die "Liab dann eineschiaßt", wenn sie an der EU was auszusetzen haben und ansonsten sich recht wenig um das bäuerliche Wohl scheren..........und wenn ihnen sonstige Argumente zu wenig sind, dann wird auch das "Bauernsterben" für diese ein Thema. Um dann gleich wieder auf den nächsten Agrarskandal zu warten und es immer gewußt zu haben dass die Bauern Tierquäler, Subventionsgreifer und sonstige üble Figuren sind.........
Einer dieser Zeitgenossen versucht mir das immer wieder zu erklären, Leserbriefe würde der gern schreiben, aber.......
Mfg, helmar>


Name: biolix antwortet um 30-05-2005 21:00 auf diesen Beitrag nach oben
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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
> Hallo !

wer ist das helmar ?

weiters siehst du an hand der aussage des Arbeiters und der bestgehnsten hofer und lidl märkte z.b. bei uns im W4 das nciht mal die ländliche Bevölkerung die sehr wohl genau wissen müßten ( und bei uns ist der Bauernanteil bei 25% noch ) was die LW wert ist...

war heute selbst nach dem großen gewitter und anch turbulenten 4 tagen mal bei lidl "schauen".. unglaublich.. man findet wirklich fast keine Ö produkte aber der parkplatz ist schon so voll wie der vom hofer..
aber siehe biowerbung, " es is eh alles gleich " udn sollte man nicht doch ein wenig auf die glecihmacher in Ö und in der EU schimpfen können ??

lg biolix


Name: helmar antwortet um 31-05-2005 08:05 auf diesen Beitrag nach oben

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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
Hallo biolix!
Geiz ist geil----und die Kurzsichtigkeit nicht nur eine Augenkrankheit!
Und wenn nun auch wie du siehst, Bauern zum lidl pilgern, das ist das eineseits ein Zeichen dafür das gespart wird, weil ganz schlicht und einfach in fast allen Sparten weniger Einkommen fürs Private da ist.
Und es geht ja nicht nur den Bauern so, dass diese sich meist mit Kreditraten rumraufen müssen, auch der Aufwand fürs Wohnen, egal ob Eigenheim oder Wohnung, ist für viel keine Kleinigkeit, und die Privatkonkurse werden leider mehr. Oft glauben auch bäuerliche Lebewesen, besonders jene welch noch nie in einem anderen Bereich gearbeitet haben, dass man für wenig "Arbeit" viel Geld verdient.......und überschätzen die Löhne der Arbeitnehmer oft sehr.........
Ich bekritle nicht, dass die Leute sich nach der Decke strecken, denn das muß jeder, aber ich verwahre mich dagegen dass wir Bauern bei der Kritik an der EU vorgeschoben werden, wenn manchen sonst nichts dazu einfällt........und was den verhinderten Leserbriefschreiber betrifft:
Deine Einträge, lieber Biolix, haust du mit Temperament und vor allem
einer ziemlichen Geschwindigkeit in die Tasten, und da kommen oft deine verdrehten Buchstaben her......mein mich belehrender Verwandter hat aber einen Wortschatz der so manchen Redakteur naja, sagen wir, erschrecken könnte.........
Mfg, helmar>



Name: naturbauer antwortet um 31-05-2005 10:41 auf diesen Beitrag nach oben

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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
> An Arbeiter, wer, wie oder wo hat es seinen Anfang gehabt, dass die Bauern sich in Einkaufsgemeinschaften organisieren um billiger Einkaufen zu können. Haben es uns wir nicht bloß abgeschaut? Haben wir nicht vom Verbraucher immer und immer wieder gesagt gekriegt, ihr müßt da Einkaufen wo es am billigsten ist? Die letzten Bauern, die sich mit der Zeit darauf besinnen, dass sie nur mehr da kaufen wo es billiger ist sind dann schon eher dazu gezwungen dass sie das tun. Das sind jene,die bis zuletzt gehofften haben, dass wenn sie hiesiges kaufen dann auch der kleinere Gewerbebetrieb überlebt. Aber es hat nichts genutzt, sie müssen genauso mitlaufen mit der Schar wie jeder. Der Verbraucher hat doch schon lange und vor allem NOCH lange die Hoffnung, dass das Essen umsonst sein soll damit er Geld für Freizeit hat. Beides geht nicht, es muß wie immer zuerst ein imenser Schaden entstehen, bevor der Mensch denkt.

Der Verbraucher fordert artgerechte Haltung, sonst kauft er nicht,. Sobald es aber erfüllt ist kauft er eigentlich auch nicht, weil er das Geld ,das für sogenannte artgerechte Haltung ausgegeben müsste auch nicht ausgibt.Er will im Grunde nur billig, da kommt das Wort artgerecht ihm nur gelegen.

Kann in Zukunft gut sein, dass ich bei den Maschinen nur mehr den Billigfusel kaufe, damit wenn was hin ist, ich es gleich wegschmeissen kann und nicht teure Lohn- und Ersatzteile berappen muß. Das wegschmeissen samt Umweltzerstörung hab ich vom Verbraucher gelernt. Wäre mir nicht eingefallen, dass ich so kaufe, dass mein nächster nichts abkriegt, aber mit der Zeit lernt auch der dümmste Bauer dazu. (Um es überhaupt noch am laufen halten zu können, muß eben der Staaat, sprich am Ende wieder der Verbraucher über Umwegen (Steuern) einen kleinen Ausgleich schaffen. Dafür hat er dann das Recht zu behaupten, er finanziert uns)

Wenn ich im Frühjahr neben der Gemeindestraße den Müll aufsammle, den andere aus dem Auto werfen, könnte man meinen die glauben eine Kuh ist ein Müllschlucker. Einerseits soll die Kuh Müll schlucken andererseits soll sie beste Milch und Fleisch bringen. Der Anstand ist weit gesunken.

Es ist wie in einer Familie: Miteinander kommt man weit, gegeneinander stirbt und fällt die Familie samt Haus und Hof.

Das zu begreifen braucht Zeit und wenn das der Verbraucher begriffen hat, hat wieder jeder sein Auskommen und keiner hackt auf dem andern herum.


Name: biolix antwortet um 31-05-2005 18:23 auf diesen Beitrag nach oben
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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
> tch, dazu kann ich nur mehr herzhaft lachen...
denn mit dem ärgern über diesen letzten satz hab ich mich schon aufgehört... wie recht du hast....
aber schau, da sind wir wieder erst der crash läßt wieder neues denken zu..

lg biolix

p.s. erst heute diskutierte ich wieder wie es mit einem baum ist der ewig wächst, und wir kamen drauf der wächst wirklcih nicht ewig und schon gar nicht in den himmel.. aber eines wurde uns klar, sterben tut er..
er ist vergänglich, wir und jedes besch.. system..

apropos, muß mich mal von ganzen herzen bei den Franzosen bedanken..

Merci NON referendum !!


Name: Kathi antwortet um 01-06-2005 12:42 auf diesen Beitrag nach oben

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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
>
Es ist für den Konsumenten gar nicht so leicht österreichische Produkte zu erkennen. Ich habe meine Supermärkte hier schon sehr genau unter die Lupe genommen und ich weiß schon ganz genau wo ich hingreifen muss, um österr. Ware zu bekommen.

Ich war jetzt aber ein paar Tage bei meiner Schwester zu Besuch und bin in den dortigen Supermarkt einkaufen gegangen. Es gibt bei den Milchprodukten sowieso fast nur Eigenmarken.
Und da wird´s auf einmal schwer: Die Milch und das Naturjoghurt kommt von Österreich, die Butter und das Fruchtjoghurt aus Deutschland, Creme Fraish aus Tschechien. - Lief alles unter ein und den selben Namen - nur am Molkerei-Code zu erkennen, woher das Packerl kommt.

Kathi



Name: Kathi antwortet um 01-06-2005 16:50 auf diesen Beitrag nach oben

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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
Hallo Finkerl,
muss Dir kurz Wiedersprechen. Ich glaube nicht, dass es allen egal ist.

Ich gebe dir das Beispiel meiner Schwester, die sicherlich den ganzen Thema gegenüber sehr aufgeschlossen ist - wie ich feststellen konnte auchviele andere junge Mütter in ihren Bekanntenkreis. Die sehr wohl bereit sind, ein paar Cent mehr zu zahlen, um gute Qualität aus Österreich zu bekommen.

Nur geh einmal mit 2 Kleinkindern einkaufen, während man verzweifelt auf den Packungen ein AMA-Gütesiegel oder Molkerei-Stempel sucht - manche sind wirklich schwer zu finden - räumen die Kleinen den ganzen Supermarkt um. Man muss wirklich jeden Artikel drei mal umdrehen, um zu wissen was drin ist. Wenn die Milch soundso heißt und aus Ö kommt, kommt die Butter mit den selben Namen aus Holland. - Das kann doch nicht sein !!!

Natürlich gibt es auch die, die nicht schauen woher die Produkte kommen, die meisten kaufen aber aus Unwissenheit.

Kathi




Name: stb antwortet um 02-06-2005 10:16 auf diesen Beitrag nach oben
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ein paar Cent mehr
> Hallo Kathi,

für mich war die Aussage interessant, dass es sehr wohl Konsumenten gibt, die bereit sind für gute österr. Qualität ein paar Cent mehr zu bezahlen.

Diese Aussage trifft nämlich den Nagel auf den Kopf: Für bessere Qualität minimal mehr zu bezahlen.

Aus Sicht der Produzenten bin ich der Meinung, für ein paar Cent mehr sollte es bessere Qualität nicht geben. Entweder die Qualität wird voll bezahlt oder man soll sich mich dem anderen begnügen.
Ich sehe nicht meinen Sinn darin, durch Mehraufwand und Mehrarbeit Qualität zu produzieren, ohne ausreichenden Mehrpreis (volle Abgeltung des zusätzlichen Inputs).



Name: Kathi antwortet um 02-06-2005 11:28 auf diesen Beitrag nach oben

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ein paar Cent mehr
> @stb,
Also ein paar Cent sind ja was relatives. 30 Cent pro Liter Milch mehr im Geschäft zu bezahlen, sind genau genommen auch "nur" ein paar Cent und wäre für uns Bauern (wenns 1 zu 1 rüberkommen würde) eine Menge Geld.

@finkerl - wollte Dir nur wiedersprechen zu deiner Aussage: "das die Wahrheit keinen mehr interessiert - weil gewisse "Werte" - Grundwerte leider verloren gegangen sind." - Ich glaube, dass da sehr wohl noch Werte da sind. - Vielleicht bin ich ja auch nur ein ewiger Optimist.

Kathi



Name: andante antwortet um 04-06-2005 09:06 auf diesen Beitrag nach oben
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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit


@tch
"Das die Landwirtschaft mit ihrer Unfähigkeit miteinander stark zu sein die größte Rolle in der nach unten drehenden Preisspiral spielt wird verschwiegen."

Mich würde interessieren, was das heißen soll.



Name: kst antwortet um 04-06-2005 09:33 auf diesen Beitrag nach oben
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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
> mich auch


Name: andante antwortet um 05-06-2005 08:33 auf diesen Beitrag nach oben
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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
>
Zusammenhalten? Hmmmm.
Selbst wenn alle Molkereien ihre Preise untereinander anpassen würden (was ja streng verboten ist), würde eben aus dem Ausland importiert. Die Landwirte selbst haben sowieso nur sehr wenig Einfluss. Es könnten höchstens alle Milchbauern der Welt übereinkommen, um zehn Prozent weniger zu produzieren, damit es eine Auswirkung auf den Milchpreis geben wird. Das ist aber natürlich nur eine theoretische Überlegung, die durch das Bauernsterben und noch nicht vorhersehbare Naturkatastrophen bald obsolet sein wird. Ich schätze, dass der Erzeugermilchpreis durch oben genannte Ereignisse in zwanzig Jahren einen Wert erreicht haben wird, der etwa 70 Cent in derzeitigem Geldwert enspricht. Ich würde mir auch gleich überlegen, wem wir noch Milch verkaufen (und vor allem: wem nicht), wenn sie zur Mangelware wird. Ganz oben auf der Negativliste hab ich schon mal die Diskonter, angeführt von Lidl.

Name: helmar antwortet um 05-06-2005 11:06 auf diesen Beitrag nach oben

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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
>Hallo andante!
Deine Überlegungen über das "Bauernsterben" und die Naturkatastrophen sind nicht von der Hand zu weisen. Ich erinnere an die 3 aufeinanderfolgenden Trockenjahre in Teilen Österreichs 2000-03.
Auch wenn jeder versucht hat seine Viehbestände mit Futterzukäufen zu halten, hat es in unserer Gegend weniger Überlieferung als sonst gegeben. Und bei aller Hochjubelei des "Wachsens": Österreichs Topographie setzt in weiten Teilen des Landes Grenzen, und steigende
Treibstoffpreise und sinkende Erzeugerpreise werden immer öfter zu der Überlegung führen ob es überhaupt noch Sinn macht, 5, 10 oder noch mehr km um eine Fuhre Heu zu fahren. Es wird vielleicht auch( ich hoffe bei nicht zu vielen) in den nächsten Jahren passieren dass verschiedene Umstände manche Betriebe dazu zwingen nach dem Hochfahren wieder runter zu kommen, denn sehr schnell können sich persönliche (z.B.durch Krankheit oder Tod, Verlust von Pachtflächen usw.) und wirtschaftliche Bedingungen ändern.
Mfg, helmar
.......und vor der bereits vorhandenen Klimaänderung verschließen die meisten ohnehin die Augen.....


Name: andante antwortet um 05-06-2005 18:40 auf diesen Beitrag nach oben
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Das "Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit
>
Apropos Bauernsterben:
Ich habe vor einigen Monaten den Hof übernommen und zwei entscheidende Fehler gemacht:
Erstens begonnen, alle Einnahmen und Ausgaben aus der Landwirtschaft aufzuzeichnen und mir zweitens auszurechnen, um wieviel ich mehr verdienen müsste, um das inflationsbereinigte Einkommen desselben Hofes von 1995 zu erreichen. Das ist echt deprimierend, da kann einem wirklich die Lust vergehen. Meine Einnahmen werden ungefähr so hoch sein, wie meine Ausgaben. Außer die Verpachtung der Grundstücke an Gewerbebetriebe und den Fremdenverkehr, die bringen wirklich Kohle. Sonst würd ich selber den Hut draufhauen.
Wie es auch jede Woche 40 dieser Agrarfabriken in den Niederlanden machen. Obwohl ich immer geglaubt hab, die sind so reich...

Name: biolix antwortet um 05-06-2005 23:30 auf diesen Beitrag nach oben
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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
>
Hallo !


wer mcih kennt weiß ich hab noch viel vor bzw. der kampf gegen das bauernsterben.. doch wer heute offen gesagt gesehen hat und es gibt zur zeit keinen ausweg aus dem dilema bzw. das system sich anscheinend schon im umbruch befindet der braucht sich auch nicht mehr sorgen machen wie lange das noch so weiter geht, manda und weiblein schauts das zaus alles zsam halts und mit so wenig energie wie möglich die nächsten jahrzehnte rüberbringts denn die werden meiner ansicht nach nicht leicht werden.. ein beispiel mehr lest ihr unten... bzw. wieder 5000 arbeitsplätze letzte woche weniger in der BRD und in Ö 500...
etc. etc. von den Umweltauswirkungen auf unserer "Mutter" Erde ganz zu schweigen, da lob ich mir die neuen ausnahmen zur EU Nitratrichtlinie ;-)) alles schmecks die hubi.. allso augen zu oder doch weit auf und durch ?!?!?!

tg biolix


China will strategische Ölreserven anlegen
5.6.2005

Weitere Preissteigerungen beim Rohöl werden erwartet


Wie der ORF TELETEXT heute berichtet, will China eigene Ölreseven anlegen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen von Ölpreissteigerungen bzw. -schwankungen auf die eigene Wirtschaft zu verringern. Diese vom staatlichen Energieforschungsinstitutes geplante Maßnahme könnte nach dem Ölverbrauchanstieges in China von 16% alleine im letzten Jahr durch den weiteren Ölbedarf zu einem weiteren Anstieg des Rohölpreises führen.

Stragegische Planungen

Derzeit setzt China auf alle Energieträger die es bekommen kann. Atomkraftwerke, Kohle, Öl, Gas aber auch Windkraft, Photovoltaik, Biogas und Biomasse. Der enorme Energiehunger dieser Nation läßt die Wirtschaft alle Wege beschreiten. Hier stellt sich selten die Frage, woher die Energie kommt, viel wichtiger für China ist, dass die ausreichend zur Verfügung steht. Es bleibt aber zu bezweifeln, dass die Versorgungssicherheit durch Öl-, Kohle- oder Gasreserven oder durch Atomkraftwerke aufrecht erhalten werden kann, da diese Energieträger weltweit knapp werden. Es wäre viel sinnvller gleich zu 100% auf Erneuerbare Energieträger zu setzen, die usreichen würden, um China zu versorgen.

[litschauer]

Name: theres antwortet um 06-06-2005 06:48 auf diesen Beitrag nach oben
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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
> Hallo biolix,
China will nicht nur Ölreserven anlegen, sondern will auch im Bereich der Landwirtschaft stark kaufen, Dünger, Getreide, usw.
In China machen fallende Grundwasserstände und Wüstenbildung sowie der Verlust von Flächen durch Strassen die Versorgung der Menschen etwas schwieriger.
Vor kurzem war ein Interview mit einem chin. Umweltschützer zu lesen,
das grosse Problem ist der hohe Verbrauch von Ressourcen.
Wer meint, dass durch den Kauf jetzt Getreide knapper und teurer wird,
zuvor war die knappe Energie, die die Produktion verteuert.
Biolix, ich fürchte auch, dass jeder Bauer schauen muss, wie er von den Kosten herunterkommt. Das wird zwar offiziel nicht so verbreitet, eher die Erträge zu steigern, um billiger zu produzieren.
Leider scheint das nicht zu funktionieren.
Es wurde vor kurzem ein Buch wieder neu aufgelegt,
4.000 Jahre Landbau in China, ein amerikanischer Proffessor und Mitglied der amerikanischen Regierung bereiste 1907 ein halbes Jahr China, Japan und Korea um sich dort schlau zu machen, wie diese lange intensive Nutzung der Landwirtschaft funktioniert, denn in Amerika fingen damals schon die grossen Probleme mit Erosion und Bodenpro9blemen an.
Was in knapp Hundert Jahren sich alles verändern kann.
In diesem Buch bekommt man eine gewaltige Hochachtung vor der Leistung der Bauern in dieser Zeit. 3 Ernten und kleine Flächen, Bodenfruchtbarkeit, die sich über Jahre nicht erschöpft hat,
Mischfruchtanbau, Permakultur, Düngebehandlung,
da brauchen wir heute nicht naserümpfend auf diese alten bäuerlichen Kulturen schauen, sondern im Gegenteil, mit höchster Achtung.
Ich bin froh, dass das Buch von King wieder neu aufgelegt worden ist,
ich habe es jetzt über Jahre in Antiquariaten gesucht.
Eines ist mir bewusst geworden, im Bereich der Behandlung der Hofdünger hatten die alten landwirtschaftlichen Kulturen des Ostens uns meilenweit die Nase voraus, das stellte Sir Albert Howard in seinem 1947 erschienenen Buch "Mein landw. Testament" schon damals ganz klar fest.
Leider scheint dieser Wissensvorsprung auch dort verloren gegangen zu sein.
Der Kampf um die Ressourcen wird drastischere Formen annehmen,
denn ohne Düngung schauen die Erträge ganz schnell anders aus,
und wir sind alle in eine Richtung ausgebildet worden.
Ich fürchte, dass wir gewaltig umlernen müssen.
Ich bin recht froh, dass es diese alten Bücher noch gibt, denn es zeigt, dass wir noch viel von unseren Vorfahren lernen können.
Auserdem half mir das, Landwirtschaft ohne ideologische Brille anzuschauen, damals gab es einfach ein paar nachdenkliche und kluge Köpfe, die sich von der damaligen Euphorie nicht blenden liessen.
Wenn unsere Böden kaputt sind, dann gute Nacht.
Herzl. Grüsse
regi



Name: helmar antwortet um 06-06-2005 07:53 auf diesen Beitrag nach oben

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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
Guten Morgen, liebe Theres und lieber Biolix!
Es ist eigentlich zum Heulen: wie verblendet und ahnungslos wir alles geworden sind und wie wenig vorrausschauend! Als Zuckerl möchte ich auch auf die gestrige bunte Kronenzeitung hinweisen, auf den Artikel über den früheren USamerikanischen Verteidigungsminister welcher vor der UN drastisch genug vor dem atomaren Weltuntergang gewarnt hat. in einer Viertelstunde wäre es möglich, etwas in Bewegung zu setzen das nicht mehr umkehrbar ist und das Ende der Menschheit bedeutet. Weil aber bei uns glücklicherweise seit 60 Jahren, oder 2 Generationen Friede und Sattsein herrscht, sind wir alle Meister im Verdrängen geworden.
China sucht einerseits dem Bevölkerungswachstum Grenzen zu setzen und andererseits alle Ressourcen zu nutzen.
Um aber wieder auf die Landwirtschaft zurückzukommen: gerade in der Tierzucht welche die Milchrinder und deren Zweinutzungsrassen betrifft, scheinen mir in der Zwischenzeit echte Realitätsverweigerer unterwegs zu sein. Mit der Möglichkeit dass man vielleicht bald dazu gezwungen ist Rinder wieder verstärkt als Grasverzehrer zu halten, dass vielleicht alles was heute an Stärke an Rinder verfüttert wird zur Versorgung der Menschen oder zur Energieversorgung dienen muß scheint da niemand zu rechnen. Und predigt weiter Leistungssteigerung, komme was wolle....denn wir habens ja, Diesel, auch wenn jeder über den Preis klagt, für 4 Schnitte, Soja, über die Weltmeere mit viel Energieaufwand
gebracht usw. usf........
Sind wir überhaupt noch beim Thema?
Liebe Grüße, helmar>


Name: gfb antwortet um 06-06-2005 08:28 auf diesen Beitrag nach oben
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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
> Ich konnte an einer Veranstaltung teilnehmen bei der ein Referent aus
Hongkong über das Investitionsverhalten in China sprach. Ein Satz von ihm:
aus Reisessern werden Fleischesser,
was bedeutet, daß die Nachfrage nach
Eiweisfutterpflanzen massiv steigen wird.
Im übrigen - Landwirtschaft hat immer Zukunft. Es ist nur die Frage der Form.
Es ist schon ein großer Reichtum auf eigenem Grund und Boden die eigene Familie versorgen zu können.
Wichtig ist bei Entscheidungen über die
Zukunft des Betriebes alle mit einzubeziehen.


Name: theres antwortet um 06-06-2005 09:54 auf diesen Beitrag nach oben
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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
>Hallo Helmar,
ja das ist das Thema, Bauernsterben, denn das gibt es in der ganzen Welt. Es stirb nicht nur der Bauer, sonder die Bäuerlichkeit.
Die Hoffnung, dass Lebensmittel knapp werden könnten und wir wieder einen gerechten Preis dafür erhalten können-
man braucht zur Erzeugung Energie und die steigenden Energiepreise machen viele Rechnungen ganz schnell hinfällig.
Eines fällt mir auf, egal ob es die Hochleistungskühe im Stall oder die Höchsterträge auf dem Acker sind, sie sind mit sehr viel Energieaufwand verbunden.
Wenn China den Dünger und den Soja zusammenkauft, dann werden wir uns andere Strategien überlegen müssen.
Ich finds nur so interessant, ein amerikanischer Landbauprofessor reist 1907 nach China um sich dort über die langanhaltende Bodenfruchtbarkeit zu informieren, weil eben in Amerika schon die ersten Auswirkungen der Erosion zu sehen waren und heute knapp 100 Jahre später schauen unsere Böden alle krank und kränklich aus,
wenn man die Fachzeitschriften durchblättert, dann hat man das Gefühl, als wenn es nur noch Pflanzenkrankheiten geben würde.
Auf der anderen Seite wird Düngung immer wichtiger, weil die Böden ihren Humusanteil Jahr für Jahr aufzehren.
Helmar, ich gebe dir recht, wir sind wirklich Weltmeister im Verdrängen,
aber wenn man irgendwann sich nicht mehr belügen und betrügen will,
dann ist man ein Spinner, ein Schwarzmaler, ein Pessimist.
Augen zu und durch,
hoffentlich lernen wir noch rechtzeitig, dass wir unseren Nachfahren auch noch eine lebenswürdige Umwelt hinterlassen.
frdl. Gr.
regi


Name: lehrerfranz antwortet um 06-06-2005 10:04 auf diesen Beitrag nach oben
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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
>
ich las diese lange latte an beiträgen gar nicht mehr vollständig. immer übers sterben zu reden wozu????????- ok auch der tod hat seinen platz - bei den bauern geht es um leben - und überleben - die augen vor den tatsachen nicht verschließen - aber der blick ist nach vorne gerichtet. Nehmen wir unser leben, auch unser bauernleben selbst in die hand. Es gibt vorbilder - orientieren wir uns doch an den erfolgreichen und glücklichen menschen bzw. landwirten.



Name: theres antwortet um 07-06-2005 08:19 auf diesen Beitrag nach oben
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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
> Hallo Lehrer Franz,
sich Vorbilder zu suchen und auch so leben zu wollen, ein guter Gedanke.
Aber da werden die verschiedensten Vorbilder den Bäuerinnen und Bauern vor Augen gehalten.
Der Wachstumsbetrieb mit der modernsten Technik, flächen und viehstark, Bauer ist aktiv im Stall, Aussenbetrieb wird vom MR erledigt,
oder das Bild der Bäuerin, die neben ihrer Arbeit auf dem Betrieb noch einen Direktvermarkterbetrieb aufgebaut hat, souverän Familie, Arbeit und diverse Ehrenämter auf die Reihe bringt und trotzdem noch für sich selbst genügend Zeit aufbringen kann.
Bauernsterben ist schon seit vielen Jahren auch der Verlust der Bäuerlichkeit.
Vom reinen Agrarstaat sind wir auf eine kleine Minderheit zusammengeschrumpft.
Interessant ist, dass die Flächen weiter bewirtschaftet, die Pachtpreise und Quotenpreise hoch geblieben sind, die Bauern sich teilweise die Flächen abjagen und bei einem grossen Teil der Bauern unterm Strich nichts übrigbleibt.
Wo finde ich meine Vorbilder?
Bauernhöfe, die die Kurve kriegen zwischen den betrieblichen Anforderungen und Wachstum und der inneren Zufriedenheit und Lebensqualität.
Wir (eine Gruppe von Bäuerinnen) haben uns zusammengesetzt, um für uns Wege zu finden, um für uns Vorbilder auszumachen, die erstrebenswert sind.
Erstaunlich finde ich, dass ausgerechnet die "Vorbildsbetriebe" in unserem Arbeitskreis nach ganz anderen Vorbildern suchen, weil sie in Arbeit, Sorgen und Stress wie in einem Hamsterrad gefangen waren.
Für uns Bäuerinnen war eine sehr interessante Erfahrung, dass wir uns mit Nichtbäuerinnen zusammengesetzt haben und über den Fluss geschaut haben, die Nichtbäuerinnen erzählten von ihren Sorgen und Mühen und wie schön wir Bäuerinnen es doch haben, weil wir auf unseren Höfen ein Stück mehr Freiheit und Lebensqualität besässen,
wir erzählten den Nichtbäuerinnen, mit welchen Problemen und Sorgen wir uns herumschlägen und dass wir manchmal auch gerne mehr Freizeit, Urlaub, einen freien Sonntag hätten.
Bei dieser Diskussion ist bei allen Frauen der Cent gefallen,
wir meinen immer die anderen hätten es besser, anstatt bei uns selbst zu schauen, wo wir für uns Verbesserungen erreichen könnten.
Was irgendwo in den Schaltstellen der Macht ausgeklügelt wird, um Landwirtschaftspolitk zu betreiben, da haben wir wenig Einfluss, aber jede und jeder hat die Möglichkeit sich selbst Gedanken zu machen, um ein lebenswertes Leben zu versuchen.
Und da helfen keine Vorbilder, sondern in Ruhe sich selbst besinnen, um herauszufinden, was man für das eigene Wohlergehen braucht.
Tief im Inneren hat jeder das Gespür für ein gutes Leben, leider haben wir uns viel zu lange darauf verlassen, dass uns andere sagen, was wir tun sollten.
frdl. Gr.
regi


Name: lehrerfranz antwortet um 07-06-2005 13:17 auf diesen Beitrag nach oben
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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
>
Danke für deinen Beitrag. Und ich möchte dazufügen: Vorbilder, damit meine ich nicht die propagierten Vorbilder, sondern die die mit dem Leben "eins" sind, im Leben stehen und durch Zufriedenheit und Ausstrahlung für mich ein Vorbild sind. Und da hilft es auch über den beruflichen Zaun zu schauen.
lehrerfranz

Name: b:orni antwortet um 11-11-2005 08:00 auf diesen Beitrag nach oben
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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
Warum werden wohl Förderungen für Brache ausbezahlt?! Österreich hat etwas was viel wertvoller ist als Erdöl! Wir haben WASSER und ohne diese kostbare WARE - wozu Wasser degradiert wurde geht bekanntlich gar nichts! Österreich ist der Wasserspeicher für die ganze EU und den rest der Welt, die es sicht leisten können! Man hört ja immer wieder von französichen Firmen, die Quellen kaufen wollen.

Name: helmar antwortet um 15-05-2009 20:11 auf diesen Beitrag nach oben

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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
In unserer schnellebigen Zeit etwas zum Erinnern...auch jetzt wird wieder mit dem "Bauernsterben" argumentiert. Und dass wir (Milchbauern) uns EU weit selber das Loch geschaufelt haben in welchem viele von uns zu verschwinden drohen.......aber auch schon vor 4 Jahren wurden jene wenigen welche gemeint haben dass weniger am Ende doch mehr sein kann, naja.....
Mfg, helmar

Name: grafeder antwortet um 15-05-2009 21:03 auf diesen Beitrag nach oben

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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
Du wiederholst dich bei deinen Themen.

Bauernsterben - Vielleicht ist es einmal ein Vorteil. Wenn nur mehr wenige übrig sind, wird man vielleicht als "Gefährdete Rasse" gelistet. :-)

Also ganz ehrlich gesagt, alle Bauern die "gestorben" sind, sind glücklicher denn je. Sie kassieren fröhlich ihre Prämien und sehen dem Nachbar vom Liegestuhl aus zu, wie er die Heuernte "schwarz" erledigt und sich den Kopf zerbricht wie er mit seinen GVE-Grenzen zurecht kommt. Und kein "Gestorbener" möchte mit einer Milchkuh wiederbelebt werden!

Dann fährt der "gestorbene" Bauer in den Supermarkt und kauft die billigste Milch. So schnell wird man vom Konsumenten zum Produzenten.

Und alle die noch nicht "gestorben" sind werden auch kein Gramm besser sein am Ende ihrer Tage!

So, bleibt nur noch zu hoffen, dass das jetzt eine schöne Suderei wird!

Name: helmar antwortet um 15-05-2009 21:10 auf diesen Beitrag nach oben

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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
Oder doch nicht........weil uns jetzt vielleicht eine neue heilbringende Lehre präsentiert wird? Liefergemeinschaften gründen wird ja wohl derzeit nicht so aktuell sein....
Mfg, helmar

Name: grafeder antwortet um 15-05-2009 21:12 auf diesen Beitrag nach oben

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Das Bauernsterben" und die Scheinheiligkeit, wer wirds
Was für eine Lehre?

Oder meinst du eine Leere?

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