Neue alte Anbaumethoden oder so ...

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Name: DJ111 10-11-2010 05:35
Neue alte Anbaumethoden oder so ...
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Gibts hier irgend jemanden, der sich mit Mischkultur, Dammkultur, Dauerkultur oder sonstigen "alternativen" Anbaumethoden beschäftigt ... ?
Aus verschiedenen Gründen hab ich vor, zukünfig etwas mehr in diese Richtung zu experimentieren.
Die Hauptherausforderung liegt ja eigentlich in der Findung optimaler Mischungs-Nutzpflanzen und die Adaptierung von Erntemaschinen.
Aber ich bin mir sicher, was denkbar ist ist auch machbar und denkbar ist für mich sehr viel ... also wer hat hier vielleicht auch schon Ideen und Erfahrungen gesammelt ...?

Und ich meine nicht nur den Anbau von Leindotter mit Erbse, denn Ziel soll ja sein einen guten DB einzufahren, fruchbaren Boden erhalten, Erosion verhindern.

Und bitte schreibt nur was zu diesem Thema, wenn ihr auch was zu sagen habt!


Gruß DJ

Name: 179781 antwortet um 10-11-2010 21:03 auf diesen Beitrag
Neue alte Anbaumethoden oder so ...
Der Anbau von Mischkulturen ist nichts neues. Man kann dabei durch geschickte Kombination die Möglichkeit nutzen, dass verschiedene Pflanzen verschiedene Wurzelsysteme haben und sich dadurch ergänzen anstatt zu konkurrieren. Auch durch verschiedene Blattaparate kann die Assimaltionsleistung gesteigert werden. Ein klassisches Beispiel sind die "drei guten Schwestern". Die Navajo Indianer waren gute Ackerbauern. Sie haben z. B,. Kürbis, Bohnen und Mais gemeinsam gepflanzt.
Solche Dinge gibt es sicher noch viele. Das Grundproblem ist in der Regel die Ernte. Solange die von Hand stattfindet, lässt sich da vieles machen. Wenn aber mit Maschinen geerntet werden soll, dann ist z. B. die ungleiche Abreife ein großes Problem.

Ich habe heuer probiert, Raps und Gerste gemeinsam anzubauen. Die Idee dazu hatte ich schon vor Jahren. Da hat ein Bauer Raps im Lagerhaus abgeliefert, wo eine Menge Gerstendurchwuchs im Ausputz war. Weil er der vorletzte an dem Tag war hat sich der Mann an der Übernahme die Mühe gemacht und den Ausputz über die Getreidesiebe gelassen und ein schönes Häufchen reine Gerste zusammengebracht. Beim Nachforschen dazu habe ich gelesen, dass im ehemaligen Ostdeutschland (heute Polen) Anfang des vorigen Jahrhunderts das häufig praktiziert wurde.
Bei mir schaut es so aus, dass ich am 18. Aug. 50 kg Wintergerste, 3,5 kg Raps und ,2 kg Rübsen je ha gesät habe. Der Feldaufgang war recht gut, nur hat die Gerste reltiv schnell das Regiment übernommen und hält den Raps stark unter Druck. Es ist ein so dichter Bestand geworden, dass man zum richtigen Zeitpunkt mit einer hohen Saatmenge das nicht so hinkriegt. Wahrscheinlich hätte ich da nur 20 kg oder so Gerste nehmen dürfen.
Nächstes Jahr kann ich dann berichten, was da draus wird.

Gottfried

Name: schellniesel antwortet um 10-11-2010 21:04 auf diesen Beitrag
Neue alte Anbaumethoden oder so ...
Ja gut über die drei guten Schwestern müssen wir uns eigentlich nicht mehr Unterhalten oder?
Kürbis Mais Käferbohnen

Wer hierfür eine Erntemaschine Adaptieren kann soll sich bitte melden!


Andere möglichkeit wäre auch Buschbohnen mit dem Kürbis zu kombinieren!

Da wäre die Halbmechanische Ernte dann wie bei der Gurken ernte eine Vraiante aber wie Vermarktet man Bohnscharten?

Mfg schellniesel


Name: DJ111 antwortet um 10-11-2010 21:23 auf diesen Beitrag
Neue alte Anbaumethoden oder so ...
Dass das nicht neu ist, weiß ich schon ;-)

Ich stell mir ja eine Kombination aus Mais, Sonnenblume, Käferbohne (oder andere Rankbohne) Kürbis und wahrscheinlich Weißklee vor.
Die Herausforderung ist meiner Meinung auch, Sorten zu finden, die einigermaßen gleichzeitig reif werden, damit eine mechanische Ernte möglich ist.

Buschbohnen (Bohnenschoten übrigens für Schellniesel) kann ich mir nicht so gut vorstellen, da die ja selbst niedriger wachsen als die Kürbisse.

Für weitere Ideen bin ich dankbar.

Name: schellniesel antwortet um 10-11-2010 21:42 auf diesen Beitrag
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Dschuldigung der Steira is mit mir durchgegangen!

Nun ja wenn man die Anbautermine etwas anpasst sollte es dennoch gehen! jedoch kanns schon sein das da auch Konkurrenz entsteht wenn die Kürbis zuwachsen!

Ja aber der Weißklee ist eher so etwas wie eine Gründüngung! Also ernten kann man den Weißklee dann eher nicht!

Ja Mais Sonnenblumen und Käferbohnen könnte gehen! Sonnenblumen werden halt etwas früher als die Käferbohnen!

Käferbohnen und Mais wird bei uns eigentlich schon einiges an Fläche gebaut!
Funktioniert tadellos auch mit der Ernte!
Auch mit Schüttlermaschinen was ich bisher nicht geglaubt habe das dies Funktioniert!

Mfg schellniesel





Name: DJ111 antwortet um 11-11-2010 08:18 auf diesen Beitrag
Neue alte Anbaumethoden oder so ...
Käferbohnenmais hab ich auch gut 15 ha. Deren Ernte is nicht das große Problem - ausser heuer, wo in der ganzen Oststeiermark wegen ungünstiger Blütezeit keine brauchbaren Erträge da sind.
Den Weißklee hätt ich mir eher zur Bodenbedeckung und Unkrautunterdrückung zwischen den Reihen gedacht.

Nachdem die Ambrosia massiv im Anflug und Verbreitung ist, werd ma uns bei den Kürbissen auch was einfallen lassen, dann das Zeug keimt ja erst wenn du mit dem Hackgerät oder Spritze nicht mehr reinkannst und wächst fast 3 m hoch und dicht dass du die Kürbisse gleich vergessen kannst.
In Ungarn gibt es Gebiete, wo wegen der der Kürbisanbau unmöglich geworden ist.

Deshalb sollte man sich unbedingt vorher schon ein bissl Gedanken machen.

Name: tommxl antwortet um 03-11-2013 19:42 auf diesen Beitrag
Neue alte Anbaumethoden oder so ...
Wie siehts mit der Düngung aus beim maisgemenge

Name: MF7600 antwortet um 03-11-2013 20:41 auf diesen Beitrag
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mischfrüchte und untersaaten sind interessante möglichtkeiten, ich probier schon einiges aus und will noch mehr experimentieren.
weisskleeuntersaat bei mais, sojauntersaat bei mais, ackerbonen mit raps in mischkultur.
senf mit gerste...
bei rüben wär eine untersaat nicht schlecht zur bodenstabilisierung und gleich als begrünung fürs folgejahr, da nach einer späteren rübenernte eine begrünung wahrscheinlich nicht mehr sinnvoll ist- ausser vielleicht grünschnittroggen(vielleicht mit wintererbsen?), bin mir aber noch nicht im klaren welche untersaat möglich wäre.

Name: Gigasgagasmann antwortet um 03-11-2013 21:05 auf diesen Beitrag
Neue alte Anbaumethoden oder so ...
Was eher langfristig interessant sein könnte: "Agroforst": Holzgewinnung und Ackerbau in Kombination http://www.agroforst.de/

Name: tommxl antwortet um 04-11-2013 11:01 auf diesen Beitrag
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Erfolgt das Säen von Mais + käferbohne mit einer normalen maisbaumaschine und sät man die Bohne direkt zum Mais ?

Name: baerbauer antwortet um 13-06-2014 23:10 auf diesen Beitrag
Neue alte Anbaumethoden oder so ...
Ich habe den soja heuer in eks angebaut. ich hab mir gedacht, jetzt buchweizen na dem letzten hacken reinzusäen. der buchweizen dürfte dann den soja ja nicht mehr hemmen. ich habe gute bodenbedeckung und wahrscheinlich auch etwas zu ernten. sollte doch funktionieren - wie seht ihr es
lg

Name: Kronabitbauer antwortet um 14-06-2014 09:01 auf diesen Beitrag
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Was ich schon gesehen habe wäre zierkürbis mit mais und käferbohnen mit mais.....

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