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Es sind 13181 Diskussionen online
Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern
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Name: Rauli 05-05-2005 10:38 |
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Tagebuch
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern
Habe immer wieder große Probleme mit Kamille im Winter- als auch Sommergetreide. Weiss jemand Abhilfe. Bin BIO ! mfg Rauli |
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Name: giebenrath antwortet um 05-05-2005 11:45 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern > @ franz5000 oder besser "Karl Friedrich Hieronymus von Münchhausen" *g* achja, und das Rotkäppchen hat den Wolf vernascht ! |
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Name: oekonom antwortet um 05-05-2005 11:47 auf diesen Beitrag |
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern > Wo bist du denn zuhause bei diesem Ertrag? Habe auch starke Kamillenbesatz im WI-getreide, auch wenn es anfangs dicht ist Kommt sie bis zur Reife immer wieder stärker durch. Striegle auch aber mit mässigem Erfolg. mfg Toni |
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Name: biolix antwortet um 05-05-2005 12:37 auf diesen Beitrag |
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern > franz: was hat tiefenlockern mit der kamille zu tun.. was bezweckst du mit dem tiefenlockern ? wie viel regenwürmer hast du pro m2 oder pro spatenprobe ? wie schauts mit dem humusaufbau aus ? wie schaut die frcuhtfolge aus, auch ein wichtiger maßstab für die "verbeikrautung" ? erträge sollten nie im mittelpunkt stehen, obwohl es scjhön ist auch auf 15 böden nen schnitt von 40 dt weizen zu haben aber auch ein bodenleben und eine bodenstruktur die zum herzeigen ist.. bg biolix |
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Name: giebenrath antwortet um 05-05-2005 12:37 auf diesen Beitrag |
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern > sorry Franz ! wusste nicht, daß die Zahl 5000 in deinem Nick auch gleich die Erträge pro ha in deinem Betrieb anzeigen sollte ... war wohl ein ausgiebiger Frühschoppen ....... biste eh nicht mehr mit dem Auto gefahren ?? |
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Name: oekonom antwortet um 05-05-2005 14:07 auf diesen Beitrag |
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern >Lieber franz5000, hätte trotzdem gerne gewusst wo du ungefähr beheimatet bist? mfg TONI |
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Name: oekonom antwortet um 08-05-2005 09:17 auf diesen Beitrag |
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern > leider hat noch keiner eine Antwort gegeben(bei der tollen Diskusion um Erträge), würde mich aber auch interressieren wie andere damit fertig werden? mfg TONI |
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Name: Rauli antwortet um 08-05-2005 15:23 auf diesen Beitrag |
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern Ich kann nicht mal Danke sagen, denn nach Erträgen habe ich nicht gefragt - aber vielleicht fällt ja jemandem doch noch was ein. Ich habe voriges Jahr Wintergerste nach einem 2-jährigem Kleegras Bestand angebaut, und heuer im Frühjahr war alles mit Kamille voll (flächendeckend). Auch auf anderen Feldern habe ich immer wieder Probleme mit der Kamille. Nicht überall aber doch ist die Kamille bei mir als das stärkste Beikraut anzusehen. Ich bin seit 6 Jahren BIO und arbeite auch mit dem Striegel. Nur das mit der Kamille ist mir schleierhaft. Überhaupt heuer nach diesem Kleegrasumbruch. Mittlerweile ist die Kamille schon so hoch wie die Wintergerste und ich würde sagen, in 2 Wochen hat sie der Gerste überwachsen. Da kannst mit dem Striegel auch nichts mehr machen. Denn 1. Striegeldurchgang habe ich schon vor 4 Wochen gemacht. Dann nach 3 Wochen wieder. Ich glaub ich pflüg die WG wieder um. Aber wenn das Wetter wetterhin so verrückt spielt (heute hats geschneit) wirds mit der Sommergerste auch eng ! Und punkto Humus - Der Acker ist in Ordnung. Ich hab die Spatenprobe gemacht. Aber nach 2 Jahre Kleegras kann man das ja annehmen. Und punkto Tiefenlockerung erwarte ich mir auch nicht viel ! Danke ! |
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Name: theres antwortet um 08-05-2005 17:07 auf diesen Beitrag |
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern > Hallo Raudi, ich bin keine Biobäuerin, aber ich befasse mich schon längere Zeit mit dem Unkraut und warum es wo wächst. Kamille zeigt die Bodenverdichtung an, das hat schon jemand beschrieben, aber sie hat noch eine andere Wirkung, sie zeigt an, dass dort Grünmasse noch nicht ganz im Boden verarbeitet ist. Die Kamille scheint auf diese Weise den Boden zu entgiften. Wenn die Klee eingeackert hast und jetzt wieder deine Wintergerste einackern willst, dann befürchte ich, dass die Kamille noch ein paar Jahre dir Ärger bescheren wird. Wenn du wirklich im Sinn hast, deine Wintergerste umzubrechen, dann könntest du am besten die Gerste mulchen, sie ziemlich abtrocknen und abwelken lassen und sie dann erst einzuackern. Wir haben in den letzten Jahren darauf aufgepasst, der Boden war recht dankbar dafür. Ich habe ein altes Buch, dass sich um solche Boden- und Pflanzenzusammenhänge dreht, ich muss sagen, unsere Vorfahren waren nicht dumm. Viel Glück regi |
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Name: biolix antwortet um 08-05-2005 19:54 auf diesen Beitrag |
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern > hallo ! da sieht ma mal wieder das manche konv. mehr vom boden her drauf haben als bios, freut mich theres.. fragt euch mal obwintergerste überhaupt im biol. Landbau eine berechtigung hat.. weiters ist der kleegrasumbruch im herbst nach 2 jährigen bestand bez. stickstoffverfügbarkeit bzw. nutzung durch ww oder eben wg sehr zu überdenken.. starten jetzt immer mit einer sommerung und der WW kommt erst ein jahr darauf.. ahben sehr gute erfolge.. machen nun 9 jahre bio und kein problem bzw. nur ein untergeordnetes problem mit der kamille.. biolix |
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Name: theres antwortet um 09-05-2005 09:50 auf diesen Beitrag |
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern > Hallo biolix, bodenmässig bin ich ein absolutes Greenhorn, bis vor 3 Jahren hätte ich den Begriff "Lebendverbauung" in den Bereich Landschaftsplanung gesteckt, Plasmagare als Begriff aus der Biologie nicht verstanden, Regenwürmer als im Boden lebende Wesen betrachtet, die zwar wichtig sind, aber für mich war der Boden der Raum, in dem die Pflanzen ihren Wurzelstandort haben. Erst durch die Beschäftigung mit einer Mischung von Mikroben, die von den einen belächelt, von den anderen als wahre Wundermischung betrachtet wird, fing ich an, mich mit diesem Boden zu beschäftigen. Und da sind mir wirklich die Augen aufgegangen, ich das Greenhorn hatte gemeint, meine 3 Experten auf dem Betrieb würden sich damit sehr gut auskennen, als sie mir ihre Bücher und Unterlagen zeigten, stand ich plötzlich da, auf der einen Seite das derzeitige Fachwissen, auf der anderen Seite das alte Wissen, das immerhin bis vor Justus von Liebig über einen langen Zeitraum die Menschen auch ernährt hat. Und da ich von Natur aus ein wissbegieriger und neugieriger Mensch bin, habe ich angefangen, zu probieren,genauer zu schauen, denn was ich mit meinen eigenen Augen gesehen, was ich von der Natur gelernt habe, das war für mich glaubhafter als manche Fachbücher. Ich habe ein ganz anderes Verständnis zu den 3o cm unter uns gefunden, denn davon leben wir alle auf dieser Erde. Nur über etwas bin ich mehr als entsetzt, es ist die wenige Wertschätzung, die diesem "Edaphon" zuteil wird, die Menschen tragen sich mit dem Gedanken auf anderen Planeten Siedlungen zu bauen, aber das Leben unter unseren Füssen wird mit Füssen getreten. Dass man mit den Mikroben und winzigen Bodenlebewesen nicht allzuviel anfangen kann, das könnte ich ja noch verstehen, mit blossem Auge sind sie nicht zu sehen, aber dass man den sichtbaren Bodenbewohnern von Regenwurm und Co. so wenig Beachtung schenkt, ausgerechnet den Lebewesen, die die meiste Zeit des Jahres ohne Lohn, nur für Kost und Logie bei uns arbeiten würden, und das auch noch ohne Sozialversicherungsbeiträge :-))). Wie gesagt, ich bin ein Greenhorn, mein Wissen um das Leben im Boden ist noch sehr wenig, aber dass ich unsere Experten auf unserem Betrieb erst wirklich mühsam überzeugen musste, dass ich keine grüne Spinnerin, sondern eine erdverwurzelte Bäuerin bin, das hat mich schon mehr als überrascht. Das Wissen und Gefühl um die Zusammenhänge im Boden scheint insgesamt nicht allzubekannt zu sein, wenn ich heute unsere Böden betrachte, sind wir noch weit vom Idealzustand entfernt, aber ich kenne jetzt wenigstens die Böden etwas genauer, kenne Bodengare und vieles mehr. Ich kann am Geruch einiges erkennen, und ich vermute, wenn das Leben im Boden Schmerzschreie von sich geben könnte, weil es wieder mal absolut gequält wird, wir würden uns wundern, wie uns die Ohren schmerzen würden. Ich bin einer Frau in Österreich sehr dankbar, denn von ihr durfte ich den Zusammenhang von Boden, Pflanze, Tier und Mensch erkennen, sie hat mir eigentlich ein sehr grosses Geschenk gegeben, denn es ist einfach schön, einen Beruf haben zu dürfen, in dem man ein winziges kleines Werkzeug in der Schöpfung sein darf. Da wird der Beruf ganz was anderes, in einer handvoll Erde leben angeblich mehr Lebewesen, als Menschen auf dieser Erde. Welche Verantwortung der Herrgott in unsere Hände gelegt hat. Dass man Bauern immer ziemlich an den Rand gedrängt hat, scheint unser Problem zu sein, aber wer sich tiefer mit dem ganzen auseinandersetzt, der bekommt eine ganz andere Achtung vor dem Leben im Boden, von den Pflanzen, vor der Arbeit des Bauern und vor dem Wert von Lebensmitteln. frdl. Gr. regi |
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Name: Rauli antwortet um 09-05-2005 14:51 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Problem mit Kamille im Acker - an alle Biobauern Frage an Theres ! Danke für die wirklich aufschlußreichen Kommentare. Das Buch tät mich wirklich interessieren. Vielleicht kannst du mir den Titel und den Autor nennen. Danke Rauli |
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