Tagebuch
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Von Sympathie können Bauern nicht leben > Nein von der Liebe allein kann niemand leben, ein bisserl Luft brauchts schon noch dazu. Aber ebensowenig wie die Bauern von der Liebe allein leben können, ist es bei den anderen genauso. Der Bäcker, der Tischler und und und, die vielen kleinen und mittleren Betriebe, die verschwinden still und leise von der Bildfläche. Es geht hier wie beim Übergewicht, Gramm für Gramm und irgendwann ist es zuviel, nur merkt es keiner, erst irgendwann kommt das grosse Entsetzen. Ob das Wachsen um jeden Preis, egal ob in der Landwirtschaft oder in anderen Branchen eine gesunde Entwicklung ist, das wird sich irgendwann herausstellen. Die Gefahr, dass wir vieles verlieren, dass unser Leben wärmer, herzlicher und menschlicher macht, weil in etwas kleineren Strukturen einfach noch Überschaubarkeit da ist, die ist gross. Die Kinder, die in dieser Überschaubarkeit aufwachsen durften, haben mit Sicherheit einen grossen Vorteil, sie können von diesem Kapital ein ganzes Leben zehren. Aber es werden immer weniger, die das Glück haben, mit dieser Bodenhaftung aufwachsen zu dürfen, und was ist dann? Wir werden von der Liebe nicht leben können, aber ohne Liebe auch nicht. Und ich fürchte, dass wir irgendwann entsetzt aufwachen und merken, wir haben unsere Seele, unsere Heimat, unsere Wurzeln verloren, leider wirds kein Traum sein, sondern die Realität. Menschen mit Halt und Wurzeln sind ein wichtiger Garant für eine Gesellschaft. In einem alten Buch fand ich eine Beschreibung der Landwirtschaft in vielen Gegenden und Regionen der Erde, es war die Beschreibung der Entwicklung der Landwirtschaft soweit zurückverfolgbar, solange schriftliche Aufzeichnungen vorliegen bis in die Jetztzeit. Als Fazit konnte man klar herauslesen, dass jede Hochkultur den Weg in den Untergang zurückging, wenn die Landwirtschaft ihre Bedeutung verloren hatte. Der momentan beklagte Werteverlust zeigt ganz klar darauf hin, an welcher Stelle des Kulturbarometers wir stehen. frdl.Gr. regi
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