BERGLANDMILCH / TIROL MILCH

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Name: 050772 25-08-2010 21:17
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anscheinend gehn sie jetzt doch zusammen, schlecht für uns Berglandmilchbauern von unserer Milch wurde Geld zur Seite gelegt das wir nicht ausbezahlt bekommen haben und die Tiroler die nicht wirtschaften können (nähe zu Italien) sind die die unser Geld bekommen, was für eine Milchmafia ich glaub ich muß doch zur Freien Milch Austria gehn?!
Name: tch antwortet um 25-08-2010 21:37 auf diesen Beitrag
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Geh doch.......

tch

Name: edde antwortet um 25-08-2010 21:43 auf diesen Beitrag
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na da werden dann die kleinen bäuerleins bald wieder den guten alten k&k hofknicks lernen müssen, wenn sie bei der übergrossen bergland sich getrauen , vorstellig zu werden.

könnte man ja glatt in das schulungsprogramm des kommenden businessplans aufnehmen , denn gutes benehmen vor der obrigkeit schadet sicher nicht dem geschäft.

mfg

Name: dude antwortet um 25-08-2010 21:51 auf diesen Beitrag
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@050772: deswegen gehts vielen Milchbauern schlecht, keine Ahnung von den primitivsten wirtschaftlichen Zusammenhängen. Was glaubst du, wieviel die Marke Tirol Milch eigentlich wert ist? 50 -100 -150 Mio. Euro? Da sind doch die Schulden der Tirol Milch ein Klacks, außerdem kommt ein Top Verarbeitungsbetrieb dazu. Also zieh von dannen, oder überleg erst bevorst was schreibst.

Name: walterst antwortet um 25-08-2010 21:59 auf diesen Beitrag
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ja wieviel ist die Marke nun wert, dude? UNd warum hat sich dieser Wert bisher so gut versteckt?

Name: dude antwortet um 25-08-2010 22:30 auf diesen Beitrag
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i würd 150 Mio zahlen, wenn i die Marie hätt.

Name: 050772 antwortet um 25-08-2010 22:32 auf diesen Beitrag
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wenn aber im Vertrag steht wo Tirol Milch drauf steht darf nur Tirol Milch drinnen sein was soll dann die Marke wert sein für die Berglandmilchbauern die die Schulden der Tiroler bezahlen müssen, ich hoffe die Tiroler Bauern stimmen bei ihrer Generalversammlung dagegen, ( die können wenigstens noch auf eine Generalversammlung gehn, wenns bei der Bergalndmilch seits könnts e nicht auf die Generalversammlung der Berglandmilch gehn da bestimmen dann ein paar Schauer für euch)


Name: dude antwortet um 25-08-2010 23:45 auf diesen Beitrag
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@050772: Den Vertrag mecht i segn, wo des drinnensteht! Übrigens:dein Schauer hast aber bei der Gebietsversammlung selber gwählt und wennst besser gwesen wärst wia er , dann warst jetzt im Vorstand und miasast nit da so an bledsin schreibn.
Im Tiroler Speck derf koa Holländische Sau drei sein, AMA Gütesiegl wurde gefordert - also aus österreichische Fockn, nur dann is a echter Tiroler Speck. Bei der Milch derf wieder nur Tiroler Milch drinnen sein - jetzt werds Kabarettreif.

Name: mosti antwortet um 26-08-2010 01:23 auf diesen Beitrag
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beste option ist freie milch austria - abeitet für bauerninteressen, genossenschaft zieht eigene kosten ab - rest bleibt bauern

Name: Muech antwortet um 26-08-2010 07:06 auf diesen Beitrag
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aha mosti. und die freie milch zieht keine kosten ab oder wie?? naja.
es wird in der öst. Milchwirtschaft in den nächsten Jahren noch einige Veränderungen geben (müssen).
für die Tirol MIlch und ihre Bauern als Eigentümer ist der Weg mit der BLM auf längere Sicht gesehen sicher der beste.
Man kann´s natürlich auch selber versuchen, viel Geld investieren, noch lange auf besser Milchpreise warten und wenn´s nicht funktioniert sich an jemand anderen verkaufen müssen.
Fragt mal BLM Lieferanten. Die haben jahre lang die Restrukturierung mit einem geringeren Milchpreis mitgetragen. Jetzt zeigen sich die Früchte.
Tiroler Bauern sollten froh sein, dass sich ein so starker Partner um sie bemüht. Das zeigt zum einen die Attraktivität der Tirol Milch, zum anderen die Kraft der BLM, die sich diese Fusion "leisten" kann.

Name: mfj antwortet um 26-08-2010 07:41 auf diesen Beitrag
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...es gibt eine Regel bei Fusionen.

Aus zwei Kranken wird kein Gesunder. Und wenn ein Gesunder und ein Kranker zusammenkommen – hinkt man zumindestens auf einem Bein. Und so kann man die „Gebrechen“ auf- oder absummieren wie man will, es bleibt immer was hängen.
Und nur wenn zwei Gesunde zusammen kommen – wird es für alle aufwärts gehen.

Auf jedenfall nützt eine Marke nichts – und mag sie noch so gut sein, wenn das „Schulden-Bündel“ groß ist und zu sehr drückt. Es belastet die „Geschäftstätigkeit“ im Gesamten negativ, und wird viele Jahre brauchen ehe es aufgearbeitet ist.

Wie das bei der Tirolmilch/Berglandmilch wirklich aussieht, weiß ich nicht. Ich hoffe die Mitglieder haben wirklich Einblick.
Ich habe aus "meinen" Erfahrungen gelernt das „Genossenschaftsmitglieder“ bei bäuerlichen Organisationen meistens schlecht, halb oder sogar falsch informiert werden.

Bei den Milchverarbeitungs-Unternehmen ist nach wie vor die „verarbeitete Jahresmilchmenge“ und vielleicht noch der Jahresumsatz das Maß aller Dinge. Ein Refugium aus "vergangenen Zeiten".
Oft werden ja noch Geschäftsführer-Gehälter nach Umsatz bezahlt. Da muss einen nichts mehr wundern – welche Richtung eingeschlagen und informiert wird.
Natürlich ist Größe heute in Verarbeitungsbetrieben unbedingt nötig, um Fixkosten gering zu halten, viele Standorte tragen da aber meistens nicht bei.

Der Idealfall bei Molkereien ist „ein Werk“ im Grünen mit einer Verarbeitungsmenge von 500 Mill. Liter Milch jährlich, und ein Haufen Bauern ringsrum. Hier kann effektiv, kostensparend und übersichtlich gearbeitet werden.
Wenn auf vielen Standorten mit den jeweiligen Betriebsleitern gemauschelt werden muss, ist es eh gelaufen. Ehrenamtliche Vertreter können das nicht mehr überblicken, und sind auf Gedeih und Verderb den Aussagen von den GF angewiesen.

Meiner Meinung nach findet so eine geforderte „Neu-Strukturierung der Milchwirtschaft“ nicht statt.
Misswirtschaften mit Fusionen aufzufangen geht immer auf Kosten der Eigentümer.

...und die Dividende ist der Milchpreis...




Name: walterst antwortet um 26-08-2010 08:19 auf diesen Beitrag
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@dude

Für mich ist das sehr interessant, dass Du wegen der MArke TIMI die rückwirkende MIlchpreiszahlung der Bergland als gerechtfertigt siehst, ja geradezu als Schnäppchen. DAs heisst, dass Du umgekehrt den Wert der Berglandmarken (Schärdinger, Desserta...) als wertlos einstufst, obwohl für die saisonbedingte Überschussmilch der TIMI diese Marken für die Vermarktung künftig zur Verfügung stehen, was umgekehrt für die Berglandbauern, zumindest nach dem Wunsch der Tiroler nicht gilt. (In Tirolmilch ist nur Tiroler MIlch)

Ich habe ja eine völlig konfuse und abwegige Theorie, warum sich Bergland und NÖM so für die TIMI (und weitere Molkereien) interessieren: Es geht nicht um die Marken, es geht nicht um die Anlagen, nein, es geht um die Sicherung der Rohstoffbasis. Aber das würde man den Bauern doch nie sagen wollen.
Man muss doch die alte Linie fortführen, dass Milch grundsätzlich keinen Wert hat, von niemandem gebraucht wird und NUR durch die Existenz von Genossenschaften ("Verwertungsgenossenschaften") kulanterweise abgeholt und "verwertet" und sogar noch bezahlt wird.

Name: Felix05 antwortet um 26-08-2010 08:21 auf diesen Beitrag
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Morsch`n,

...wenn man in der Nähe von Italien beheimatet ist, bedingt das wohl automatisch den Umstand, dass man nicht wirtschaften kann?
Ich lerne täglich dazu. Zudem bin ich öfter mal in Tirol, also da woll`t ich manchen Flachlandbauern wirtschaften sehen...

Was der mfj sagt, hat was.
Ein Lahmer wird nicht gesund, wenn man ihm eine Gehhilfe gibt, im Gegenteil:
Die wird über kurz oder lang zerbrechen, wenn er sich zu sehr draufstützt.

Haut rein, Lutz!

Name: mfj antwortet um 26-08-2010 08:29 auf diesen Beitrag
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Nein, Lutz - das ist anders gemeint. Der Italien-Markt ist ein sehr guter Export Markt für Milch.

Italien hat als fast einziges EU-Land eine Unterselbstversorgung bei Milch. Tirol mit seiner Nähe zum italienischen Markt müßte hier eigentlich einen Wettbewerbsvorteil haben.
Scheinen "die Mander" aber wohl verschlafen zu haben....;-))




Name: Christoph38 antwortet um 26-08-2010 08:33 auf diesen Beitrag
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Was ist eigentlich aus der Marke "Konsum" geworden, nachdem der Konzern unter der Schuldenlast zusammengebrochen ist ?
Wieviel ist die Marke noch wert ?

Name: joholt antwortet um 26-08-2010 08:37 auf diesen Beitrag
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@ mfj Das ist eher aus einer anderen sichtweiße zu sehn wenn man in Südtirol ist und man sagt man ist tiroler ist man nicht so beliebt als wenn man sagt man ist östrreicher. es ist eher ein nachteil dort als tiroler geschäfte zu machen.
woran das liegt weiß ich nicht aber es sind tatsachen
mfg

Name: Christoph38 antwortet um 26-08-2010 08:45 auf diesen Beitrag
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Überrascht bin ich über das Tiroler Revoluzzertum. Haben es doch die Vorstandsmitglieder gewagt sich entgegen politischer Vorgaben (LR Steixner), für die Bergland auszusprechen.

Kann aber natürlich auch sein, dass es für Raiffeisen besser ist mit der BLM zu fusionieren und dass man diesen Aspekt in die Gutachten einfliessen hat lassen.

Unverständlich ist mir persönlich wenn BLM-Lieferanten sudern, dass ihre jahrelange Aufbauarbeit über den Milchpreis nun auch den Tiroler zu Gute kommt, noch dazu mit einer rückwirkenden Milchdividende. Steht doch fest, dass man als Bauer selber sowieso von vergangenen Niedrigpreisen zugunsten der Genossenschaft nicht profitiert.

Ob man jetzt bei Einstellung der Milchproduktion oder Wechsel des Milchabnehmers um seinen Anteil am Unternehmenswert geprellt wird oder ob dieser Wert Neumitgliedern, wie den Tirolern zufliesst, macht doch keinen wesentlichen Unterschied.
Von der nicht gänzlich unüblichen Wertvernichtung bäuerlicher Aufbauarbeit (Milchpreisverzicht) in kostspieligen Fehlinvesttionen mit nachfolgender Partnersuche und Anteilsreduktion gar nicht zu reden.

Name: Tyrolens antwortet um 26-08-2010 10:52 auf diesen Beitrag
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Joholt, das liegt daran dass die TiMi jahrelang versucht hat den Südtiroler Markt durch den Export von Billigprodukten zu ruinieren. Die TiMi Produkte waren in Südtirol immer die billigsten.
Dass man den Wettbewerbsvorteil der Nähe zu Italien nicht nutzen könnte liegt daran, dass die TiMi, aus welchen Gründen auch immer, sehr viel Exportmilch zu Billigstpreisen nach Italien exportierte. Das ging so weit, dass in den letzten Jahren bei jedem Milch-Transport von der TiMi noch etwas oben drauf gelegt werden musste.
Welche Gründe für die Fusion sprechen? Keine Ahnung. Die TiMi hat ordentlich Eigenkapital, das Land Tirol hat ihr mit sehr viel Geld geholfen, eine riesige Fabrik in Wörgl zu bauen, die Landwirte akzeptieren, dass keine Fabelpreise bezahlt werden.
Also was zur Hölle ist da los? Habe den Eindruck, dass und Steixner und Co. zwar mit ernster Miene aber trotzdem ins Gesicht lügen.
Wen ich im Betrieb zu viel Milch und eine zu große Produktionskapazität (wahrscheinlich doch beim Umbau in zu großen Dimensionen gedacht, mit einem Hochregallager, angeblich größer als das von Sandoz in Kundl . ;), wusste ich besseres zu tun.

Name: joholt antwortet um 26-08-2010 11:04 auf diesen Beitrag
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@Tyrolens :-)))) aber man darf das ja nicht laut sagen oder schreiben.
mfg

Name: alfalfa antwortet um 26-08-2010 11:38 auf diesen Beitrag
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Eines bleibt unterm Strich dennoch gewiss, zwar das das Angebot an Abnehmern von Rohmilch Molkerein) geringer wird und in den letzten Jahren worden is. Was bis auf wenige Grenzstandorte den Bauern oft keine Lieferalternativen mehr lässt. Ich bin zwar ein absoluter Befürworter des Genossenschaftsgedanken bin mit der jetzige Sitiation aber mehr als unglücklich. Irgendwann wenn der Schuldenberg der eigenen Genossenschaftsmolkerei groß genug ist (ob beabsichtigt oder ned) der Markt für Investoren interessant erscheint (wenige Anbieter und Lieferantengebiet in dem sie nach belieben diktieren können) wird dann einfach Fremdkapital in Unternehmensanteile umgewandelt. Es is so schön wenn die Hauptlast der Umstruckturierung das Kollektiv tragen muss, dafür aber die Sicherheit hat das die Milch auch weiter abgeholt wird und wenn die Situation lukrativ erscheint, dass steigt der Investor einfach ein. Dann wirds auf einmal Gmbh (Gesellschafter: Genossenschaft und Investor) wo ma auf einmal auch Gewinne zum Ausschütten hat, schließlich muss sich die investition ja rentieren.
Die Genossenschaften Ihrerseits können die Gewinne leider nicht ausschütten weil ma ja 25% Kestabzug drauf hätte und da geht des natürlich ned.

Mit der Landwirtschaft kann man viel Geld verdienen nur in der Landwirtschaft ned!

Name: Tyrolens antwortet um 26-08-2010 12:46 auf diesen Beitrag
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Joholt, das man auch nicht sagen, weil das eigentlich jeder klar denkende Mensch weiß. ;)

Bemerkenswert ist, wie locker man über die Standortschließung in Lienz hinweg kommt. Scheinbar interessiert das niemanden. Ich würd's denen Wünschen, dass ein kluger, potenter Investor aus Italien diesen Standort übernimmt. *ggg*

Name: mfj antwortet um 26-08-2010 13:23 auf diesen Beitrag
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Ja, das ist natürlich schon interessant – was Tyrolens da erklärt.
In Vorarlberg hat man die "Ländle MIlch" auch mit griffigen Weihwasser vor dem Teufel bewahrt.

Unsere M-Genossenschaft (Deutschl.) hat auch schon einige Fusionen hinter sich. Man hat solange gebündelt, geheiratet und kooperiert bis man so groß war, bis es dem Fass den Boden rausgehauen hat...
Jetzt regelt eine „Unternehmungsberatungs-Firma“ den Scherbenhaufen.

Das traurige sind die Gründe von Fusionen. Im Grunde dienen Fusionen immer dazu, Probleme kleiner zu verpacken und Schulden und Verbindlichkeiten in „sogenannte Töchterunternehmen“ auszulagern.
Vor allem sind das „buchhalterische Kunststücke“ ...die Bewertungen werden je nach Bedarf gehoben oder gesenkt – und Bilanzen werden Konkurrenz/Abnehmer und Mitglieder tauglich gemacht.

Feststeht: Ein gesundes Unternehmen muss sich nicht irgendeinen Ballast an´s Knie hängen, wozu auch?

Ein krankes Unternehmen muss seine Hausaufgaben machen, seine Marktposition untersuchen, Verarbeitungspalette überprüfen und Ausgaben dezimieren.
Es kann nur von alleine gesund werden. Infusion´s Zustände sollten besser dem Tod überlassen werden.

Das dümmste ist (für die Eigentümer) wenn man glaubt, mit der „Größe“ lösen sich solche Probleme irgendwie von selber. Nichts löst sich von selber, man kann sie höchstens eine Zeit unsichtbar machen bzw. hinausschieben.

Ob es bei der Berglandmilch/Tirolmilch so ist, weiß ich natürlich nicht – und behaupte ich auch nicht.
Die Probleme der europäischen Milchwirtschaftlichen Unternehmen sind aber sehr ähnlich.
Ich würde den Mitgliedern auf beiden Seiten nur raten, nicht auf Versprechungen und Wunder zu hören – sondern die „eigenen Interessen“ zu verfolgen.

Das Scheitern solcher Fusionen werden immer die „eigenen Mitglieder“ bezahlen, da kann man weder an den Geldbeutel der GF noch an die Ehrenämtler....




Name: walterst antwortet um 26-08-2010 13:27 auf diesen Beitrag
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@alfalfa

Ja, es ist schon ein verfixtes Pech auch, dass die Genossenschaften den Gewinn nicht auszahlen können wegen der Steuer und daher praktisch gezwungen sind, diesen gewinn innerbetrieblich zu verpulvern. Entweder in Investitionen oder auch in freiwillige Mehrleistungen ans Personal, welche auch in Verlustzeiten nicht mehr verringert werden. Ein höheres Milchgeld geht natürlich auch nicht, weil das wäre dann ja nicht marktkonform. Ein Teufelskreis.

Name: alfalfa antwortet um 26-08-2010 13:37 auf diesen Beitrag
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höherer milchpreis wär eine verdeckte gewinnausschüttung, die wie man von seiten des raiffeisenverbandes nicht müde wird zu betonen, gesetzeswiedrig wär, weil man ja keine steuern abführt! (Kapitalertragssteuer)


Name: walterst antwortet um 26-08-2010 13:41 auf diesen Beitrag
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ja eben alfalfa. Es ist einfach ein Teufelskreis. Einfach verflixt.

Name: Tyrolens antwortet um 26-08-2010 13:46 auf diesen Beitrag
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Lustiges Argument. Würde ja doch reichen, wenn die Landwirte aus dem höhren Milchgeld ihre ESt oder KöSt bezahlen.

Was es den Genbossenschaftern bringen soll die eigene Genossenschaft zu mästen, verstehe ich nicht. Der Genossenschaftsgrund ist ja gesetzlich recht genau definiert. Förderung des wirtschaftlichen Fortkommens der Genossenschafter!!!

Name: hannipanni antwortet um 26-08-2010 13:57 auf diesen Beitrag
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@alfalfa

Wer hat den den Schmarn mit der verdeckten Gewinnausschüttung in die Welt gesetzt?
Oder ist das eh nur ein Scherzerl am Rande?

Da müsste der Milchpreis schon extrem vom üblichen Marktpreis abweichen.

Name: bioanz antwortet um 26-08-2010 13:58 auf diesen Beitrag
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@alfalfa

Die Freie Milch, die darf höhere Milchpreise zahlen - oder -???

Wir wissen´s nicht.?


mfg
bioanz



Name: Faltl antwortet um 26-08-2010 14:25 auf diesen Beitrag
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Christoph38: den Konsum gibts nur noch im Salzkammergut mit Zentrale in Bad Goisern.

Name: Christoph38 antwortet um 26-08-2010 14:44 auf diesen Beitrag
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Die Sache mit der verdeckten Gewinnausschüttung bzw. den daraus folgenden Teufelskreis kann ich gedanklich schwer nachvollziehen.

Haben nicht unsere Genossenschaften den Ausweg aus diesem Teufelskreis bereits gefunden, indem der Milchpreis marktkonform niedrig gehalten wird, Gewinnausschüttungen grundsätzlich unterbleiben und allfällige Gewinne, die ja nach dem GenG nicht anfallen sollten, durch Fehlinvestitionen beseitigt werden ?

Letztendlich können mit diesem Lösungsweg alle Marktteilnehmer gut leben:
Die Handelsketten können zu einem mehr als fairen Preis beliefert werden, sodass noch Spielraum bleibt für die Milliardärswerdung der Handelsketteneigentümer.
Die Revision ist zufrieden, da es keine verdeckten Ausschüttungen gibt.
Die Molkereiführung kann investieren, nach Lust und Laune.
Die Bauern haben ihr Geld in der linken Hosentasche (=IHRE Molkerei).
Hauptbonus für die Bauern: gesicherte Produktentsorgung

Offenkundig haben den Hauptvorteil, wieder einmal die Bauern. Kann man nur hoffen, dass Josef Urschitz von der Presse nicht mitliest, sonst stehen die Bauern nach Subventions- und Steuerprivilegien das nächste mal am Pranger. ;-)

Name: Christoph38 antwortet um 26-08-2010 14:45 auf diesen Beitrag
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@ faltl
Wusste ich gar nicht, dass es den Konsum noch gibt.
Danke für die Info.

Name: walterst antwortet um 26-08-2010 15:13 auf diesen Beitrag
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das mit dem Konsum ist echt interessant. Scheinbar gibts auch in Vorarlberg den Namen noch.
Wäre interessant, wie das MArkenrechtlich abgelaufen ist. Ob DER abgehauste Konsum womöglich gar kein alleiniges Recht auf die eigene Marke hatte.

Name: Faltl antwortet um 26-08-2010 15:40 auf diesen Beitrag
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hat sich abgespalten vom ehemaligen Großkonsum als er in Konkurs ging.

http://www.konsum.at

gehe noch wöchentlich da einkaufen.

mfg
Faltl

Name: Felix05 antwortet um 26-08-2010 20:13 auf diesen Beitrag
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Guten Abend,

dass ist ja `n Ding, bei euch gibts den Konsum noch!
Hier wurde er 1991 "abgewickelt". Die Vorstände haben, denke ich, keine Not. Wer an der Quelle war, hat auch die guterhaltenen Immobilien günstig erworben.

Dem kleinen Dorfkonsum traure ich ja sehr nach, ich kann aber die Leute verstehen, die ihn als Tante Emma Laden zuletzt betrieben und aufgegeben haben, denn leben können die nicht davon.
Wir hatten früher eine Langversion vom KONSUM:

K auft O hne N achzudenken S chnell U nseren M ist!

Manchmal gab`s ja außer Brot, Semmeln, Butter und Milch rein gar nix, doch Schnaps und Zigaretten, aber nicht alle Marken.

Gruß, Lutz!

Name: 050772 antwortet um 26-08-2010 20:22 auf diesen Beitrag
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ich denk der Walterst hat schon recht die Berglandmilch will nur Rohstoff sichern mit der Fusion, wenn in den nächsten Jahren noch mehr Bauern zur Freien Milch oder sonst wohin gehn haben sie zu wenig Milch um ihre Werke auszulasten und deshalb suchen sie mit allen Mitteln ( unser Geld) Bauern in ihre Hände zu bekommen sonst könnte es ja in einigen Jahren sein, daß sie Milch von nicht Gen. Mitgliedern zukaufen müssten !

Name: helmar antwortet um 26-08-2010 21:01 auf diesen Beitrag
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Jeder hat so seine Theorie......
Mfg, Helga

Name: alfalfa antwortet um 26-08-2010 21:51 auf diesen Beitrag
BERGLANDMILCH / TIROL MILCH
ich darf zur subdebatte über die Gewinnausschüttung noch etwas anmerken:
Wenn eine Körperschaft (Gmbh, AG, Genossenschaft) im Jahr 100 000 euro gewinn macht so hat sie so oder so (falls die töchter keinen verlust scheiben) 25% KÖST zu zahlen, es bleiben somit 75 000euro. Wird der Gewinn oder ein Teil davon ausgeschüttet so müssen die 75 000 mit 25% Kest versteuert werden. d.h. wenn das Lagerhaus eine Mitgliederaktion fährt und statt 110 nur 50 für das Produkt verlangt so muss nicht 60 euro sondern sonder 60 plus 25 % drauflegen. Tut sie das nicht so würde es den Tatbestand der verdeckten Gewinnausschüttung erfüllen und wäre somit gesetzeswiedrig.
Die Genossenschaften sind die einzigen Firmen die ich kenne bei der die Eigentümer nicht am Gewinn beteiligt sind bzw. nichts davon erhalten. Mir würd die KEST versteuerung nicht weh tun und für das Risiko das mein Betrieb trägt (das ich die von meinem urgroßvater getätigte) einlagen ev. verlieren könnte bzw die Haftung im Genossenschaftsvertrag schlagend wird, bekomme ich im Moment nicht einmal eine Verzinsung des einsetzten Kapitals.

Und ja es stimmt, ich habe jederzeit die Möglichkeit mein anliegen der breiten Masse der Generalversammlung vorzutragen, mich im Vorfeld um Mehrheiten zu bemühen und es zuwenig ist mich im Forum groß auszulassen!

mfg

Name: hannipanni antwortet um 27-08-2010 09:21 auf diesen Beitrag
BERGLANDMILCH / TIROL MILCH
natürlich kann ich die über den Milchpreis aufgefettete Bergland auch wieder durch den Milchpreis "aushungern" und ganz sicher ohne auch nur in die Gefahr einer verdeckten Gewinnausschüttung zu kommen.
Ob das strategisch gescheit ist oder nicht, das steht auf einem anderen Blatt. Es ist aber sicher nicht im Interesse unserer Raiffeisenfreunde - was haben die davon wenn das Geld jetzt wieder den Milchbauern zufließen soll?

@alfalfa
bitte mach das nicht!
Du beeinflusst hier mit deinem Halbwissen unzählige Lieferanten, die ebenfalls nicht die Zeit oder Möglichkeit haben sich zu informieren, indem du hier Pseudoargumente von Lobbyisten vertrittst.

Generell muß man leider feststellen, das dieses Forum nicht mehr der Information, sondern nur mehr der Manipulation dient.



Name: biolix antwortet um 27-08-2010 09:42 auf diesen Beitrag
BERGLANDMILCH / TIROL MILCH
Guten Morgen !

a geh hanni, warun denn ? ich kenne einige hier die es noch sehr ehrlich meinen und eher wenig Manioulieren oder sogar lügen...

Aber gestern hab ich dann im Abendjournal einen Beitrag darüber gehört und musste schmunzeln als LR Steixner glaube ich meinte, "eigentlich sollten wir eigenstädig bleiben, denn es ist nicht einzusehen das die Tiroler Bergbauernmilch nicht mehr höher bezahlt wird, als eine Andere..." ... Liest der eigentlich Milchpreisvergleiche und kennt der die TIMI Bauernmilchpreise, oder liege ich da falsch ?

lg biolix

p.s. hanni, ist keine Manipultion z.b. das hat er echt gesagt gestern, aber du kannst mich vielleicht aufklären, danke ...

Name: alfalfa antwortet um 27-08-2010 10:16 auf diesen Beitrag
BERGLANDMILCH / TIROL MILCH
@hannipanni:

Wenngleich ich zugebe, dass sich durch den Beitrag sicher ein gewisser Populismus zieht, so möchte ich dennoch wissen was daran nicht stimmt oder warum man nicht über diese gängige Praxis der " nicht Gewinnausschüttung" in den Genossenschaften sprechen darf/ kann/ soll.
Bitte erklär mir warum der Gewinn oder Teile davon nicht den Eigentümern zustehen.

Darf nochmals betonen, dass ich eine Freund starker Genossenschaften bin, was nicht heißt, dass ich immer zusehen will wie alle anderen mit der Landwirtschaft oder dessen Kapital, Geld verdienen nur die Landwirte selbst ned.

Möchte alles nur ned Manipulativ sein, find aber das man wohl mal drüber disskutieren sollte.
Freu mich auf deine Argumente.


Name: Tyrolens antwortet um 27-08-2010 10:27 auf diesen Beitrag
BERGLANDMILCH / TIROL MILCH
Es ist halt so, dass in Tirol sehr gerne auf dem Rücken der Bergbauern für alles geworben wird, auch wenn's gar nichts mit alpiner Landwirtschaft zu tun hat. Auch im Fall der TiMi-Fusion geht es mehr um die Interessen der größeren Talbauern. Finde ich nicht falsch, wenn die auch ihre Interessen vertreten sehen wollen, aber dann soll man das auch bitte so sagen. Kann man in Tirol aber nicht, weil man seitens der Politik eine Strategie verfolgt, in der die industrielle Milcherzeugung (ein Landesveterinär hatte anlässlich eines kleineren Skandals auch öffentlich kund getan, dass seiner Meinung nach mehr als 40 Milchkühe in einem Stall nicht mehr artgerecht gehalten werden konnten) quasi gleich hinter Kiefersfelden geschieht, aber nie und nimmer in Tirol. Tirol = 100% Bergbauernland. *ggg*


Name: walterst antwortet um 27-08-2010 13:05 auf diesen Beitrag
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Zur Steixner-Aussage wegen Bezahlung der Bergbauern-MIlch habe ich auch recht bitter gelacht und mir gedacht: So ein Idiot. DAs ist ja eine gefährliche Drohung, wenn der bei den Fusionsgesprächen mitmischt. Wenn der gar nicht mitkriegt, dass die Tiroler Bergbauern jetzt jahrelang weit unterdurchschnittliche Preise bekommen haben und bei vielen Molkereien durch die Mengenstaffel das ganze noch verschärft wird.

Name: helmar antwortet um 27-08-2010 13:23 auf diesen Beitrag
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Tja, wenn dann auch noch die liebe (Partei)politik, bzhw. deren weise Häuptlinge was dazu sagen, braucht man sich nicht mehr zu wundern...........aber sowas zieht sich, fürchte ich, quer durch alle Bundesländer
Mfg, Helga

Name: Muuh antwortet um 27-08-2010 13:42 auf diesen Beitrag
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Kärntnermilch erwägt Kooperation mit Lienz. Heute abend bereits erste Verhandlungen.

http://kaernten.orf.at/stories/465711/

Name: Christoph38 antwortet um 27-08-2010 14:35 auf diesen Beitrag
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Wenn der LH Platter wüsste dass Lienz auch in Tirol ist, würde es hier sicher auch einen politischen Aufschrei geben. ;-)

Name: Tyrolens antwortet um 27-08-2010 17:18 auf diesen Beitrag
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Platter hat doch extra eine neue Statthalterin in Lienz installiert. Die muss ihm das doch im täglichen Rapport gemeldet haben.

Name: walterst antwortet um 27-08-2010 21:01 auf diesen Beitrag
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Wieder eine Bestätigung, dass ja viel zu viel Milch da ist, die KEINER braucht und nur Kulanzmäßig abgeholt wird. Eure Milch ist nichts wert, die braucht keiner und seits schön brav, dann holen wir Euch das Zeug sogar trotzdem ab. Man muss es eben den Bauern nur immer und immer und immer wieder sagen, dann glauben sie es auch.

WIRTSCHAFT 27.08.2010
Rücken Osttiroler Bauern Richtung Kärnten?
Am Freitag Abend geht die offizielle Einweihung des neuen Standortes der Tirol Milch in Wörgl über die Bühne. Für Gesprächsstoff dürfte eine mögliche Kooperation zwischen der Kärntnenmilch und dem Tirol Milch Standort in Lienz sorgen.

Die Kärnten Milch buhlt um Osttiroler Bauern
Die Kärntennmilch hat schon länger ein Auge auf die Osttiroler Milchbauern geworfen. Seit bekannt geworden ist, dass der Tirol Milch Standort Lienz im Rahmen einer Umstrukturierung wackelt, ist das Werben noch intensiver geworden. Die Kärntner wollen nicht mehr nur Osttiroler Weichkäse, Graukäse, Topfen, und Fruchtjoghurt - also schon veredelte Produkte - sondern jetzt auch die Osttiroler Milch.

Uwe Scheuch, stellvertretender Landeshauptmann von Kärnten.
Kärntner Politik will Zusammenarbeit
Kärntens stellvertretender Landeshauptmann Uwe Scheuch sagt am Freitag, er unterstütze die geplante Zusammenarbeit zwischen den Osttiroler Milchbauern und der Kärntenmilch. Der Lienzer Standort müsse als Arbeitgeber in der Region erhalten bleiben. Von der Kärntenmilch heisst es, am Freitagabend gebe es Gespräche über eine verstärkte Kooperation.
Stefan Lindner, Obmann Tirol Milch
Tirol Milch will Osttiroler aber nicht verlieren
Rund 600 Osttiroler Milchbauern liefern pro Jahr 16 Millionen Kilogramm Milch an die Tirol Milch. Sollte der Standort Lienz tatsächlich geschlossen werden müssen, würde die Milch nach Nordtirol geliefert werden, so der Obmann der Tirol Milch Stefan Lindner.

Der Standort Lienz sei produktionsmässig nicht ausgelastet, sagt Stefan Lindner gegenüber dem ORF Tirol. Eine Zusammenlegung der Betriebe stehe derzeit nicht zur Diskussion.

Name: helmar antwortet um 27-08-2010 21:17 auf diesen Beitrag
BERGLANDMILCH / TIROL MILCH
Auweia........der Standort muss erhalten bleiben...das hats auch mal in Wr.Neustadt und anderswo auch geheissen, naja, das Gebäude steht noch. Die Kärntermilch hat gute Produkte, und was man auch nicht übersehen darf, in Kärnten gibt es bereits mehr Mukus als MIlchkühe.........ich würd es eher so interpretieren dass die Kärntermilch sehr erfolgreich unterwegs ist, und daher zusätzliche Lieferanten braucht. Und dass man da in der Nähe versucht fündig zu werden ist ja kein Verbrechen, oder?
Mfg, Helga


Name: walterst antwortet um 27-08-2010 21:50 auf diesen Beitrag
BERGLANDMILCH / TIROL MILCH
na endlich sind wir uns mal einig helmar. Die Kärntnermich braucht die Lieferanten, um den leeren Platz in der Mitgliederkartei auszufüllen und den Hofberater zu beschäftigen, aber sicher nicht die MIlch, die ja überall zu viel ist.

Name: Muuh antwortet um 28-08-2010 08:46 auf diesen Beitrag
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Laut Steixner dürfen sich die Tirol-Milch-Delegierten keine Illusionen machen: „Nach einer Fusion fallen die Entscheidungen über die Milchwirtschaft in Ober- und Niederösterreich.“

Wieviel vorherige Zusagen Wert sind, sieht man z.B. auch bei der Fusion der Molkerei Lienz mit der Tirol-Milch wo es politische Versprechen zur Sicherung des Standortes Lienz gegeben hat, und jetzt ganz schön wackelt.

Name: walterst antwortet um 28-08-2010 08:48 auf diesen Beitrag
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die Standortzusagen für LIenz gab es nach meiner Erinnerung ja noch vor ein paar Wochen vom Braunshofer, oder irre ich mich?

aus der Tiroler Tageszeitung:

....."Im Gespräch mit der TT gab Berglandmilch-Generaldirektor Josef Braunshofer Standortgarantien für die Tirol-Milch-Werke in Wörgl und Lienz ab. „Wir haben nicht vor, Werke zu schließen oder Jobs abzubauen“, betonte Braunshofer. Wörgl stünde ohnehin außer Diskussion, Lienz sei ein Nischenstandort mit Nischenprodukten. „Die Frage wird sein, wie wir ihn positionieren.“......

Name: helmar antwortet um 28-08-2010 09:00 auf diesen Beitrag
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Liest sich ja fast so wie wenn die Kärntermilch auch nicht so ganz auf freie Milchlieferanten scharf ist....Oder etwas doch, lieber Walter?
Mfg, Helga


Name: mfj antwortet um 28-08-2010 09:16 auf diesen Beitrag
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Hier sieht man wieder die Interessensunterschiede.
Während die einen eine betriebliche Standortsicherung inkl. Arbeitsplätze den Vorrang geben (..die politische Richtung), suchen die anderen mit betriebswirtschaftliche Rechenmodelle die Ertragslage zu verbessern.

Für die Politik ist das ein Fingerzeig. Wenn die Landwirtschaftliche Verarbeitung schon aus strukturschwachen Gebieten abzieht, welche „Unternehmensgruppe“ soll dann noch hier bleiben?

Zuviel oder zuwenig in der Menge ist überhaupt nicht die Frage. Eine „kostenbasierende Verarbeitung“ kann gar nicht genug Menge haben – und darunter fällt die „weiße Linie“ immer.


Ist hier jemand Berglandmilch-Mitglied?

Warum hat eine „bäuerliche Genossenschaft“ wie die Berglandmilch 16 Töchterunternehmen mit verschiedenen Anteilsquoten?
Wie will hier ein Vorstand und ein Aufsichtsrat den Überblick bewahren?
Was bringt den Mitgliedern diese Unternehmensstruktur?




Name: karl0815 antwortet um 28-08-2010 09:53 auf diesen Beitrag
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Die Töchter der Bglm sind zum Teil im Handel mit Zutaten/Verarbeitungshilfsstoffen(zb:BHG), zum Teil in der Milchverarbeitung/Trocknung(zb:Alpi) engagiert.
Die Struktur mit unterschiedlichen Anteilen stammt zum Teil noch aus der Sterbenszeit der AMF.
Sind bei den 16 Töchtern der BGLM die 8 Trägergenossenschaften auch dazugerechnet?

Name: karl0815 antwortet um 28-08-2010 10:04 auf diesen Beitrag
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"eigentlich sollten wir eigenstädig bleiben, denn es ist nicht einzusehen das die Tiroler Bergbauernmilch nicht mehr höher bezahlt wird, als eine Andere..."
--Wenn dieser Satz wirklich vom Tiroler Agrarlandesrat stammt, so müsste doch ein Aufschrei durch die Tiroler Bauernschaft gehen, und es müssten die Tiroler Bauern seinen sofortigen Rücktritt fordern--soviel Blödsinn darf eigentlich nicht mal ein Politiker verzapfen
Die Aussage ist aber nur ein Beleg, wie Praxisnahe unsere "bäuerlichen Vertreter" heute noch sind!!

Ich glaube, der Herr LR fürchtet sich nur davor, bei der nächsten Tiroler Wahl nicht mehr einfach zum Telefonhöhrer greifen zu können, um den Bauernmilchpreis um einige cent zu erhöhen!

Name: mfj antwortet um 28-08-2010 10:07 auf diesen Beitrag
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Hallo Karl,

ich habe nur im Internet die Unternehmensstruktur angeschaut. Das aus kleinen Strukturen mal große wurden, ist ja nicht das Problem - darum sind Trägergenossenschaften auch nicht störend.
Nur was sollen die "nachgelagerten" Beteiligungsgenossenschaften in GmbH-Form bringen.

Das sind jene Konstrukte wo niemand mehr durchblicken kann. Oft dienen sie zum "verwischen" von guten oder schlechten Betriebsergebnissen, Bewertungen und "stativem Stammkapital".

Wie will den ein Mitglied 16 Bilanzanhänge auswerten. Weil er das nicht kann, weiss er auch nicht - wie seine Genossenschaft wirklich dasteht. Das "Fieberthermometer" MIlchpreis ist verfänglich...
Wird von 16 Leuten die Körpertemperatur gemessen, gleichen sich Über- und Untertemperatur wieder aus...sozusagen die Kranken puschen die Kranken !!


P.S.

...das unterstelle ich der Berglandmilch nicht. Ich habe keine Ahnung wie es da läuft.




Name: karl0815 antwortet um 28-08-2010 10:20 auf diesen Beitrag
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Wenn gewisse Töchter nich im 100% Besitz der BGLM sind (Alpi Ried, Molkerei in Estland), dann gehts eben nur mit dem Konstrukt einer Gesellschaft.
Die Summe der Töchter läuft jedenfalls positiv, auch wenn manche Tochter öfters Fieber hat;-)

Name: Christoph38 antwortet um 28-08-2010 11:05 auf diesen Beitrag
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Ich meine man sollte es LR Steixner nicht übelnehmen, dass er den Tiroler Bergbauernmilchpreis für besonders hoch hält.

Auch einem Landespolitiker sollte man zugestehen,dass er die eigenen Parteizeitungen liest. Da aber in jenen Blättern ständig von den besonders guten Bedingungen und Preisen die Rede ist, die dank des segenswerten Wirkens der Politik geschaffen wurden, ist es nur allzu verständlich, dass selbst ein Politiker gelegenlich auf die Suggestivkraft dieser Werbebotschaften reinfällt.

Name: walterst antwortet um 28-08-2010 13:15 auf diesen Beitrag
BERGLANDMILCH / TIROL MILCH
@karl0815
Es ist ja von den (mind) 16 Töchtern die Rede und nicht von den Müttern des Konzerns. Allerdings könnten noch eigene Töchter der Muttergenossenschaften dazukommen.
Da wundert mich, dass ein informierter Berglandgenossenschafter bei einem Nichtgenossenschafter über sein eigenes UNternehmen nachfragen muss.

Name: walterst antwortet um 28-08-2010 13:23 auf diesen Beitrag
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@helmar
Ich verstehe Deine Frage nicht genau. Was meinst Du mit "nicht so ganz auf freie Lieferanten scharf.."
Hat das irgendjemand behauptet?
Ist das die Aufgabe einer Genossenschaft?
Wie kommst Du auf das Thema freie LIeferanten im Zusammenhang mit dem Interesse der Spittaler an den Lienzern?
Oder ist es nur die übliche belanglose Stichlerei, ohne auch nur im geringsten von den tatsächlichen Verhältnissen einen Tau zu haben?

Ich kann Dir auf jeden Fall versichern, auch schwören, dass die Kärntner auf Milch scharf sind. Schließlich wurde auch in Spittal kräftig investiert und nicht umsonst holt man aus der westlichsten Steiermark über eine sehr weite Strecke die Milch ins östliche Kärnten und hätte, wenn nicht genossenschaftliche Räson dazwischenstünde auch gerne Biomilch aus der Steiermark und Osttirol gehabt.

Name: walterst antwortet um 28-08-2010 13:28 auf diesen Beitrag
BERGLANDMILCH / TIROL MILCH
@christoph

Es wird spannend, was Milchexperte Steixner nun zuwege bringt.
Schliesslich wird er in Kürze ein neues Konzept vorlegen. Gleichzeitig wird schon über Lienz das Kreuz gemacht.

Tiroler Tageszeitung: "Steixner ist zwar nicht erfreut über die ablehnende Kooperationshaltung der Südtiroler, glaubt aber weiter an eine Euregio-Lösung: „Es gibt noch brauchbare Gespräche, eine gemeinsame Firma zur Vermarktung der überschüssigen Milch in Italien bleibt das Ziel.“ In den nächsten Wochen werde er versuchen ein „Stand-alone-Konzept“ auf die Beine zu stellen. Das Land nehme für die Eigenständigkeit Geld in die Hand."

Osttirol
Fr, 27.08.2010 | 16:00 Uhr
Kein Zweifel an Aus für Lienz

Der Standort Lienz der Tirol Milch hat 26 Mitarbeiter. Sie erzeugen Weichkäse, Sauermilchkäse und Sennereibutter.Foto: Oblasser

Von Catharina Oblasser

Lienz – „Nein, ich bin weder überrascht noch schockiert“, sagt Jakob Schett, Leiter des Tirol-Milch-Standortes Lienz, zur möglichen Schließung der Osttiroler Molkerei (die TT berichtete). „Das war uns schon vorher bewusst, dass es keine Betriebsgarantie für die Zukunft gibt“, meint Schett.

Auch Gewerkschafter Hans Ofner, der bereits an einem Sozialplan für die 26 Lienzer und alle gefährdeten Nordtiroler Beschäftigten arbeitet, hat keine Zweifel: „Wenn man sogar Innsbruck zusperrt, wird man einen logistisch so schwierigen Standort wie Osttirol sicher nicht behalten“, meint er. Das sei besonders bitter, denn erst 2004 habe die damals selbstständige Osttiroler Molkerei mit der Tirol Milch fusioniert: „Unter der Prämisse, dass damit der Standort abgesichert bleibt.“

Zurzeit beliefern rund 600 Osttiroler Bauern die Lienzer Molkerei mit 16,8 Millionen Kilo Milch pro Jahr. Die 26 Mitarbeiter erzeugen daraus Weichkäse und Sennereibutter. Nun müssen sich die Lieferanten wohl einen anderen Abnehmer suchen, glaubt Ofner. „Ich glaube kaum, dass man die Milch über zwei Pässe bis nach Wörgl karrt.“ Die Kärntnermilch wäre eine Option, auch eine Kooperation mit Südtirol wäre denkbar.


Name: BSE1 antwortet um 28-08-2010 13:49 auf diesen Beitrag
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da passt ja dann schon dazu, das "Gesamt-Ostirol" besser zu Kärnten kommen soll, denn dort passt es dazu, und nicht zu Tirol, wo man zuerst über ein anderes Land (oder Staat) fahren muss.


Name: Christoph38 antwortet um 28-08-2010 13:52 auf diesen Beitrag
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@ walter
Vor allem wird auch spannend sein, welches Geld das Land Tirol für die stand alone Lösung in die Hand nehmen wird.

Wird es jenes Geld sein, dass man den Milchbauern vorenthält, in dem man den Milchpreis besonders niedrig hält, wie in Tirol üblich und von den Bauern bereitwillig akzeptiert ?

Soviel muss den Bauern und auch dem Toni Steixner klar sein. Wenn die Bergland das Ruder übernimmt, darf der Toni nicht mehr in die Tirol Milch hineinregieren. Und wenn noch so sehr ein Tiroler Wahltermin ansteht, wo der Steixner wohlfeile Stimmen braucht.

Name: helmar antwortet um 28-08-2010 15:03 auf diesen Beitrag
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Lieber Walter..........allein von der Logistik her ist schon klar, dass Milch aus Osttirol in Kärnten gut untergebracht ist........was ich mit der freien Milch meinte ist, dass vom Konzept her wenn die Kärntermilch zusätzlichen Milchbedarf abdecken muss, dies eine sicherlich gute Option für diese darstellen könnte. Brauchen wir mehr Milch, dann holen wir die von der freien Milch oder ähnlichen ungebundenen Anbietern, und dann zahlen wir auch mehr.......brauchen wir wieder weniger Milch, dann sind wir nicht gebunden......Aber ich kann da, wie so oft, total daneben liegen....
Mfg, Helga

Name: walterst antwortet um 28-08-2010 15:39 auf diesen Beitrag
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@helmar

Ja und was meinst Du jetzt? Dass die Spittaler KEINE freie Milch wollen oder dass sie schon freie Milch wollen? Kaufen die Spittaler derzeit freie Milch oder nicht? Was ist Dein Wissensstand?

Name: helmar antwortet um 28-08-2010 15:52 auf diesen Beitrag
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Vielleicht kannst du mir da weiterhelfen, lieber Walter.......denn ob sie freie Milch kaufen weiss ich nicht. Du bist da sicherlich bestens informiert. Vor 2 Wochen war übrigens in der NÖN(Niederösterreichische Nachrichten)Ausgabe Bezirk Wiener Neustadt, ein Bildbericht über die Lieferanten der freien Milch Austria in welchem einige dieser Lieferanten einstimmig erklärten, dass sie mit der freien Milch Austria sehr zufrieden sind, dass nun auch von einem der bis dato bei der NÖM keine Hofabholung hatte, dieser nun auch Hofabholung hat, und dass man sich, nach anfänglichen kleineren Problemen dem 40 ct Milchpreis nun nähere. Und dass man froh ist, mit der NÖM nichts mehr zu tun zu haben. Nur ein kleines Detail war da nicht zu lesen..........wohin denn nun die Milch zur Weiterverarbeitung kommt. Das man da auf einmal aus seinem Glück und seiner Freude ein solches Geheimnis macht, wundert zumindest mich ein bisserl, denn irgendwohin wird ja die Milch kommen.
Mfg, Helga

Name: walterst antwortet um 28-08-2010 17:52 auf diesen Beitrag
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@helmar:
Wenn Du mir sagst, ob am Montag Deine Milch in ein Joghurt geht oder in Vollmilchpackerl oder zur OM zur Abfüllung als Burgenlandmilch kommt oder bei der MOlkerei Ernst vertopft oder nach Italien versendet wird, dann kann Dir ein Freie MIlch LIeferant auch sagen, wo MOntag seine Milch hingeht. Auch Du weisst nicht mehr, als dass Deine Milch von der NÖM bezahlt wird.

Name: Muuh antwortet um 28-08-2010 17:56 auf diesen Beitrag
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christph38
so gesehen wäre Steixner gut beraten, seine Wahltermine mit den Oberösterreichern anzupassen

Name: karl0815 antwortet um 28-08-2010 21:03 auf diesen Beitrag
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Wann entscheiden denn die Tiroler Milchbauern-Vertreter , wie´s mit der TIMI weitergeht?
Weiß jemand, wann die Delegiertenversammlung ist?

Name: karl0815 antwortet um 21-09-2010 09:10 auf diesen Beitrag
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Was war gestern in Innsbruck los??????????

Name: Minimi antwortet um 21-09-2010 10:00 auf diesen Beitrag
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I glab es war föhnig und a bissl Berufsverkehr, ansonsten recht ruhig, warum? ;-)

Name: walterst antwortet um 21-09-2010 10:49 auf diesen Beitrag
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@karl0815
Ein gestandener Bergländer, der am Tag nach der Entscheidung um 9 Uhr noch nicht weiss, wo seine Millionen hinfliessen werden, ja wo gibts denn so was?
Du bist ja fast so langsam wie die Landwirt-Redaktion.

Name: biolix antwortet um 21-09-2010 12:05 auf diesen Beitrag
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http://tirol.orf.at/stories/471084/

Name: walterst antwortet um 21-09-2010 13:21 auf diesen Beitrag
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Jetzt wirds noch interessant, welche lachhaften "Auflagen" die Kartellbehörde noch alibimäßig erfindet, bevor der Tiroler Schwanz mit dem Ostösterreichischen Berglandhund wedeln darf.

Name: fabian antwortet um 22-09-2010 05:38 auf diesen Beitrag
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lieber walter,
wo liegt der unterschied zwischen bergland, die den rohstoff milch "bündeln" und nach eigenen angaben zu 100% in bauernhand die milch (produkte) verkaufen.

und

der sogenannten milchliefergemeinschaften (FMA, VdMP, Alpenland etc.), die auch das gleiche wollen, aber nur den rohstoff milch verkaufen ? !

eure parolen BÜNDELN; BÜNDELN (die molkereien sollen doch endlich gemeinsam verkaufen), haben wir alle noch in den ohren - oder ?

jetzt heisst es bei euch wieder "Alternativen" aufbauen (IG - Milch Homepage)?

übrigens, sind deine worte von "Schwanz" und "Hund" die konstruktiven vorschläge, die du immer wieder forderst ?

die fragen aus einem anderen forumsbeitrag, bezüglich - Eigentümer und Kontrolle der Freien Milch Austria hast du auch noch nicht beantwortet ?

Name: walterst antwortet um 22-09-2010 07:00 auf diesen Beitrag
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@fabian
warum ich gerade Dir irgendeine Antwort geben soll, ist auch noch immer offen.

Mit dem Bündeln hast Du schon recht. Die große Frage ist nur, ob die entstandene Marktmacht mit Hochdruck gegenüber den Handelsketten ausgespielt wird oder als MOnopol gegenüber den Milchlieferanten ausgespielt wird. Und da bleibe ich nun mal skeptisch.

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