NÖM senkt Milchpreis

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Name: Kathi 01-04-2005 13:58 nach oben

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NÖM senkt Milchpreis
Hallo !

Habe gerade gehört, dass die NÖM den Milchpreis um 2 Cent senkt, und wenn es den Bauern nicht passt, dann soll man doch die Molkerei wechseln.

Welch Hohn, am 1 April so etwas zu sagen !!

Wo steht da dann wirklich die Molkerei hinter ihren Bauern und wie war das - die Molkerei gehört den Bauern ???

Kathi

Name: helmar antwortet um 01-04-2005 20:01 auf diesen Beitrag nach oben

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NÖM senkt Milchpreis
Hallo Kathi!
Mit den Preissenkungen zu Beginn des Milchwirtschaftsjahres läuft es jedes Jahr gleich ab. Eine Molkerei fängt an, die nächste zieht nach, und irgendwann im Herbst, mit viel Glück, gibts eine eher kleinere Erhöhung.
Ich habe auch keine Freude damit, versuche aber ein wenig dagegenzusteuern, auch wenn es nicht immer ganz klappt. Mit dem Abkalbezeitpunkt der Kühe, soweit möglich vom Herbst bis in den Winter, Ausreißer ausgenommen. Man hat im Winter ganz einfach mehr Zeit seine Herde( auch wenn sie aus 9,10 Kühen besteht) zu betreuen und beobachten......und neumelkende Kühe im Hochsommer haben
einfach mehr Streß.
Wenn nun die MGN den Wechsel zur IG den Unzufriedenen sagen wir mal, "empfiehlt", brauchts dich nicht zu wundern, denn niemand ist gern Zielscheibe, und wenn sich dann die Ansicht bildet, dann sollns halt schaun obs die besser können, brauchst dich auch nicht zu wundern.
....aber solange die Handelsgiganten mit den Molkereien ein so leichtes Spiel haben, weil diese immer noch versuchen sich gegeneinander zu
unterbieten, nur um eine andere Molkerei rauszudrängen, ändert sich nichts. Und sollten unsere Molkereien endlich gemeinsam am Markt
auftreten und mit der gegenseitigen Unterbieterei aufhören, dann kannst du Gift drauf nehmen, dass dann "alles Müller oder was......" und ähnliches noch viel mehr als heute in den Regalen auftauchen. Wir sollten auch, über Kostensenkungspotentiale nachdenken, nicht nur über Leistungssteigerung.........und glaub mir, nur ein halbes Jahr kein einziger neu gekaufter (Grünland)traktor hätte mehr Wirkung als jeder
Milchlieferboykott........
Mfg helmar>


Name: Kathi antwortet um 02-04-2005 07:45 auf diesen Beitrag nach oben

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NÖM senkt Milchpreis
Hallo Helmar,

Mir ist schon klar, daß das Spielchen der Preissenkung jedes Jahr im Frühling ist. Auch, daß die Senkung erst nach dem 31. März durchgegeben wird ist üblich.
NUR dann bei den Interview zu sagen, die Bauern könnten ja eh die Molkerei wechseln wenns ihnen nicht passt, halte ich für die größte Frechheit überhaupt.

Kathi


Name: helmar antwortet um 02-04-2005 11:46 auf diesen Beitrag nach oben

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>Hallo tch!
Du scheinst mich zu kennen, also red mich mal an wenn du mich wo triffst! Und bei dem Melkanlagentechniker könnt es durchaus sein dass
der dort wo er jetzt ist besser verdient und nicht mehr so weit zur Arbeit hat, nehme an du kennst auch diesen, oder.....
Mfg, helmar
.....und es sind in besagter Werkstatt auch ziemlich junge Traktorjahrgänge zu oft gar nicht soo kleinen Reparaturen "zu Gast"


Name: LWM antwortet um 02-04-2005 20:49 auf diesen Beitrag nach oben
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>Es ist doch alles okay, wenn ich mir die Ergebnisse der LWK-Wahlen anschaue!


Name: Kathi antwortet um 03-04-2005 10:03 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo!
Wenn ich mir die Kontigentpreise anschaue zweifle ich auch an den Betriebswirtschaftskenntnissen mancher Bauern.
In diesen Forum wurde man ja auch schon hingestellt, wenn man mit diesen Milchpreis und der Betriebsförderung nicht zurecht käme, man (frau) nicht wirtschaften könne. Ist ja eh´ alles so rosig.

Das Märchen mit den neuen Traktoren (wundert mich das selbst Helmar auf diesen Zug auffährt) ist doch auch nicht mehr wahr.
Bei uns in der Gegend wird der neue Traktor von Grundverkauf gesponsert und nicht von der Landwirtschaft (und schon gar nicht von der Milchwirtschaft). Wenn alle verpflichtent Buchhaltung machen würden (Einnahmen-Ausgaben Rechnung würde schon reichen), dann würde der Quotenpreis ganz schnell in den Keller rasseln.

Kathi



Name: helmar antwortet um 03-04-2005 11:13 auf diesen Beitrag nach oben

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>kati, da hast du schon recht, aber hast bei der Berichterstattung über die Proteste der IG einen alten Traktor gesehen? Und da hake ich ein:
Ich mache seit 27! Jahren immer eine Buchführung, anfangs mit Einnahmen/Ausgabenbuch, später Journal, heute Kartei, und rechne auch mit der AFA mit. Und daher weiß ich genau was ich investieren
kann und was nicht, auch was es einem kostet was der Staph.aur. anrichtet und auch wenn man Bestandesergänzung, so wie ich, mit Kalbinnenrückkauf vom Partner macht. Und da merkt man schnell den
Unterschied ob man in einem Jahr 10% oder 30% der Herde nachstellt.
.......und dass ich allein mit der jährlichen AFA eines 40.000 Euro kostenden Traktors fester gebunden bin als mit einer fallweisen, bei pfleglichem Umgang mit dem Vehikel eher seltenen Reparatur, kannst mir glauben. Und dass in manchen Betrieben vor lauter Wachsen der
Milchwirtschaft der Wald, welcher fast immer auch ein Betriebsteil ist,
inzwischen zum Stiefkind, nicht zuletzt aus Zeitmangel wird ist auch nicht abzustreiten. Endlos Kosten senken kann auch ich nicht, aber
bis jetzt ist mir doch gelungen schuldenfrei zu wirtschaften, nicht zuletzt deshalb weil ich meine Grenzen kenne. Dass diese in den letzten Jahren auch für mich enger wurden streite ich nicht ab, und man kann nicht auf jede Entwicklung erfolgreich reagieren. Ich habe aber schon öfter im Forum auch angemerkt, dass solange keine Kostenwahrheit bei der Energie, besonders bei der fossilen zu Tage tritt, nicht nur unsere Lebensmittel lange Wege haben werden, wenn diese irgendwo nur ein bisserl billiger sind. ......und auch Milchprodukte reisen aus diesen Gründen.
Schönen Sonntag ,helmar


Name: pezl antwortet um 03-04-2005 15:35 auf diesen Beitrag nach oben
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> An helmar
Man hat mich angsprochen mit meinen Traktor hin zu fahren ,
hab mich aber nicht getraut( 8080 steyr 25 jahre alt ) aber nur deswegen nicht, weil bei so einen alten Traktor oft viele sachen nicht mehr so recht stimmen.( Licht,usw...)


Name: helmar antwortet um 03-04-2005 15:53 auf diesen Beitrag nach oben

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NÖM senkt Milchpreis
....und braucht der nicht auch das "Pickerl"? Mein 650 er schon.
Mfg,helmar>


Name: stb antwortet um 04-04-2005 10:46 auf diesen Beitrag nach oben
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NÖM senkt Milchpreis
> Unabhängig von der saisonalen Schwankung des Milchpreises sollte der Preis vorher festgelegt sein.
Ein jährliches Milchpreisgespräch würde ich für gut halten. Wer will/kann sollte die Möglichkeit haben zu einer anderen Molkerei zu wechseln.
Aber selber gebunden zu sein und den "Partner" im nachhinein den Preis festlegen zu lassen halte ich für ein Unding.

Das kommt mir vor, wie ein Arbeiter der sich verpflichtet 1 Jahr bei der Firma zu bleiben und nachher zahlt die Firma einen Lohn nach eigenem Gutdünken.


Name: jacky65 antwortet um 13-04-2005 18:28 auf diesen Beitrag nach oben

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NÖM senkt Milchpreis
> möchte hier auf einen interessanten beitrag im zar-forum verweisen:
nhttp://cgi.zar.at/forum/viewtopic.php?t=2014

wer jahrelang dumpingpreise fährt, sich auf vage spielchen einlässt, braucht sich nicht wundern, wenn er am ende des tages mit wenig kohle dasteht. leider trifft das die ganzen milchlieferanten österreichs.


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