Mykoplasmen

Antworten: 6
Name: Lenin antwortet um 28-06-2010 16:08 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Mykoplasmen
Im Norden Deutschlands und wie man hört bei euch in Vorarlberg und in Südtirol muß es ja ziemlich krachen. Bei einem Freund in SH mußten 150 Kühe geschlachtet werden (die hälfte seines Bestandes) - somit interessiert auch mich die Frage , wie diagnostizieren?

Name: Gewessler antwortet um 28-06-2010 20:19 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Mykoplasmen
@lenin:Lanwirt lesen, lediglich ist im Artikel ein Fehler passiert: aus der Tankmilch geht der Nachweis von Mykoplasmen nicht! Weiters hat uns das Labor in Wien darauf aufmerksam gemacht, daß man nur Probenröhrchen ohne Konservierungsmittel nehmen soll und je einen Strahl/ Viertel in ein Röhrchen melkt (also nur ein Röhrchen /Kuh) besonders sauber arbeitet und sofort kühlt.
Am Besten in einer Kühlbox zum Tierarzt und mit der Firma MedLog versenden ( Mo- Mi)
Wir tendieren auch zur Schlachtung, da hochansteckend und kaum zu heilen. Vorarlberg entschädigt zu 75% andere Bundesländer weiß ich nicht, in der BRD ist das dann Sache der Tierseuchenkasse.
Wir machen gerade eine Massenuntersuchung aller Kühe und haben einen Sondertarif mit der UNI ausgehandelt, jeder kann mitmachen (Österreich & Bayern & Südtirol) wenn die Kühlkette nach Wien garantiert ist. (Röhrchen kann ich beisteuern, versende an euren Tierarzt ab 200 Röhrchen incl Versand ca. 15.-oder 72 Röhrchen in Versandkarton 20.- Versand an Tierarzt ca. 8.-)
Kosten UNI Wien:für 10 Tiere (Poolprobe) 15.-€ wenn positiv dann je Probe 15.- ist mit TGD wegen Kostenbeteiligung vorher abzuklären. Also wenn häufig schlecht heilende Euterentzündungen auftreten und vorallem wenn mehrere Viertel betroffen sind würde ich das unbedingt machen lassen.
Franz

Name: Lenin antwortet um 28-06-2010 22:14 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Mykoplasmen
@gewessler: hab i noch nicht bekommen, aber wie ists mit impfen?

Name: Gewessler antwortet um 29-06-2010 13:52 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Mykoplasmen
@lenin: das haben die in SH sicher versucht und trotzdem funktionierts nicht so richtig, es gehen Bestandsvaccinen, aber wir haben in Ö außer bei den Zuchtstieren keine Erfahrung, auch ist hier M. genitalis der Erreger und da sind erfahrungsgemäß immer große Unterschiede bei den untersch. Typen. Werde aber einmal im Norden nachfragen über deren Erfahrung. Bei den Schweinen funktioniert ja die Impfung perfekt.

Gruß

Franz

Name: 179781 antwortet um 29-06-2010 22:02 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Mykoplasmen
Wo kommt so eine Infektion her, um wie kann man sich davor schützen?

Gottfried

Name: Gewessler antwortet um 29-06-2010 23:16 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Mykoplasmen
@179781: Mykoplasmen sind wahrscheinlich weiter verbreitet als wir glauben. Schützen kannst Du Dich nur durch konsequente Hygiene beim Melken, im Stall (Stalleigene kleidung für betriebsfremde Personen).....
Behandlung gibts derzeit keine, Desinfektionsmittel wirken alle, da Mykoplasmen sehr empfindlich in der Umwelt.
Lichtblick: die Diagnose ist nunmehr leichter geworden, wir haben in Österreich einen ausgesprochenen Spezialisten auf diesem Gebiet (in der BRD gibts auch nur einen). Ich empfehle alle Tiere des Bestandes untersuchen zu lassen und auch die Zukauftiere, wir sollten das in Österreich nicht verschlafen sonst krachts auch so wie in Südtirol, da hat sich diese Krankheit sehr weit verbreitet (in kürzester Zeit). Probenröhrchen sende ich gerne zu.

Franz