Tagebuch
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Milchaktionstag_heute >Genau da liegt ein grosses Problem, auf der einen Seite der Bauer als Erzeuger auf der anderen Seite der Konsument als Verbraucher- dazwischen liegen die vielen Verarbeitungsstufen der Veredlung. Es fehlt der Austausch zwischen den beiden an den Enden des Seiles stehenden Gruppierungen. Bei den berechtigten Forderungen der Bauern um einen angemessenen Milchpreis müssen wir dem Konsumeten klar machen, wo seine Vorteile dabei sind, nur aus Menschenfreundlichkeit zu verlangen, dass sie heimische Produkte und mehr dafür zahlen sollen, das ist meiner Meinung nach nicht wirksam. Wir müssen dem Konsumenten zeigen, was er verliert, wenn es uns nicht mehr gibt. Aber mit negativen Schlagzeilen bewirkt man nicht sehr viel, also gilt es zur Aufklärung ganz bewusst die vielen Vorzüge und Vorteile, die wir der Gesellschaft über die Versorgung mit Grundlebensmitteln hinaus bieten in einem viel grösseren Maße bewusst zu machen. Ich bin nicht gegen Traktordemonstrationen weil da mit den Arbeitsgeräten in die Stadt gefahren wird, sondern weil dadurch keine Nähe zum Verbraucher hergestellt wird, man sitzt auf seinem Traktor, in seiner abgeschlossenen Kabine. Mir fällt auf, dass ich mit meinen Versuchen, Konsumentinnen ins gemeinsame Boot zu holen, besonders von der männlichen Seite der Landwirtschaft belächelt werde, aber ich bin als Bäuerin genauso Konsumentin und als ich begonnen habe, einfach mal aus der Sichtweise der Konsumentin zu denken, ist mir vieles klarer geworden. Liebe Bauern, ich würde euch einfach bitten, nehmt euch mal ein wenig Zeit und fährt öfters mal zum Einkaufen, schaut einfach aus der Sicht eines Konsumenten und dann seht ihr vielleicht auch manches anders. Die Frage einer Konsumentin möchte ich hier wiedergeben: Was habe ich davon, wenn ich für die Milch mehr zahlen soll, die billigere Milch im Discounter ist doch nicht schlechter. frdl. Gr. regi
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