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Wer buckelt, bezahlt!

  Antworten: 8

Name: gasteighof 10-03-2005 08:58 nach oben
Tagebuch
Wer buckelt, bezahlt!
So könnte man in Hinblick auf die Beitragspflicht bei den land- u. forstwirtschaftlichen Nebentätigkeiten sagen. Der eine, der die Arbeit auf der Maschine verrichtet und die Arbeitszeit nicht gesondert verrechnet, also versteckt, ist beitragsfrei. Der andere, der persönliche Dienstleistungen etc. mit oder ohne Betriebsmittel verrichtet, zahlt. Etwas eigenartig, dass bei Privatzimmervermietung und bei Tätigkeit als Betriebshelfer von den erzielten Einnahmen 70% als pauschale Ausgaben berücksichtigt werden. Hier ist der Aufwand nach meinem Ermessen etwas unterschiedlich. Alle möglichen Nebentätigkeiten sind angeführt. Auf etwas hat man (bewußt) vergessen: die "Entschädigungszahlungen" für die Funktionäre. Das geht bei der Raiffeisenkasse an und endet bei der Kammer.

MfG
Hans, http://www.gasteighof.at

Name: donauprinz antwortet um 10-03-2005 09:05 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Wer buckelt, bezahlt!
servus gasteighofbauer,

gfallt ma wiest schreibst.
leider haben nicht viele bauern rückgrat und mut - so wie du.


lg ausm donautal

Name: stb antwortet um 10-03-2005 09:39 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wer buckelt, bezahlt!
> Ich bin der Meinung man sollte es jedem freistellen bei den Nebentätigkeiten nur vom tatsächlichen Gewinn Beiträge zu bezahlen, da der Aufwand -wie bereits oben erwähnt- bei unterschiedlichen Tätigkeiten sehr verschieden sein kann.

Auch bei der landwirtschaftlichen Haupttätigkeit ist die Pauschalierung vom Einheitswert sehr ungerecht, da die Ertragslage der Betriebe sehr verschieden ist. Auch hier sollte die Möglichkeit einer Bezahlung nach tatsächlichem Gewinn vorhanden sein.

Name: sanBenedetto antwortet um 10-03-2005 14:36 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wer buckelt, bezahlt!
Ich verstehe nicht, weshalb ihr euch da so beschwert...?!

Es ist doch ganz einfach, wenn du meinst die pauschalen 70% seien für genau deine Verhältnisse zu hoch gegriffen, dann führe Buch oder zeichne alle Ausgaben und Aufwände die du hast auf. Diese kannst du dann in tatsächlicher Höhe geltend machen, wenn du der Überzeugung bist besser davon zu kommen. Ist ja doch kein Problem oder? Man muss sich einfach das bisschen Arbeit machen und dann wird man sehen... Ich wette allerdings mit dir, dass der grössere Teil lieber seine Abgaben im Rahmen der Pausch. bezahlen wird. Denn in vielen Fällen, bei bestimmten Betriebsgrößen, steigt man mit dieser Lösung recht gut aus. Aber mein Rat an dich: Nicht schimpfen und die Welt vor Groll schwarz einfärben, sonder Zettel und Schreibgerät zur Hand und Aufzeichnen.

Zur Ungerechtigkeit wegen der Bemessung nach dem Einheitswert. Grundsätzlich halte ich das für eine durchaus gute Regelung und mitunter erachte ich es als doch sehr fair. Durch die Festlegung des Einheitswert als einen Ertragswert (kein Verkehrswert) wird ja jetzt ganz ganz einfach nichts anderes ausgedrückt als der Reinertrag (bzw. das 18 fache) welchen dein Betrieb im Durchschnitt der Jahre seiner wirtsch. Bestimmung gemäß nachhaltig erwirtschaften kannst.
Es ist bestimmt keine sooo unfaire Lösung nach so einer aussagekräftigen Kennzahl deine Ausgaben wie Grundsteuer, SozVers,... zu bemessen.

lg sanbenedetto
Name: stb antwortet um 10-03-2005 16:03 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wer buckelt, bezahlt!
> Lieber sanbenedetto !

Das mit dem Einheitswert als Ertragswert mit dem 18fachen des jährlichen Ertrages hast Du sicher brav irgendwo abgeschrieben.

In der Praxis ist es so, dass dieser jährliche Reinertrag ein völlig fiktiver Wert ist, der mit der Realität des Ertrages einer Landwirtschaft GAR NICHTS zu tun hat. Auf Basis dieser Tatsache kann ich nicht finden, dass der Einheitswert eine gute Basis für die Bemessung der Sozialversicherung ist.
Ich meine es wäre wesentlich gerechter die Sozialversicherung auf Basis tatsächlicher Gewinne zu bezahlen, anstatt eine Zwangspauschalierung zu machen. Es ist nämlich für den überweigenden Teil der Betriebe (weil zu klein für SV-Option) gar nicht zulässig die SV nach tatsächlichem Gewinn zu bezahlen.


Name: JFE antwortet um 10-03-2005 18:22 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wer buckelt, bezahlt!
> an sanbenedetto

ist Dir in letzter Zeit ein grosser Kammerhammer auf den Kopf gefallen?

weil wen du Intensiv u. Extensiv wirtschaftende Betriebe in einen Topf
wirfst und glaubst wen jeder das gleiche zahlt ,das sei gerecht dann geh
bitte gleich zu einem Arzt,den du hast wahrscheinlich Fieber oder noch viel schlimmer die Kammerfunktionärlitis.

mfG JFE

Name: Trenker antwortet um 11-03-2005 11:13 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wer buckelt, bezahlt!
> Zum Thema versteckte Fahrer : Ein Problem in der Preisgestaltung sehe ich darin dass oftmals nicht einmal der ÖKL Tarif verrechnet werden kann, und es trotzdem als 30% Gewinn ausgewiesen werden soll, obwohl beide Landwirte diese Düngung-Ernte-usw.Arbeiten ja schon bei der Pauschalierung SVA bezahlt haben.
Zu dem so genannten versteckten Fahrer möchte ich ein Rechenbeispiel vorlegen
angenommen 2 pauschalierte Bauern
einer fährt mit Bergschlepper 50KW a 0,76€ pro PS 38€ + Aufbaugüllefass 2000lt 10,83€ +Fahrer 10€ ist ges.58,83€.
Verkaufspreis laut MR- Preisliste (damit er überhaupt angestellt werden kann ) 40,00 pro Std.
Also 58,83€ ÖKL – 40€ Verkaufspreis ist - 18,83€ untern ÖKL und da findest du es als gerecht wenn davon 30% Gewinn ???? die 23,80 %SVA Beitrag abgezogen werden 2,85

Ich könnte mir schon vorstellen das der Fahrer Beitragspflichtig wird wenn der ÖKL Tarif auch verrechnet werden kann. Aber bitte dann nur der Fahrer und nicht die Maschinen. Es gibt in Österreich noch kein Unternehmen ( außer die Bauern ) dass nach Maschinenstunden die Versicherungsbeiträge zahlt.

mfg. Trenker



Name: gasteighof antwortet um 16-03-2005 10:18 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wer buckelt, bezahlt!
> @trenker

Aber bitte, wer wird schon von Maschinenumsätzen bei Selbstkostenverrechnung SV-Beiträge wollen. Vom Fahrer allerdings gerechterweise schon. Aber ich weiß auch, dass das für den klassischen MR das Aus wäre. Ein jeder würde nach dem Einsatz, wenn es sich nicht um geförderte Bergmaschineneinsätze handelt, anstatt des Verrechnungsblocks das Geldbörsl hervorholen!

MfG, Hans

Name: Arbeiter antwortet um 16-03-2005 13:06 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wer buckelt, bezahlt!
> An Trenker
Ein jeder Unternehmer zahlt SV Beiträge, egal ob durch Manuelarbeit oder Maschienstunden ein Gewinn gemacht wird. Zuminstest bis zur Obergrenze.
Aber es steht einen jeden frei mit allen Möglichkeiten und Tricks Einzahlungen zu meiden, nur darf man dann nicht jammern wenn man dann keine oder geringe Leistungen erhält. Leistung gibt es nach Bezahlung.
mgf Arbeiter
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