Tagebuch
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Braucht der ländliche Raum die Rinderzucht(?) Liebe Nicole Wieser, gleich zu deiner letzten Frage, ob wir die Einsparungen bei den Zuchtverbänden zu spüren bekommen. Zumindest was unseren Betrieb anbelangt, spüren wir das nur bedingt. Es haben sich die Anzahl der jährlichen Leistungsproben von 10 auf 9 verringert. Will man mehr haben, so muß man die selber bezahlen. Sonst konnte ich keine Veränderung feststellen So wie es in allen anderen Bereichen der Wirtschaft ist, ist es auch beim Zuchtverband, dass Stillstand mit Rückschritt gewertet wird. Natürlich wird immer einen höhere, bzw. bessere (in Bezug auf Lebensdauer und Gesundheit) Leistung angestrebt. Das ist auch soweit in Ordnung. Ob sich das nachteilig auf den Milchmarkt auswirkt hat ausschließlich mit der Lieferdisziplin der Lieferanten zu tun und nur nebenbei mit der Leistugnssteigerung der Kühe. Das positive an der Leistungssteigerung ist für mich, dass ich für die selbe Milchmenge weniger Kühe brauche, ergo weniger Stallplatz. Die Lebensdauer einer Kuh hängt auch in erster Linie von der Betreuung und Fütterung ab und erst in zweiter Linie von der Leistung der Kuh. Nur muß die dem Körpergewicht schon etwas angepasst sein. Ich bin auch nicht der Meinung, dass die höhere Leistung nur durch mehr Kraftfutter erreicht wird. Ein Kuh mit einer Leistung von ca 9000 kg ist ja keine Kuh mehr, die nur 600 kg wiegt, sondern die muß schon so an die 800 kg Gewicht auf die Waage bringen. dass so eine Kuh auch wesentlich mehr Grunddfutter verzehrt liegt eigenlich auf der Hand. das Verhältnis Grundfutter/Kraftfutter wird sich nicht wesentlich ändern, ob es sich um eine 650 kg Kuh handelt, die von mir aus 7000 Liter gibt, oder um eine 800 kg Kuh, die 9000 Liter gibt. Um international mithalten zu können, darf man bei der Leistung nicht hinterherhinken.
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