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Es sind 13181 Diskussionen online
Landwirte denkt mal drüber nach ....
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Name: stb antwortet um 25-01-2005 14:06 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Du hast in sehr vielem recht. Gemeinsam sind wir tatsächlich stark. Aber um zu dieser gemeinsamen Stärke zu finden, wenn es gelingt die österr. Bauern zu einen, sind diese noch zu schwach. Da muss der Rahmen noch größer gezogen werden. Wir Bauern bewegen uns in einem Markt, wo derjenige die Vorgaben macht, der mit dem geringsten Aufwand produziert, also am meisten Tiere hat und sich am wenigsten um das einzelne Tier kümmert. Diejenigen Landwirte die diesen Weg nicht gehen können oder wollen haben in der Vergangenheit den Weg beschritten aus der Landwirtschaft auszusteigen. Damit kann man die Probleme die man als Landwirt mit der Landwirtschaft hat auch lösen. Jedenfalls ist es persönlich der leichtere Weg, als zu versuchen die vielgepriesene Gemeinsamkeit herzustellen. Natürlich ist es auch möglich einen individuellen Weg zu beschreiten und zB ein paar Hühner oder Rinder oder ??? zu halten und dabei auch tatsächlich Lebensglück zu finden. Aber für den breiten Markt braucht man damit nicht produzieren, höchstens für einen selber. Für die Zufriedenheit reicht es durchaus, überhaupt nichts zu produzieren, sondern sich einfach an den Tieren zu freuen. Ich halte diesen Weg für wesentlich besser, als mit einer Menge Aufwand hochwertige Produkte zu produzieren, die dann beim Konsumenten schon etwas mehr (= max. 5% mehr) kosten dürfen. Jammern bringt überhaupt nichts, man sollte die miserablen Preise akzeptieren, darum möglichst wenig produzieren und sich daran freuen, dass man mit den Tieren ein Stück Freiheit gewinnt. Genauso wie ich beim Kaffeekauf nicht daran denke, wie es den Kaffeebauern geht, erwarte ich auch nicht von den Konsumenten, dass sie beim Kauf österr. landwirtschaftlicher Produkte daran denken, ob damit für den Bauern ein fairer Preis verbunden ist. |
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Name: stb antwortet um 25-01-2005 15:48 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo Nemesis: Ein paar Gedanken zu den von Dir aufgegriffenen Punkten: 1. Ich versuche als Landwirt über Preise nicht zu raunzen. Ich akzeptiere die Situation wie sie ist und tue als Landwirt was mich freut. Ich gebe zu es fällt mir deshalb leichter, weil ich nicht davon lebe. 2. Ich würde sagen die Situation der Landwirte ist schon variabel, wie Du schreibst. Aber der einzelne Landwirt ist mit einer für Ihn fixen Situation konfrontiert, es ändert sich nichts nur weil er bei sich mit Änderungen anfängt. Man könnte sagen, es ist wie bei einer Wahl, die einzelne Stimme ist egal, sie zählt nur dann, wenn eine genügend grosse Zahl von Personen auch diese Wahl treffen. Sonst bleibt es beim Symbolcharakter. Wenn man auch viel bewegen kann, selbst über eigene Schatten springen, ist es doch viel schwerer andere Leute über deren Schatten springen zu lassen. mfg |
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Name: andante antwortet um 25-01-2005 18:59 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > @Nemesis (Das ist eine Göttin, hab ich Recht?) Deine Ansichten sind gut und schön, aber du darfst nicht vergessen, dass man davon leben muss. Ich habe selber einen Hof mit ein paar Kühen, die im Durchschnitt über neun Jahre alt sind (keine Euterdesinfektion - weder vor, noch nach dem Melken - und trotzdem keine Probleme mit dem Zellgehalt oder Keimen; nur zwei außerplanmäßige Besuche des Tierarztes -Fremdkörper, bzw. Lungenentzündung - in zwei Jahren; darauf bin ich echt stolz), mit Hühnern auf dem Misthaufen, Schwalben, Schweinderln, Katzen und manchmal sogar ein paar Rehen. Natürlich ist es schön, aber leben könnte man davon nicht. Ich habe mir mal ausgerechnet, dass schon Steuern, Versicherungen, sowie Abschreibung und Erhaltung von Maschinen und Gebäuden den ganzen Erlös aus der Tierhaltung verschlingt. 500 Euro alleine für Dächer. Insgesamt würden ein paar Hunderter zum Leben bleiben. Ich muss zugeben, ich würde es mir selbst nicht antun, müsste ich damit mein Auslangen finden oder nebenher arbeiten gehen. Auch du wirst wohl zugeben müssen, dass es dir keine angenehme Vorstellung wäre, jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen. Auf den Preis haben wir selber kaum Einfluss. Würde es nächstes Jahr keine Landwirte mehr in Österreich geben, wäre die Versorgung mit Lebensmitteln trotzdem gesichert und die Auswirkungen auf die Preise wären weltweit gesehen unerheblich. Die Auswirkungen auf die Arbeitsmarktsituation, Landschaft, und nicht zuletzt auf das BIP wären hingegen gewaltig. Zur Frage, was wir einkaufen: Was man selber produziert, braucht man ja nicht anderswo zu erwerben. Sicher wird es auch Bauern geben, die bei Hofer und Co einkaufen - und wenn man sich die Einkommensentwicklung in den letzten zehn Jahren ansieht und die Tatsache vergegenwärtigt, dass jeden Tag in Österreich 20 Bauern ihren Betrieb aufgeben (müssen), dann hat wohl auch sonst niemand mehr Grund dazu - trotzdem wird hier und auch in anderen Bereichen speziell heimischen Produkten der Vorzug gegeben. Was leicht nachprüfbar ist, wenn man sich beispielsweise die Verkaufszahlen und Marktanteile von heimischen Landmaschinen ansieht. P.S: Es würde keine Käfigeier mehr geben, würden sie nicht verlangt. |
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Name: binido antwortet um 25-01-2005 22:27 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > so wie du das beschreibst sind die träume vom landwirtschaftlichen aussteigerleben gestrieckt zum glück musst oder brauchst du davon allein deinen lebensunterhalt nicht bestreiten. die landwirtschaft ist auch nicht nennen wir es als grosse überschrift von der globaliesierung ausgenommen. das heisst immer weniger landwirte müssen um mitzuhalten immer mehr produzieren und sich spezialisieren (nur wenige oder ein produkt zu produzieren) und die vermarktung unserer produkte wurde an andere weitergereicht, da fällt mir schon öfter auf dass wir uns mit dem produkt das wir produzieren nicht mehr so identifizieren (das wär ein eigenes thema zu dem schreib ich ein anderes mal was) dazu kommt dann noch die mechanisierung, weitere vergrösserung und was weiss ich noch alles, und das geht oft nur mehr mit fremdfinazierungen, damit hat der teufelskreis begonnen............ das *öpul* programm wirkt dem eh etwas dagegen, hoffentlich wird das *öpul neu* nicht schlechter dodiert so nemi leb glücklich mit deinen hühnern weiter, aber versuch auch mal mit ihnen aufzustehn *g* lg hans |
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Name: Senta antwortet um 26-01-2005 06:31 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo Hans, es mag sein, dass hier eine Frau ihren Traum beschreibt.Träume oder Visionen zu haben- hat uns im Verlauf der Menschheitsgeschichte viele Errungenschaften beschert, hat Menschen wahnsinnige Strapazen auf sich nehmen lassen, um irgendwo ein Stück Land in Freiheit bewirtschaften zu können, hat Menschen mit Schiffen über die Meere getrieben, um zu sehen, was irgendwo zu erforschen ist, von dem bisher noch keiner wusste, hat Austronauten das Wagnis auf sich nehmen lassen, auf den Mond zu fliegen, die Garantie einer Wiederkehr auf die Erde war mit Sicherheit nicht garantiert. Man muss zwischen Visionen und Illusionen unterscheiden, aber welche Träume haben die Landwirte selbst? Wer träumt den Traum von einer besseren Welt? Bleibt ausser Zahlen noch Raum um zu sehen, was Bauer/Bäuerin sein bedeutet. Auf einem Hof leben zu dürfen, auf seinem eigenen Grund und Boden schaffen und wirken zu können- manchmal befürchte ich, dass vor lauter Agrarreformen und Gängeleien von irgendwelchen Experten, die von Landwirtschaft sehr wenig verstehen- die Freude oder der Erfolg kaputt gemacht wird. Global zu denken, was gehört zur globalen Landwirtschaft- der Preis, das Billiger produzieren von Lebensmitteln, das wird uns als global verkauft- dazu gehört auch, dass Bäuerinnen und Bauern weltweit ausgebeutet werden, dass sie um Hungerlöhne arbeiten müssen, dass sie in Gegenbenheiten reingedrückt werden, über die wir uns gar nicht im klaren sind, dass andere den Gewinn einschieben. Zum globalen Handeln gehört für mich auch die Verantwortung füreinander, es ist mir absolut nicht mehr gleichgültig, ob Bananen- Kaffee- oder andere Güter erzeugende Bauern teilweise wie Sklaven schuften. Es ist mir auch nicht mehr egal, dass Bauern hier global erzeugen sollen, aber die Dienstleistungen und Waren, die sie benötigen, die ganze Überprüfung und Kontrolle ihrer Waren nach den hiesigen Standarts bezahlen und erzeugen sollen- das ergibt ja die Schieflage des Einkommens. Genauso wie wir hier vom Wachsen und Weichen erdrückt werden, ist es weltweit. Deshalb meine Frage- wo sind die Visionen und Träume der Bauern, wachsen und weichen, oder gibts noch andere? Vom Ertrag oder der Arbeit des Hofes leben zu dürfen (müssen) schränkt mit Sicherheit vieles ein- aber nur wer einen Traum eine Vision hat- hat ein Ziel. herzliche Grüsse senta |
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Name: Bergdoktor1 antwortet um 26-01-2005 06:49 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... Schönen guten Morgen allerseits, Ja liebe Nemesis, wenn ich auch was dazu sagen darf- du scheinst das Ganze wohl durch die rosarote Brille zu sehen. Wenn es für dich persönlich der richtige Weg ist den du da gehst, bist du irgendwie auch zu beneiden, weil du dich doch ein wenig von unserer Wertegesellschaft abhebst. Und das können heutzutage wohl nur noch wenige. Ich persönlich wär da eher bei Andante- er (sie) scheint ein(e) Realist(in) zu sein, der (die) die ganze Thematik nüchtern betrachtet und auf dem goldenem Weg der Mitte ist mit seinen Ansichten. nix für ungut, der Doc. |
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Name: stb antwortet um 26-01-2005 08:02 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo Nemesis ! Ich habe heute früh einen EZA-Kaffee getrunken. |
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Name: Senta antwortet um 26-01-2005 10:39 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo Nemesis, du hast eine interessante Diskussion losgetreten. Vor 5 Jahren hätte ich deine Träume als die Träume einer illusorischen Stadtpflanze auf die Seite gewischt- hätte dazu geschrieben, dass die Realität einfach ganz anders ist. Es musste erst eine lebensbedrohliche Krankheit daherkommen, musste mir zeigen, dass man ohne Träume nicht leben kann. Ich bin keine Stadtpflanze, sondern eine inzwischen sehr tief verwurzelte Bäuerin, die sich aufgemacht hat, zu suchen, ob es möglich ist, zwischen der Lehre des Wirtschaftens und der Lehre vom Leben- einen Platz zu finden und ich muss solchen Menschen wie dir danken, denn erst durch solche Träume habe ich über vieles nachzudenken begonnen, vieles in frage zu stellen, vieles verändert. Die Erkenntnis, das man aus diesem Leben nichts mitnehmen kann, sondern nur etwas zurücklassen- hat mir erst richtig die Augen geöffnet, welche Chancen und Möglichkeiten dieser Beruf, voller Leben im Leben bietet, hat mir gezeigt, welche Erfüllung diese Arbeit geben kann, welche Verantwortung in unsere Hände gelegt ist. Und dank solchen Träumerinnen wie du es bist, haben wir den Mut gefunden, uns unseren Weg zu suchen- wir haben einen Vollerwerbsbetrieb, inzwischen steht unsere Jugend in den Startlöchern, um mit Freude diese Arbeit weiterzumachen- ohne diese Flausen von städtischen Pflanzen hätten wir niemals erkannt, welche Fülle an Möglichkeiten und Lebensqualität so ein Bauernleben bieten kann. Deshalb möchte ich dich bestärken, lebe Deine Träume weiter,denn wenn einer allein träumt, dann ist es ein Traum, wenn viele gemeinsam träumen, dann kann sich unheimlich viel verändern. Hast den Hof von Sepp Holzer im Lungau schon mal gesehen- sicher kann man als ganz normaler Betrieb sehr wenig davon umsetzen, aber diese Lebensfülle zu erleben, zu erleben, dass das Leben sich seinen Weg sucht, wenn man es zulässt, das hat mich schwer beeindruckt. einen schönen Tag Senta |
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Name: Senta antwortet um 26-01-2005 16:45 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo Nemesis, schau mal unter www.krameterhof.at nach. Dort findest Du einiges über diese ganz andere Art der Landbewirtschaftung. Herzl.Gruss senta |
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Name: andante antwortet um 26-01-2005 18:35 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > @Bergdoktor Bin keine Frau, auch wenn es sich so nach "Tante" anhört. *g* @Nemsis Das mit deinem Namen hab ich natürlich gewusst. Naja, so halb. Wollte nur noch hinzufügen, dass ich natürlich nur meine Sichtweise der Dinge ausbreiten kann. Jeder Mensch ist individuell verschieden, deshalb finde ich es immer sonderbar, dass von "den Bauern" geredet wird. Die Bauern gibt es nicht, genauso wenig wie "die Männer, die Frauen, die Ausländer, etc." Man sieht ja auch hier oft, wie die Meinungen auseinander gehen, weil die Grundvoraussetzungen nicht dieselben sind. Zur Thematik "Partnerschaft" sollte man auch bedenken, dass grundsätzlich wenig geheiratet wird in der heutigen Zeit und dass dann diese Ehen oft nicht sehr lange bestehen. Besonders für jemanden mit Besitz stellt sich dann oft die Frage, ob er das Risiko auf sich nehmen will, bei einer eventuellen Trennung abgezockt zu werden. Hört sich nicht romantisch an, ich weiß. Aber mich würde interessieren, welche Romane du schreibst (hast du in letzter Zeit einen Nobelpreis gewonnen?) und ob du dir hier Stoff für eine neue Geschichte erhoffst. BIP ist das Bruttoinlandsprodukt, also was von Österreichern erwirtschaftet wird. Grob gesagt. Ich sag ja nicht, dass alles schlecht ist, aber ich kenne eben Bauern, die sich für den Hof halb zum Krüppel geschuftet haben - für ein Butterbrot, und ihn dann erst aufforsten mussten, weil ihn weder jemand übernehmen, noch Flächen pachten wollte, auf denen man ob ihrer Steilheit selbst Spezialmaschinen anseilen muss. Die Bergbauern sterben nicht aus, sie werden im Gegenteil immer berühmter: Androsch, Tobias Moretti, etc. Das ist auch gut so, denn alleine in meiner Gemeinde gibt es für etwa 70 % keine Nachfolger. Auch wenn Kinder "vorhanden" sind. Es ist eben ein Umbruch, den ich persönlich nicht als sehr positiv empfinde, weil die Menschen Arbeit brauchen und Arbeitsplätze sind jetzt schon rar. Aber gut, tempora mutantur -die Zeiten ändern sich - und das haben sie eigentlich immer getan. @Senta Der Sepp Holzer hat leicht reden, der lebt vom Fremdenverkehr. *g* |
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Name: Senta antwortet um 26-01-2005 18:54 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo andante, ich habe auch nicht geschrieben, dass Holzers Betrieb nur einfach so umsetzbar wäre. Eines muss ich ihm lassen, er hat ein Paradies geschaffen, dass einfach seinesgleichen sucht. Wenn er es auch gut vermarkten kann- wäre er ja blöd, wenn er es nicht machen würde. Für einen ganz normalen Betrieb ist da sicher nichts dabei, dass einfach so umzusetzen wäre. Aber dennoch haben wir bei der Besichtigung des Betriebes an einem Tag mehr gelernt, als ansonsten in vielen Jahren Arbeitskreis. Unser Betrieb hat sehr viel davon profitiert, die Besichtigung war nicht ganz billig, aber es hat sich auf alle Fälle sehr gelohnt. Ich bin mir sicher, dass ich all das, was ich dort gesehen habe, so nicht geglaubt hätte- aber es hat unsere Sichtweise total verändert. Von anderen Veranstaltungen, Fortbildungen, Exkursionen kann man auch nur Bruchteile umsetzen- die Besichtigung von Holzers Bergparadies hat mit Sicherheit unserem Betrieb, unserer Familie sehr viel gebracht. senta |
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Name: andante antwortet um 26-01-2005 19:40 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > @Senta Naja, vielleicht schau ich mir das auch mal an. Oder ich kauf mir lieber das Buch. Oder hat er nicht schon zwei geschrieben? @Nemesis Ich weiß zwar jetzt, was es heißt, aber schreiben kann ich es anscheinend trotzdem noch nicht. (Siehe oben: Nemsis.) "Vergöttlichte Personifikation des sittlichen Rechtsgefühls" steht in meinem Lexikon dazu. Fragt sich nur, ob mit "Rechts" eine politische Gesinnung oder Recht gemeint ist... |
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Name: sturmi antwortet um 27-01-2005 13:15 auf diesen Beitrag |
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Menschen denkt mal drüber nach .... Hallo Nemesis! Ich verfolge die Diskussion schon einige Zeit, man könnte deinen Beitrag auch, Menschen denkt mal nach....betiteln Ich habe mir einige Zitate von dir herauskopiert die mir wichtig erscheinen und wozu ich Stellung beziehen möchte. Zitate sind mit drei *** gekennzeichnet. ***GEMEINSAM SIND WIR STARK und Gemeinsam kann man so einiges bewegen...*** Ich erlebe das „Gemeinsam sind wir stark“ sehr intensiv in unserer Familie. ***IHR habt LEBEN in der Hand, wie geht ihr damit um? Sei es eine Pflanze oder ein Tier...*** Ich versuche soweit wie möglich auf Chemie im Ackerbau zu verzichten. Bin aber immer noch in der Lernphase. Vielleicht schaffe ich´s ja mal ohne. ;-) ***... und das Zauberwort, die Kraft liegt immer in der Gemeinsamkeit...und statt Angriff - Aufklärung...*** Genau, ist aber nicht so leicht zu praktizieren. Mir haben dabei Persönlichkeitsweiterbildungsseminare sehr geholfen um meine Sichtweise positiv zu verändern. ***Es würde reichen, hielten wir uns einfach nur an die 10 Gebote ...*** Mir würde reichen, wenn sich alle an die Gesetze halten würden. LG Sturmi |
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Name: Bergdoktor1 antwortet um 28-01-2005 06:45 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... >Liebe Nemesis (Linda ?) Wenn man deine Einträge liest, merkt man gar nicht dass sie so lang sind. Jedes Wort, jede Zeile kommt von Herzen, das spürt man ganz einfach, mir geht es jedenfalls so. Wenn du schreibst dass du in vielen Dingen nicht meiner Meinung bist und trotzdem auf einen Kommentar von mir gewartet hast, dann macht mich das fast schon ein bisschen verlegen. Obwohl du vieles anders siehst interessiert dich der Mensch hinter der geschriebenen Meinung und du behandelst ihn auch als solchen. Du bist eine ganz aussergewöhnliche "Stadtpflanze" Bei meinem "Spezialgebiet" ist es ganz bestimmt nich so, dass ich darin eine Lebensaufgabe sehe, obwohl ich weiß, dass es so rüber kommt. Das ist aber nur hier im Forum so, im wirklichen Leben tu ich mir das nicht an, weil es doch nichts bringt. Dennoch ist es meine tiefste innere Überzeugung, was ich über mein "Spezialgebiet" schreibe. Liebe Grüße vom Doc. |
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Name: Senta antwortet um 28-01-2005 08:23 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... >Hallo Nemesis, dein Beitrag ist sehr wohltuend zu lesen, macht nachdenklich - du bist wie jemand, der an eine Haustür eines Bauernhofes klopft, ins Haus gebeten wird und am Küchentisch diskutieren will. Diese Achtsamkeit schafft Raum, um auch die anderen zum Nachdenken und Sprechen zu bringen. Auch mir ist es vor ein paar Jahren so ergangen- in Behutsamkeit Gespräche über landwirtschaft zu führen, ohne gleich mit der Fliegenpatsche oder einem Dreschflegel eins über die Rübe gezogen zu bekommen- macht offen und bereit, sich aufzumachen, um Neues zu erfahren, darüber nachzudenken- zu vergleichen, zu verändern. Zu Sepp Holzer möchte ich noch sagen, was mich an diesem Hof so fasziniert hat, das war das Eingehen auf die Natur, wohl wissend, dass man niemals einfach so mir nichts dir nichts das alles auf einem Hof in ganz anderer Lage übertragen kann. Aber auf diesem Hof habe ich damals begriffen, dass wir alle damit aufgewachsen sind, zu kämpfen, gegen die Natur, gegen die Krankheit, gegen Unkraut, gegen Agrarpolitik...........die Liste ließe sich sicher noch ellenlang weiter fortsetzen- dort sah ich einfach - was wachsen kann- wenn es ein Einsetzen für.... die Gesundheit, für die Natur, für das Leben, für eine auf die Menschen passende Landwirtschaft geben kann. Es waren bei dieser Besichtigung noch sehr viele Bäuerinnen dabei, jede hat irgendwas mit nach Hause genommen. Die interessanteste Erfahrung- nimmt man einfach den Wettbewerb, das Kämpfen aus dem Denken heraus- und macht ein Einsetzen "für", dann geschehen Veränderungen, die frau sich einfach nicht hätte vorstellen können. Ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher, ob Darwins Thesen- von den Arten, überhaupt so stimmen - Sich für die Gesundheit- und nicht mehr gegen eine Krankheit einzusetzen- es hat am Grundproblem nichts verändert, aber es liegen Denkwelten dazwischen. Kampf erzeugt immer Gegenkampf, einsetzen für.............braucht weniger Kraft, aber es hat eine viel stärkere positive Wirkung. Aus dieser wohltuenden Erfahrung habe ich einiges auf unsere Familie, auf unsere Arbeit, auf das Wirken im Ehrenamt übertragen- es macht das Herz weit und offen, wenn frau sieht, was sich im positiven Sinne verändern kann. Dein Tip mit den freilaufenden Hühnern und den Vögeln, die mit den Federn Nester bauen können- ist auch so ein Beispiel und ich vermute, dass noch sehr vieles mehr verändert werden kann. Es geht nicht darum die Welt aus den Angeln zu heben, sondern die vielen kleinen Dinge zu tun, die möglich sind, sie verändern das Leben. Wenn wir wieder lernen, mit der Natur - statt gegen sie zu arbeiten- dann haben wir diesen Wind kostenlos in den Segeln. freundl.Grüsse Senta |
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Name: kst antwortet um 28-01-2005 13:25 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > das ist ein Satz, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muß: " Es macht mich glücklich, dass es noch Menschen wie dich gibt - noch dazu Frau". Darüber sollte man auch nachdenken. |
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Name: kst antwortet um 29-01-2005 09:00 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > hallo Nemesis! Danke, dass du mir zutraust ein friedvoller Mensch zu sein. Ich muß dich allerdings enttäuschen, mein Beitrag war negativ gemeint und wie, zumindest ich meine, über einen Satz der nicht aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Ich muß es wohl erklären: du schriebst an Senta " Ich bin glücklich, dass es solche Menschen wie dich gibt-sogar: Frau". Ich finde dieser Satz enthält soviel Diskriminierung allen Frauen gegenüber, dass ich es nicht fassen kann. Allein die Ausdrucksform " sogar eine Frau" drückt doch aus, dass du von Frauen im Allgemeinen nicht immer das beste Bild hast, denn wenn du Senta hervorhebst, dass sie deinen Beifall findet, obwohl sie Frau ist, (so verstehe ich zumindest die Worte "sogar Frau") dann teilst du uns mit dass Senta bei Frauen eine Ausnahme ist. Und genau das ist es was ich hier im Forum so arg finde: alle Bauern jammern, jeder Bauer der sich einen Traktor über 100PS kauft, will nur angeben beim Nachbarn, jeder Bauer hängt die Schweine an Ketten, alle Politiker kassieren nur usw. usw. alles pauschale Urteile und sei nicht bös Nemesis und dann kommst du und schreibst: du bist über einen Menschen glücklich, der sogar Frau ist. ich hoffe du verstehst jetzt was ich gemeint habe. mfg. kst achja ich bin ein Mann (sogar) gg |
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Name: andante antwortet um 29-01-2005 09:53 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Na, Nemesis, dass es "dem Endkonsumenten in der Breiten Masse heutzutag ziemlich egal ist, was er an Lebensmittel bekommt - hauptsache billig..." würde ich so gar nicht sagen. Wir verkaufen selbst Eier um einen sehr hohen Preis, und es gibt immer Leute, die bereit sind, diesen zu bezahlen, weil sie selber sehen, dass die Hühner hinlaufen können, wo immer sie wollen, dass sie einen Hahn und Misthaufen haben. Und weil es dem Konsumenten gefällt. Er will auch nicht sehen, dass ein Tier angebunden ist. (Obwohl ich den Eindruck habe, dass sie ihren Stallplatz sehr gerne haben. Im Winter sind die Kühe jedenfalls kaum dazu zu bewegen, in den Auslauf zu gehen. Und nach zehn Minuten warten sie schon wieder vor dem Tor auf Einlass. Sogar im Sommer, wenn sie selber entscheiden können, wo sie schlafen wollen, sind sie nachts lieber drinnen.) Natürlich gibt es Leute, die sogar noch stolz darauf sind, geizig zu sein und billigste Produkte, die in Kinderarbeit hergestellt wurden, in Ländern, denen Menschenrechte und Umweltschutz Fremdworte sind, zu kaufen; aber die breite Masse hat schon verstanden, dass es in ihrem ureigensten Interesse liegt, die heimische Wirtschaft und letztlich damit auch ihren eigenen Arbeitsplatz zu fördern. Weil eben jeder aufgegebene Betrieb, jede geschlossene Firma dem Staat (also jedem Einzelnen) viel Geld kostet. Einerseits durch die entgangenen Steuereinnahmen, andererseits durch die Tatsache, dass ein Arbeitsloser monatlich fast 2000 Euro kostet. Und sie haben wohl auch verstanden, dass nicht der Staat die Arbeitsplätze in Österreich sichern kann, sondern das eigene Konsumverhalten. Einen größeren Vorwurf muss man den Handelsketten machen, die Produkte mit der Aufschrift "Made for Austria" verkaufen. Ich frage mich immer, ob man die Leute damit für dumm verkaufen will. Natürlich wurde das Produkt für Österreich hergestellt, sonst würde es ja woanders verkauft. Ich halte das für geistlose Bauernängerei (auch wenn ich den Begriff nicht mag). Beispiele gibt es genug: Ob es das "Steirerbrot" aus Deutschland ist oder ein ausländisches Produkt, das in Österreich nur mit einer Klarsichtfolie überzogen und dafür mit dem "Made in Austria" - Stempel versehen worden ist. Und irgendetwas war auch mal mit einer Hofer-Butter, die den Anschein erweckte, aus heimischer Produktion zu sein, obwohl aus den Niederlanden kommend. Auch kommen die Teile für viele Elektrogeräte z. B. aus verschiedenen Ländern, es ist gar nicht ersichtlich, wer alles dazu beiträgt. Meiner Meinug nach sollte überhaupt die Wirtschaftskammer eine eigene Homepage einrichten mit Produkten, die man in dem guten Gewissen kaufen kann, Geld in heimische Arbeitsplätze zu investieren. Gut fand ich auch "Made in Austria" im Fernsehen. Obwohl ich es komisch fand, dass alle Moderatoren dieser Sendung homosexuell waren. Zur angesprochenen "Stutenbissigkeit" noch eine kleine Geschichte: Vor ein paar Wochen habe ich einige junge Mädchen nach Hause gebracht. Die haben sich wirklich nett unterhalten, man hatte den Eindruck, sie wären richtig gute Freundinnen. Aber als die Erste ausgestiegen ist, ging es los: "Aaaarrrggggghhh!!! Wie ich die hasse!!!!! Die ist so blöd und dumm und schiach." usw. Ich glaube schon, dass Männer hier etwas anders agieren. Wenn man Meinungsverschiedenheiten hat, haut man sich gegenseitig in die Fresse und geht danach ein Bier trinken. |
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Name: andante antwortet um 29-01-2005 09:59 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Werfe noch ein "f" in den Buchstabensee. Zum Wort, das ich nicht mag. |
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Name: kst antwortet um 29-01-2005 18:57 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > an Nemesis ! ja das ist wohl das Problem, du fühltest dich einst und auch jetzt noch von Frauen diskriminiert, schreibst du bist es gewohnt ,"eh klar " von anderen Frauen gehasst zu werden, wahrscheinlich weil dich die Männer toll fanden, aber du kommst nicht drauf, dass du gerade mit solchen Aussagen, "ALLE" Frauen diskriminierst. Wenn du schreibst in deinem Bekanntenkreis war oder ist das so, dann ok, aber "eh klar " schreiben, dass es normal ist von Frauen gehasst zu werden, ist zumindest für mich nicht der richtige Ton. Da werden seitenlange, fast philosophische Beiträge geschrieben, dass man sich verändern muß, an sich arbeiten soll im Umgang mit anderen und dann kommt die kalte Dusche: "eh klar, dass ich von anderen Frauen gehasst werde". Das war meine Meinung als Mann und ich steige aus diesem Thema wieder aus. mfg. kst |
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Name: Senta antwortet um 30-01-2005 07:37 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo meine Damen und Herren, führen wir hier eine Diskussion, dass die Herren der Schöpfung doch die besseren Menschen sind, weil Frauen nur um die Gunst der Krone der Schöpfung buhlen?????????? Soweit ich mich erinnern kann, ging es in Lindas Text um die Sichtweise einer "Stadpflanze" über die Landwirtschaft. Derartige Träumereien und Visionen werden von uns in diesem Beruf stehenden sehr schnell als "was wissen die schon vom Bauernleben, nur die nackten Zahlen zeigen uns die Richtung, Frauen und deren Gefühle, man muss schließlich davon leben- von Träumen kann man nicht leben, und wahrscheinlich noch von vielen tausend anderen Argumenten auf die Seite gewischt." Wir haben Kinder, da kamen auch die Argumente, wie könnts ihr der Mama das Kind einfach so wegnehmen, die Mama weint doch um das Kalb, warum dürfen in den Getreidefeldern keine Mohn- und Kornblumen wachsen, das schaut doch so wunderschön aus, warum müssen wir die Eier im Geschäft kaufen, wir hätten gerne ein paar Hühner, ein Pony, das wäre unser Traum. Wir haben am Anfang auch Argumente gebraucht, dass das nicht geht, der Kuh das Kalb zu lassen, das wurde schon immer so gemacht, die zieht dann die Milch auf, ein Pferd kostet zuviel, wegen der paar Eier, die kaufe ich doch viel einfacher im Geschäft. Es muss manches erst im Leben passieren, man muss selbst was erleiden, dass man sich in manches hineinfühlen kann, und dann haben wir vor langer Zeit einen Laufstall gebaut und ich habe eine Abkalbe- und eine Krankenbox mit meiner ganzen Kraft erdiskutiert und ertrotzt, zu damaliger Zeit war das einfach nur ein Schmarrn, die Kühe hängt man zum Kalben an, da hat "man" sie im Blick. Was bin ich froh um meine Hartknäckigkeit, inzwischen sind Geburten so praktisch, eine Kuh, die vor der Box herumschleicht kommt auch vorsichtshalber zu früh dorthinein, beim Nachschauen hat man sie gut im Blick, für mehrere Tage können so Kuh und Kalb problemlos zusammenbleiben- es tut mir im Herz einfach gut, wenn man diese Bilder sieht, das kleine Kalb und die Mutter, die dem Kalb auch irgendwie Schutz bietet. Sicher wirkt sich das nicht in Euro und Cent aus, aber irgendwie tut es der Kuh, dem Kalb und mir gut- man kann in der Landwirtschaft nicht alles berechnen. Wir haben unseren Kindern ein Pferd gekauft, ein altes Gnadenbrotpferd, hervorragend ausgebildet als Dressurpferd, das ganze Zubeör haben sie die Kinder erarbeitet, sie waren so was von fleissig, so hat es dann irgendwann noch einen Haflinger dazugegeben. Wir haben sogar das auf unserer Weide wieder auflebende Dressurpferd nochmals von einem Hengst decken lassen, es war nicht nur für die Kinder, sondern auch für uns ein Erlebnis, ein Fohlen auf die Welt kommen zu sehen, es aufwachsen und ausbilden zu können. Diese Stute ist handzahm, lammfromm, ist ein Reitpferd geworden, von dem man nur träumen kann, wir haben ein paar Hühner gekauft und was noch alles auf dem Hof herumgefleucht ist, weil wieder ein Opa nicht nein sagen konnte und den Kindern noch ein Tier dazugeschenkt hat. Wir haben es erleben dürfen, wie Hühner dann die Eier ausgebrütet haben, wie so ein kleines Huhn todesmutig sich auch gegen unseren Hund geworfen hat, damit er ja ihren Küken nichts antut, wir haben uns einen Hund gekauft, der hat uns auch noch mit Nachwuchs beglückt, wir haben vieles gemacht, weil wir gemerkt haben, dass das Leben auf dem Bauernhof einfach manche Dinge zulässt, die in einem Haus auf dem Dorf oder in einer Wohnung in der Stadt nicht gehen würden. Wir haben unseren Kindern gezeigt, wie aus dem eigenen Getreide mit einer kleinen Mühle Mehl gemacht werden kann und daraus Brot gebacken werden kann, welche Nahrungsmittel man auf dem Hof selbst herstellen kann- dass sie das so im Geschäft gar nicht zu kaufen bekommen. Wir haben unsere Kinder pflanzen lassen, von den Pfirsich-Nektarinen Bäumen bis zu den verschiedensten Weintraubensorten, haben wieder alte Äpfel und Streuobstbäume ausgepflanzt,Kiwi- und Heidelbeersträucher, vom Frühjahr bis zu der letzten Ernte der Kiwis ist eigentlich immer was zum Pflücken draussen. Wir haben unseren Kindern auf dem Hof zeigen können, dass Leben auch manchmal hart sein kann, dass ein Sturm in einer kurzen Zeit die Arbeit im Wald von Generationen kaputt machen kann, dass der Tod zum Leben gehört, dass die Tiere auch geschlachtet werden müssen, weil wir davon leben. Und das Henderl auf dem Teller, der Fisch, das Schnitzel - das Schlachten ermöglicht es uns, etwas zum essen auf dem Teller zu haben, es gehört auch ein Stückerl Ehrfurcht dazu, aber die gehört auch für all das andere, was wir zum Leben brauchen, es wird uns anvertraut, damit wir leben können. Es ist uns nicht mehr egal, wie mit unseren Berufskollegen weltweit umgegangen wird, wie sie ausgebeutet werden, wie wenig sie für den Kaffee, die Bananen und für andere landwirtschaftliche Rohprodukte bekommen, wir als getreideerzeugende Bauern wissen- wie sich das anfühlt, arbeiten und dafür fast nicht mehr kostendeckende Preise zu bekommen, bei der Milch ist es das gleiche. Für vieles weiß ich auch noch keine Lösung, aber die Welt ist auch nicht an einem Tag gemacht worden, also wird sich auch hier manches erst finden müssen. Auch ich ärgere mich über politische Aussagen und Weichenstellungen, die so kurzfristig gedacht sind, dass ich manchmal einfach nur noch den Kopf schütteln kann, auch ich ärgere mich, dass so vieles auf der Welt so verkehrt läuft. Aber eines habe ich festgestellt, es gibt viele kleine Möglichkeiten, um am Betrieb was zu verändern, dass am Schluss trotz allem auch das eine stimmt- die Kasse. Auch im Bauernleben brauchts ein ausreichendes Einkommen, auch im Bauernleben will man nicht überall das Gefühl haben, der letzte zu sein- aber einen Hof haben zu dürfen, davon leben zu können, ist ein hoher Wert. Und auch ein Stückerl Philosphie hat im Bauernleben Platz. Manchmal brauchts eben Menschen, die aus einer anderen Sichtweise einem mit der Nase draufstossen, bei uns waren es unsere Kinder. Und was mich heute freut, sie scheinen gefallen an diesem Leben gefunden zu haben- denn ihre berufliche Weichenstellung ist in diese Richtung gegangen. Dass in der Landwirtschaft vieles schwieriger geworden ist- ja es stimmt, aber wenn ich in unserer Familienchronik zurückblättere, ich bin ja nur ein winziges Glied in einer langen Kette von Vorfahren, dann kann ich nur mit Hochachtung schauen, was die alles geleistet haben, um so einen Hof zu erhalten- und all die Mühe und Plage soll heute nichts mehr wert sein? Mir ist mit dieser Chronik erst bewusst geworden, dass ich vielleicht irgendwann einmal vor einer höheren Instanz stehen werden- und vor der möchte ich sagen können- ich habe gewirtschaftet, nach den Talenten, die ich bekommen habe- so gut es mir möglich war. einen schönen Sonntag senta |
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Name: Bergdoktor1 antwortet um 30-01-2005 08:33 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach ....
Da muß ich Linda aber noch mal zur Seite stehen. Ich kann alles was sie schreibt sehr leicht nachvollziehen. Dass weltoffene, fröhliche Menschen oft gehasst werden ist für mich nichts neues, speziell auf dem Land. Das konservative Bild der Bäuerin zeigt doch eine arbeitende Frau mit Schürze und Gummistiefeln, die sich um Stall und Haus und die Kindererziehung zu kümmern hat. Am Sonntag darf sie sich aber schon mal schön anziehen, wenns in die Kirche geht. Die "Herren" dieser Frauen halten sich gerne an Stammtischen oder anderen Lokalen auf. Ich hab das jetzt bewußt etwas übertrieben, es ist aber Tatsache, dass auch heute noch diese Vostellung von einer Bäuerin herrscht, besonders in der älteren Generation. Und es wird diese verbitterten armen 'Frauen vereinzelt wohl auch heute noch geben. Ich wüßte nicht warum man ihr nicht glauben sollte, dass sie von anderen Frauen oft gehasst wird. Der Grund dieses Hasses wird vermutlich darin liegen, dass diese Frauen insgeheim selber so selbstbewußt und aufgeschlossen sein möchten wie Linda. Ich lese ihre "philosophischen" Einträge jedenfalls gerne. L.G. der Doc. |
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Name: Senta antwortet um 30-01-2005 09:38 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo Bergdoktor, wo lebst Du denn? Ich kann schauen wohin ich will, die schürzentragenden und gummistiefelnden Frauen finde ich eigentlich nirgends. Die heutige Berufskleidung der Bäuerinnen sind Jeans, Overalls- und sich um die Erziehung des Nachwuchses und um den Haushalt zu kümmern- hat sicher nichts mit Rückständigkeit zu tun. Wann werden diese blöden und altmodischen Bilder endlich verschwinden, die den Frauen auf den Höfen so eine Altbackenheit zuweisen. Und wenn eine Bäuerin auch in der Schürze und Gummistiefeln arbeitet, auch in ihr schlägt ein Herz und sie ist mit reichlich Gehirn ausgestattet. Das in einem Bauern- und Bäuerinnenforum noch solche Vorurteile herrschen, das wundert mich jetzt wirklich. Ich dachte, drartiges wäre jetzt mal schon lange in die Mülleimer gewandert. Und warum sollen nicht auch ganz normale Bäuerinnen sich über Philosphie, über andere Geisteswissenschaften Gedanken machen,glaubst du, dass der Horizont einer Bäuerin nur vom Misthaufen bis zum Misthaufen reicht?????? Mir gefällt die Lebensregel der Beneditkiner sehr gut- ora et labora, Hand, Herz und Geist - was will man mehr. senta |
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Name: Bergdoktor1 antwortet um 30-01-2005 14:45 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... An Senta, Da hast du mich wohl völlig falsch verstanden, ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen dass es leider noch viele Leute gibt die sich Bäuerinnen so vorstellen wie oben beschrieben. Und für diese ewig-gestrigen ist es ein Problem, wenn Bäuerinnen plötzlich in Jeans daherkommen und sich sowohl äusserlich als auch innerlich nicht mehr von anderen modernen Frauen unterscheiden. Und es herrschen nicht nur in diesem Forum, sondern in der ganzen Gesellschaft leider noch immer solche Vorurteile. Dass du mir unterstellst solche zu haben, erstaunt mich doch sehr. Hab ich mit einem Wort erwähnt dass Haushalt und Kindererziehung Rückständigkeit bedeuetet? Meine Frau trägt übrigens hauptsächlich mit einem Gehalt aus einem Nebenerwerb dazu bei, dass wir auf einem der steilsten Bergbauernhöfe Tirols und damit wohl Österreichs "überleben". Da sie immer schic gekleidet ist, wird hintenrum ganz schön getratscht. Sie hilft mit ihren 14 Monatsgehältern dem Hof mehr, als wenn sie sich körperlich bei Arbeiten abrackert, die für eine Frau nicht geeignet sind. In den Stoßzeiten nehmen wir halt dann unter anderem auch den Maschienenring und die Hilfe Verwandter, natürlich gegen Bezahlung, in Anspruch. Ich muss sagen wir fahren nicht schlecht damit. Das wichtigste ist der Zusammenhalt in der Familie und natürlich Gesundheit. Ich versteh also wirklich nicht was diese gereizte Reaktion von dir zu bedeuten hat. Es ist leider traurige Wahrheit dass es noch genug Leutete gibt, die sich bei einer Bäuerin das oben beschriebene Bild vorstellen. Und leider gibt es auch noch immer genug Männer, insbesondere Bauern, die ihre Frauen unterdrücken, oder bist du anderer Meinung? Du schreibst: "Und warum sollen nicht auch ganz normale Bäuerinnen sich über Philosphie, über andere Geisteswissenschaften Gedanken machen,glaubst du, dass der Horizont einer Bäuerin nur vom Misthaufen bis zum Misthaufen reicht??????" Liebe Senta, natürlich glaube ich nicht dass der Horizont einer Bäuerin nur von Misthaufen zu Misthaufen reicht. Und ich begrüße es wenn Frauen philosophieren, was ich oben wohl deutlich zum Ausdruck gebracht habe. Mir kommt ernsthaft der Verdacht dass du mir aus einem bestimmten Grund, vielleicht ist es der Inhalt von Einträgen die schon länger zurückliegen, nicht gerade freundlich gesinnt bist. Da es ein Verdacht ist, geh ich aber nicht näher darauf ein, eine andere Erklärung fällt mir dazu leider nicht ein. Ausser ich hab mich ganz einfach nur unglücklich ausgedrückt, sodass du mich falsch verstanden hast, dann möchte ich mich dafür entschuldigen. L.G. der Doc. |
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Name: helmar antwortet um 30-01-2005 15:22 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... >Mit Vorurteilen und ähnlichen Dingen lebe ich seit 30 Jahren ganz gut, ärgere mich manchmal, wunder mich oft, und amüsiere mich gar nicht so selten drüber. Nun, wie die meisten Forumsbesucher mitbekommen haben wurde ich wegen meines Namenzeichens für ein Mandl gehalten, und hab mich köstlich drüber amüsiert als mir ein anderer Forumsteilnehmer, mit welchem ich über seine Mailadresse Kontakt aufgenommen habe , geschildert hat wie er sich mich vorgestellt hat. Als Mann, und dann ich mich dann als "Weibl", als das ich mich sehr wohlfühe, bei ihm via Mail "geoutet" habe....... Nun, ich habe u.a. vor etwas über 20 Jahren die LWFacharbeiter und dann auch die LW-Meisterprüfung abgelegt. Nur Gehilfin in der ländlichen Hauswirtschaft, so wie es sich für ein rechtschaffenes Bauerntöchterl gehörte, bin ich nie geworden........und fragt nicht, wie übel das mir von der zuständigen Kammerlehrerin, den meisten Bäuerinnenvertreterinnen und manchen Männlein genommen worden ist. Meine Mutter freute sich und war stolz, mein eigener Vater hat nicht mal gratuliert. Welche mich nicht wollten habe ich wo das möglich war, gemieden, und wer mit mir konnte, der konnte und kann sich auch mich verlassen. Man lernt viel in solchen Zeiten, und das ist nicht schlecht. Manchmal erwische ich mich selber auch dass ich Vorbehalte gegen etwas habe und versuche dann draufzukommen ob diese zu recht bestehen oder nicht. ......Und mit einigen im Forum habe ich Kontakt auch außerhalb desselben, und mein Respekt vor diesen Leuten ist sehr groß. Man wird halt ins Leben ungefragt hineingestellt, und um manche Dinge kommt keiner von uns herum, aber es liegt schon sehr viel an uns was wir aus unserem Leben machen. Ich meine aber dass ein Mensch der mit sich selber klar kommt auch mit seiner Umgebung im großen und ganzen klarkommt und abei kein Duckmäuser, egel ob männlich oder weiblich, zu sein braucht, solange sich alle an einge Spielregeln halten. ......und an erster Stelle sollte da schon die Toleranz stehen.... bin mal wieder zu lang geworden, helmar |
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Name: Bergdoktor1 antwortet um 31-01-2005 07:41 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... Liebe Hel mar, Ja, ja, das mit der Toleranz ist so eine Sache, Einige sind reichlich damit ausgestattet, anderen hingegen würde es gut tun, wenn sie mehr davon hätten. Aber so ist das halt. Sind meine letzten mails bei dir angekommen? L.G. der Doc. |
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Name: helmar antwortet um 31-01-2005 08:00 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... >Leider nein, lieber Doc! Schick dir meine Adresse nocheinmal, pfüat di! helmar |
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Name: kst antwortet um 31-01-2005 12:48 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo Nemesis! Vielleicht ist bei euch der Sprachgebrauch, die Bedeutung von Worten anders. Wenn bei uns jemand sagt: " Es macht mich glücklich, dass es Menschen wie dich gibt - noch dazu: Frau", dann bedeutet dies bei uns soviel wie: " es freut sich Jemand, über das Wesen, die Geschicklichkeit, über den Charakter, über das Wissen das ein Mensch hat, aber wenn dieser Mensch S O G AR eine Frau ist, dann ist das ja noch bedeutungsvoller, weil man einer Frau das ja gar nicht zutraut. Das Wort sogar ist es, das ich falsch am Platz finde, wenn man sagt, S O G A R eine Frau, ist imstande jemanden (in diesem Fall warst es du) glücklich zu machen, dann drückt das doch aus, dass man diese Eigenschaft einer Frau im Allgemeinen nicht zutraut. Und wenn dann noch dazu gesagt wird, man ist es gewohnt von Frauen "gehasst" zu werden, auch wenn du es, Nemensis abschwächst und meinst, das Wort gehasst wurde plakativ gemeint, dann bleibt es doch im Raum stehen, dass du der Meinung bist: Frauen hassen Frauen und du unterstreichst diese Meinung noch mit dem Wort.....nona.Und deine anschließenden *ggg* kann man deuten wie man will. Und nochwas, weil du meinst ich solle besser lesen, ich habe nie behauptet, dass du den Ausdruck diskriminieren gebraucht hast, den habe ich verwendet. Aber bei den langen Beiträgen, kann man schon mal etwas übersehen. mfg. kst |
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Name: kst antwortet um 31-01-2005 14:36 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo nemesis! Habe was vergessen! Du gibst mir den Rat ich soll das Buch : "Anleitung zum Unglücklichsein", lesen, ( dass es leicht zum lesen sei, war eine besonders tolerante Bemerkung von dir, vielleicht machtest du bei anderen Frauen auch immer so abfällige Nebenbemerkungen??), aber wenn ich es als Faktum ansehen würde, dass ich von anderen gehasst werde, würde ich es auch nötig haben, dieses leicht lesbare Buch zu lesen. mfg. kst |
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Name: lehrerfranz antwortet um 31-01-2005 17:34 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Ich finde es wichtig, dass sich die Menschen Gedanken über das Leben, über die Zukunft, über die Landwirtschaft usw. machen. Doch ich muss auch gestehen, ich habe den Faden bei dieser Diskussion verloren. Mit der Stadtpflanze "kann ich noch mit". Beim Bild der heutigen Landwirtin oder Bäuerin verstehe ich die Beiträge schon nicht mehr, denn wie überall, gibt es solche und andere. Wenn dann noch die Bergwelt und die Ansichten von Sepp Holzer gepriesen werden, so frage ich mich, wo bleibt bei der Betrachtung seiner Bergwelt die Achtung vor dem Menschen (wie spricht Sepp Holzer von seinen Mitmenschen, die die Behörden sind). Wie geht dieser Sepp Holzer mit Mitmenschen um? Mit welcher Gewalt wurde die Natur auf seinem Berg verändert? Ich ersuche euch eure Ansichten nochmals zusammenzufassen, damit sie auch für mich verständlich sind. Danke euer lehrerfranz |
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Name: Moarpeda antwortet um 31-01-2005 23:38 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach ....
@ Nemesis Entweder hab ich meine rosarote Brille auf oder ich darf dir zu dieser friedlichen Diskussion gratulieren. Sollten denn sogar die ganzen harten Burschen(und Mädels) anfangen zu akzeptieren, dass am Anfang die Träume stehen und man solche haben darf? Dreihundert Leute auf dieser Erde haben gleich viel Geld als die restlichen Milliarden, aber haben sie auch den Frieden des Herzens? – siehe auch NT - Matt.16/26 @ Lehrerfranz Also - Gewalt kann ich beim Sepp Holzer beim Umgang mit der Natur nicht finden andererseits bei Kulturwüsten schon (äh – weiß schon, es geht halt nicht anders - heutzutage) Beim Umgang mit den Behörden schon gar nicht, wenn diese ihrerseits nicht als Mitmenschen agieren oder kein Verständnis für Zusammenhänge in der Natur haben. |
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Name: biolix antwortet um 01-02-2005 08:20 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo lehrer franz ! der Holzer sepp hat einmal der natur geholfen und die Fichtenmonokulturen geschlägert und terassen angelegt und nun schließt sich seit jehrzehnten der kreislauf.. wäre froh wir würden das überall schaffen.. und sind die Behörden Menschen..oder politisch motivierte Beamte bzw. Organe der Bürgermeister oder Bezirkshauptmannschaften oder Lqandeshauptleute ?? ich hab da auch schon einiges erlebt .. lg biolix |
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Name: lehrerfranz antwortet um 01-02-2005 09:17 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Also ich blicke nach wie vor nicht ganz durch. Es gibt Leute mit viel Geld, welche mit weniger Geld und auch ganz arme Leute. Und Gott sei dank gibt es Leute die die Augen nicht verschließen und Ungerechtigkeiten aufzeigen. Weiters brauchen wir die Träumer und Visionäre, denn ohne sie würde sich die Welt nicht ändern. Verschließen wir aber bitte nicht die Augen vor der Realität. Die Entwicklung der Landwirtschaft ist auch durch die Ansprüche und Umfeld so geworden, wie sie ist. Ihr zeigt hier nun die Fehlentwicklungen und möglicherweise den rechten Weg auf. Und das ist gut so. Nur ob Sepp Holzer der Natur geholfen hat, bezweifle ich, denn die Fichte ist sehr wohl in dieser Höhe als (Fast)-reinkultur zu finden. Ich möchte auch die Leistungen dieses Mannes nicht schmälern. Tatsache ist, dass keiner seiner Besucher einen Beleg für den Eintritt bekommt. Wir alle besteuern unser Einkommen. Wie macht das Herr Holzer? Ich komme noch mal zurück ins forum bis bald lehrerfranz |
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Name: Senta antwortet um 01-02-2005 09:50 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo Lehrer Franz, in allen Zeitepochen, Kulturen und in allen Lebensbereichen gab es Menschen, die vielleicht anders dachten, anders handelten, als die überwiegende Mehrheit der Menschen. Nach einer Studie, die ich irgendwo gelesen habe- und ich weiß auch, dass ich sie mir aufbewahrt habe, gibt es in jeder Kultur einen kleinen Prozentsatz von Visionären, soweit ich mich noch erinnern kann, sind es um die 2 % die für ihre Visionen verspottet und verlacht wurden, teilweise haben ihnen ihre Visionen Verfolgung und andere Nachteile gebracht. Dann gibt es eine Zahl von ungefähr 4 % einer Kultur, die diese Visonen begreifen und versuchen, sie umzusetzen- sie gesellschaftsfähig zu machen, dann eine sehr grosse Mehrheit, die irgendwann auf einen Trend aufspringen, 4 % die sich ziemlich dagegen wehren und 2 % die sich damit überhaupt nicht befassen. Soweit ich den Fiskus kenne, wird er sich von Holzer mit Sicherheit seinen Obulus geholt haben. In der Natur würden niemals auf einer Fläche nur Fichten wachsen, sondern eine gesunde Mischung- in der Natur gibts keine Einheit, sondern Vielfalt. Holzers Problemösung ist sicher nicht für die gesamte Landwirtschaft passend, es muss jeder seinen Weg finden- aber die Wege, die uns von offizieller Seite vorgelegt wurden und werden sind auch manchmal etwas kritisch zu hinterfragen. Auf alle Fälle gehört zur Arbeit des Bauern und der Bäuerin noch etwas ganz wichtiges hinzu, dass in der Ausbildung leider etwas zu kurz kommt, ein Bauer braucht sehr viel Wissen, aber er braucht auch das Gespür und das GEfühl für das Leben, mit dem er tagtäglich zu tun hat. Es braucht auch unter den Bäuerinnen und Bauern noch Träumer und Visionäre, es braucht Menschen, die an eine bessere Zukunft glauben, denn sonst wären schon die meisten landw. Betriebe geschlossen. Aus der Geschichte heraus werden unsere Vorfahren auch diesen Glauben an eine bessere Zeit in sich gehabt haben- Die Gefahr, wenn man in der Materie drinnen steckt, dass man/frau betriebsblind wird, dass man vieles nicht mehr von aussen oder von oben sieht, sondern man/frau steckt mitten drinnen- drum sind ein träumende Stadtpflanzen, Visionäre, Kinder mit einem ganz anderen Blick fürs Ganze- für uns alle sehr wichtig- :-) denn sonst würde sich nichts mehr verändern. Was wir nicht brauchen sind die Dreschflegelträumer, die ihre Träume und Visionen in andere einprügeln wollen. freundl. Grüsse Senta |
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Name: lehrerfranz antwortet um 01-02-2005 10:02 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Danke für die schöne und klare Wahl deiner Worte. Du sprichst mir vom Herzen und dem ist nichts zuzuzufügen. Ich wünsche uns fürs Leben, dass wir auch auf Menschen unsersgleichen treffen, denn das gibt enorm viel Kraft. Alles Gute lehrerfranz |
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Name: steini antwortet um 01-02-2005 20:15 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Hallo NemI! Mich kennst du noch nicht, ich bin die Ehefrau von meinem "Stein-Zeitmenschen" , also die dazu passende Stein-Zeit-"Frau". [Unser Familienname ist Steiner-das sei nur nebenbei bemerkt :-) ] Obwohl es mein kst nicht nötig hat, dass ich für ihn spreche, möchte ich dir doch ein paar Informationen zukommen lassen. Vorausschicken möchte ich, dass du mir nicht mehr ganz unbekannt bist, denn kst hat mir von deinen Beiträgen erzählt und sie mir teilweise auch vorgelesen. Ich denke, er hat dich wohl einmal missverstanden (bei der Länge und bei der nicht sehr übersichtlichen Anzeige der Beiträge in diesem Forum ist das schon leicht möglich.). Ihr beide habt es geschafft, aus "nichts" - sprich aus EINEM Wort - eine tolle Diskussion zu entwickeln. Dass er zur (allerdings nur etwas) älteren Generation gehört, hast du gut erraten, allerdings klingt das - so wie du es schreibst - eher abwertend. Das ist schade, denn du willst tolerant und respektvoll jedem gegenüber sein! Ich bin 20 Jahre jünger als mein Steinzeitmensch und wohl in deiner Generation "beheimatet". Und ich kann dir versichern, er hat weder ein Problem mit starken Frauen (ich denke, ich gehöre nicht zu den ganz schwachen des "schwachen Geschlechts" :-) ), noch hat er ein Problem mit der jüngeren Generation. Auch hat er kein Problem mit Frauen, die was im Hirn haben und die sich ihrer selbst bewusst sind und sich außerdem noch selber ernähren können - ich gehöre zu diesen! Das Problem an der Diskussion zwischen dir und meinem kst ist wohl, dass jeder zwischen den Zeilen liest und viel mehr hineininterpretiert, als der Verfasser der Zeilen eigentlich meint. (Möglicherweise tue ich das auch???) All das wäre ja wirklich kein Grund mich einzumischen, aber deine Beiträge an kst sind stückweise so "von oben herab" geschrieben, dass ich dir das schon sagen möchte. Und manches klingt auch abwertend. Vielleicht interpretiere ICH jetzt etwas falsch, aber glaube mir, die ältere Generation ist nicht im Allgemeinen verzopft und unbeweglich (auch wenn du sie nach eigenen Angaben nur zu gut kennst!) und wenn du tolerant und respektvoll jedem gegenüber sein willst, dann denke nach bevor du so etwas schreibst. - Etwas, was du meinem kst ja auch rätst. kst ist ein weltoffener, an allem interessierter Mensch, der über vieles nachdenkt, gerade auch was die Landwirtschaft betrifft und der auch schon genügend Erfahrung auf sehr vielen Gebieten hat sammeln dürfen und auch müssen. Lebenserfahrung, die mit dem Alter kommt, ist nie etwas Negatives und ich denke er hat dir wohl 20 bis 30 Jahre voraus, in denen er sein Weltbild weiter entwickelt hat. Und er hat eigentlich keine Vorurteile dem anderen oder eigenen Geschlecht oder älteren oder jüngeren Menschen gegenüber. Das kommt bei dir nicht so herüber, wenn deine Beiträge lese. Damit bin ich auch schon wieder am Ende. Versuche auch weiterhin die Welt zu ändern, bleib weiterhin bei deiner Linie, die Welt braucht Leute wie dich! Aber überlege auch Du, bevor du etwas schreibst, ob es tolerant und respektvoll den anderen gegenüber ist! Damit verschwinde ich auch schon wieder aus diesem Forum. Liebe Grüße sendet dir die "Steinzeitfrau" Steini P.S.: Die "Anleitung zum Unglücklich-Sein" von Watzlawick gibt es in unsrem Haushalt in doppelter Ausführung - ich denke schon, dass mein kst da schon einmal darüber gestolpert ist :-) |
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Name: biolix antwortet um 01-02-2005 20:39 auf diesen Beitrag |
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > TOlle Abhandlungen hier ! einen tipp an lehrerfranz: bitte verlang in deinem Wirtshaus jedesmal ne rechnung ;-)) Fichtenmonokulturen findest du in sehr hohen höhen aber auch nur wenn sie von menschenhand ausgesetzt sind.. lg biolix |
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Name: Senta antwortet um 02-02-2005 08:34 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > Inzwischen sind viele Meinungen ausgetausch worden- aber sind wir wirklich weiter gekommen? Haben wir uns aufeinander zubewegt, versucht, den anderen zu verstehen, haben wir über den Text einer "Stadtpflanze" wirklich nachgedacht? Manchmal brauchts das drüber- draussen stehen- um eben etwas anders zu sehen- als wenn man mitten drinnen steht. Haben wir noch die Grösse, auch diesen Blickwinkel einmal selbst aus einer Aussensicht zu betrachten? Wo stehen wir wirklich, was ist uns wichtig- wir brauchen uns ja nicht verteidigen, sondern es ist nur manchmal einfach hilfreich, einen Blickwinkel zu verändern. In einem muss ich dieser "Stadtpflanze" recht geben- verantworten müssen wir es nicht vor den anderen, vor den Konsumenten, vor den "Stadtpflanzen", sondern vor uns selbst und vor einer ganz anderen Instanz. In vielen ähnlichen Diskussionen kommt dann oft die Frage nach der Verantwortung des anderen- die machen doch auch nichts, entscheidend ist - was kann ich machen- das andere habe ich nicht zu verantworten, nicht zu entscheiden, darüber nicht zu urteilen. Nur meinen kleinen, machbaren, möglichen Beitrag- nicht nur zu denken, sondern zu tun- nicht mehr und nicht weniger. Freundl. Grüsse senta |
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Name: kst antwortet um 02-02-2005 11:03 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Landwirte denkt mal drüber nach .... > an nemesis! Frauen sind anscheinend doch die besseren Diplomaten-- lg kst |
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Name: Else antwortet um 01-12-2007 17:50 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Landwirte denkt mal drüber nach ....
Es ist eine Wohltat, solche Beiträge zu lesen. Schade, daß ein Austausch dieser Art heute kaum noch möglich ist. Wo ist sie nur geblieben, die Menschin, welche dieses Thema gestartet hat? Nachdenkliche Grüße Else |
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Name: petermoser antwortet um 02-12-2007 17:30 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Landwirte denkt mal drüber nach .... Das ist schon bled das du jezad else heisd und nimer so wie damalsd |
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