30.000 zuviel Milchbauern in Ö

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Name: Christoph38 20-09-2009 09:26
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Habe gerade überlegt wieviele Milchbauern Österreich verträgt:

Die Milchanlieferung beträgt ca. 2,8 Mio t. Bei einem Preis von 25 ct/netto ergibt sich ein Erlös von 700 Mio €.
Ein wirtschaftlich gesunder Betrieb muss einen Umsatz von ca. € 100.000,-/Mitarbeiter erzielen, um alle Kosten zu decken und den Arbeitslohn.
Macht bei 2 Arbeitskräften € 200.000,- Einnahmen. Ich nehme an, dass davon 25% Gewinn erzielt werden.

Ich nehme an, dass 1/3 neben der Milchwirtschaft erlöst wird, ergibt € 135.000,- notwendiges Milchgeld.
Der Gesamtumsatz von 700 Mio durch € 135.000,-/Betrieb ergibt eine Zahl von ca. 5.000 Betrieben.

Da derzeit etwa 37.000 liefernde Betriebe bestehen, müssen rechnerisch beim derzeitigen Preis über 30.000 Betriebe die Milchwirtschaft einstellen.
Name: biolix antwortet um 20-09-2009 09:31 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
WIe hoch wird dann die Kuhanzahl pro Betrieb sein ?

lg biolix

Name: Fallkerbe antwortet um 20-09-2009 09:39 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Hallo,

wieviel Einnahmen man braucht hängt auch ganz entscheidend davon ab, wieviel Ausgaben man hat. Einen Euro, den ich nicht ausgebe muss ich auch nicht verdienen. Ich denke, das viele Betriebe und auch Privatpersonen viel mehr ein AUSGABENPROBLEM haben, als das es am Einkommen fehlen würde.
Es ist oftmals viel einfacher, die Ausgaben um betrag X einzukürzen, als die Einnahmen um den selben Betrag X zu erhöhen.

Ist aber auch vielfach eine Frage der Einstellung.

mfg





Name: DJ111 antwortet um 20-09-2009 10:37 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
@ Christoph:

Da du ja ein Freund von Zahlenspielereien bist:

Angenommen, der Gewinn beträgt bei den niedrigen Preisen statt der 25 % nur sagen wir 10 %.

Dann wäre die logisch Folgerung nach deinen Ausführungen, dass etwa 3000 Btriebe auch reichlich genug wären ...

Ich bin auch der Meinung, dass man Einnahmenseitig was tun muss, denn kostenseitig sind viele mir bekannte Betriebe schon ziemlich effizient unterwegs ...

... aber jeder wie er meint ...

schönen Sonntag DJ

Name: MF7600 antwortet um 20-09-2009 10:45 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
und wenn man keinen gewinn erzielt sind es 37000 zuviel oder??

Name: MF7600 antwortet um 20-09-2009 10:53 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
moment,.... wenn aber nur mehr 1-2 milcherzeuger da wären? die würden sich ihren markt selber machen, dann wär ich gespannt zu welchem preis die ihre milch abgeben würden.

Name: walterst antwortet um 20-09-2009 11:51 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Die von christoph dargelegte Zahlenspielerei wurde 1 zu 1 von der höchsten Kammerführung (Wlodkowski, Astl) bestätigt und zwar beim Gespräch der IG-Milch mit der LKÖ in Wien im September 2008.
Einen der Gesprächsteilnehmer habe ich scherzhaft gefragt: "Na was meinen die Herren denn, wieviel Milchbauern bei der Fortsetzung des aktuellen Kurses übrigbleiben - im Schnitt 3 je Gemeinde?"
Die frustrierte Antwort darauf war: Nein mit so vielen rechnen die gar nicht mehr.

Auf die Frage "Und was machen wir dagegen?" kam ein deutliches Schulterzucken von der Kammerspitze.
Ich kann dazu 4 Zeugen benennen.

Ich freue mich aber darüber, dass die Bauernführung in ihren Aussendungen immer noch 47 000 Milchbauern vertritt, obwohl es überhaupt aktuell nur mehr 37 000 gibt. Der Rest sind wohl die Besitzer der AMA-Geisterkühe.




Name: Baum5 antwortet um 20-09-2009 19:42 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Einige wachtumsfreudige Betriebe erweitern in meiner u. umliegenden Gemeinden ihren Betrieb(e) mit dem Verkauf von Bauland. Jene Betriebe, die außerhalb der Baulandsicherung sind ,haben diese Canche nicht. Werden in Zukunft nur noch Betriebe mit dem Verkauf von Baugrund wachsen können, die anderen werden Sterben?Das ist meine Frage.

Name: helmar antwortet um 20-09-2009 19:57 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Lieber Walter.........das mit dem Schulterzucken glaube ich dir.........denn sie wissen es auch nicht. 3 Milchbauern pro Gemeinde, wie ist das zu verstehen? Meinst du alle Gemeinden in Österreich oder jene Gemeinden in welchen Milchwirtschaft betrieben wird? In meinem Bezirk gibt es einige Gemeinden ohne eine einzige Milchkuh. Etliche Jahre schon.....
Mfg, helmar

Name: edde antwortet um 20-09-2009 20:14 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
@christoph

anderes rechenspiel:
die durchschnittliche österreichische milchanlieferung beträgt 56000 liter mal 25 cent ergibt 14000 euro..
wenn ich nun die angestrebte grundsicherung von etwa 750 euro mal eineinhalb am hof arbeitenden personen multipliziere bin ich mit der grundsicherung genau bei den bruttoeinnahmen aus dem milchverkauf.
die förderungen müssen halt alle kosten von svb bis futtermittel bis bauereien, maschinen abdecken, dann gehts sichs immer noch aus.

wenn nicht sollt ma uns unter die grundsicherungler mischen.

mfg

Name: joholt antwortet um 20-09-2009 20:30 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Papier ist geduldig. Es läst sich darauf rechnen wie man will es hängt nur von dem gedankengut ab der den rechenstift führt.
Mfg

Name: jopasch48 antwortet um 20-09-2009 21:59 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Hallo

Deine Rechnerei ist ein sinnloser Blödsinn,wenn die Bauern ein bisschen mehr zusammenhalten würden könnten wir uns diesen ganzen Unsinn ersparen.


mfg jopasch

Name: haapee antwortet um 20-09-2009 23:22 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
genau jopasch die bäuerlichen vertreter usw, sind heilfroh dass es wenige landwirte gibt die so rechnen wie unser "christoph38",denn wenn alle so rechnen könnten würde der grossteil schon auf und davon gelaufen sein.....
drum ist auch oberste prämisse in der vertretung ,der beratung, nur ja den bauern nicht rechnen beizubringen...
nur zum nachdenken...

mfg

Name: helmar antwortet um 21-09-2009 08:38 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Lieber Haapee..........und wenn alle Milchbauern in Österreich einmal so klug sind wie der Christoph 38 wird auch keine Milchnot in der EU ausbrechen. Denn wenn man den Meldungen glauben darf, dann werden die 2% Österreichs am Milchaufkommen in der EU locken von jenen aufgefüllt, welche nun ihre Äcker und Wiesen mit Milch "düngen", sie arbeiten doch schon drauf hin für nächstes Jahr....
Mfg, helmar

Name: dorni antwortet um 21-09-2009 11:15 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Hallo helmar

aber die Beratung auf der Kammer läuft aber leider so!!

Größer werden größer werden und noch gößer werden!!!!

mfg dorni


Name: Fallkerbe antwortet um 21-09-2009 12:27 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Zitat:
genau jopasch die bäuerlichen vertreter usw, sind heilfroh dass es wenige landwirte gibt die so rechnen wie unser "christoph38",denn wenn alle so rechnen könnten würde der grossteil schon auf und davon gelaufen sein.....
drum ist auch oberste prämisse in der vertretung ,der beratung, nur ja den bauern nicht rechnen beizubringen...
nur zum nachdenken...
Zitat ende

Trotz der beratung durch die verschiedenen Verbände und Kammern sollte es einem SELBSTÄNDIGEN LANDWIRT doch auch sebst überlassen sein, ein wenig nachzudenken / nachzurechnen. Für den Mathematikunterricht ist im wesentlichen auch nicht die Kammer zuständig. Bei denen, die in 8 oder 9 Jahren Pflichtschule die 4 Grundrechenarten nicht erlernen konnten, würde sich auch die Kammer schwer tun.

mfg

Name: Gourmet antwortet um 21-09-2009 12:45 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
@ dorni

Zu Fallkerbe möchte ich noch ergänzen: Such Dir doch andere Berater. Die gibt es! Ich war vor einigen Jahren mal auf einem Vortrag am Chiemsee von einem aus Oberösterreich stammenden Berater, der den selben Familiennamen hat wie ein führendes Mitglied einer Landesregierung in Österreich, der hat da erklärt, wie man mit weniger Milchleistung mehr Einkommen hat. Ich kann mich nicht mehr so recht erinnern, an das genaue Thema auch nicht, aber interessant war es schon.
Natürlich kann ich nicht beurteilen, ob die Low-Input-Strategie immer zum Erfolg führt, ich bezweifle es sogar sehr stark. Und vermutlich bist auch mit niedrigerer Milchleistung, besser dran, wenn Du statt 10 Kühen 100 hast. Aber die Ausrede, die Kammer berate leider so, die ist etwas billig. Solltest vielleicht doch einige Euros in die Hand nehmen und jemanden engagieren, der auf Erfolgsbasis bezahlt wird. Dann ist das Problem mit den Grundrechenarten, die Fallkerbe erwähnt hat, auch nicht so schlimm, weil das übernimmt dann eh der Berater.

Name: joholt antwortet um 21-09-2009 15:22 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
@ dorni Und wenn die von der Kammer sagen > spring in den Fluß< springst du dann auch. Es ist jdem selber überlassen was er macht und wenn er nicht so gscheit ist das beste für seinen Hof zu machen dann gehts halt so:
Mfg

Name: dorni antwortet um 21-09-2009 15:38 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Ich kann rechnen, und ich glaube ich füre meinen Betrieb ganz gut, ich wollte hier nur aufzeigen wie man auf der Kammer beratet.
Auch die beratung auf der Kammer ist nicht kostenlos, oder meint ihr die berater arbeiten dort für einen "schönen Dank"

Aber findet ihr es nicht komisch das wir uns als Produzenten die Preise von anderen vorschreiben lassen müssen.
Ist schon einzigartig auf dieser Welt, in anderen Branchen setzt der Produzent den Verkaufspfeis fest und bestimmt auch gleich wieviel der Handel verdient!!!!!

mfg dorni

Name: joholt antwortet um 21-09-2009 15:44 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
@ dorni Hast du schon einmal mit dem Handel an einem Tisch gesessen und versucht dein produkt dort zu deinem preis zu verkaufen?
Mfg

Name: dorni antwortet um 21-09-2009 15:45 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Ich kenne meine Zahlen ganz genau joholt.

wann fängst du an zu rechnen, wenn dir die Bank den Hahn zudreht!!!

mfg

Name: dorni antwortet um 21-09-2009 15:49 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
joholt

dafür haben wir die Angestellten in den Molkereien, ach hab ich vergessen die sind sich nur einig wen es darum geht gegen die Bauern vorzugehen.
Aber beim Handel lassen sie sich gegenseitig ausspielen!!!!!

oder sehe ich das Falsch!!

mfg dorni

Name: joholt antwortet um 21-09-2009 15:59 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
@ dorni Bist du so unzufrieden. Ich nicht und die Bankt dreht mir den hahn sicher nicht zu denn ich habe mit der grünen Bankt schon seit 20 jahren nichts mehr zu tun.
mfg

Name: Gourmet antwortet um 21-09-2009 18:31 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
@ dorni

Wenn Du schon fragst: Ja, ich finde das mit den Molkereiangestellten siehst Du falsch. Was können der kleine Lehrling und Putzfrau dafür, wenn wieder mal ein Auftrag verloren gegangen ist?

Niemand schreibt Dir den Preis vor.
Und ich stimme joholt zu. Falls Du schon mal etwas verkauft hast, wirst Du ja wissen, dass zu einem Verkauf auch ein Käufer gehört, der den Preis akzeptiert. Da kannst Du noch so gut von Deinen Kosten erzählen, das wird den Käufer nicht interessieren, wenn er das selbe Produkt auch woanders kaufen kann, ohne sich Deine Kostenrechnung anhören zu müssen und vielleicht sogar etwas billiger.

Aber vielleicht bist Du ja ein Verkaufstalent, das es schafft, Milchprodukte deutlich über dem Preis der Konkurrenz zu verkaufen und das auch noch in großen Mengen. So was gibt es hin und wieder! In diesem Fall solltest Du unbedingt Deine Dienste einer Molkerei Deiner Wahl anbieten! Über einen sicheren Arbeitsplatz und ein leistungsgerechtes Einkommen brauchst Du Dir dann keine Gedanken mehr machen.

Name: Christoph38 antwortet um 21-09-2009 19:23 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
@ gourmet
Ich sehe dass ähnlich wie du: Was können der kleine Lehrling und die Putzfrau oder ein Milchbauer mit 60.000kg Quote dafür, wenn bei der die Molkerei mal ein Auftrag verloren geht, weil sich der Verkauf zuwenig dahinterklemmt ?
Nicht viel meine ich.



Name: helmar antwortet um 21-09-2009 19:28 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Oder die anderen Molkereigenossen noch billiger angeboten haben......So geschehen vor ein paar Jahren, da ist die NÖM wegen eines ct rausgeflogen.
Mfg, helmar

Name: dorni antwortet um 22-09-2009 08:05 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Und genau das ist es was ich kritisiere helmar, die Molkereien unterbieten sich gegenseitig und die Bauern müssen dafür zahlen!!!

Da ihr mich oben wohl falsch verstanden habt, natülich habe ich die Verkäufer gemeint, oder sind die nicht unsere Angestellten????

mfg dorni

Name: joholt antwortet um 22-09-2009 10:08 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
dorni Aber was würdest du sagen wenn der handel sagt so und soviele 100.000 Tausende liter pro monat um diesen preis oder garnichts. den betrieben steht auch das wasser bis zum hals also versuchen sie das beste daraus zu machen und unterschreiben.
WEIL sie haben ja BAUERN die verlangen das ihre MILCH abgeholt wird .Oder hat ein Bauer in den letzten jahren gesagt wenn sie die Milch nicht verkaufen könnt brauchts die milch bei mir in diesem zeitraum auch nicht abzuhohlen.
Mfg

Name: NetworkBiomass antwortet um 22-09-2009 10:55 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö

30.000 zuviel Milchbauern in Ö

Eigentlich wollte ich mich als Nicht-Milchbauer nicht hinreißen lassen, die auf den ersten Blick provokante Überschrift zu kommentieren. Sorry – nicht geschafft, ich tu es.

Im Grunde brauchen wir wegen der Milch gar keinen Milchbauern in Österreich. Keinen einzigen. Die benötiget Milch kriegen wir problemlos woanders her – ziemlich wahrscheinlich zu vergleichsweise viel günstigeren Konditionen sogar.

Das bisschen Fläche, welche für die Fütterung der Butterhirschen benötigt wurde, lässt sich ganz sicher auch anders nutzen. Kein Problem. Die Gebäude (Stallungen, Bergehallen, Silos, etc…) sind schnell umgenutzt.

Die paar Bauernhanseln sind auch schnell umfunktioniert zu Waldarbeitern eventuell, Böschungspflegern, die ganz kräftigen vielleicht zu Securityboys irgendwo, die Weibleins sofern sie über ein gutes Mundwerk verfügen können den Dienst in einem Callcenter antreten, die weniger Gesprächigen Regale beim Schlecker oder Hofer betreuen oder so in der Art halt
Alles ganz im Sinne von Effizienz und Rationalisierung.

Und weiters eröffnen sich im Zuge dieser kleinen Umstrukturierung die wirklich ganz tollen Synergieeffekte. Ungeahntes Einsparungspotenzial, wenn man bedenkt, dass man auch kein Futtergetreide mehr braucht weils ja keine Kühe mehr gibt – also weg mit ein paar hundert Körndlbauern. Berater von diversen (Zucht-) Verbänden und sonstigen Institutionen, ein Heer an Tierärzten, brauchen wir alles nicht mehr.

Warum wir in Österreich Schweinebauern brauchen versteh ich sowie schon längst nicht - welche Daseinsberechtigung haben überhaupt die Typen die Gemüse machen oder jene, die unnötig Hühnerviecher füttern ? Weg damit – und gleich dazu die ganze Armada an zum Teil eh überfordertem Kammerpersonal, weg mit den Landmaschinenheinis, weg mit der AMA, ein paar Agrarpolitiker wären dann auch gleich mit zu entsorgen. So funktioniert Effizienz !

Ähmmm…wenn schon Effizienz – aber dann richtig ! Schau ma mal rein in die Tintenburgen, in den allermeisten Betrieben geht sicher auch noch einiges. Mach aus 3 Arbeitsplätzen 2 – das ist Effizienz ! Jederzeit und beinahe überall machbar ! Ganz toll !

Und falls die lästige Frage auftauchen sollte ob dann nicht einige MENSCHEN auf der Strecke bleiben könnten, weil sie halt ein bisschen weniger oder ein bisschen zu wenig effizient sind?
Keine Sorge – es gibt eine ganz
simple Lösung.


Name: biolix antwortet um 22-09-2009 11:04 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
ja das wäre die Lösung, danke NetworkBiomasse,auch manche hier im Forum würden so richtig aus ganzen Herzen jubeln, endlich hat sich der freie Markt durchgesetzt...

schönen tag wünscht dir biolix

Name: org antwortet um 22-09-2009 11:42 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Ja und wenn wir keine Nutztiere mehr haben, was wird dann aus den vielen Tierschützern? Kann man die nicht gewinnbringend exportieren? Sie sind bestens in ihrem Bereich ausgebildet und es wäre doch schade sie einfach so zu entsorgen! Bei dem Engagement und Potential das sie verkörpern!

Name: HPS antwortet um 22-09-2009 11:50 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
AIZ-info

Schweiz:
Branchenorganisation legt Richtpreis für Milch fest

Übermengen in Butterlagern sollen reduziert werdenBern, 21. September 2009 (aiz.info). -

Der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BO Milch) hat am Freitag wichtige Beschlüsse für den Schweizer Milchmarkt gefasst. Er hat den Richtpreis für Molkereimilch für die Periode Oktober bis Dezember 2009 bei 62 Rappen/kg (umgerechnet 41 Cent) festgelegt. Weiters hat der Vorstand beschlossen, die Überhänge bei den Butterlagern zu beseitigen und Maßnahmen zur marktgerechten Versorgung des Milchmarktes umzusetzen. Dies teilt der Landwirtschaftliche Informationsdienst in Bern mit.

Der Richtpreis für Molkereimilch für das letzte Quartal 2009 wurde vom Vorstand der BO Milch mit 62 Rappen (Basis: frei Rampe Verarbeiter, ohne MwSt.) fixiert. Damit konnte er im Vergleich zum 3. Quartal geringfügig (um 0,4 Rappen) erhöht werden. Diese Anhebung war aufgrund der etwas besseren Aussichten auf den internationalen Märkten möglich. Einen Richtpreis herauszugeben liegt gemäß Art. 8 des Schweizer Landwirtschaftsgesetzes in der Kompetenz einer Branchenorganisation. Es handelt sich allerdings um eine bloße Empfehlung. Der tatsächlich bezahlte Preis wird zwischen Verarbeitern und Produzenten ausgehandelt. Er liegt derzeit im Schnitt bei rund 60 Rappen und ist somit bei Weitem nicht kostendeckend.

Die angespannte Situation bei den Butterlagern wird bereinigt. Dazu werden die Überhänge in der Größenordnung von 3.500 t abgebaut. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf 20 Mio. Franken. Die Finanzierung soll über einen Beitrag des Bundes und der Rest je zur Hälfte über eine Abgabe der Verarbeiter auf zu Butter verarbeiteten Rahm sowie über einen Beitrag der Produzenten auf Basis der vermarkteten Milch erfolgen.

Mengenführungs-Modell soll rasch eingeführt werden

Der BO-Vorstand trat in seiner Sitzung auch für die rasche Umsetzung eines Modells zur Mengensteuerung ein, um Überhänge bei der Anlieferung in den Griff zu bekommen. Dazu soll ein dreistufiges Marktmodell mit Vertragsmilch, Börsen- und Abräumungsmilch realisiert werden. Die Vertragsmilch muss in mindestens 1-jährigen Verträgen kontraktiert werden. Bei den Preisverhandlungen wird der Richtpreis als Grundlage angewendet. Über diese Verträge wird Transparenz geschaffen. Milch, die nicht über mindestens 1-jährige Verträge gebunden ist, muss zwingend über die Milchbörse laufen. Zudem wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche das System rasch in den Details konkretisiert. Darüber hinaus hat der Vorstand beschlossen, eine Abstufung der Verkäsungszulage nach Fettgehalt zu prüfen, ebenso soll der Fettgehalt für Konsummilch von 3,5% auf 3,8% erhöht werden. Damit will man einen Beitrag zur künftigen Fettverwertung leisten. (Schluss) kam

Name: HPS antwortet um 22-09-2009 11:52 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
So schlecht ist also der Milchpreis in der Schweiz eh nicht, wenn er bei rund 60 Rappen oder 40 cent pro kg liegt.

Frage: was machen die Schweizer besser??

Name: HPS antwortet um 22-09-2009 11:57 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Ich würd den Fettgehalt von Konsummilch nicht von 3,5% auf 3,8% erhöhen sondern noch weiter gehen. Am besten gleich den natürlichen Fettgehalt nehmen.

Bei unseren Kühen liegt der Anlieferungsfettgehalt in den Wintermonaten bei über 5% mit um 4% Eiweiß. Bei solch einer Konsummilch reduziert sich der Butterberg wie von selbst....

Name: HPS antwortet um 22-09-2009 12:08 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Ach ja war a bissl a Themenverfehlung,

zum Thema: 30.000 Milbauern abbauen ist a bissl zu radikal, ABER so 50% weniger Milcherzeuger in 10 Jahren ist doch ein realistisches Ziel das wir erreichen können.

Zielwert für das Jahr 2019 15.000 Milchbauern Österreichweit. Bei einer angenommenen konstanten Anlieferung von 2,8 mio Tonnen A-Quotenmilch wären das rund 187.000 kg Quote pro Betrieb. Das ist für unsere Nebenerwerbsstruktur ein guter Durchschnittswert. Immerhin wird auch ein anständiger Einkommensteil aus Zimmervermietung, Waldwirtschaft und komunale Tätigkeiten erwirtschaftet.

diejenigen die 'nur' Milch erzeugen müssen halt a bissl mehr als der Durchschnitt produzieren. die anderen werden auch schon mit 150.000kg genug zu tun haben.

Name: Christoph38 antwortet um 22-09-2009 13:30 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
@ hps
Von einem radikalen Abbau würde ich nicht reden.
Bei mir war kürzlich der Zimmerer, kostet 37,- netto/h bzw. bei 1.500 h im Jahr ca € 55.000,-. Dazu kommt noch div. Holz, Isoliermatten etc, sodass der Geselle auf einen Jahresumsatz von etwa € 100.000,- kommt. Bei mir war Material/Arbeit etwa je 50%.
Der Zimmerer steht im freien Wettbewerb und braucht aktuell € 100.000,- um die Kosten zu decken und nicht in 10 Jahren.

Wenn man einem professionellen zeitgemässen Milcherzeuger auch diesen Wert zugesteht, kann ich darin keine Radikalität erkennen. Der braucht auch Arbeitszeit, Ställe, Maschinen, Futter etc.

Für radikal würde ich halten, wenn man meint ein Milcherzeuger müsse soviel Umsatz haben wie zB in der Autobranche üblich (etwa € 300.000,-). Schlappe 800 Betriebe mit 3 Arbeitskräften müssten dann schon relativ gut organisiert sein, dass noch jede Kuh samt Kälbchen genug Streicheleinheiten bekommt.

Name: HPS antwortet um 22-09-2009 14:43 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Natürlich sollte ein Landwirtschaftlicher Betrieb pro Jahresarbeitskraft einen Umsatz von 70.000-100.000 euro machen. Der pensionierte Arbeitsgreis wird dabei wohl nicht immer als volle Arbeitskraft geführt werden. Teilzeitbeschäftigte kann man ja auch nicht voll rechnen. somit passt die Strukturbereinigung auf die halbe Milchbauernzahl schon ganz gut. zumindest in absehbarer Zukunft, 10 Jahre?

Name: HPS antwortet um 22-09-2009 14:47 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
und Kosten werden mit Baugrundverkauf, bzw Zuerwerb gedeckt. zum Leben brauchst auch nicht viel. somit kommen die meisten damit durch.

Name: Cooky antwortet um 22-09-2009 20:35 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Hallo!
Muß mi a nach langer Zeit a wieder mal zu Wort melden da mir i die Suderei und Scheinheiligkeit mancher Milchbarone aufn Geist geht.
Sicher sind die jetzigen Milchpreise a Sauerei, ebenso ist aber bei Fleisch, Getreide, Holz usw.
I mach ca 55000 Euro Umsatz, ohne Forst und Zuerwerb und komme auch zurecht, hab aber 275 BHK-Punkte ist also nit alles eben. Bin aber nur mehr a Hobbybauer der mit seinen Mukus die Flächen für manche Zukunfstbetriebe blockiert. Welche wachsen müssen um die Kosten für Stallbau, Pacht, Maschinen usw decken zu können, aber jeder wie er möchte.
Habe auch vor noch länger so "weiterzuwurschteln", und den Nachbarn mit ihren neuen Mulis und Mähtracs neidvoll zusehen. :-)))))))))))))))))
MFG Cooky

Name: edde antwortet um 22-09-2009 21:22 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
@cooky
bist schon a komischer Vogel, du..

zerst suggerierst mit deinem fetzigen einleitungssatz eine gschmalzene abrechnung mit den milchbauern , dann sagst nur was von wachsen müssen und neuen mulis.
also wenn schon gehässigkeit, dann richtig !!

mfg

Name: NetworkBiomass antwortet um 10-10-2009 08:23 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö

so eine bodenlose Sauerei .... Frankreich behindert die freie Marktwirtschaft

Name: helmar antwortet um 10-10-2009 08:34 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
.........was soll das nun? Wenn ein paar drüber nachdenken dass es auch in anderen Branchen verzweifelte Menschen gibt, welche schlussendlich diesen Schritt tun, weil sie mit ihrer beruflichen Situation nicht mehr leben wollen, hat dieser Link wenigstens einen Sinn........aber jeder Selbstmord ist einer zuviel. Und wenn Bauern aus wirtschaftlichen Situationen heraus diesen Schritt setzen, bleibt meist eine Familie übrig, welche nicht nur den persönlichen Verlust hat, sondern das wirtschaftliche Problem dazu.
Mfg, helmar

Name: teilchen antwortet um 10-10-2009 08:48 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö

@NetworkBiomass

Ich hab diesen Artikel vorhin auch gerade gelesen - ein Wahnsinn.
In schlecht gemanagten Callcentern stehen die Mitarbeiter tatsächlich unter Dauerstress. Sie sehen ständig am Bildschirm, wieviele Anrufer noch warten, müssen aber gleichzeitig den aktuellen Anrufer freundlich und aufmerksam behandeln und nicht hetzen.
Am Ende des Monats wird geschaut, wieviele Anrufer in der Warteschleife aufgrund von zu langen Wartezeiten aufgelegt haben, und dann wird abgerechnet...

Es ist kaum zu fassen, dass sich jemand wegen der Arbeit umbringt, die Verzweiflung muss unvorstellbar groß sein.



Name: Christoph38 antwortet um 10-10-2009 09:27 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
@ networkbiomass

Die Selbstmorde bei der France Telekom, wo sich die Politik einschaltet, sind ein besonders krasses Beispiel für ein generelles Phänomen.

Die Politik schaltet sich ein wenn es um Betriebe geht, die einen klagvollen Namen und viele Mitarbeiter haben.
Die psychischen Probleme in kleinen Betrieben, die unter die Räder kommen interessieren keinen. Dies obwohl das Problem hochgerechnet auf die Beschäftigenzahl keineswegs kleiner ist. Der Betriebsinhaber im Kleinbetrieb und dessen Mitarbeiter sind marktwirtschaftliche Versager.

Dass letztendlich die psychischen Probleme und Tragödien sich immer in einer einzelnen Familie abspielen, scheint völlig unerheblich.

Name: Fallkerbe antwortet um 10-10-2009 10:40 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö

Hallo Christoph38,

Wenn man nun jedem Betrieb, der unprofitabel Arbeitet, einen Psychiater zur steite Stellt, dann sind wir dem Ziel "Vollbeschäftigung" schon ein stück näher.
Ich wunder mich immer wieder, wofür der Staat nicht noch alles zuständig sein soll.

Kleines Geheimniss am rande, Unprofitabel sind die meisten Betriebe schon Jahrzehnte lang, nur aufgrund der Förderungen haben sie es verdrängen dürfen+können. Wer die Augen nicht verschlossen hat, konnte den Abgrund schon lange sehen. Erkennt jemand paralelen zu "Augen zu und durch" ?


mfg

Name: Christoph38 antwortet um 10-10-2009 14:17 auf diesen Beitrag
30.000 zuviel Milchbauern in Ö
Vollbeschäftigung wird schwierig zu erreichen sein, da müsste man wahrscheinlich noch ein paar Psychiater-Schnellsiedekurse abhalten. ;-)

Bei den kleinen Betrieben die verrecken ohne das es einen juckt, denke ich vor allem an kleine Gewerbetreibende. Vor ca. 3 Jahren hat sich in der näheren Umgebung ein Tischler aufgehängt, Hotels werden öfter versteigert.

Alles nicht sooo spassig.

Was den Slogan "Augen zu und durch" betrifft, kann man sich dem kaum verschliessen, ist es doch die Empfehlung der eigenen Berufsvertretung.


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