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Jetzt sagt den Bauern doch endlich die Wahrheit nabend ! letzter eintrag für heute, hab grad den morgigen leitartikel der Presse gelesen, echt nett, oder fett... ;-)) ja sagen wirs ihnen doch den Mickeymouse betrieben, wer hat das doch schon mal gesagt.. ,-(( ja die Zukunft ist der Tourismus, gesunde Lebensmittel kommen von sonst woher, oder eh mit immitaten von den Nahrungsmitteldesignern aus dem labor, e viel schöner die Zukunft... ;-(( aber egal, wies kommt so kommts, is ja doch pfurz, die milch um 40 cent kann sich keienr leisten, muss sie halt 25 cent kosten... war doch schon in der LK zeitung vor 2 jahren zu lesen... also e die Wahrheit... sperrt zu oder wächst, war eh schon immer so.... hauptsach wir wissen wo das ende der Fahnenstange ist... brrr tg biolix "Die Presse" Leitartikel: Milch und Zeitungen, von Oliver Grimm Utl.: Ausgabe vom 13.07.2009 = Wien (OTS) - Zeit für eine harte Wahrheit: Das bloße Liefern von Milch zahlt sich für Österreichs Bauern nicht mehr aus. Das weiße Zeug von der Kuh teilt mit dem weißen Zeug, das Sie jetzt in Händen halten, falls Sie die "Presse" nicht im Internet lesen, erstaunlich viele Eigenschaften. Milch ist ebenso ein wertvoller Bestandteil der Ernährung (sofern man nicht an Laktose-Intoleranz leidet), wie Zeitunglesen unerlässlich für die Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen ist (so man ob der wachsenden Schrillheit der Medien nicht ebenso allergisch reagiert wie manch einer auf Milchprodukte). Milchbauern und Zeitungsjournalisten sind äußerst stolz auf ihr Gewerbe, dem sie eine identitätsstiftende Bedeutung zuschreiben, die über das bloße Liefern von Milch und Nachrichten hinausgeht; da die Pflege der schönen Almen, dort die Hege der Öffentlichkeit. Entsprechend dünnhäutig reagiert man hier wie dort auf Kritik. Gleich ist beiden Metiers auch der Druck der Skalenökonomie: Wo Förderbänder den Mist aus dem Kuhstall schaffen, die Rinder mit ausgeklügelten Diäten und medizinischer Versorgung auf optimale Milchleistung getrimmt werden und eine Wiese nie zu sehen bekommen, da ist in den Redaktionen vom multifunktionalen Reporter die Rede, der Ton, Bild und Text für mehrere Plattformen erzeugen soll, die natürlich mehrfach verwertet werden. Und noch etwas eint Milch und Zeitungen: Die Rezession legt knallhart die Schwächen ihrer Geschäftsmodelle offen. Nein, die Wirtschaftskrise ist nicht der Grund für "Bauernsterben" und "Zeitungssterben". Sie droht aber zwei Branchen über die Klippe zu schubsen, die sich zu lange vor unangenehmen Fragen gedrückt haben. Jener zum Beispiel, ob es zeitgemäß ist, die Nachrichten von gestern auf totem Holz gegen teures Geld zu transportieren, wenn immer mehr Menschen sich auf digitale Weise informieren. Die "New York Times" ist eine tolle Zeitung - davon kann sich jeder Österreicher überzeugen, der sie täglich auf seinem Smartphone in gut lesbaren Lettern auf dem Arbeitsweg liest. Und zwar gratis. Die Milchbauern, und nur um die solle es nun angesichts des heute, Montag, stattfindenden EU-Agrarministerrates in Brüssel gehen, haben ihre unangenehme Realität ebenso lang verleugnet. Sie sieht so aus: Von Milch allein kann der österreichische Milchbauer, der laut Statistik des Landwirtschaftsministeriums im Jahr 2007 durchschnittlich 14 Kühe besessen hat, nicht leben. Wenn jede dieser Kühe täglich 19 Liter Milch gibt, macht das beim aktuellen Ab-Hof-Preis von rund 25 Cent je Liter Monatseinkünfte von 1995 Euro. Da ist noch kein Futter bezahlt, kein Strom, kein Diesel für den Traktor und Steuern auch nicht. Dass man davon nicht leben kann, wissen die Milchbauern am besten. Sie ziehen daraus ihre Schlüsse. Seit Jahren schrumpft in keiner Sparte der Landwirtschaft die Zahl der Betriebe so stark wie hier. Von 2007 auf 2008 sperrten fünf Prozent der Milchbetriebe zu, rund 43.000 gibt es. Noch. Denn die Kinder der Bauern hält es nicht auf den Höfen, bei der harten Arbeit, die um fünf Uhr morgens beginnt und nach der man abends um neun Uhr todmüde ins Bett fällt. Ironischerweise verkörpert ausgerechnet Elisabeth Köstinger, die fortan die Interessen des ÖVP-Bauernbunds im Europaparlament vertreten wird, diesen Wandel perfekt. Die 30-Jährige ist seit 14 Jahren Funktionärin diverser Jungbauernlobbys, sie stammt aus einer Obst- und Viehbauernfamilie - doch ihre erste Berufserfahrung sammelte sie als Assistentin der Kärntner Gebietskrankenkasse, gefolgt von "diversen freiberuflichen Tätigkeiten im Kommunikationsbereich" und einem Publizistikstudium an der Uni Klagenfurt. So sehen Agrarlobbyisten im Jahr 2009 aus. Obwohl es also aussichtslos ist, die kleinteilige Milchwirtschaft künstlich (sprich: mit viel Steuergeld) am Leben zu erhalten, machen die Regierungen eifrig weiter. Im Entwurf des EU-Budgets 2010 sind vier Mrd. Euro für die sogenannte "Marktstützung" vorgesehen: also für den Aufkauf von Milchpulver und Butter. Dieser Posten soll gemäß dem Vorschlag der Europäischen Kommission um stolze 18,5 Prozent steigen. Die Regierungsvertreter, in Österreichs Fall Staatssekretär Reinhold Lopatka (ÖVP), die den Haushaltsentwurf der Kommission bei Forschung und Außenpolitik mit großer Geste gekürzt haben, haben diese falsche Politik durchgewinkt. Also werden täglich weiterhin sechs bis sieben Milchbauern in Österreich ihre Höfe zusperren. Und die Agrarfunktionäre werden ihnen weiterhin die harte Wahrheit vorenthalten, dass man als kleiner Landwirt mit Feriengästen und hochwertigen Lebensmitteln gutes Geld verdienen kann. Aber nicht mit dem Liefern von Milch. Rückfragehinweis: Die Presse chefvomdienst@diepresse.com *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0053 2009-07-12/18:22 121822 Jul 09
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