Tagebuch
E-Mail an User
|
Flächenkompostierung - Erfahrungen? Es gibt auch andere Meinungen: " Die organische Decke darf nicht zur Oberflächenverdichtung führen, und sie darf auch nicht zu anaeroben Vorgängen, zu Fäulnis und Gärung führen. Man kann demnach als Bodendecke kein Material gebrauchen, das mechanisch abdichtet (Laub, Folien), und man darf die Decke nicht so dick anlegen, dass sie eine Art von Eigenkommpostierung durchmachen kann und Nester von Fäulnis und Gärung zu bilden vermag. Dadurch werden nicht nur pathologische Verhältnisse der Garung produziert, sondern es wird auch die übermäßig starke Entwicklung gewisser Bodentiere (Schnecken) gefördert. ... ... Das Anbringen einer organischen "Nährdecke" ist nicht identisch mit dem althergebrachten Begriff des "Mulchens"; beim Mulchen stellt man die physikalische Wirkung der Bodenbedeckung in den Vordergrund, eine Wirkung, die man folgerichtig auch mit anorganischen Materialien nachzuahmen versucht hat (Kunststofffolie oder org. Materialien, die keine eigentliche Bodennahrung darstellen wie Stroh, Holzwolle, Sägemehl, Torf, Laub usw.) .... .... Kein organischer Dünger darf länger lagern als unbedingt erforderlich. Die Kompostierung, auch in idealer Form, muss vermieden werden, wo immer es geht, und das Material der "Flächenkompostierung" zugeführt werden. ... Der Humusbauer und -gärtner muss versuchen, jeden Dünger sobald als möglich an den Boden zu bringen und darf ihn nicht einarbeiten." aus: Bodenfruchtbarkeit - Eine Studie biologischen Denkens von: Dr. Hans Peter Rusch Verlag: OLV ISBN:3-922201-45-8
|