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Neues Holzernteverfahren??? Hallo zusammen! Zur Info für alle Diskussionsteilnehmer und Forst-Profis: Ich war bei der Erstellung der Reportage über den mobilen Forstkran am Montag in Himmelberg dabei und habe das Begleitvideo dazu gedreht, welches heute auf landwirt.com online gestellt wurde. In dem Forstkran Video kann sich jeder noch mal ein objektives Bild von dem Gerät machen... Bewegte Bilder sagen mehr als tausend Worte! Weil die Diskussion hier langsam in eine falsche Richtung läuft, möchte ich kurz ein paar Dinge klar stellen: Die Gerätekombination war niemals als Ersatz für einen Harvester gedacht. Klar, dass man damit auch nicht die Leistungen einer Spezialmaschine (z. B. Harvester) erreichen kann. Viel mehr soll der Kran die Aufgaben einer Seilwinde übernehmen bzw. ergänzen. Für die Zukunft ist ohnehin der Anbau einer Seilwinde an den Kranwagen vorgesehen, um das Einsatzspektrum zu erweitern. Was den Stammdurchmesser betrifft: Der maximale Stammdurchmesser für den Prozessorkopf liegt bei 35 - 40 cm. Das Gerät ist für Erst- und Zweitdurchforstungen gedacht, nicht für Endnutzungen. Im Bericht steht das auch so geschrieben. Vielleicht kann jemand was mit dem Wort "Schwachholzernte" anfangen??? Bei Tropper kommt es auch überhaupt nicht auf große Stammdurchmesser an. Dafür war die Maschine nie vorgesehen. Das Verfahren ist meiner Ansicht nach durchaus neu. Wer kennt einen Forstkran, der sich in wenigen Minuten an fast jeden Standardschlepper in der 150 PS Klasse anbauen lässt und noch dazu mit verschiedenen weiteren Anbaugeräten (z. B. Prozessorkopf, Zugmaul, Seilwinde...) kombinieren lässt? Mir ist so eine Technik nicht bekannt. Ich lasse mich aber trotzdem gerne eines besseren belehren. Durch die Kombination mit einem Standardschlepper ergibt sich der bereits genannte Vorteil, dass der Traktor für landwirtschaftliche oder kommunale Einsätze voll nutzbar bleibt. Diese Möglichkeit habe ich bei einer Spezialmaschine nicht. Ein angehängter Rückewagen mit "abgebauten Rungen" hat nichts mit diesem Fahrzeug zu tun, weil sich damit nicht annähernd die selbe Wendigkeit und Standsicherheit erreichen lässt. Die Entastung auf einer ebenen Fläche bringt nicht nur Nachteile mit sich. Hat schon mal jemand daran gedacht, dass man auch die Äste energetisch nutzen könnte? Forst-Dienstleister Tropper macht das so: Die Äste werden auf einem Haufen gesammelt und später zu Hackschnitzeln verarbeitet. Vor allem bei Laubholz ist das interessant, weil da schon anständige Mengen zusammen kommen. Es wurde auch die Frage gestellt, warum kein Prozessorkopf direkt am Kran montiert wurde. Hierzu möchte ich die Gegenfrage stellen, warum es dann reinrassige Rückeschlepper vom Kaliber eines Pfanzelt PM-Trc, Steyr CVT-Trc oder Werner WF-Trac gibt. Die kommen alle ohne einen Prozessorkopf am Kran aus und sind trotzdem absolute Profi-Maschinen von spezialisierten Forsttechnik-Herstellern. Der Forstkran von Klemens Tropper ist zum Rücken gedacht und soll keinen Harvester ersetzen. Will man das Holz dann doch weiter aufarbeiten, dann bietet das Gerät die Flexibilität, einen Prozessorkopf anzubauen. Was will man also mehr? Wer an der Professionalität der Konstruktion zweifelt, der sollte sich zuerst vor Ort ein Bild von der Arbeitsqualität und der Leistungsfähigkeit machen. Ich war positiv davon überrascht. Die Professionalität einer Technik lässt sich meiner Meinung auch nicht pauschal an bestimmten technischen Eckdaten festmachen, sondern muss individuell in Zusammenhang mit dem Einsatzspektrum des Anwenders bewertet werden. Klemens Tropper wollte sich mit der Konstruktion die Waldarbeit erleichtern, die er früher nur mit der Seilwinde bestritten hat. Mit seinem fahrbaren Kran erreicht er jetzt die doppelte bis dreifache Leistung wie früher mit der Seilwinde... und das mit deutlich mehr Arbeitskomfort und Arbeitssicherheit. Wenn gerade keine Waldarbeit ansteht, nutzt er seinen Traktor auch für kommunale Arbeiten und erreicht so über das Jahr weit über 1.000 Betriebsstunden. Die Auslastung ist also sichergestellt. Vielleicht sieht da die Wirtschaftlichkeit doch nicht ganz so schlecht aus, wie hier manche Leute befürchten. Somit richtet sich dieser fahrbare Kran in erster Linie an Forstunternehmer und Landwirte mit Waldbesitz, bei denen ohnehin schon ein Traktor in der entsprechenden Gewichtsklasse vorhanden ist. Nicht mehr und nicht weniger. Wer das Gerät als Ersatz für einen Harvester betrachtet, die Absichten des Konstrukteurs nicht richtig verstanden. Hier gehts zum Forstkranvideo Ich wünsche euch viel Spaß beim Anschauen des Videos und eine niveauvolle, fachliche Diskussion! Viele Grüße, Christian Leitner (Videoredaktion)
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