Milchlieferverweigerung

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Name: luidschi 02-03-2009 08:27 nach oben
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Milchlieferverweigerung
ich fordere Alle Milchbauern auf die Neu zugeteilte Quote N I C H T zuliefern.Weniger ist mehr

Name: palme antwortet um 02-03-2009 08:37 auf diesen Beitrag nach oben

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Dein Ratschlag währe nicht schlecht, aber erzähl das einmal denen in Schleswig - Holstein,
weil wenn diese folgendes durchziehen, na dann......

http://www.agrarheute.com/milch_und_rind/milchproduktion/schleswig-holstein%3A_bis_zu_1%2C5_mrd__kg_mehr_milch_bis_2020_.html?redid=290470

mfg, ein sehr nachdenklicher palme



Name: johndeere antwortet um 02-03-2009 08:41 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo luidschi !

Grundgedanklich sehr richtig, jedoch forderst Du Etwas, und bleibst anonym.
Da ist wohl jegliche Glaubwürdigkeit von vorne herein nicht gegeben, daß Du dies auch selber einhältst.
Ich nehme an, Du "forderst" als Betroffener.

Gruß Sepp

Name: Fendtfan antwortet um 02-03-2009 09:25 auf diesen Beitrag nach oben
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palme

Warum immer über die Grenze schauen, fangen wir endlich bei uns selber an und gehen mit guten Beispiel voran,nur so kann man etwas bewirken und ist auch glaubwürdig.
Waren die Vorschläge von BDM und IG Milch doch nicht so schlecht das sie uns immer gesagt haben, Richtmengen einhalten, Saldierung aussetzen dann kann man auch die Milch bündeln, marktgerecht produzieren,dann passt der Preis.
Aber solange die die verantwortlich für den Milchpreissturz ( Überlieferer ) nicht zur Verantwortung gezogen werden ist alles für die Katz.
Vorschlag:Die Unterlieferer müssen unbedingt auf die Miolkereien massiven Druck ausüben das die Milch der Überlieferer nicht mehr übernommen wird.
Man hätte zwei fliegen auf einen Schlag ;
der Milchpreis würde sofort steigen und die gekündigten Lieferanten, für die ja letztendlich die Überliefer verantwortlich sind. könnten sofort wieder in die Lieferverträge einsteigen.
Im übrigen habe kein Erbarmen wenn für die Überlieferer wenn sie für die Übermilch nichts mehr bekommen.
Aber die Interessenvertretung will das so, weil man hört von denen nichts mehr.

Name: JAR_313 antwortet um 02-03-2009 09:43 auf diesen Beitrag nach oben

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hallo palme,

auf jeden Fall sieht man wieder mal ganz deutlich wo die ganze Aufzeichnungspflicht (wenn auch mehr oder weniger freiwillig für Förderungen) hinführt.

-> zuerst Datenbank aufbauen und dann bestmögliche Steuerung durch übergeordnete Instanzen.

mfg josef

Name: jacky65 antwortet um 02-03-2009 10:06 auf diesen Beitrag nach oben

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@luidschi
der ansatz wäre nicht verkehrt, aber den musst du in ganz Europa ansetzen.
Vergiss nicht, dass wir in Ö nur 2,5% der EU-Milch produzieren. Ich hoffe, du kannst dir ausrechnen was -3% von 2,5% der Gesamtanlieferung bewirken. Kannst Du das???

Das positive Beispiel wird die Nordländer nicht beeindrucken, leider.

@palme
der artikel hat mich auch geschockt, aber es ist mir bewusst, dass andere länder (bei guten preisen) schneller als wir mehr reserven mobilisieren werden, aber auch in ö werden gewaltige reserven mobilisiert werden und das wird immer auf den preis drücken, und so werden immer mehr m-erzeuger die stalltüre zusperren.

die einzige hoffnung habe ich darin, dass man (wer??) sich eine vernünftige nachfolgestruktur nach der quote aufbaut, vielleicht ist die mengensteuerung der europäischen landwirte eine möglichkeit. allerdings viel vertrauen habe ich nicht darin, da es immer welche geben wird, die andere mit billigeren preisen aus dem (vermeintlich gut bezahlten??) Markt verdrängen wollen (freie marktwirtschaft) und da gibts halt keine unterschiede ob firmen, konzerne, molkereien, bauern, arbeiter, ...


@fendtfan
Wir sind in Ö nicht mehr abgeschottet, das erkennst Du daran, dass österreichische Molkereien massiv mit Billigimporten von z. B. Gouda aus Norddeutschland zugestellt nach Wien um €2,20 unter Druck gesetzt wird.
Glaubst Du, dass ein Pizzagrosserzeuger dann noch österreichischen Käse verwenden wird???

auch Du setzt mit deinem fendt die österreichischen traktorerzeuger (sofern man noch von ö sprechen kann) unter druck

Name: walterst antwortet um 02-03-2009 11:27 auf diesen Beitrag nach oben
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Die Interessensvertretung steht eindeutig auf der Seite der starken Überlieferer.
Das Aussetzen der Saldierung und das Parken der Quotenaufstockung in der nationalen Reserve wurde von der Kammer im Herbst mit dem Argument abgelehnt, dass dies für die Betriebe, die mehr als 40% überliefern zum Problem wird.
Diese "zukunftsorientierten" Betriebe haben Priorität.

Walter

Name: Kathi antwortet um 02-03-2009 12:21 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo

machen wir doch wiedermal einen Blick über die Grenzen und shcauen uns die Situation in England an.

Es wird massiv die Quote unterliefert, als Dank bekommen die Bauern einen noch niedrigeren Milchpreis.

lg
Kathi

Name: HPS antwortet um 02-03-2009 14:19 auf diesen Beitrag nach oben
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Die Quote zu Unterliefern ist ein Wahnsinn der von keinem Bauern verlangt werden kann. Welche Auswirkungen hätte eine veringerte Quote??? wirklich gravierende Änderungen können nicht wirklich daraus folgen. der Milchpreis wird sich trotzdem kaum verändern.

Der selbstversorgungsgrsd Österreichs mit Milchprodukten im Jahre 2007:

Rahm 101%
Butter 77%!!! und trotzdem ist der Preis nicht zufriedenstellend???? wieso??? wieviel müsste man unterliefern damit der Butterpreis nach oben geht, kann mir das einer sagen??? kann es nicht sein, dass wir die Butter immer noch um unter 1 euro bekommen wenn die österreichische Milcherzeugung halbiert würde?? sozusagen ein selbstversorgungsgrad von 38-39% hätten??
Käse 96% nicht einmal beim Käse sind wir Selbstversorger,

einzig die Konsummilch mit einem Selbstversorgungsgrad von 148% Spiegelt Österreichs Position als 'Exportland' wieder. Ein kaum veredeltes Produkt??

Es gibt doch überall strukturelle Bereinigungen, nicht nur bei den Milcherzeugern.

Die schlechteren produzieren unproduktiv, fürs breite Mittelfeld ists zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Die 'guten' können immer überleben wenn sie wollen. Zum Jammern gibts noch genug Zeit wenns gegen Sommer geht. Wenns wirklich gegen 25 cent geht hören sicher einige auf, vor ein paar Jahren sagte man ja, dass sich der Erzeugerpreis auf dem Niveau bewegen wird.

Name: HPS antwortet um 02-03-2009 14:33 auf diesen Beitrag nach oben
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Österreich ist eingezwängt zwischen zwei Staaten die mehr erzeugen möchten wenn sie dürften: Deutschland und Italien.

Ach ja Österreich, wegen der vielen Überlieferung:

im Jannuar wurde um 0,7% weniger Milch angeliefert als im Vorjahr und das bei niedrigerem Fettgehalt!!
In den ersten zehn Februartagen sogar um 3,3% weniger als im Vorjahr. so viel ich weiß geht der Auszahlungspreis trotzdem überall hinunter. erklärt mir mal warum das so ist?? reit es wenn wir um 10% weniger erzeugen??

Und das Wichtigste: wie sieht die ganze Sache aus wenn die Wirtschaft jemals wieder zum Laufen anfängt. gibts dann immer noch zu viel Milch?? Kann man dann den Markt in einem ausreichenden Ausmaß bedienen ohne Marktanteile zu verlieren?? lassen wir doch ganz einfach die ostdeutschen unsere Milch erzeugen!! auch aus Ungarn könnte man Milch sicher zu günstigen Konditionen bekommen, wenn man langfristige Liefervereinbarungen trifft.

Bei der Eierzeugung setzt Österreich ja auch inzwischen auf ausländische Qualität, wenns aus günstige (Käfig) - Qualität ankommt.

Name: hippy antwortet um 02-03-2009 16:26 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo luidschi
Das finde ich als völligen Schwachsinn,da würden sich nur die großen überlieferer freuen,ich finde jeder sollte seine Qoute völlig ausliefern,hab auch ,dafür hier i m Forum einen "Aufruf" gemacht,denn ich kenne welche die ihre Qouten auf extremste überliefern,und das sind die,die den Milchpreis kapputt machen finde ich ,drum fordere ich alle unterlieferer auf die Qoute auszunützen damit die ü-lieferer eine anständige S-abgabe zu zahlen haben.

Name: palme antwortet um 03-03-2009 21:21 auf diesen Beitrag nach oben

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Also als Schwachsinn würde ich die Meinung von luidschi nicht bezeichnen, er hat ja geschrieben : "ALLE Milchbauern" . Aber das ist halt das Problem, würden ALLE Milchbauern an einem "Strang" ziehen, währe alles um vieles leichter.


Name: helmar antwortet um 04-03-2009 08:06 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich würd es so sagen, der Luidschi hat es erkannt, aber die meisten noch immer nicht.....
Mfg, helmar

Name: helmar antwortet um 04-03-2009 08:23 auf diesen Beitrag nach oben

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Nicht nur der Tranport, lieber Tiroler.........aber auch, denn vom Festland kommen ja jede Menge Milchprodukte rüber, und die meisten unserer Molkereien würden wohl ohne die Möglichkeit des Exportes noch etliche Lieferanten mehr kündigen(müssen). Solang EU und weltweit mehr Milch da ist als benötigt, wird sich nichts ändern, auch wenn einzelne oder einzelne Länder bremsen....
Mfg, helmar

Name: Muuh antwortet um 04-03-2009 08:46 auf diesen Beitrag nach oben

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>im Jannuar wurde um 0,7% weniger Milch angeliefert als im Vorjahr und das bei niedrigerem Fettgehalt!!
In den ersten zehn Februartagen sogar um 3,3% weniger als im Vorjahr. so viel ich weiß geht der Auszahlungspreis trotzdem überall hinunter. erklärt mir mal warum das so ist?? reit es wenn wir um 10% weniger erzeugen??<

Dann muss man aber auch dazuergänzen, dass in den Monaten davor Überlieferungen mit bis zu 3,5% stattgefunden haben. Jetzt zu ermuntern, wir sind eh weit darunter, ....

In Summe wurde 1% MEHR Milch angeliefert, d.h. 5% bzw. 2 Cent Milchpreisverfall. Und das Ganze zusätzlich bei geringerem Absatz.




Name: Muuh antwortet um 04-03-2009 08:56 auf diesen Beitrag nach oben

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> ...und die meisten unserer Molkereien würden wohl ohne die Möglichkeit des Exportes noch etliche Lieferanten mehr kündigen(müssen).<

...und was wäre, wenn man diese Übermengen gar nicht produzieren würde?
...die man dann zu Weltmarktpreisen unterbringen muss?

Name: Noe antwortet um 04-03-2009 10:55 auf diesen Beitrag nach oben
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Ich glaube unsere Molkereien haben keine Lieferanten gekündigt, sondern Liefergemeinschaften die nach Deutschland geliefert haben sind gekündigt worden. Wir haben aus Solidarität mit den deutschen Bauern gestreikt. Der Dank dafür schaut jetzt anders aus.

Name: jacky65 antwortet um 04-03-2009 12:27 auf diesen Beitrag nach oben

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palme schreibt
Also als Schwachsinn würde ich die Meinung von luidschi nicht bezeichnen, er hat ja geschrieben : "ALLE Milchbauern" . Aber das ist halt das Problem, würden ALLE Milchbauern an einem "Strang" ziehen, währe alles um vieles leichter.

Wenn er mit alle Milchbauer ALLE EUROPÄISCHEN MILCHBAUERN meint, dann hat er recht!!

Aber es ziehen ja jetzt auch alle an einem Strang (wir machen alle das gleiche, Milch pproduzieren), nur ziehen wir in unterschiedliche Richtungen.

Die der Marktlage angepasste Milchquote wäre schon eine gute Einführung, überzeugen wir doch unsere Interessensvertretung davon, vielleicht lässt sich wie bei der gentechabstimmung eine Mahrheit finden.
Kämpfen wir ALLE dafür, die einen anständigen Milchpreis wollen!! wenn wir auch möglicherweise schon in Ö an den BB-Funktionären scheitern.

Einer der früher am freiwilligen Lieferverzicht mitgemacht hat, später jede Quotenerhöhung mitgenommen hat, (meist mit leichter Überleiferung) aber auch sofort bereit wäre, bei einer europäischen Quotenreduktion mitzumachen.
Nur eine freiwillige Reduktion ist zum Scheitern verurteilt.



Name: palme antwortet um 04-03-2009 23:42 auf diesen Beitrag nach oben

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Ja jacky65, so ist es, deine Meinung :

"aber auch sofort bereit wäre, bei einer europäischen Quotenreduktion mitzumachen".

Ich kann dazu nur sagen, ich währe da auch dabei, aber wie ich es in meinem ersten Eintrag geschrieben habe an luidschi :

Dein Ratschlag währe nicht schlecht, aber erzähl das einmal denen in Schleswig - Holstein,
weil wenn diese folgendes durchziehen, na dann......

und das ist das Problem, denn wenn es nicht Europaweit zum Umdenken kommt, und alle nur denken auf mich kommt es nicht an, der andere soll mit der Produktion ein wenig herunterfahren, ich glaube da wird es einmal ein böses "Erwachen" geben.

Ist halt meine Meinung, werden sehen wie alles noch kommt .

Mfg, palme




Name: helmar antwortet um 05-03-2009 08:56 auf diesen Beitrag nach oben

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Ein Umdenken wird erst dann kommen, wenn entweder Soja und Co. einmal nicht mehr zu haben oder derart teuer sind, dass man sich das schlicht nicht mehr kaufen kann. Wenn jede Kuh grad mal ein Kalb hat, usw. Wenn Getreide zur Nahrung und Energieerzeugung verwendet wird uvm.......das wird wohl noch ein Zeitl dauern bis es soweit ist.
Mfg, helmar

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