Zur Diskussion: "artgerechte Milchviehhaltung"

Antworten: 38
Name: Kathi 31-01-2009 15:04 nach oben

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Hallo

hab ich in einem anderen Forum gefunden - dies zur Vorstellung der Kunden von wie die Bauern doch richtig Landwirtschaft spielen sollen:

_______________________________________________________________________

Ich sagte, dass Kälber, die aus der Milchviehhaltung hervorgehen und von der Mutter getrennt werden, weil die ja zum Melken gehalten wird, meinen Vorstellungen von artgerechter Tierhaltung nicht entsprechen. Und dass ich sie deshalb nicht kaufe, auch wenn ich durch das Verzehren von Milch und Milchprodukten an der von mir kritisierten Kälberhaltung "teilhabe". Daraufhin warf ich die Frage auf, ob es den keine Alternativen in der Milchproduktion gäbe.
Von meinen Diskussionspartnern scheint keiner eine zu kennen. Aber zum Glück gibt es noch mehr Fachleute.

Ich zitiere: Kälberaufzucht in der modernen Milchviehhaltung:
Das Ermöglichen von Mutter Mutter-Kind Kind-Verhalten verbessert das Produkt Produktionssystem und die Ökonomie
J. Langhout, J.-P. Wagenaar1
(Übersetzung: S. Mergili, Freiland-Verband)

"In der modernen Milchviehhaltung wird frisch geborenen Kälbern in der Regel Milch aus Eimern verabreicht. Der Kontakt zwischen Kuh und Kalb ist auf ein Minimum reduziert und es bleibt kein Platz für das Ausführen von Mutter-Kind-Verhalten. Lang akzeptierte Haltungs- und Melkkonzepte stellen oft ein Hindernis für das Abwenden von der künstlichen Aufzucht dar. (!!!!!!) Vorstellungen bezüglich Hygiene und Tiergesundheit sind eine weitere Barriere auf dem Weg zu alternativen Aufzuchtsystemen. Nur wenige Tierhalter wissen über natürlichere Aufzuchtmethoden, mütterliche Verhaltensweisen und die Wichtigkeit der Bindung zwischen Kuh und Kalb Bescheid (!!!!!!). Die Vorteile einer Kälberaufzucht mit Kontakt zur Mutter, wie höheres Zuwachspotential, effizientere Kolostrumaufnahme, Verwertung von Milch, die andernfalls entsorgt werden müsste und vermehrte Aktivität von Kuh und Kalb werden oft unterschätzt.
In einer Pilotstudie untersuchte das Louis Bolk Institut zwischen Ende 2002 und Anfang 2005 die Potentiale von Systemen, in denen Milchkühe ihre Kälber selber aufziehen. In der Evaluierung wurden die Praktikabilität des Systems, die Gewichtsentwicklung, der Milchkonsum und das Absetzen der Kälber berücksichtigt

(...)

Aufzuchtmethoden mit Kuh Kuh-Kalb Kalb-Kontakt
Im Fall der Kälberaufzucht auf Milchviehbetrieben können zumindest 3 verschiedene Säugemethoden unterschieden werden:
„Single Suckling“ während der Kolostrumperiode
Das Kalb saugt bei einer Kuh, normalerweise seiner Mutter. Diese Methode wird während der ersten Periode nach der Geburt angewandt, solange die Kuh Kolostralmilch produziert. In dieser Kolostrumperiode (definiert als die ersten 3 Tage nach der Geburt) werden Mutter und Kalb für etwa 3 Tage getrennt von der Herde gehalten. Die Kuh wird nur dann mechanisch gemolken, wenn dies für die Eutergesundheit notwendig ist, oder das Kalb durch zusätzliche Milchgaben unterstützt werden muss.
Nach dieser Periode gibt es zwei Möglichkeiten:

„Single Suckling“ mit zusätzlichem Melken Nach der Kolostrumperiode wird das Kalb gemeinsam mit seiner Mutter in die Herde integriert. Der Milchkonsum des Kalbes ist ad libitum, die Kuh wird zusätzlich zweimal täglich gemolken.

„Multiple Suckling“ ohne zusätzliches Melken
Das Kalb trinkt, gemeinsam mit 1 bis 3 anderen Kälbern, bei einer Ammenkuh. Die Ammenkuh ist getrennt von der Herde untergebracht. Die Anzahl der saugenden Kälber beschränkt in diesem System die Milchaufnahme des einzelnen Kalbs. Die Ammenkuh wird nicht gemolken." (...)

Zu finden unter anderem auf www.kalbundkuh.de

Ich denke das genügt um zu belegen, dass meine Vorstellungen von artgerechter Kälberhaltung auch in der Milchviehhaltung weit mehr sind als die realitätsfremde Illusion einer naiven Tierliebhaberin.
Diese und ähnliche Studien weisen einen Weg. Ich behaupte nicht, dass man schon am Ziel angekommen ist. Aber das geht auch nur, wenn man sich auf den Weg macht.

"Bauern sind immer wieder mit kritischen Konsumenten konfrontiert, die nicht glücklich mit der Tatsache sind, dass Kälber in den ersten Lebenstagen von ihren Müttern getrennt werden. Ein Bauer aus unserer Studie sagte dazu:
„Tatsächlich können wir nicht erklären, warum wir die Kälber von ihren Müttern trennen. Es macht Sinn, die Trennung von Kuh und Kalb unter den Gesichtspunkten der Tiergerechtheit und Natürlichkeit, aber auch der Tiergesundheit neu zu überdenken“. Aus einer Erhebung zur Kälberaufzucht auf konventionellen und biologischen Betrieben geht eine starke Präferenz von Biobauern für das natürliche Säugen als Aufzuchtmethode
hervor (Leij v. d., 2004)."

und das hier stammt aus www.kuhundkalb.de. Dort wird ein alternative Milchkuhhaltung durchführender Landwirt u.a. nach seiner Motivation befragt:

"Es wurde von einer Arbeitserleichterung durch Wegfallen des Mistens, Tränkens und Milch- Aufwärmen gesprochen, außerdem möchte man hier dem Kalb gerecht werden, indem man ihm die Möglichkeit gibt, seine Saugreflex auszuleben. Auf diesem Betrieb wurden die Tiergesundheit und das allgemeine Wohlbefinden de Kälber als Motivationsgrund noch vor
der Arbeitswirtschaftlichkeit genannt. Der Landwirt ging davon aus, das der Mehrverbrauch an Milch durch die Kälber sich durch bessere Zunahmen und Gesundheit der Kälber, di Arbeitsersparnis und eine Mehrproduktion an Milch wieder ausgleiche, war sich aber nicht sicher in diese Aussage. Der Betriebsleiter fügte hinzu, dass ihm das möglichst naturnahe Aufwachsen der Tiere wichtiger se als die seiner Meinung nach vernachlässigbaren finanziellen Verluste, die durch das System entstehen."

__________________________________________________________________

Ich bin schon gespannt auf die verschiedenen und unterschiedlichen Reaktionen **gg***

lg
Kathi


Name: Kathi antwortet um 31-01-2009 15:06 auf diesen Beitrag nach oben

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... ist ein bisserle lang geworden ....

Sorry

Kathi

Name: Christoph38 antwortet um 31-01-2009 16:29 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich glaube man sollte den Wünschen der kritischen Konsumenten offen begegnen.
Doch vorab wäre eine Kaution für die Mehrkosten zu hinterlegen.

Eine andere Schiene wäre einen Schaustall mit Kühen und Kälbchen für die Vorführungen zu errichten, in Verbindung mit einer grossindustrielle Kunstmilcherzeugung damit der Preis trotzdem konkurrenzfähig gestaltet werden kann. Das ganze natürlich juristisch bestens abgesichert, dass niemand eine Zusage ableiten kann, dass die gezeigte Landidylle sich tatsächlich im Packerl befindet.

Name: hoizknecht antwortet um 31-01-2009 17:11 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich möcht gern erklärt bekommen wie sie sich das vorstellen. Muku-Haltung recht und schön, aber wer produziert dann die Milch? Ist die dann Made in China und mit Melamin gestreckt?
Ich finde es immer wieder aufheiternd und gleichzeitig furchtbar wie sich manche Konsumenten die Milcherzeugung vorstellen und wünschen.

mfg hoizknecht

Name: Kathi antwortet um 31-01-2009 17:32 auf diesen Beitrag nach oben

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Hi

eben - teilen !
so nach dem Motto 3 Zitzen für die Melkmaschine, 1 für das Kalb (oder wars umgekehrt ???)

Ich hab eine zeitlang mitdiskutiert, hab jetzt aufgegeben ....

lg

Kathi

Name: biolix antwortet um 31-01-2009 17:36 auf diesen Beitrag nach oben
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Aber kathi des mit dem Milchaustauscher is jo auch a käse... inkl. das Kalb das nie die Mutter zu gesicht bekommt...
man sollte dann einfach zur wahrheit stehen...

lg biolix

Name: Stallwilli antwortet um 31-01-2009 18:26 auf diesen Beitrag nach oben
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hallo kathi,

hab in deinen Profil gelesen, ihr habt einen Milchviehbetrieb...

wie händelt ihr das ganze....

lg

willi

Name: Kathi antwortet um 31-01-2009 18:28 auf diesen Beitrag nach oben

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Mein lieber Biolix

Milchaustauscher ist doch auch nicht Standart - weil ich bin ja nicht so blöd und zahl Überlieferungsmilch und dann zusätzlich noch den Milchaustauscher.

24 Stunden Kuh und Kalb beisammen, dann 5 Tage bekommt das Kalb die Milch von der Mama im Fopperkübel und dann die Milch von irgendeiner Kuh.

Aber so ein herumscheissen - lieber Biolix - das machen nichtmal die Bio´s ...

lg

Kathi

Name: patrick_1608 antwortet um 31-01-2009 19:04 auf diesen Beitrag nach oben

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wie soll das mit der ammenkuh funktionieren? die glauben ja nicht das die irgendein kalb saugen läßt!?!?
wenn wäre es ja sogar eine arbeitserleichterung: eine kuh mit schlechterer milch wird als ammenkuh genommen und man spart sich das melken derselben bzw das füttern der kälber. funktioniert aber auch nur wenn die kälber ungefähr gleich alt sind, also nur in einen gößeren betrieb....
mfg

Name: walterst antwortet um 31-01-2009 19:09 auf diesen Beitrag nach oben
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@christoph38
Genau so gehört es gemacht, wie Du das vorschlägst.

Name: Christoph38 antwortet um 31-01-2009 19:35 auf diesen Beitrag nach oben

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@ walterst
Um der Wahrheit die Ehre zu geben, das Grundkonzept stammt nicht von mir. Ich habe nur das "Hühnermodell" adaptiert.

5 glückliche Werbehühner gackern über Bergbauernwiesen, die Klarahenne ist eine besonders Freche erzählt der Bauern lächelnd und wie sie ihm fast in Sense gelaufen wäre, damals ... Das alles zum sensationell günstigen Preis, dank "moderner" Arbeitsweise am Hühnerhof in Hinterungarn (nicht mehr im Bild)

Name: walterst antwortet um 31-01-2009 19:39 auf diesen Beitrag nach oben
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Der Zufall hat es gewollt, dass mir vor wenigen Minuten ein Kollege den "Romantik-Schafstall" von den Reitbauers am steirischen Pogusch beschrieben hat. Günstig gebaut um etwa 700 000€......

Walter

Name: walterst antwortet um 31-01-2009 19:50 auf diesen Beitrag nach oben
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Romantikstall fürs Steirereck

Kann sein, dass der Link für nicht eingeloggte nicht funktioniert.

1300  m² Schindeldach
Ein Schafstall als Produktionsstätte und Attraktion
Unter dem Motto „Romantik-Zimmer für Schafe“ entsteht in der Gemeinde St. Lorenzen ein Schaustall für 300 Schafe. 1300 m² Schindeln und Uso-Fiume-Fassade sorgen für Bauernidylle am Pogusch.

Terler und Reitbauer © DI Christoph Pfemetergrößer „Ich wollte alles aus Holz“, sagte Heinz Reitbauer, Besitzer des Wirtshauses Steirereck am Pogusch (Gemeinde St. Lorenzen). „Der alte Stall ist uns zu klein geworden, und nach Paula und Emma hatten wir genug Holz im eigenen Wald liegen. Also war der Zeitpunkt für den Neubau gekommen. Das Gebäude sollte im steirischen Baustil ausgeführt werden und zu den anderen Wirtschaftsgebäuden passen. Da auch die meisten anderen Gebäude mit Holzschindeln gedeckt sind, fiel auch hier die Wahl auf ein Schindeldach“, erzählte Reitbauer. Mit der Bauausführung beauftragte man Holzbaumeister Terler, St. Marein im Mürztal. „Wir haben gemeinsam schon viele Projekte realisiert und sind von der professionellen Arbeit begeistert“, lobte Reitbauer die Zusammenarbeit.

Schindeln aus Kanada

Terler Schindel © DI Christoph Pfemetergrößer Von steirischer bis sibirischer Lärche reichten die Angebote für die Schindeln. Durchgesetzt hat sich aber ein Offert aus Kanada. „Ein wenig schlechtes Gewissen war schon dabei, kein heimisches Holz zu verwenden. Der Kostenvorteil durch den starken Euro im April und Mai war aber überwältigend und führte zur Entscheidung. Da ansonsten Holz aus dem eigenen Betrieb verwendet wird und Firmen in der Region engagiert wurden, können wir die Entscheidung vertreten“, begründet Reitbauer. „Die Schindeln sind aus Zedernholz, auf der bewitterten Seite gehackt und der unbewitterten Seite so geschnitten, dass sie von 1 cm Höhe auf 2 mm spitz zulaufen. Sie lassen sich gut bearbeiten und werden dreilagig eingedeckt,“ informierte Johannes Terler, Geschäftsführer von Holzbau Terler. Für die Schneefänger wurden geschälte Lärchenrundlinge verwendet.

Romantikzimmer

Terler Stall © DI Christoph Pfemetergrößer Der Schafstall soll neben dem landwirtschaftlichen Betrieb auch als Schaustall geführt werden. So prangt ein großes Schild mit der Aufschrift „Romantik-Zimmer für Schafe“ unter dem First des Gebäudes. Im Steirereck wird Erlebnisgastronomie geboten, daher ist es für Reitbauer selbstverständlich, auch die landwirtschaftliche Produktion ins Gastronomieerlebnis mit einzubeziehen. „Der Stall wird mit Schlacht- und Reiferaum ausgestattet und ist nach modernen Erkenntnissen der Landwirtschaft ausgeführt. Mit dem produzierten Fleisch versorgen wir unsere Gastronomiebetriebe“, schwärmte Reitbauer.

150 m3 Konstruktion – 1300 m2 Schindeldach

DI Christoph Pfemetergrößer „Das Gebäude ist eine Mischung aus Ständerbauweise und klassischer Stallkonstruktion. Die 150 m3 des Tragwerks liegen auf Punktfundamenten auf. Eine Besonderheit ist die Uso Fiume-Fassade, im Lohnschnitt vom Sägewerk Zechner aus Deutschfeistritz hergestellt. Sie soll dem Stall einen rustikalen Charakter verleihen“, berichtete Terler. Mit 28 mal 47 m Grundrissfläche zähle der Romantikstall zu den größten Projekten, die in der Firmengeschichte umgesetzt wurden. Einzigartig sei zudem das 1300 m2 große Schindeldach.

Name: muk antwortet um 31-01-2009 20:06 auf diesen Beitrag nach oben
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das wären gute vorschläge für die övp - dem schüssl und ein bundestierschuntzgesetz, natürlich mit gummistiefelprobe und minutengenauer aufzeichnung der mutter kind kontakte - ein eigenes aufzeichnungsblatt . . . . ,.

Name: Christoph38 antwortet um 31-01-2009 20:31 auf diesen Beitrag nach oben

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Ob der Reitbauer beim selbsterzeugten Fleisch auch so vorgeht, wie beim Holz aus dem eigenen Wald und den Schindeln, fragt sich Christoph?

PS: Ich vermisse in dieser Samstagabenddiskussion "echte Tierschützer", die zB einen "Kuh/Kalb Pass" anregen. Kann vielleicht wer diese Rolle übernehmen ?

Name: walterst antwortet um 31-01-2009 22:40 auf diesen Beitrag nach oben
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@christoph:
Für die zum Kuh-Kalb-Pass gehörige verpflichtende Trächtigkeitsgymnastik hätte ich schon was. Habe zu Weihnachten einen Kuh-Joga-Kalender bekommen. Der würde da genau dazupassen.

WAlter

Name: biolix antwortet um 01-02-2009 08:32 auf diesen Beitrag nach oben
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morgen kathi !

dann passts eh kathi, wenn du das ehrlich erklärst wie es abläuft... aber bei uns war das wie ich am hof gekommen bin ganz normal das kalb wurd von der mutter 20 minuten abgeschleckt, dann weg in die Kälberbox, Biestmilch 3-4 tage und dann ab gehts mit Milchaustauscher, aber eh mit dem teureren ohne tierische Fette ;-(

lg biolix und schönen sonntag, aber man sollte uach die respektieren die keine Milch mehr trinken weil sie eben z.b. auch dem Kalb ein "anderes" LEben vegönnen würden, z.b bei seiner Mutter.....

Name: naturbauer antwortet um 01-02-2009 10:41 auf diesen Beitrag nach oben

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Oh mei Biolix, du träumst mal wieder. Wäre mir ja wurscht, aber leider bringst du unsereinen wie mich, besonders meinen Nachfolger in Not, dass nur weil viele Leute sich deine Wichtigtuerei lieber reinziehen als die Wirklichkeit.
Is so lieber Lixl.

Name: biolix antwortet um 01-02-2009 11:15 auf diesen Beitrag nach oben
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wo ist die wichtigtuerei ?
schreib ich wo wieder die Unwahrheit ?
was ist dein Problem für deinen nachfolger ? Ehrlich zu sein ? zu erklären seinen KonsumentenInnen wie das abläuft mit den Kälbern ?
ich hab die letzten tage viel mit Biomilch DV gesprochen, die müssen jetzt die Impfung erklären, sonst erklären sie sicher auch gerne die Geschichte das man pro jahr ein Kalb braucht sonst gibts keine Milch, und eben auch was man seiner Kuh bzw. seinem kalb "zumutet" nach der geburt und während ihres Lebens auch im Biostall , was ist das Problem ?

lg biolix

Name: Kathi antwortet um 01-02-2009 11:24 auf diesen Beitrag nach oben

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Hi

geh - jetzt hab ich einen langen Beitrag geschrieben und fuutsch ist er ....

also nochmal:

die Grundsatzdiskussion hat mit Kalbfleischproduktion begonnen und als ich geschildert habe wie wir das so machen, hat diejenige Person mir nicht artgerechte Tierhaltung und kranke Tiere vorgeworfen. Weil einzig alleine die Muku-Haltung ist richtig.

So - ich hab dann gefragt, ob er/sie Milch trinkt - seitdem haben wir diese Diskussion siehe oben.

lg
Kathi

ach ja und dir lieber Biolix will ich ja nicht auf dein Alter herumreiten, aber du wirst auch wissen, dass du kein Jungspund mehr bist und was in den 70er und 80er auf den Höfen üblich war, ist heute ganz was anderes


Name: biolix antwortet um 01-02-2009 12:21 auf diesen Beitrag nach oben
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jo passt schon, also keine Kälberstarter mehr und kein wegnehmen nach der Geburt ?
hast du Proszentzahlen wie viele noch doch das so machen ?
ich werde mich auch mal umhören weils mich jetzt noch mehr interessiert ;-)

lg biolix

Name: Kathi antwortet um 01-02-2009 12:48 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo Biolix

Milchaustauscher - das ist verschieden - bei den meisten, die mit Überlieferung zu kämpfen haben rechnet sich´s nicht.

und im Zeitalter der Abkalbebox, lässt man normal Kuh & Kalb 1 Tag beisammen - unser Nachbar hätts mal probiert mit länger, da war die Trennungsgschicht dann doch mühsam

aber so Milch mit Kalb teilen wie sich derjenige sich vorstellt - Biolix, das machen nicht mal die Demeter Bio´s.

lg
Kathl


Name: Christoph38 antwortet um 01-02-2009 13:05 auf diesen Beitrag nach oben

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An sich ist die Überschrift "artgerechte Milchviehhaltung" ein Widerspruch in sich.

Wer die Kuh/Kälbchen Idylle predigt, für den führt in letzter Konsequenz kein Weg daran vorbei, den Milchkonsum aufzugeben. Jeder Milchverbrauch schränkt den Milchverzehr durch das Kalb ein.
Milchviehhaltung, also Viehhaltung um Milch zu erzeugen, kann gar nicht artgerecht sein, wenn man artgerecht über das saugende Kalb definiert.

Name: naturbauer antwortet um 01-02-2009 13:16 auf diesen Beitrag nach oben

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Lixl, hab keine Lust wieder von vorne anzufangen. Haben wir beide schon vor 6 Jahren gemacht.



Name: edde antwortet um 01-02-2009 13:23 auf diesen Beitrag nach oben
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wenn sich dieses gedankengut in allen bereichen durchsetzen würde, hätten die firmen HIPP, ALETE und co wenig freude.
die leben nämlich auch von nicht artgerechter babyernährung.
mfg

Name: gg1 antwortet um 01-02-2009 15:06 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo !

Da frag ich mich wirklich was Artgerechte Tierhaltung ist. Einen Trennungsschmerz wirds immer geben. Wenn bei der Mukuhaltung die Kälber nach 8 Monaten von der Mutter getrennt werden kanns auch ein paar Tage ein Gebrülle von der Kuh und Kalb geben.
Artgerecht ist für mich ein Laufstall mit Auslauf und Weidegang im Sommer.
Die Leute die sich darüber aufregen haben meist überhaupt keine Ahnung von der Landwirtschaft únd vielleicht auch noch ihre Hunde und Katzen in einer kleinen Wohnung halten.

Georg

Name: helmar antwortet um 01-02-2009 15:55 auf diesen Beitrag nach oben

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In den Anfangszeiten meiner Laufstallhaltung wollte ich es auch den Kühen gut tun und hab die Kälber 3,4 Tage bei ihnen gelassen, aber das habe ich nach ein paar nervenaufreibenden Aktionen für alle Beteiligten wieder bleiben lassem.........Denn wenn man nach 3 Tagen das Kalb wegsperrt, gibt Kälbergeplärre und Kuhgebrüll, Milchaufziehen der Kuh, Nuckelverweigern der Kälber, Stress für alle daran Beteiligten........Jetzt wird das Kalb nach der Geburt weggenommen, Kuh bekommt lauwarmes Wasser, Trockenschnitzel und Heu, wird händisch von 2 l Biestmilch befreit, welche das Kalb sofort bekommt, und alle kriegen ihre Streicheleinheiten......und es herrscht Ruhe und schont die Nerven für alle Beteiligten, denn mir haben die Kühe auch leid getan. Milchaustauscher habe ich schon vor meiner Biozeit nicht verwendet, und tu es auch heute nicht, Kälberstarter gibts am Anfang, wird aber nach und nach mit Milchviehfutter genfrei! ersetzt......
Aber ehrlich, was will man sich denn von so manchen Leuten erwarten? man braucht sich nur die Unterhaltung von Kindern in Büchern und Fernsehen anschauen.....da machts gar nichts wenn Held A Held B die Rübe abhaut..........Hauptsach die Tiere werden vermenschlicht und das Kindchenschema strapaziert....................nicht nur im Zeichentrick......gibts da net a so a goscherts Ferkl und an leicht süsslichen (Bio?) Bauern in der Werbung?
Mfg, helmar................welche sich immer öfter fragt wie weit man die Leut verblöden kann......

Name: DJ111 antwortet um 01-02-2009 16:01 auf diesen Beitrag nach oben

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@ helmar:

Deinem Artikel ist nichts hinzuzufügen, genau meine Meinung

Gruß DJ

Name: Kathi antwortet um 01-02-2009 16:05 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo Helmar

du sagst es - aber wie "erklär ichs meinem Kind" ??? ***gggg**** denn der/die ist fix auf seiner Meinung eingefahren und verkündet seine Weisheit schon das ganze WE und ich will nicht mehr diskutieren

Wir haben die Kälber 1 Tag bei der Kuh - das geht ganz gut, geplärre gibts selten - manchmal hab ich eher das Gefühl, dass Muttern froh ist, Ruhe von dem Gschrobb zu haben ....

lg
Kathi

Name: helmar antwortet um 01-02-2009 16:08 auf diesen Beitrag nach oben

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Liebe Kathi.......schick meinen Eintrag dorthin...
Mfg, helmar

Name: naturbauer antwortet um 01-02-2009 19:04 auf diesen Beitrag nach oben

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Ja Helmar dein 2. Absatz beinhaltet DASS Problem. Bei diesem Problem so scheint mir immer wieder wirkt auch unser Biolix gerne zu Gunsten der Verdeppung der Menschheit mit.

Name: biolix antwortet um 01-02-2009 19:25 auf diesen Beitrag nach oben
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Lieber naturbauer !

wo , wann und wie trag ich zur "Verdeppung" bei ?

alles ist bestens, red ma nur net drüber wies wirklich ist, oder erklären wir auch wie wir machen, ich glaub Biobauern und BiobäuerInnen stehen zu zweiteren ;-)))
Denn wer den Dialog scheut, hat auf Dauer schon verloren bin ich der Meinung...
weiters hat sich die LW bzw. die BäuerInnen udn Bauern eh schon Jahrzehnte genug von Ihren KonsumentenInnen entfernt...

Also werde morgen die zahlen erheben wie viel Kälberstarter noch immer in Ö verkauft werden... die andere Geschichte kenn ich sogar ganz genau,wenn man das Kalb zu lange bei der Kuh lässt gibts dann oft einen ganzen Tag eine "blärrarei"...
alle das kann man erklären... nur wie gesagt, wer das einem Kalb ersparen will trinkt vielleicht gleich keien Milch mehr... bzw. wer den Tod einem tier ersparen will ist kein fleisch mehr etc. etc. , ich bin für mündige und denkende menschen, udn hab für mcih den entschluß gefasst, das ich trotzdem noch fleisch esse udn milch trinke ;-))

lg biolix

Name: Kathi antwortet um 01-02-2009 19:33 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo Jungs

ähm - ich will mich ja nicht einmischen, aber es ging bei der Diskussion gar nicht um den Milchaustauscher, sondern um die Kombination von Muku und Miku haltung !!

lg
Kathi

Name: walterst antwortet um 01-02-2009 19:43 auf diesen Beitrag nach oben
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@kathi

Wenn man sich dazu bekennt, Milch für die menschliche Ernährung bereitzustellen, dann gibt es nur eines:

Der Betreuer/Melker der Rinder wird für die Kuh zum Ersatz des Kalbes und für das Kalb der Ersatz der Mutter. Das ganze Drumherum kann man möglichst artgerecht gestalten. Das Prinzip, bei der Gewinnung der Milch an die Stelle des Kalbes zu treten, wird man aber nicht aufgeben können.

Zu vermitteln, dass Kühe mit der Situation ganz gut leben können, sollte uns eigentlich gelingen. (Kühe lassen sich doch gerne melken, oder?)

Für die Kälber kann man die Situation sicher dort und da verbessern. Dass gerade der Umgang mit Kälbern und der Mutterersatz einen großen Teil der Freude am Beruf ausmacht, (so sehe ich das zumindest), kann glaube ich auch in der Argumentation verwendet werden.

Ein System, in dem der Milchbauer/bäuerin und die Kuh jeweils nur die Rolle eines Teilzeitkalbes oder der Teilzeitmutter spielt, wird sich nicht verwirklichen lassen.
(Müsste man sich durchrechnen. Milchvermarktung in Flacons?)

Walter

Name: helmar antwortet um 01-02-2009 20:19 auf diesen Beitrag nach oben

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100% Zustimmung, lieber Walter!
Mfg, helmar

Name: Christoph38 antwortet um 01-02-2009 20:29 auf diesen Beitrag nach oben

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Du bist aber nicht krank helmar, dass man sich Sorgen machen muss? :-)

Name: Kathi antwortet um 01-02-2009 20:44 auf diesen Beitrag nach oben

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***ggg+****

hab ich mir auch gedacht - Helmar und Walter einer Meinung - da hat ja der ganze Sch*** was gebracht

ach Biolix - ist mir gerade eingefallen - die Verkaufszahlen alleine sagen nicht viel, kann mich erinnnern, damals im LH waren die Hauptabnehmer von Milchaustauscher die Stiermäster, wenn sie kleine Jungs eingestellt haben

lg
Kathi

Name: helmar antwortet um 01-02-2009 20:49 auf diesen Beitrag nach oben

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Wo er recht hat, hat er recht.....
Mfg, helmar

Name: Christoph38 antwortet um 01-02-2009 20:59 auf diesen Beitrag nach oben

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Ja klar hat er recht, aber wenigstens einen kleinen Seitenhieb oder zumindest eine verschwommene Formulierung hätte ich schon erwartet, von dir. 93% Zustimmung hätte ja auch gereicht. :-)

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