Tagebuch
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Dürfen Jäger alles? Hallo kokosbussy, Es tut mir sehr leid was da mit eurem Hund passiert ist. Ich hab es selbst schon einmal miterlebt, was es heißt einen Hund der dir ans Herz gewachsen ist, zu verlieren. Ich hab laut geweint damals. Der Hund hat gewildert und es blieb nichts anderes übrig als ihn erschießen zu lassen. Ich machte den Fehler dabei zu sein und den Blick mit dem mich das Tier angesehen hat, werde ich nie mehr vergessen. Wir haben seit zehn Jahren wieder einen Hund, der dieses Laster zum Glück nicht hat.Leider gibt es auch Hunde, die wildern und da müssen die Jäger dann zu Recht etwas dagegen unternehmen. Alle Jäger dermaßen niederzumachen, wie es in einigen Einträgen geschieht, geht dann doch etwas zu weit. Ich kenne auch Jäger, die nehmen ihren Beruf sehr ernst, was heißt dass die Hege und Pflege bei ihnen im Vordergrund steht. Diese schießwütigen Gesellen, wie es in deinem Fall offensichtlich einer war, werden doch hoffentlich die Ausnahme sein. Ich selber verstehe sowieso nicht wie es einem Freude bereiten kann, ein Tier zu töten. Auch bei uns gibt es Jagden und ich hab schon mehrmals mitbekommen, wie sogenannte Jagdgäste zum Wild gefahren und wenn es sein muß getragen werden. Nach erfolgreichem Schuß aus dem sündteuren Hochpräzisionsgewehr darf der Pirschführer dann das erlegte Wild zum Auto schleppen, wo dann ein Foto von der Heldentat gemacht wird, womit der Gast zu Hause richtig angeben kann. Selber könnten manche dieser "Jäger" nicht ein paar Schritte in unwegsamen Gelände tun, ohne auf den Rücken zu fallen und wie ein Käfer hilflos liegen zu bleiben. Das mag übertrieben klingen, hab es aber selber schon erlebt. Der "Käfer" wog aber mindestens 150 kg. Und obwohl diese Herrschaften sehr viel Geld in die Landwirtschaft einfließen lassen, widerstrebt es mir immer wieder aufs Neue, vor allem wenn, wie meistens der Fall, das "Weidmanns-heil" im nächsten Gasthaus feucht- fröhlich grölend gefeiert werden muß. Diese Art von Jägern verabscheue ich. Im vorderen Zillertal gabs vor etlichen Jahren einen ähnlichen Fall, wo der Hundebesitzer geklagt hat. Der Staatsanwalt erhob zwar Anklage, herausgekommen ist nicht viel, außer dass ein paar Rechtsanwälte wieder reicher geworden sind. Das ist zumindest mein Wissensstand. Wenn dich das Risiko Geld zu verlieren nicht schreckt, würde ich auf alle Fälle klagen, vieleicht überlegt es sich der Nächste, gleich draufloszuballern, wenn sich etwa bewegt. Davor würde ich mich aber bei meinem Rechtsanwalt informieren, wie die Chanchen stehen. M.f.G. der Doc
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