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Warum Schuhe für 300 Euro ein Schnäppchen sind
Gute Schuhe: Für viele deutsche Männer immer noch ein großes Fragezeichen. In einem Land ohne Schuhkultur trägt man lieber Billigtreter aus Fernost oder formlose Hightech-"Innovationen". Dabei sind ein Paar rahmengenähte Herrenschuhe aus dem Fachgeschäft bei genauer Betrachtung günstiger, als man denkt. Warum sollte ich mir teure Schuhe kaufen, wenn es doch auch günstig geht? Diese Frage stellen sich offensichtlich die meisten deutschen Männer. Denn wirft man einmal einen Blick nach unten, bietet sich im Allgemeinen ein beklagenswertes Bild. Und obwohl der Schuh das älteste – und von zwei Dritteln der Männer täglich bis zu 14 Stunden strapazierte – Fortbewegungsmittel darstellt, gibt es hierzulande keine (Herren-)Schuhkultur, wie es beispielsweise in Großbritannien der Fall ist. Während immer mehr deutsche Frauen um die Bedeutung angemessenen Fußwerks wissen, bevorzugen Männer mehrheitlich Billigtreter aus asiatischer Massenproduktion, oft mit angeklebten Gummi- oder Plastiksohlen und zusammengestückelt aus Lederresten. Fortgeschrittene tragen "Hightech"-Schuhe, mit diversen Spezialausstattungen aus Chemielabors, Wasser abweisenden Spezialfolien, die trotzdem für Fußschweiß durchlässig sind, und luftgefederten Absätzen. Doch all das, was solche (übrigens keineswegs billigen, daher niemals "preiswerten", und erst recht nicht schönen) Produkte bieten, kann gutes Schuhwerk aus handwerklicher Herstellung schon seit mehr als hundert Jahren. Wasserunempfindlich und atmungsaktiv ist gut gepflegtes hochwertiges Kalbleder nämlich schon immer; sauber gearbeitete Absätze mit Korkausballung und Holz- oder Stahlfeder dämpfen beim normalen Gehen ergonomisch besser als jede aus Sportschuhen entlehnte "Innovation". Gute Herrenschuhe können ein Leben lang halten Gute Herrenschuhe kosten auf den ersten Blick viel Geld. Im Fachgeschäft "Von Truschinsky“ in der Nähe des Berliner Kurfürstendamms kosten die günstigsten Modelle um 300 Euro. Dafür bekommt man ein in England handgefertigtes, rahmengenähtes Exemplar "von guter Basisqualität“, wie Inhaber Klemens von Truschinsky sagt. Bis 1200 Euro reicht die Preisspanne in von Truschinskys Laden, der traditionsreiche Marken wie Edward Green, Tricker’s, Sanders und Alt Wien zu seinem Sortiment zählt. Im Münchner Traditionshaus Eduard Meier, das schon die bayerischen Könige mit feinstem Schuhwerk belieferte, beginnen die Preise für ein Paar rahmengenähte Schuhe bei 650 Euro. Ein komplett handgemachtes Exemplar schlägt mit gut 1000 Euro zu Buche. Das sind Preise für Konfektionsschuhe – echte Maßanfertigungen, also auf einem individuell für den Kunden angefertigten Leisten hergestellte Schuhe, kosten mindestens 1500 Euro. Trotz ihrer Anschaffungskosten rechnen sich hochwertige Herrenschuhe: Sie können bei regelmäßiger Pflege auch bei intensivem Gebrauch ohne weiteres Jahrzehnte in Gebrauch bleiben. "Hochwertige Schuhe halten mindestens fünf Jahre“, sagt Klemens von Truschinsky. "Bei sorgfältigem Umgang und entsprechender Pflege haben Sie solche Schuhe ein Leben lang.“ Denn rahmengenähte Schuhe haben außer der hervorragenden Qualität noch einen entscheidenden Vorteil: Man kann sie beim Fachmann immer wieder reparieren und nach vielen Jahren des Tragens sogar völlig neu aufbauen lassen – immer vorausgesetzt, die Reparatur erfolgt rechtzeitig. ANDERSgesehn. qualität hat ihren preis. wieviele rekruten kaufen sich ihre bh-schuhe wegen der qualität?
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