 Tagebuch
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Frauensuche >Hallo Bergdoktor! Da hast du den Nagel wieder einmal auf den Kopf getroffen! Solch eine Einstellung wie die deine sollte in mehreren Köpfen auftauchen. Du hast zu deinem letzten Eintrag allerhand an den Kopf geworfen bekommen, aber was das Bauer sein und auch Menschsein betrifft, da könnten manche von dir lernen. Vielleicht rührt deine Sicht über das Bauer sein auch daher weil du, so wie ich, dein Leben als Bauer liebst, auch wenn die Bedingungen dafür nicht einfacher geworden sind. Und wir Nebenerwerbsbauern mit Partnern welche nicht aus Bauernfamlien stammen und auch deren Probleme mit dem Beruf mitbekommen, sehen manche Dinge doch aus mehreren Gesichtpunkten. Nun aber zum Thema: Beim Geri habe ich irgendwie den Eindruck, dass er an die Frauensuche wie an einen Traktor- oder Kuhkauf rangeht. Sie soll passen. Ich kenne zwar nicht das familiäre Umfeld des Geri und möchte mir nicht annmaßen, ihn irgendwie abzuurteilen, aber wenn man bedenkt wie sehr oft heute noch auf den "Stammhalter" gelauert wird, wenn immer wieder, vielleicht auch ihm, eingeredet wird, "der braucht a Bäuerin", dann frage zumindest ich mich, in welchem Jahrhundert leben wir eigentlich? Wenn so manche da im Forum behaupten, Frauen wollen keine "Dreckarbeit" machen dann frage ich schon wer ihnen den Hintern wischt wenn sie krank oder sonstwie hilflos sind. Im Krankenhaus oder Heim ist das meistens eine Frau, denn dort ist der Frauenanteil sehr hoch! Und auch in den Familien wird es als selbstverständlich gesehen, dass Frauen diese Arbeit leisten, und auf gar nicht so wenig Bauernhöfen( auch schon im Forum zu lesen) sich auch noch sekkieren lassen müssen. Was eine Frau aus dem Osten betrifft, so will ich nicht urteilen, aber in unserer Gegend hat vor einiger Zeit einer, dem es wohl wurscht war, Hauptsache Frau(kein Bauer) eine Rumänin blitzgeheiratet. Nicht lange danach wurde er von der das Paar besuchenden Verwandtschaft regelrecht belagert, der Schwager sollte sich um Arbeit (legel oder nicht, war egal) kümmern, dieses und jenes kaufen usw. Manchmal schien es dass er sich gar nicht mehr heimtraute. Diese Ehe ist inzwischen geschieden. Lieber Geri, es kann schon sein dass dein Hof ein Hindernis für deine früheren Beziehungen gewesen ist, aber muß man dem alles unterordnen? Es ist vielleicht besser den Hof allein zu bewirtschaften und der Partner geht seinem Beruf nach, als hinter jedem Hektar herzujagen und es zu riskieren dass wieder alles schief geht. Ich wünsch dir eine liebe Partnerin, aber schlag dir die Bäuerin aus dem Kopf! Wenn einer Frau dein Bauernleben zusagt und sie teilt es freiwillig mit dir, dann ist es gut. Wenn du sie aber zur Bäuerin machen willst, dann wirds wohl auch nicht mit einer aus dem Osten gut gehen. Mfg, helmar
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