umstellungsbeihilfe oder rodeprämie für weingärten ?

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Name: seifenstein 12-12-2008 16:32 nach oben
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umstellungsbeihilfe oder rodeprämie für weingärten ?


der rotweinsektor leidet noch an den folgen der letzten weingartenumstellungsbeihilfe. für die schweren rotweine 14,5% alk. und die sorte blaufränkisch gibt es derzeit fast keinen markt. in vielen regionen wurden die weißen trauben durch rote ersetzt. durch die umstellungsbeihilfe wurde dieses vorgehen finaziel gefördert.. auch das kosumverhalten der trinker hat sich verändert. wurden früher weißweintrauben unter den gestehungskosten verkauft so sind es heute die roten. aus diesem grund wurde heuer eine rodeprämie eingeführt. eine bestimmte fläche auf drei jahre aufgeteilt darf in österreich prämiert gerodet werden. dieses kontigent ist bereits im ersten jahr für die drei weiteren ausgeschöpft. wer sich zu spät zur rodung angemeldet hat schaut durch die finger.
bedingung für die prämie ist die aufgabe des auspflanzrechtes in diesem betrieb.
gleichzeitig dazu startet ein neues, höheres umstellungsbeihilfenprogramm. neuauspflanzung, bewässerung,vogelschutznetz, etc. werden gefördert. hauptbedingung für die auslösung: keine rodeprämie

in unserem rotweingebiet wollen viele roden und an das neu auspflanzen denkt keiner. wie
ist bei euch die situation ?

Name: Kathi antwortet um 12-12-2008 16:48 auf diesen Beitrag nach oben

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umstellungsbeihilfe oder rodeprämie für weingärten ?
Hallo Seifenstein,

also ich trinke den Roten lieber ****ggg****

Kathi

Name: Veltliner antwortet um 12-12-2008 18:33 auf diesen Beitrag nach oben

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umstellungsbeihilfe oder rodeprämie für weingärten ?
Hallo seifenstein

Das Problem ist wie überall, wenn sich die Politik irgendwo einmischt, kann man drauf warten das etwas schief geht.
Auch in unserer Gegend wurde viel umgestellt auf Rotwein, was ja vielleicht kein Fehler war, nur, und darin sehe ich das Problem, haben viele Bauern noch einmal Weingärten (hauptsächlich Rotwein) gepflanzt, die mit dem Weinbau schon aufhören wollten und diejenigen verkaufen schon zur Weinlese billigst die Weintrauben und überhäufen schon zur Ernte den Markt.

Die Rodeprämie ist eigentlich in Österreich so ein Alibizuckerl, da ja das Kontigent viel zu klein ist, würde sagen, diese Prämie ist eher für die neuen EU-Länder gedacht, dort gobt es ja noch Weingärten um die 50 Jahre alt.

Zu den neuen Umstellungsprogramm, vor den Wahlen wurde gesagt, das es jetzt mehr Beihilfe gibt, nur muß man dazu sagen das jetzt die Einkehre, der Rain und selbst wenn du im Weingarten einen Zwickel mit Umkehre hast abgezogen wird, Schlußendlich kann man sagen das es sicher nicht mehr werden wird, wahrscheinlich weniger.

Zum neuen Rotweininvestitionsprogramm, das ist ja die größte Schweinerei, da werden € 2,5 Mill. freigegeben, pro Investition eine Höchstgrenze von €150.000, also wenn sich da 20 Bauern anmelden ist alles weg.

Neuausgepflanzt wird bei uns schon noch, nur muß man sagen, das die Bauern halt immer weniger werden, aber die um so größer. Ein Betrieb mit 30 Ha Weingärten ist keine Seltenheit.

mfg
Veltliner







Name: 2810 antwortet um 14-12-2008 00:21 auf diesen Beitrag nach oben
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umstellungsbeihilfe oder rodeprämie für weingärten ?
Hallo , das mit den Rodungsprämien ist doch nur rausgeschmissenes Geld ,wenn 2015 die Abschaffung der Pflanzrechte kommt .
Wenn die Empfänger der Rodeprämien wieder anpflanzen dürfen , dann haben wir eine perfekte Geldvernichtungsmaschine ..

Und die dänische Kommissarin FB wird sich bestimmt für die Abschaffung stark machen,
nachdem Milchquote , Zuckermarktordnug weg sind , möchte sie natürlich dem Weinbau auch die freie Wildbahn "gönnen "
Ein Prosit auf das deregulierte Europa !!?

Name: Veltliner antwortet um 14-12-2008 09:40 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo 2810

Das Auspflanzrecht ist quasi jetzt schon außer Kraft, den es wird momentan sicher das doppelte gerodet als ausgepflanzt.
Brauchst du ein Auspflanzrecht, mußt nur einen Antrag stellen in der nat. Reserve, da gibt es jede Menge, es geht halt nur um Gebühren.
Die gleiche Betriebsnummer darf keinen Weingarten auf diesem Grundst. wo es eine Rodeprämie gegeben hat nicht mehr auspflanzen, gleichfalls mußt du die Öpul retourzahlen und Investitionskredit gibt es auch keinen mehr.
Das heißt du brauchst eine zweite Betriebsnummer

mfg
Veltliner

Name: seifenstein antwortet um 16-12-2008 09:42 auf diesen Beitrag nach oben
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es ist noch nicht solange her da wurde das auspflanzrecht unter den bauern gehandelt. über die förderung dürfen wir uns nicht beschweren höchstens über die sinnhaftigkeit. zuerst waren wir ziel 1 und dann kam facing out. die fördertöpfe waren prall gefüllt. unterstützt wurden marketing maßnahmen und investitionen in die innenwirtschaft. allerdings kenne ich nicht die richtlinien anderer regionen. 1/3 der investition gabs geschenkt. nur haben einige nicht bedacht das man die restlichen 2/3 auch zurück zahlen muß. investitionshöhen bis 1,5mill euro waren keine seltenheit. winzergenossenschaften und private haben kräftig zu gelangt. ein renomierter winzer ist dann auch bald in den kokurs gegangen. und vielen steht heute nicht nur der rotwein sondern auch die schulden von damals bis zum hals. einige weinbauern haben zum damaligen zeitpunkt auch gleich eine villa für private zwecke errichtet war doch praktisch wenn der architekt schon im haus war.

3/4 unserer winzergenossenschaftsmitglieder sind pensionisten. 4 bauern liefern 1/3 der übernommenen weintrauben. dieses kleeblatt ist im schnitt 50 jahre alt und zwei davon haben keinen nachfolger. man sieht auch bei uns ist der strukturwandel voll im gang.
die selbstvermarkter wollen nur mehr jenen wein produzieren denn sie in der flasche vermarkten können. auf gebinde verkauf wird in zukunft verzichtet. mein freund plant in den nächsten zwei jahren 12 ha zu roden. auch der maschinenring hat schon reagiert. nach der lese gab es eine rodevorführung mit einem forstmulcher.


meine freunde und ich sehen den wein als lebens-und genußmittel. unsere väter haben die viertel getrunken. wir schlürfen die spritzer und die nächste generation trinkt gar keinen wein mehr. schade !














Name: 2810 antwortet um 16-12-2008 15:46 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo veltliner , es ist ja schön und korrekt , wenn es bei Euch in A so geregelt ist,
dass eine mit Rodungsprämie geförderte Fläche nicht wieder bestockt werden darf .

Es geht eben um die korrekte Abwicklung, und da haben wir Länder in der EU , wo es immer schludriger zugeht , als in A oder D . Bsp. Milchquote oder Katastermängel .
Bei uns gibt es Gerüchte , die besagen :Die Pflanzrechte werden aus dem Grund abgeschafft , weil in 3 Südländern soviel illegale Reben bestehen , wie in ganz D .(100 Tsd ha).
Und weil dort keine Legalität hergestellt werden kann (Protest oder Mafia ) , wählt man den Weg , dass jeder Reben anpflanzen kann , so viel er will Und vorher beseitigt man noch mit einer Rodungsprämie alle abgängigen Weinberge .Und hinterher hat der Markt dann noch geringere Preise , als vorher .
Man hilft also den Großen , damit sie noch rasanter groß werden können .Die Fondsgesellschaften und Millardere wollen ja ihr Geld investieren , tausende von Hektar und ohne bürokratischen Schnick -schnack wie ein Pflanzrecht .

Name: seifenstein antwortet um 28-12-2008 17:40 auf diesen Beitrag nach oben
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laut bauernzeitung gibt es 72 mill euro umstellungsbeihilfe bis 2013. ( für marketing, infrastruktur, etc....). das fördervolumen für 2009 war innerhalb einer woche ausgeschöpft. bitter für jene die von diesem programm zu spät gehört haben. wo es doch wieder 40% nicht zurückzahlbare förderung gibt. im gesamten eu raum startet die aktion 2009. außer in österreich. hier hat man das weinwirtschaftsjahr erfunden. es beginnt im herbst. grund dafür ist das einige größere betriebe bereits heuer kräftig investiert haben. diese wollen nicht durch den förderungrost fallen. allerdings muß die eu noch zu stimmen.

schaut so aus als ob sich da wieder ein paar großkopferte zu ihrem vorteil gerichtet haben.



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