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Sind wir LW zu "eingefahren" für neue Produkte...?

  Antworten: 6

Name: DJ111 29-11-2008 06:49 nach oben

Tagebuch
Sind wir LW zu "eingefahren" für neue Produkte...?
Wenn ich mir die immer wiederkehrenden Threads um zu niedrige Produktpreis - vor allem Milch - hier im Forum oder auch sonstwo anschaue, dann stellen sich mir doch einige Fragen:

Warum wird trotz nicht kostendeckender Produktpreise nicht in was anderes investiert, anstatt Prodkutionskapazitäten noch weiter auszuweiten um noch mehr Ware auf einen gesättigten Markt zu werfen ...?

Ist es zu einfach, größere Fremdkapitalsummen für solche Aktionen zu bekommen ...?

Es ist ja im Übrigen auch einfach, sich über massive Investitionen in Stall und Technik auch Ansehen und Ego zu "kaufen" aber ist das denn immer sinnvoll ...?
Oder wird man nicht oft noch mehr zum eigenen Knecht ...?

Selbst wenn wir es jemals schaffen sollten, die Angebote so zu bündeln um den Produktpreis mit "Gewalt" nach oben treiben könnten, wäre dann doch wieder das Kartellrecht, das dagegensteht ...?

Wäre es nicht vielleicht sinnvoller die gleiche Energie, die für den Kampf um "gerechte Preise" (wer immer das Recht hat zu bestimmen, was denn nun gerecht ist) hineingesteckt wird, in die Suche nach anderen, neuen Produkten oder Dienstleistungen zu stecken die nicht so leicht global austauschbar sind wie simple Milch oder Mais oder so ...?

Vielleicht regelt der Markt ja eines Tages eh vieles von selbst, aber vielleicht sollten wir uns auch manchmal ein bischen mehr Gedanken darüber machen, was denn Landwirtschaft ausser Milch, Mais und Fleisch noch zu produzieren im Stande ist ...?

Einfach nur um zum Nachdenken anzuregen ...

DJ
Name: teufelaberauch antwortet um 29-11-2008 07:23 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Sind wir LW zu "eingefahren" für neue Produkte...?
Ich hab das sowieso nicht verstanden - da wird gejammert, daß die Milch zu billig ist und trotzdem können reihenweise Milchbauern bei einem Milchpreis von teilweise unter 30 ct Ställe bauen für 100 Kühe und so die Produktion teilweise verdoppeln - wie geht das?
Name: helmar antwortet um 29-11-2008 08:24 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Sind wir LW zu "eingefahren" für neue Produkte...?
Das hab ich auch noch nicht kapiert.......
Mfg, helmar
Name: Johannfranz antwortet um 29-11-2008 08:41 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Sind wir LW zu "eingefahren" für neue Produkte...?
Hab heuer zum zweiten mal Kümmel angebaut.Die heurige Ernte brachte zwar nicht das Ertragsmaximum von ca. 2000 kg / ha (war die Premiere mit dieser Kultur) aber bei einem heurigen Erzeugerpreis von 1,5 € pro kg eine ganz interessante Sache,im Vergleich zu,z.B. Mais.
Kümmel ist laut Auskunft des Beraters von der Saatbau Europaweit Mangelware.

(Und dann noch die Duftwolke beim Dreschen)
Name: Kernarnold antwortet um 29-11-2008 08:48 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Sind wir LW zu "eingefahren" für neue Produkte...?
Es wird aber auch in Zukunft jemanden geben müssen, der in Österreich Milch produziert.
Wachsen oder weichen ist für diese die Devise. Es steigen sowieso genug aus der Milchproduktion aus. Bei der OM sind es 100 pro Jahr. Tendenz gleichbleibend.
Für den, der aufhören will oder muß, ist es wahrscheinlich einfacher den Betrieb zu verwerten und normal arbeiten zu gehen, als auf Kümmel oder Heidelbeeren umzusteigen.
MfG Arnold Kern

Name: Johannfranz antwortet um 29-11-2008 09:01 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Sind wir LW zu "eingefahren" für neue Produkte...?
Den Betrieb zu "verwerten"ist sicher die einfachste aller Lösungen.Dazu bedarf es weder einer Schulbildung noch sonst irgendwas.Es gilt die Devise: Hinter mir die Sintflut !




.......und der das nicht will oder muss ?

http://www.kotanyi.com/at/node_62/Presse/Der-sterreichische-Kr-uter-und-Gew-rzexperte-Kot-nyi-bezieht-heimischen-K-mmel-aus-Ober-sterreich
Name: ANDERSgesehn antwortet um 29-11-2008 16:00 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Sind wir LW zu "eingefahren" für neue Produkte...?

ich sehe eher das problem in der spezialisierung darin, das hier das kleinstrukturierte denken und dadurch handeln des österreichischen landwirt das vorzeitige ende des über lebens ist. - wieviele ha kümmeln, heidelbeeren und co braucht man um zu (über)leben???

- eine einfache milchmädchenrechnung ist, wer wöchentlich ca 40 stunden arbeitet, wird wenn´s paßt, auch das nötige kräuterl zum leben haben!

lg
ANDERSgesehn.

ps: tischler bleibt bei deinen leisten.
pps: und noch wichtiger: mache deinen beruf zur berufung!!!


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