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Frankreich

  Antworten: 10

Name: walterst 21-11-2008 10:31 nach oben

Tagebuch
Frankreich
Vielleicht sollten wir unseren Hoffnungsträger exportieren?

Bericht Aktionen in Frankreich – Streik und Blockaden im ganzen Land
Seit Montag finden viele Aktionen in ganz Frankreich statt und werden noch immer
fortgeführt. Zusätzlich werden täglich neue begonnen ; der Milchstreik ist bisher besonders
im Süden und soll auf den Nordwesten ausgedehnt werden. Aktuell ruft man in der Bretagne
zum Milchstreik auf und zwar alle Agrarverbände gemeinsam.
1000 Milcherzeuger haben insgsamt einen Milchstreik begonnen.
Die Aktionen:
- Verschenken von Milch an Verbraucher
- Kundgebungen vor den Präfekturen
- Blockaden von Milchwagen und Molkereien
- Milchstreik in einigen Departements
- Gespräche mit Vertretern der Politik
- Demonstrationen vor den großen Supermärkten
In allen Departements ist eine große Solidarität der Landwirte untereinander
festzustellen ; viele Landwirte aus anderen Produktionsbereichen stoßen dazu, um die
Milcherzeuger zu unterstützen.
Das Wichtigste:
- Kundgebung mit 200 Landwirten und 60 Treckern in der Basse Normandie
- Milchstreik in Ardèche, Lozère, Haute Loire, Puy de Dôme, Ariège, Aveyron, Haute
Garonne, Lot, Haute Pyrénées, Midi Pyrénées et Tarn et Garonne.
- In diesen Departements wurden die Milchwagen geleert, entweder vor den Präfekturen
oder direkt auf den Höfen.
Die Medien berichten ausführlich über Aktionen und Streik.
Name: org antwortet um 21-11-2008 11:33 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Frankreich
Der Streik gehört dann aber zeitgleich in Deutschland, Österreich - event. europaweit - durchgeführt! Einzelmaßnahmen können einfach durch Transport von Milch in die Region ausgeglichen werden.
Wenn man sich nur auf Österreich allein beschränkt, so ist ein Milchstreik sinnlos, weil der Markt zu klein ist. Besser ist eine Aktion wo man flächendeckend vor allen Supermärkten in einem grösseren Gebiet die Milch an die Kunden verschenkt. Die Anrechnung auf die D-Quote kann man umgehen indem der Bauer die Milch "wegschüttet" und zwar zufällig in den Milchtank dessen der die Aktion macht.
Nur so kann man event. die Einkäufer der Supermärkte zwingen nur Milch zu bestellen bei dem der Bauer 40 ct. oder mehr erhält. Ob der Supermarkt dann in einer Werbekampangne diese unter dem Einkaufspreis weitergibt kann dem Bauern egal sein.
Name: Gstettnbauer antwortet um 21-11-2008 12:32 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Frankreich
wenn keiner die abschaffung der quote will, warum kommt sie dann?
Name: HPS antwortet um 21-11-2008 12:47 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Frankreich
Die meisten könnten sich eine Abschaffung vorstellen, dann sollte aber zumindest ein Teil des Kaufpreises ersetzt werden. Aber von wem?? Und vor allem, was ist mit den Bauern die heuer Quote um über 60cent gekauft haben??

Kenn einen ranghohen Funktionär der heuer um fast 100.000 kg abgebaut hat---> Verkauft um 55 cent/kg, zur Hälfte schwarz bezahlen lassen. Jetzt hat er noch 300.000kg und überliefert kräftig. hmmm hat der etwas geahnt von der Entwicklung. nächstes Jahr heuer gibts wenig Superabgabe und nächstes Jahr gar keine!!


Name: chili antwortet um 21-11-2008 13:17 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Frankreich
Normalerweise streikt man beim Verursacher einer Misere Beispiel:

Gerwerkschafter vor Postvorstand wegen Ämterzusperren und

Michbauern vor Überschuß-Erzeuger oder ?????

mfg. chili

Hier noch etwas zur Information:

SalzkammergutKommentiert: SchleuderpartieDie Aufregung um Frischmilch zu 69 Cent pro Liter und Butter zu 79 Cent pro Viertelkilo ist berechtigt. Aber sie hat insofern einen sauren Beigeschmack, als es da eine Kehrseite gibt. Wenn man sich im Salzkammergut, wo die Gmundner Molkerei angesiedelt ist, darüber beschwert, dass mit deutscher Massenware Kunden angelockt werden sollen, müsste in Italien der Aufschrei viel lauter sein.

Land&Leute liegt ein Milchpackerl (leergetrunken) samt Rechnung vor: Ein Liter „latte uht parzialmente scremato“ kostete am 27. Mai dieses Jahres in einem Supermarkt in Pitigliano nördlich von Rom nur 48 Cent. Nicht weiter schlimm, denken Sie? Was geht uns das an? Ganz einfach: Besagte Milch stammt pikanterweise aus der Gmundner Molkerei. Darf dieser Betrieb seine Produkte also im Ausland sehr wohl zu Schleuderpreisen verhökern, während wir uns darüber ärgern, dass die Deutschen hierzulande dasselbe tun? Das müssen andere entscheiden. Aber wundern wird man sich ja dürfen.

E-Mail: g.sperrer@nachrichten.at



Name: Fadinger antwortet um 21-11-2008 14:12 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Frankreich
Hallo!

"Michbauern vor Überschuß-Erzeuger" .....
Naja, zumindest aber vorm Überschuß-Verursacher .... Der da bekanntlich heißt EU!
So gesehen hat die IG-Milch den besseren "Riecher". Denn diese war in Brüssel demonstrieren. Der BB hat wärenddessen bei Billa "eingekauft" ....
Auch war der Lieferboykott an die richtigen Adressen gerichtet, bekanntlichnutzen unsere Molkereien den niedrigen Einkaufspreis dazu, um mit Kampfpreisen neue Märkte zu erschließen. ZB. Bergland mit H-Milch in Griechenland ....
Marktstrategisch ja richtig, und Ethik ist für Manager ein Fremdwort geworden ...

Gruß F
Name: Else antwortet um 21-11-2008 17:18 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Frankreich

@ Fadinger

"Ethik ist für Manager ein Fremdwort geworden" schreibst Du.

Aber Veit Sorger wird das ändern, er spricht ja von der Verbindung Unternehmen & Religion - in Zukunft ;-)

Und wenn Du schreibst "geworden", frage ich, wann war Ethik tatsächlich kein "Fremdwort" in der Wirtschaft? - abgesehen von einzelnen klein(st)en Firmen.
Name: chili antwortet um 21-11-2008 18:28 auf diesen Beitrag nach oben
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Hob gar nicht gewußt das es in Brüssel einen Kuhstall (eher an Saustall) gibt der überliefert!!??

mfg. chili
Name: helmar antwortet um 21-11-2008 18:51 auf diesen Beitrag nach oben

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Frankreich
Manche tun so als ob eine Verpflichtung zur Überlieferung, bzhw. Auslieferung bestünde. In Österreich sind 80% der Quote notwendig um diese zu halten...
Mfg, helmar
Name: chili antwortet um 21-11-2008 19:24 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Frankreich
Hallo Helmar!

Ja sag das wem!

Aber das Motto ist halt meistens: Einem jeden das Seine und mir des Meiste!

Gilt natürlich EU-weit.

mfg. chili
Name: Fadinger antwortet um 21-11-2008 21:13 auf diesen Beitrag nach oben

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Frankreich
Hallo!

@chili,
wiest einen Bauern am leichtesten umbringst, weißt eh, oder? ... ;-)

Gruß F
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