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Stehen wir vor der größten Krise

  Antworten: 16

Name: antach 17-11-2008 19:07 nach oben
Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
Hallo
Stehen wir vor der größten Krise wie anno 1931 der Vater Staat hat keine Geld mehr, Arbeitslose werden sehr hoch werden Geld wird immer weniger wert.
Name: gdo antwortet um 17-11-2008 19:15 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
In meinen paar Beiträgen findest Du vielleicht ein paar Antworten. Aber prinzipiell bist du mit dieser Frage hier sicherlich nicht im richtigen Forum.
Name: Veltliner antwortet um 17-11-2008 19:23 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
Hallo

Also, wenn man sich gestern die Sendung "Im Zentrum" angesehen hat, da hat es überhaupt nicht so ausgesehen, als hätte der Staat Probleme.
Hier eine Mil. Euro, dahin eine Mil, die einen wollen auch eine Mil., die Anderen auch. Dann kommt noch die Konjunkturankurbelung, die Steuerreform, usw.
Außerdem haben wir ja den Faymann und nicht vergessen, den Pröll, der sich, so kommt mir vor, richtig wohl fühlt bei der vollen Schüßel.
Ja, antach, keine Angst, wenn das alles nicht geht, dann gehen wir halt wieder wählen.

mfg
Veltliner
Name: Gourmet antwortet um 17-11-2008 19:23 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
@antach

Geld wird immer weniger Wert. Das nennt man Inflation. Und Arbeitslose gab es auch schon mal mehr. Ich meine, es wird nicht so schlimm werden.
Name: HPS antwortet um 17-11-2008 20:02 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
Momentan werden einige Güter eher günstiger (Auto, Milch, Fleisch, Mais, Erdöl, EDV, usw). Damit ergibt sich keine allzu große Inflation. Auch wenn der Handel nicht immer den Preisvorteil in gleichem Maße an den Verbraucher weitergibt. (siehe Treibstoffe, Schweinefleisch, Rindfleisch). Der Totale Zusammenbruch kann sicher kommen, wenn wir alle fest daran glauben und die Mächtigen dieser Welt ihres dazu beitragen.

Für einein richtigen Zusammenbruch müsste auch die Wasser und Stromversorgung nicht mehr funktionieren, am besten in großen Regionen, oder gar Weltweit. Jedes Land muss sich abschotten und keinen Warenverkehr mehr zulassen. Dann könnte unser System einen 'Totalreset' erleben. Wär doch einmal lustig, ein Jahr ohne Strom. Irgendwie ists halt zu unwahrscheinlich.

Ein mögliches Szenario ist der langsame Niedergang, über Jahre erhöhen sich Abeitslosigkeit und dergleichen. Was wäre wenn wir 30% Arbeitslosenrate hätten? Ginge in unserem System überhaupt mehr? Es gibt doch einen Grundkonsum der notwendig ist. Dafür braucht es Versorger, Handel, Verwaltung und Arbeiter. Auf was kann überhaupt verzichtet werden.

Was ist, wenn niemand in den nächsten acht Jahren ein Auto oder Traktor kauft? Das System überaltert, und dann brauchen alle wieder ein neues Fahrzeug und die Erzeugung kommt nicht mehr nach. Somit gibts wieder Wachstum. Wir haben einen Grundkonsum der einem hohen stand entspricht. Der geht auch nicht so einfach weg, kurzfristig vieleicht schon, aber langfristig bleibt er.
Name: Kohelet antwortet um 17-11-2008 20:17 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
Ich würde die Sache etwas anders sehen.

Die Wirtschaftforscher verkünden und auch die Politik windet sich durch:
Die Wirtschaft hat Rezession. Nun, den Rückgang spüren wir Bürger schon länger, die Löhne bleiben gleich, die Verbrauchsgüter werden teuerer und die Prognosen unsicherer.

Nach einer Rezession kommt die Stagnation. Die Menschen drehen und wenden ihr Geld in alle Richtungen, der Konsum leidet erheblich, es wird gespart.

Danach kommt die Stagflation. Wie das Wort schon sagt, hilft so ziemlich nichts mehr.
Die Preise steigen obwohl wenig konsumiert wird.

Zuletzt die Inflation.
Der Staat druckt Geld auf Teufel komm raus.
Der Euro hat ja längst keinen Gegenwert z.b.in Gold, wie die „alten Währungen“ früher.
Geld wird transferiert, heute in Berlin – morgen in Johannisburg nicht im Köfferchen sondern virtuell – ohne Kontrolle !

...Wo nimmt der Staat die Milliarden von Banksicherung auf einmal her. Ein Wirtschaftökonom hat dazu gemeint: die vielen guten und so sicheren „Staatsanleihen“
„Staatliche Pfandbriefe“ usw. sind so sicher wie der Käse vor dem Mäuseloch...

Das schwierige ist wohl, wie schnell und wie intervallartig kommen die Phasen, und in welcher Phase befinden wir uns.

In Zeiten der Inflation gelten Rohstoffe als beste Anlage. Die Landwirtschaft hätte wenigstens Lagerfähigkeit ob sie die Rohstoffe erwerben kann – ist eine andere Frage.

Aber alles „ohne Gewähr“

Gruß Kohelet

Name: Christoph38 antwortet um 17-11-2008 20:48 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
Es ist überraschend wie schnell auch Staaten an ihre Grenzen kommen, wenn man sich die Liste der Länder anschaut die Hilfspakete brauchen. Und auch Europa ist keine Insel der Seligen mehr, wenn man an Island und Ungarn denkt.

Die Einlagensicherung ist ein Versprechen, welches letztendlich nur über Inflation beglichen werden kann, also nur nominell eingelöst wird. Effektiv ist Österreich dazu nicht in der Lage, da bleibt als einziger Ansatz den Banken soweit zu helfen, dass der Einlagencrash nicht kommt.

Die oft erwähnte Angst vor dem Nullwachstum halte ich für unbegründet. Es kann sogar soweit kommen, dass wir um ein Nullwachstum froh sind.

Habe gerade im ntv gelesen, dass die Citigroup 50.000 Mitarbeiter abbaut, auf 300.000 Mitarbeiter. Für fix halte ich, dass der Protektionismus zunehmen wird, braucht man nur schauen wie ängstlich man bei Opel bereits ist, angesichts der Gefahr von Geldabflüssen zur Mama in den USA. Klarerweise macht es aus dt. Sicht nur Sinn Opel zu helfen, wenn durch diese Hilfe die Steuereinnahmen aus der Firma erhalten bleiben.
Name: antach antwortet um 18-11-2008 06:20 auf diesen Beitrag nach oben
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Stehen wir vor der größten Krise
Hallo
@gdo
Warum soll ich hier nicht richtig sein ist ein tehmer was alle angeht oder ist es Dir lieber wir tiskotieren über Milch.Ich kann mir nicht vorstellen das der Staat auf die Dauer die arbeitslosen finanzieren kann denn es wird soviele arbeitslose geben wie noch nie die müssen aber auch von was Leben. Es müssen auch die Produkte billiger werden auch lebensmittel.
Name: helmar antwortet um 18-11-2008 08:07 auf diesen Beitrag nach oben

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Stehen wir vor der größten Krise
Das grausliche an der ganzen Sache ist dass niemand auf Dauer mehr ausgeben kann als er einnimmt....auch Staaten nicht. Aber jetzt in Hysterie zu verfallen ist auch nicht sinnvoll......allerdings gibt es so manche Berufsgruppen welche sehr wohl zu spüren bekommen werden wenn das Geld kanpper wird....wohl als erstes Fitnesstrainer, Mentalcoaches, Analysten etc.........
Mfg, helmar
Name: Gourmet antwortet um 18-11-2008 09:29 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
@HPS

Interessante Argumente. Besonders die Sache mit den Menschen, die versorgt werden müssen, das muss ja jemand machen. Ich meine, dass die Arbeitsteilung so weit fortgeschritten ist, dass sie gar nicht zusammenbrechen kann, weil fast jeder daran interessiert ist, jemanden zu finden, der das Problem löst. Dieses Verhalten ist in unserer menschlichen Eigenschaft, alles verbessern zu wollen, begründet.
Sollte unser Finanzsystem wirklich zusammenbrechen, bauen wir eben ein neues und vielleicht besseres, wenn wir aus den Fehlern lernen. Wäre ja nicht zum ersten mal.
Name: biolix antwortet um 18-11-2008 12:20 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
Hallo !

ich frage mich ja nun ob nicht irgendwer möchte das nun die Staaten in "Konkurs" gehen...

gerade die verfechter der "Nicht zu hohen Staatsverschuldung" sollten jetzt aufjaulen um ja keine Staatsicherungen und Staatshilfen mehr raus zu geben, ich höre ncihts lieber christoph ,..;-)

lg biolix
Name: Christoph38 antwortet um 18-11-2008 15:24 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
Lieber Biolix,
als "Verfechter einer nicht zu hohen Staatsverschuldung" fühle ich mich jetzt verpflichtet aufzujaulen. Ich jaule auf angesichts der Gleichstellung von Schulden mit Schulden. Wahr ist bei Schulden geht es immer um Geld.
Es macht jedoch für jeden der Schulden macht einen erheblichen Unterschied wofür die Schulden aufgenommen werden.

Wird das Geld ohne Gegenleistung ausgegeben ?
Werden damit Einnahmequellen erhalten oder Ausgaben abgewendet ?
Wird mit den Schulden selber eine Einnahmequelle geschaffen ?

Ich meine daher, dass es einen erheblichen Unterschied macht, ob die Republik Österreich 2,7 Mrd zu 8% Zinsen an die Erste Bank verleiht oder ob 2,7 Mrd zB für Beamtengehälter aufgewendet werden. Die Sinnhaftigkeit eine Grossbank Pleite gehen zu lassen und dann für die Einlagen aufzukommen, stelle ich stark in Frage.

Auch meine ich, dass es einen Unterschied macht, ob ich € 50,- versaufe oder dem Tierarzt für Medikamente zahle.

Es kommt daher nie darauf an, Beträge zu vergleichen, sondern was genau mit einer Ausgabe an Verpflichtung und Gegenleistung verbunden ist.

Christoph
PS: Griechenland und Italien zahlen schon deutliche Zuschläge bei den Zinsen.


Name: HPS antwortet um 18-11-2008 16:07 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
zum Argument "Dann Fangen die Staaten an massig Geld zu drucken und die Inflation wird angetrieben"

Eine Frage: In Zeiten von Wirtschaftskriesen und starken Inflationen wurde von Staaten die in Geldnöten sind oft viel Bargeld gesruckt.

Nun wie geschieht dies im Euroraum???!!!

Österreich kann wohl kaum für sich entscheiden 10 Milliarden euro zu drucken. Das ist wohl eher Sache der EZB.

Kann es dann überhaupt zu einer starken überproportional Inflation kommen, oder trägt man sich gemeinsam??
Name: chopper25 antwortet um 18-11-2008 16:32 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
Wenn man vor einem Jahr gesagt hat, heuer platzt die Aktienblase, hat jeder gelacht, und behauptet alles is ja in bester ordnung. Wenn man jetzt Gold oder Silber kaufen möchte, bekommt man bei den Banken zu hören - du kannst jede menge haben, sie brauchen das nur zu bestellen. Nach ein paar Stunden wird man zurückgerufen, mit der Antwort - leider ist derzeit kein Silber zu bekommen und bei Gold sind wartezeiten bis zu 6 Wochen.
Wenn man jetzt sagt nächsten Frühjahr platzt die nächste Blase, und das Geld wird den größten verfall bekommen seit dem großen Crash, -wird man wieder ausgelacht, und alle wissen es besser !

Meine meinung: es wird schneller und schlimmer kommen, als allen lieb ist. Landwirte und Firmen, die keinen polster haben werden es die nächsten Jahre sehr schwer haben.
Da helfen auch die ganzen optimisten nichts. Aber lieber optimistisch in eine düstere zukunft, als pessimistisch :)

In einem Jahr werden wir mehr wissen :)
Name: org antwortet um 18-11-2008 16:56 auf diesen Beitrag nach oben
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Stehen wir vor der größten Krise
Dass jetzt alles gleich bleibt ist unrealistisch. Aber was kommt? Ich rechne mit zwei Varianten:
1. Die Firmen können nichts verkaufen, entlassen Arbeiter, diese können nichts kaufen weil sie kein Geld haben. Die Waren werden ohne Rücksicht auf die Erzeugungskosten immer billiger angeboten, nur um die laufenden Kosten zu decken. Trotzdem kann keiner kaufen, weil er kein Geld hat. Das ist dann die Deflation!
2. Der Staat hilft immer wieder aus (druckt Geld, macht Schulden) die Firmen können verkaufen, die Arbeiter haben Lohn und können kaufen, aber weil die Kredite Zinsen kosten werden die Waren teurer. Das Spargeld wird weniger verzinst als die Teuerung, daher wird das Geld ausgegeben, Das heizt dann aber den Konsum an und die Preise steigen erst recht. Das ist dann die Inflation!
So oder so wird der "kleine Mann" betrogen: entweder bekommt er bei der Deflation gleich weniger Geld oder es wird ihm durch die Inflation verdünnt.

Was ist Euch da lieber?
Name: KWH antwortet um 19-11-2008 08:20 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
kann mir jemand ein paar fragen erklähren.

angeblich ist ausgangpunkt der krise die usa

warum haben unsere "schlauen bankmanager" die faulen kreditpapiere angekauft ?

wo sitzen die großinvestoren, die das geld abgezogen haben jetzt mit ihrer kohle ?

seit kreisky`s glorreichen einfall mit den arbeitsbeschaffung haben wir in Ö. keine schwarzen zahlen geschrieben, für bildung, gesundheit, umwelt u. renten war immer sparen angesagt,jetzt spielen ein paar MILLIARDEN (das sind eintausend millionen euro) zum abdecken der fehler von unfähigen wirtschaftswachstumbefürwortern keine rolle.
WIE SOLL DAS FUNKTIONIEREN ? ? ?

mehr als die hälfte der bevölkerung wohnt in städten, die grundversorgt werden möchten, sie sind unfähig sich selbst zu versorgen, nur OHNE KOHLE gibts NIX !
und das managen dann die politiker ?

wie kann der soziale frieden aufrecht erhalten werden?

ich befürchte, daß der großteil der gesellschaft sich keine gedanken macht, warum auch, haben sie nie gemacht, und nach der devise augen zu und durch, wie eine schafherde agiert.

wie lange predigen die wirtschaftswunder-propheten noch?
Name: flochlandla antwortet um 19-11-2008 19:05 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Stehen wir vor der größten Krise
Meiner Meinung ist der Crash die natürlichste Sache der Welt. Mit dem Zinseszins müssten die Bäume buchstäblich in den Himmel wachsen. Und jeder Baum auf der Welt "crasht" einmal. Der Politik und uns steht offen ob wir den "Baum" mit Interventionen und Kapitalspritzen Stück für Stück abtragen, was dann eine langwierige Sache ist, oder ob einer gleich den Fallkeil ansetzt. Beides ist schmerzhaft.

Da wir keine Alternative zum Kapitalismus haben (siehe Forstmulcher Kommunismus, wo nichts aufkommt, dann kann auch nichts crashen) sollten wir unsere "Bäume" ökosozialer pflegen, natürliche Waldverjüngung (nicht immer an veralteten Technologien festhalten wie zB. Erdöl zu verbrennen) und einfach ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen.

Wir sollten das verbrauchen was uns zusteht und nicht mit Milliarden spekulieren ob uns das Öl in 20 oder 100 Jahren ausgeht.

mfg flochlandla
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