 Tagebuch
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Warum heiratet man heutzutage noch? War das ernst gemeint, Halodri? Da möchte ich etwas ausholen......als es begann mit dem Verliebtsein, war ich knapp 18 und er keine 20. Und, das habe ich ja schon in anderen Einträgen hier geschrieben, besonders für die väterliche Verwandtschaftsseite nicht gerade für mich passend, u.a. weil aus einer Arbeiterfamilie stammend. Für uns war vom Anfang an das Zusammenstehen eine Frage des Bestehens dieser Verbindung, und ohne die Liebe zueinander hätte diese so manche Quertreiberei nicht überstanden........dann kam die Zeit, als ich Pächter meines Vaters wurde, denn der war 65 und wollte ja die Pension haben. Da gab es wieder 5 nicht gerade einfache Jahre(auch nachzulesen). In dieser Zeit ist trotz der immer wieder vorgebrachten "Drohung" I kanns ja wen andern a übergeben- gebaut und investiert worden. Von dem Geld das ich vorher ausserhalb der Landwirtschaft verdient hatte und vom Sturmholz 1975/76. Und weil wir Wohnraum brauchten, hat mein damaliger Freund/heutiger Ehemann es riskiert, mit einem ordentlichen Geldbetrag von seiner Seite das Wohnhaus(Stockwerk) auszubauen. Und das obwohl ich "nur" Pächter war. Schliesslich war es doch soweit(auch das war hier schon zu lesen), dass ich 1982 übernommen habe. Mein erster Schritt war ein Testament zugunsten meines inzwischen Verlobten zu machen, um ihn abzusichern. Schliesslich wollten wir dann beide eine Familie, und wir wollten diese Familie als Fam........sein, und wir haben uns nach 10! Jahren getraut, uns trauen zu lassen. Ich persönlich wär mit dem Standesamt auch ausgekommen, aber mein Mann ist Katholik, und das habe ich immer respektiert........wir hatten wie die meisten auch so unsere Höhen und Tiefen, aber immer ist genug Liebe dagewesen, auch mal eine Krise auszusitzen. Stünde ich wieder vor der Entscheidung, ich würde diesen(meistens) wunderbaren, liebenswerten und sehr toleranten Mann wieder nehmen..................mit den Jahren ändert sich so manches, und mit Mitte 50 sieht man vieles anders als mit 20, aber ich bin sehr dankbar dass es ist wie es ist und hoffentlich noch lange so bleibt.... Mfg, helmar
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