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Es sind 13041 Diskussionen online

Milchbauern auf dem Weg zum Schafott

  Antworten: 83

Name: naturbauer 07-09-2008 15:14 nach oben

Tagebuch
Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Viele wollen es immer noch nicht wahrhaben, dass ein anderes Zeitalter notwendig ist um wenigstens noch in nächster Zukunft ein Auskommen mit dem Einkommen aus der Milch zu haben. Warum immer noch sehr viele glauben, dass es schier endlos so weiter geht mit den Staatlichen Zuschüssen kommt wohl daher, dass sie von Aussagen von den althergebrachten Genossenschaften und Verbänden entmutigt werden. Entmutigt zum einen, es nicht machbar ist einen Preis zu bekommen der die Produktionskosten der Milchbauern abdeckt. Zum anderen dass wenn wir Kostendeckung haben es dann kein Geld via Zuschuss gibt. Man sieht, dass sich schon heute der Staat sich zurück zieht. (Bayerisches Kulap halbiert) Das nun schon lange bevor überhaupt ein Erzeugungskosten abdeckender Preis gesichert ist. Mit dem Generationswechsel kommt auch die Zeit der aufgelassenen Betriebe. Wer die freiwerdenden Flächen einmal übernimmt, wenn diese nur schwer zu bearbeiten sind, dass kann heute nicht vorhergesagt werden. Erst wenn die Mehrheit der Milchbauern erkannt hat dass ein Systemwechsel notwendig und unabdingbar ist kann ein Bauernsterben größeren Ausmaßes gestoppt werden. Ganz zu schweigen von den Umweltschäden die entstehen, wenn es keine flächendeckende Landbewirtschaftung mehr gibt
Name: Johannfranz antwortet um 07-09-2008 16:03 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
wundert Dich,dass sich der Staat zurückzuziehen beginnt und Zuschüsse langsam versiegen,wenn sich Milcherzeuger selbst damit brüsten,auch um 30 cent noch kostendeckend Milch produzieren zu können ?
Name: tiroler007 antwortet um 07-09-2008 16:12 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
ja naturbauer da kann ich dir voll und ganz zustimmen. wenn ich heute unsere kinder sehe wie gerne sie die arbeit mit den tieren machen und das mit meiner jugendzeit vergleich wo es eigentlich sicher war das es weiterging so stimmt es mich sehr traurig wenn man sieht was die politik vor hat. denn bei uns im alpenraum gibt es sicher kein übermäßiges wachsen der betriebe und wenn heute schon bei uns schutzwälder auf kosten der algemeinheit verjüngert werden müßen weil sie sonst eher eine gefahr werden wird es sicher keinen sinn machen die steilen wiesenhänge auch noch zu zusetzen und daraus wald zu machen.
Mffg
Name: tiroler007 antwortet um 07-09-2008 16:16 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@johannfranz die bauern die sich damit brüsten sind jene die dem BB und den grünen banken hörig sind und nicht mehr in der lage sind selbständig zu entscheiden. geschweige den unterschied zwischen brutto und netto enkommen zu unterscheiden.
Mfg
Name: seppl antwortet um 07-09-2008 19:43 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@ tiroler
wer so viel schwachsinn wie du auf einmal verzapfst hat das Gefüge von Angebot und Nachfrage bis ins 21.ste Jahrhundert noch nicht kapiert. Denn jeden Liter Milch zu viel produziert mußt du entweder verschenken oder "vernichten" und das drückt auf den Preis pro produzierter Einheit, egal welches Produkt. Es wäre höchst an der Zeit endlich nur 99,9 Prozent oder weniger der benötigten Menge zu produzieren. Aber wie, wenn der nächste gleich wieder "Vollgas" gib"?
Denk mal eine weile darüber nach bevor du gleich wieder über bestehende, zwar nicht ganz perfekte aber doch gute und vernünftige Strukturen wie blindwüttend herziehst.
lg
seppl
Name: helmar antwortet um 07-09-2008 19:43 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
...es wird schon welche geben, die das schaffen, aber manche werden auf einen tollen Deckungsbeitrag stolz sein, und die Kreditraten und Verbindlichkeiten dabei übersehen.....so mir bekannt gewesen in der Betriebszweigauswertung...
Mfg, helmar
Name: edde antwortet um 07-09-2008 19:49 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
wenn jemand mit der milchviehhaltung zu wenig verdient möge er unverzüglich in die mutterkuhhaltung, schafhaltung , kalbinnenaufzucht oder sont was einsteigen..
mfg
Name: tiroler007 antwortet um 07-09-2008 19:56 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
was ist daran schwachsinn wenn man sagt das derjenige bauer der behauptet das er mit 30 cent noch kostendekent arbeitet nicht recht hat.
aber das ist dann die reaktion von denjenigen die bauern als schwachsinnig hinzustellen um über ihre eigenen fehler hinweg zu sehen. das mit angebot und nachfrage stimmt sicher aber das wird ja so gewollt. und wir ja noch dazu gefördert denn wenn heute ein milchbauer seinen stall umbauen will und er zur LWK geht und nicht so will wie sieh es vorschlagen dan hast du kein leichtes bauen.
Mfg
Name: beni11 antwortet um 07-09-2008 20:08 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott

Also ohne jetzt Neid wecken zu wollen - aber ich glaube daß gerade die Milchbauern nicht so schlecht verdient haben in den letzten jahren.

Wenn ich durch die Gegend rase und so schaue wer vergrößert und investiert...

Alle anderen Sparten der Landwirtschaft haben den schmerzhaften Wechsel zur wirtschaftlichen Realität schon hinter sich. Sogar die Rübenbauern.



Name: muk antwortet um 07-09-2008 20:41 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
die frau eu kommissarin hat gesagt, angebot und nachfrage regeln den preis. den bauern war der milchpreis in letzter zeit zu hoch, deshalb haben sie die menge erhöht ( mehr produziert als nachgefragt )

vielleicht wird ihnen in nächster zeit der preis zu niedrig, dann werden sie weniger produzieren.

so einfach ist das - die bauern und nur die, können selbst über den preis entscheiden - .

ich ( frau eu kommissarin ) habe die bauern nicht aufgefordert mehr zu produzieren.
Name: mfj antwortet um 07-09-2008 21:01 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@ Naturbauer - auf, wieder zu neuen "Weimarer Zeiten" meinst Du wohl...

welchen Unterdrücker, Sektierer und geifernden Maulhelden willst Du das Zepter geben - wohl dem BDM !

Frage 1.
Warum produziert man noch Milch - wenn nichts verdient wird ?

Bei Beantwortung kommt Frage 2.


Name: Johannfranz antwortet um 07-09-2008 21:11 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
......wie recht sie doch hat,die Frau Komissarin. Nur solange die Milcherzeuger das nicht kapieren,werden sie ihren Weg zum Schafott fortsetzen,bis zu Ziel.
Name: iderfdes antwortet um 07-09-2008 21:25 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Hallo beni,

dass jemand groß investiert, heißt noch nicht, dass er Geld hat, sondern nur, dass er noch zumindest kreditwürdig ist. Außerdem sind bei vielen Betrieben Umbauten notwendig durch das neue Tierschutzgesetz.

Trotzdem braucht sich niemand Sorgen zu machen, denn wie ich gerade gelesen habe, ist das Abschaffen der Ausgleichszahlungen das Beste, was einem passieren kann.
Zumindest nach dem Artikel eines gewissen John Dyson. Er schreibt nämlich darüber, wie 1985 in Neuseeland praktisch auf einen Schlag die Zahlungen für die Landwirtschaft eingestellt wurden. "Zinssätze für die Landw. stiegen um das Dreifache an, die Grundstückswerte sackten in den Keller.......die Landwirte nahmen Arbeiten an....ihre Frauen gingen arbeiten" "Das waren die besten Zeiten, die wir je erlebt haben" sagt dazu angeblich Farmer Bill Garland.

Lustigerweise führt der Autor als einen der positiven Effekte an, dass die Grundstückpreise steigen (die- wie oben erwähnt - vorher stark gefallen sind)


Und weil die dortige Landwirtschaft klimatisch und was die Betriebsgröße von mehreren Hundert ha betrifft eindeutig mit unserer vergleichbar ist, nehmen einige Länder (Schweden zum Beispiel) das zum Anlass, dasselbe auch hierzulande umzusetzen.

Tu felix Bäuerlein

Name: helmar antwortet um 07-09-2008 22:04 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Es wird dich vielleicht überraschen, lieber Muk, aber wost recht hast, hast recht.....
Mfg, helmar
Name: Fetzerl antwortet um 07-09-2008 23:17 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@ iderfdes: Gibts den von dir angesprochenen Artikel irgendwo im Internet zu lesen?

Danke, Franz
Name: grafeder antwortet um 07-09-2008 23:46 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Wenn man weiß, welcher Weg zum Schafott führt, dürfte es doch kein Problem sein, diesen nicht zu beschreiten???
Name: Fadinger antwortet um 08-09-2008 01:21 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Hallo!

Ja grafeder, nur muß man dazu zumindest stehenbleiben oder eben eine andere Richtung einschlagen. Und solange die große Masse den Weg zum Schafott bereitwillig mitgeht und den "Abtrünnigen" zuruft "unser Weg ist richtig", "man kann doch nicht in die andere Richtung gehen" und "die Gesetze sind nun mal so", ist es halt schon ziemlich schwierig .....

@Fetzerl,
da gibt es so Seiten im www, die nennen sich Google usw. .... ;-)
Und laut Dr Google dürfte sich "derderfdes" auf diesen Artikel beziehen.

Gruß F
Name: walterst antwortet um 08-09-2008 05:27 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Ich kenn mich da nicht so aus, aber was ich so gehört habe, ist der Weg zum Schafott in der Regel ein unfreiwilliger und die Abzweigungen und Auswege am Schafott vorbei sind in den seltensten Fällen frei wählbar. Auch den Zeitpunkt, da am Schafott das Ende kommt, bestimmt nicht der Delinquent.

Walter
Name: rossz antwortet um 08-09-2008 07:41 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@ tiroler 007

Für manche Bäuerleins wäre es besser ,wenn sie auf die
Kugerlrechenmaschine umsteigen würden,weil von
Kalkulation haben die meisten eh keine Ahnung obwohl fast jeder
das Kalkulationsprogramm Excel auf seinen Rechner hat.

Aber das funktioniert auch nur dann,wenn man Brutto und Netto
unterscheiden kann.

Rossz
Name: tiroler007 antwortet um 08-09-2008 08:52 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@rossz Darum wäre ich dafür das jeder bauer verpflichtet würde eine einfache buchführung wie zum beispiel die für den grünen bericht zu machen. aber die argumente der gegner kenne ich allzu gut. wir machen sie schon über 30 jahre jedes monat und haben daher eine gute übersicht wo das geld gebliben ist. aber wenn man das anspricht wird man ja als wanhnsinniger hingestellt aber diese zeit die ich für die buchführung brauche ist für mich eigentlich eine der wichtigsten arbeiten am betrieb.

Mfg tiroler
Name: Christoph38 antwortet um 08-09-2008 08:56 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Keine zahlenmässigen Aufzeichnungen zu haben, ist wie Milchkühe halten und die Leistung nie zu kontrollieren.
Name: helmar antwortet um 08-09-2008 09:19 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Da habt ihr vollkommen recht, ohne ein Mindestmass an Aufzeichnungen geht es nicht, und diese zeigen einem recht schnell die Grenzen. Und auch im äussersten Notfall, den Zeitpunkt die Notbremse zu ziehen.........oder auch nicht.
Mfg, helmar
hab gerade reingeklopft.......
Name: iderfdes antwortet um 08-09-2008 09:27 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Hallo Fetzerl,

ich hab den Artikel in "Readers digest" gelesen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es auch im Internet eine (zumindest fast identische) Version davon gibt. Hab selber was gefunden beim Googeln, kann die Seite aber nicht öffnen. Vielleicht hast du mehr Glück.

sg
Name: helmar antwortet um 08-09-2008 09:33 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Den habe ich auch gelesen......und dass es immer weniger Landwirtschaften auch in der EU und Österreich gibt, welche nach dem Schema "Bauer, Bäuerin, sonstiges eingeteiltes Fussvolk" laufen, dürfte sich auch hier schon herumgesprochen haben.........auch wenn diese Tatsache von manchen weder gern gesehen noch gewollt ist.........aber in vielen Ländern ist es Realität, dass es "normal" auch auf Bauerhöfen oder wie man das auch nennen will, nicht mehr jeder auf Gedeih und Verderb sein Leben dem Hof unterordnet...
Mfg, helmar
Name: sturmi antwortet um 08-09-2008 09:34 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Hallo Milchbauern!
Verstehe ich jetzt nicht....der Milibauer kann sich verchromte Felgen für seine Fendts leisten, kann um 1000 €/ha pachten! ;-))
MfG Sturmi
Name: tiroler007 antwortet um 08-09-2008 10:19 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
ja sturmi so ist es manche haben sogar noch eine schöne narbe von den gehörnten rindviehchern;-))))
Mfg
Name: israel antwortet um 08-09-2008 19:10 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Ein paar von euch sind wirklich wahnsinnig,wenn man bei der Milch nichts mehr verdient dann ist es wirklich besser ihr geht alle arbeiten.OH geht ja nicht,dann könnt ihr euch doch keinen Traktor um70000 Euro kaufen,Ihr seid zu bemitleiden!!
Name: ALADIN antwortet um 08-09-2008 19:40 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Warum sollte man die Bauern zwingen eine Buchfürung zu machen? Wenn einer das nicht freiwillig macht ist er (natürlich) selbst schuld. Und es werden bald wieder Flächen frei.
Name: naturbauer antwortet um 08-09-2008 20:05 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Die Antwort vom Fadinger sagt alles aus was auch ich meine! Gefällt mir die Formulierung.
mfj, du bist nicht alleine mit dieser Frage warum trotz zuwenig Einnahme Milch produziert wird. Viele von uns haben schon etliche Jahre ihren Betrieb, Haus und Hof samt Flächen übernommen. Das heißt: Um die Bude, den Betrieb in Schuss zu halten muss ständig erneuert, ausgebessert, neu gebaut werden. Das Geld kam auch aus den Zuschüssen. Diese Zuschüsse wurden bei uns zurück gefahren. Gleichzeitig aber stiegen die Betriebskosten, wie Versicherungen, einfach alles. So mir nichts dir nichts bekommt man bei uns hier keinen Job, wenn man nur Bauer gelernt hat. Alles in allem wird jetzt nix mehr gekauft, investiert...
Diese Kosten können auf eine bestimmte Zeit gespart werden. Wenn das zu lange dauert, ist der Betrieb hin. Für die nächsten gibt es ihn nicht mehr.
Jetzt sind wir in der Zeit, in der viele Betriebe somit schleichend auslaufen. Genau das und genau das, wird übersehen. Jeder denkt, aaahhhh das geht bei denen ja immer noch und noch und nöcher. In 20 Jahren gibts viele nicht mehr. Außer wir setzen einen kostendeckenden Erzeugungspreis durch. Einen Preis, wie es ihn ihn der allgemeinen Wirtschaft auch gibt.
In der übrigen Wirtschaft gibts außerdem für jeden Beruf, Sparte einen Verband, der sie und ihre Interessen vertritt. Warum dürfen, oder sollen das wir Milchbauern nicht machen? Was hast du dagegen? Den BDM kannst nicht mit der Weimarer Zeit vergleichen, weil der politisch nix am Hut hat.
Das Argument, das macht der Bauernverband, ist wertlos. Der kann nicht viel tun, wenn man weiß, dass der Milchindustreiverband beim Bauernverband Mitglied ist.
Name: pretti antwortet um 08-09-2008 20:30 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Es wäre ja schön wenn a jeder an Traktor um 70 000€ kaufen könnte.
Aber man kann einen Ebner net mit an Bergbauern vergleichn wo gar kein so großer traktor fahren kann und auch keine so großen Betriebsformen möglich sind aber sowohl davon leben müssen und vielleicht investieren das net ausschaut wie im wilden Westen.
lg Pretti
Name: muk antwortet um 08-09-2008 20:36 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
den bergbauer sein fahrzeug ( muli - transporter ) kostet nit 70.000,- euro sondern satte 100.000,- euro . und das für 200 einsatzstunden im jahr .
Name: helmar antwortet um 08-09-2008 20:36 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Lieber Naturbauer...du bist gläubig, ich bin es nicht, aber mit "hilf dir selbst, dann hilft dir Gott," fährt auch ein Atheist nicht so schlecht.......was ich damit sagen will, ist folgendes: Bis in die50, 60 iger Jahre des vorigen Jahrhunderts hat es für die Bauern keine wie immer geartete "Förderung" gegeben. Die Bauern mussten mit ihren Höfen klar kommen. Erst als es darum ging, die Produktion zu steigern, hat die Politik den Bauern unter gewissen Auflagen Geld in die Hand gegeben, um den Ist- Zustand zu verbessern. Es ging nicht nur um den neuen Stall oder Maschinen, auch so manche Zentralheizung, Badewanne und der dazugehörende Brunnen wurde "subventioniert". Vor allem aber hat sich die soziale Situaton gravierend verändert.......die durchaus richtige und notwendige Pflichtversicherung ist gekommen. Und es fing auch am Bauernhof das Geld an zu laufen......weiters ist es dem Konsumenten und Meinungsmachern wurscht gewesen, wie das Essen zustande kam, Hauptsach, es schmeckte und man bekam davon kein Bauchgrimmen.........alle diese Veränderungen, kommt mir manchmal vor, wollen von manchen einfach nicht zur Kenntnis genommen werden. Und Bauernstolz, Gruppendruck, vor allem aber das recht leicht an Kredite herankommen und vieles mehr sind eine denke ich, auf die Dauer, wie überall anderswo auch, explosive Sache...vor allem der Versuch, über eine Erhöhung der Produktion um fast jeden Preis, das Manko fallender Preise auszugleichen, da fängt sich die Spirale dann so richtig an zu drehen........Überproduktion, Preisverfall....ich hab auch keine Lösung, ausser jeden Euro den ich nicht ausgeben muss, gar nicht erst verdienen zu müssen, und immer klappts auch nicht.....und wenn man es genau nimmt, unsere sogenannte Vertretung kann in Wirklichkeit nur noch dafür sorgen, dass es nicht mit Vorschriften, Steuern u.ä. schlimmer wird, die Produktpreisgestaltung ist in Wirklichkeit nie etwas gewesen, das sie beeinflussen konnte...
Liebe Grüsse an dich und dein Familie, helmar
Name: Gourmet antwortet um 08-09-2008 20:39 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@naturbauer

Ich glaube, Du solltest Dir die übrige Wirtschaft mal genauer anschauen. Wenn es dort überall kostendeckende Preise geben würde, dann gäbe es keine Insolvenzen. Die sind aber an der Tagesordnung. Und ich vermute, dass es den meisten Wirtschaftstreibenden nach der Insolvenz weniger gut geht als ehemaligen Milchbauern, die zusätzlich zum Erwerbseinkommen noch meistens ganz gut Miete und Pacht kassieren und durch den Verkauf der Quote noch eine ordentliche, von den früheren Kollegen bezahlte, Prämie lukriert haben.

Es hat doch niemand was dagegen, wenn Milchbauern weitere Interessensvertretungen gründen. Das ist auch nicht verboten. Verboten ist aber die Bildung von Kartellen. Und das hat gute Gründe.

Was der BDM will ist, in Europa ein marktbeherrschendes Kartell der Milcherzeuger zu gründen, das dann die Preise diktiert. Da wird die übrige Gesellschaft nicht zuschauen. Das ist ziemlich sicher. Wer das nicht verstehen will, kann natürlich weiter träumen. Der Spaß hört aber dann auf, wenn Nachbarn und Kollegen, die keine Träumer sind, sondern mit richtig guter Arbeit erfolgreich sein wollen, unter Druck gesetzt werden.

Name: tiroler007 antwortet um 08-09-2008 20:40 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Nur sind die maschinen die wir brauchen im verhälniss um ein vielfaches teuerer. und wenn dann der milchpreis zudem noch politisch gedrückt werden soll dann kann man sich ausrechnen was in ein paar jahren los ist. eines ist aber auch sicher das der größte teil der überlieferten milch nicht aus diesen gebieten kommt. aber wahrscheinlich die bessere milch.
mfg
Name: helmar antwortet um 08-09-2008 20:48 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Nun, lieber Tiroler, extragefährlich(007), eine meiner Fragen bei der Sprengelversammlung betrift auch immer die Überlieferung in unserer Genossenschaft. Und da ist diese eigentlich auch bei so manchen der "Kleinen" gravierend......mir hat einmal(sogar bei einer IG Versammlung) jemand dem ich das auch glaube, erzählt, dass er einen Lieferanten kennt, der schon in Pension ist, aber weiterhin melkt und liefert, und wenn dem eine gute Kalbin gefällt, wird die auch gekauft, auch wenn die Quote im Dezember schon voll ist......aber meistens wird es schon so sein, das dort, wo die Stärke zum Füttern zugekauft wird, eher darauf gewschaut wird, nicht teuer erzeugte Milch zuverschenken.
Mfg, helmar
Name: tiroler007 antwortet um 08-09-2008 21:29 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Nein meine liebe helmar extra gefählich bin ich wirklich nicht. solche experten wie du beschrieben hast gibt es sicher mehrere aber das kann man nicht ändern. wir haben unsere leistungen bei den kühen zurückgefahren da uns das krafftfutter zu teuer geworden ist. muß aber dazu sagen das ich noch zu den extremen gehöre ( BIOBAUER) wo die preise sehr hoch sind leider muß ich noch ein paar jahre durchhalten und dann werde ich auch dem Bio den rücken kehren. denn mit diesen kosten kann man keine wirtschaftliche Milchviehhaltung bei uns im berggebiet mehr betreiben.
Mfg tiroler
Ps wird biolix nicht gerne höhren aber das sind datsachen.
Name: swissmilk antwortet um 09-09-2008 12:02 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@ gourmet
Ob der bdm ein Kartell gründen will, da bin ich mir nicht so sicher.
Wir in der Schweiz haben ab 1.1 09 keine Kontingente mehr.Also freier Markt.
In einer Konsultativabstimmung beschlossen über 80% der Produzenten,
dass die Milch über einen nationalen Pool verkauft werden soll.
Dieser soll mit den verarbeitern die Mengensteuerung organisieren.

Momentan stehen wir vor einem kleinen Desaster, da das Bundesamt;verlangt von den Verarbeitern, horende Mehrmengen bewilligt hat.
Das Ziel war klar: mit Menge den Preis drücken.

Ein Pool in jedem Land wird die Lösung sein.Dieser darf aber nicht da sein , nur den Preis zu Diktieren.
Die Menge müssen wir aber im Griff haben.

Mit unseren Auflagen im Tierschutz, wie bei der Bewirtschaftung werden wir
nie und nimmer den Konkurenzkampf mit dem rest der EU aufnehmen können.
Und ich denke das wird für Oestereich nicht anders sein.

Gruss BEAT

Name: biolix antwortet um 09-09-2008 12:45 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Lieber Tiroler !

ich finde gerade mit Bio kann man aus dem Grundfutter eine 50 Cent Biomilch machen....
aber wenn du leider viel Kraftfutter brauchst, dann wirds schwieriger, denk mal drüber nach wies mit weniger gehen könnte...

lg biolix
Name: Gourmet antwortet um 09-09-2008 12:50 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@swissmilk

Wie soll denn die flexible Mengensteuerung des BDM funktionieren, wenn nicht mit Zwang, dass alle Milcherzeuger sich daran halten müssen. So was nenne ich ein Kartell. Den Schaden haben die Konsumenten und jene Bauern die viel mehr verdienen könnten, wenn ihnen nicht jemand vorschreiben würde, wie viel sie produzieren dürfte.

Der Tierschutz hat auch in der EU einen hohen Stellenwert. Gar so unterschiedlich dürften die Bestimmungen nicht sein. Wie sieht es eigentlich aktuell mit dem Füttern von Tiermehl an Wiederkäuer in der Schweiz aus? Ist das jetzt auch verboten, oder stehen den Milchbauern in der Schweiz noch immer Futtermittel zur Verfügung, die in der EU verboten sind?

80% der Produzenten sind für einen nationalen Pool. Sind das auch 80% der Milchmenge? Ich vermute, nach Milchmenge wird es weniger sein. Die anderen 20% werden sich nicht vorschreiben lassen, wie viel Milch sie produzieren dürfen. Das dürfte nur auf gesetzlicher Grundlage möglich sein, und dabei reden alle Bürger mit, nicht nur die Milcherzeuger.

Warum wurde eigentlich die Michquote in der Schweiz abgeschafft? Soweit ich das aus der weiten Entfernung mitbekommen habe, hat das Volk so entschieden weil es gemerkt hat, dass solche Regelungen den Bürgern sehr teuer kommen und die Bauern trotzdem noch immer jammern. Und das selbe Volk wird ja jetzt nicht wieder einer ähnlichen Regelung zustimmen, wie sie vorher gewesen ist.

Wenn ich schweizer Bürger wäre, dann würde ich auf jene Bauern setzen und ihnen helfen, die versuchen, möglichst kostengünstig große Mengen von Milch zu produzieren. Davon gibt es sicherlich genug. Die sichern die Milchversorgung viel besser als streikfreudige Gruppen von Bauern, die den Milchpreis politisch sichern wollen und auch gerne mal was wegschütten wenn irgendwelche Hitzköpfe dazu aufrufen.

Name: swissmilk antwortet um 09-09-2008 13:04 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@ gourmet
Nein, Tiermehl ist schon lange verboten.
Kostengünstig produzieren wird immer auf Lasten des Tierwohls gehen.
Aber sag mir wieso hat sich in Kanada ein Preissystem durchgesetzt das die gestehungskosten der Milch berücksichtigt.
Und Angezettelt; dass mit dem Milchpool, haben nicht etwa die kleineren Produzenten,
sonder die Grossen,+- alle über350k Quote.das müssten ja also dann die sein, die sehr günstig produzieren können. Aber die sogenannten grossen Betriebe weisen alle gestehungskosten von über 0.8sfr aus.
Die Abschaffung des Kontigent war im übrigen ein Bundesratsbeschluss, keine Volksabstimmung wie mir ist.
Name: leitnfexer antwortet um 09-09-2008 13:32 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@gourmet
dir wärs wohl am liebsten, die chem. industrie könnte milch herstellen(0815einheitsmilch)? kühe sind ja schließlich für dich auch nur milchleistungsroboter, oder?
Name: Gourmet antwortet um 09-09-2008 14:04 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@swissmilk

Ich kenne das System in Kanada zu wenig, um mir eine umfangreiche Meinung darüber bilden zu können. Soweit ich es bisher verstanden habe, ist es ein sehr starres System das vor allem durch extrem hohe Quotenpreise auffällt. Der Wert der Quote wird sogar von Banken als Sicherstellung akzeptiert. Wollen wir das wirklich in Europa? Ein System wo nur finanzstarke Leute es sich leisten können, in die Milchproduktion einzusteigen? Bei der Struktur unserer Milchbauern in Mitteleuropa würden es dann vor allem jene sein, die hauptsächlich in nichtlandwirtschaftlichen Bereichen Geld verdienen und dieses dann in Milchlieferrechten anlegen. Also Industrielle, Hotelbesitzer, Schottergrubenbauern, Baulandbauern, ..... Hat da der normale Vollerwerbsbauer, der von der Milch leben will, was davon?


@leitnfexer

Wie kommst Du zu diesen Unterstellungen. Da wehre ich mich dagegen. Industriell gefertigte Milch wäre keine Milch.
Ich finde nur, man sollte ein gutes Einkommen aus der Milchwirtschaft nicht über politische Aktionen zu erreichen versuchen weil diese Versprechen sehr unsicher sind, sondern durch Verbesserungen in der Produktion. Da ist noch viel Potential drin.
Name: walterst antwortet um 09-09-2008 14:22 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@leitnfexer
Hast es eh verstanden, was der Gourmet meint.
Du musst einfach produktiver werden. Ganz einfach. Oder den Platz einem anderen überlassen, der richtig gut ist und das billig produzieren auch gscheit beherrscht. Ich geh jetzt wieder Leitnmähen.

Walter
Name: swissmilk antwortet um 09-09-2008 14:27 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Nein der normale Bauer hätte nach deiner Argumentation nichts davon.
Bin dafür das nur die Grundquote verkauft werden kann.Und verpachten sollte man nur 20% der eigenen Quote können.Dieser 2 Schritt würde dem Sofamelkertum ein Ende bereiten.
Die Quote dürfte nur unter Produzierenden gehandelt werden.
Bei uns wollen sie leider ab nächstes Jahr kein Handel mehr.Dieser Schritt bremst aber den(notwendigen) Strukturwandel.Da keiner gratis aufhöhren wird.
Aber ich bleibe Dabei: Bei freier Marktwirtschaft kann ,ohne massive Förderungen, nicht nur wegen der topographischen Bedingungen, keine rentable Milchwirtschaft betrieben werden.

Name: Gourmet antwortet um 09-09-2008 14:59 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@walterst

Wieso sollte ich meinen, der leitnfexer sollte produktiver werden, wenn ich nicht mal weiß, wie produktiv er jetzt ist? Es kann ja sein, dass er genau die Wirtschaftsweise hat, die zu ihm passt und die er haben will. Wir diskutieren hier auch nicht über die Wirtschaftsweise vom leitnfexer persönlich sondern allgemein.
Den Platz einem anderen überlassen, so was kann nur jemandem wie Dir einfallen, der offensichtlich eine etwas brutale Denkweise hat. Hast Du nicht vor einigen Tagen hier irgendwo geschrieben, man sollte Politiker in einen Sack stecken, ordentlich draufschlagen und dann schauen, wer die meisten blauen Flecken hat? Ich überlege wirklich, ob ich mit Leuten die solche brutale Einstellungen haben, überhaupt diskutieren soll.

Andererseits hat es auch positive Seiten, zu wissen, wie manche Leute denken. Auf manche Sachen würde man selber, gar nicht kommen. Ich erinnere mich gerade daran, als Du als Einpeitscher der IG-Milch beim Milchstreik berichtet hast, dass Du die ganze Butter in einem Supermarktregal aufgekauft hast. Offensichtlich um den Eindruck zu erwecken, Butter wäre knapp. Also eigentlich ein Schwindel. Das wäre schon fast lustig, wenn es mich nicht etwas traurig machen würde, dass viele Bauern solchen unsinnigen Aktionen folgen, ohne weiter nachzudenken und dann nach Monaten erst draufkommen, dass sie selber den finanziellen Schaden haben.


@swissmilk

Ich vermute, die Zeit der Quoten und der komplizierten Handelsregeln sind vorbei. Wenn die Quoten abgeschafft sind, ist auch das Sofamelkertum zu Ende.
Vor einigen Tagen habe ich erzählt bekommen, dass es auch in der Schweiz viele große Milchviehbetriebe gibt die in europäischen Verhältnissen locker mithalten können. Jetzt schon. Vor allem in der Westschweiz. Der alte bärtige Mann, der auf der Alm einige Kühe melkt, kommt halt nur in der Werbung vor. Die Masse der Milch wird anders produziert.
Rentable Milchwirtschaft wird es immer geben. Und zwar dort, wo Produzenten es schaffen, die klimatischen und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen optimal zu nutzen und die Milch gut zu verkaufen. Da kann kein Staat helfen, das muss jeder selber organisieren. Ich bin schon froh, wenn jetzt die Steine weggeräumt werden, die bisher den Milchproduzenten in den Weg gelegt wurden.

Name: swissmilk antwortet um 09-09-2008 16:25 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Ist dann aber schon komisch das beim Milchstreik die Grossbauern, vor allem auch aus der Westschweiz, dir radikalsten waren.U a uniterre und big m
Name: walterst antwortet um 09-09-2008 16:37 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@gourmet
Dann hab ich Dich wohl falsch verstanden bei Deiner Antwort an den leitnfexer.

Zum Thema: Politiker in einen Sack:
Beim Tatsachenverdrehen überholt Dich aber auch nicht so schnell wer.

Beni11 wollte sich täglich bei den Grünen mit einem zweizölligen Stock bedanken.
Ich habe ihn dazu aufgefordert, wenn er schon zur Selbstjustiz greift, zuerst die Schuldigen zu eruieren und nachdem er, wenn er schon glaubt, diese schlagen zu müssen überprüfen soll, ob seine Einschätzung richtig war. Wenn Du das im übertragenen Sinn gemeinte falsch aufgefasst hast, dann tut es mir leid.

Gewaltbereitschaft lasse ich mir von Dir ganz sicher nicht unterstellen. Das merk Dir bitte.

Walter
Name: beni11 antwortet um 09-09-2008 18:16 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@ Walterst:

Ich verwehre mich gegen die Unterstellung, ich wollte mich "täglich bei den Grünen mit einem zweizölligen Stock (für die Dummheiten im neuen UBAG) bedanken".

Wahr ist vielmehr daß ich zu dieser Tätigkeit einen (Ein)Zölligen Stock benützen würde.

Den Unterschied kann ich dir bei Bedarf nach rechtzeitiger Voranmeldung gerne mal demonstrieren! :-)
Name: helmar antwortet um 09-09-2008 19:41 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Aber warum denn hauen, meine Lieben..........den Blühstreifen abgrasen lassen wär schon okay, denn viele dieser Herrschaften mögen eh kein Fleisch.........aber da würd an wohl eine ordentlichen weidezaun brauchen.
Mfg, helmar
Name: mfj antwortet um 09-09-2008 19:47 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
...um wieder zur Überschrift zurück zukehren.

Der Milchpreis gibt laut neuesten Marktanalysen im Herbst nochmal etwas nach...

Daher sollte man nach "der göttlichen Eingebung zum Milchstreik" den BDM und IG -Wegelagerer mit einem "Dreizoll" Stock züchtigen, oder soll man schon eher Mitleid haben, und mit drei Meter Halfter am Wegerand postieren.

Wer "Anstand" und "Selbstwertgefühl" von diesen Damen und Herren hätte - ginge freiweilig zum Amtenthebungs-Schaffot !!
Name: helmar antwortet um 09-09-2008 19:53 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Naja Mfj..........hier sind so manche schon sehr diskret unterwegs....
Mfg, helmar
Name: 0815 antwortet um 09-09-2008 20:26 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@tiroler
Am 29. 6. 2008 um 12 h 45 warst du noch ein überzeugter BIOBAUER! Da hast mich angeflegelt, weil ich kritisches zu BIO geschrieben habe! Warum eigentlich dein plötzlicher Sinneswandel? Einen Grund hast du eh geschrieben. Aber das alleine kann es sicher nicht sein, da müssen andere Gründe noch da sein!
Name: helmar antwortet um 09-09-2008 20:36 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Naja, wenn Biolix so seine Weisheiten über die biologische Fütterung von FV Kühen, welche halt von ihrer Genetik her halt auf locker das Doppelte an Milchleistung als vor 30 Jahren ausgelegt sind, ganz besonders auch in Tirol, weil dort öfter HF eingesetzt wird, den Ratschlag gibt, wenn das Biogetreide zu teuer ist, halt mit dem Grundfutter zu werkeln, dann kann ich mir schon denken, dass das dem Tiroler sauer aufstösst.....mit Zwergzebus würds wohl problemlos gehen und mit Highland auch, aber ob diese schon in der Milchviehhaltung gehalten werden, wird wohl nicht mal der Biolix wissen....
Mfg, helmar
Name: tiroler007 antwortet um 09-09-2008 21:01 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
@0815 da hast du schon recht das ich damals noch voll und ganz dahintergestanden bin stehe ja auch heute noch aber aus betriebswitrtschafflicher seite wird es halt unmöglich bei uns vernünftig biomilchvieh haltung zu betreiben.und auf zwergzebus will ich halt auch nicht umstellen aber wäre eine gute überlegung. wie ist bei denen die anrechnung pro GVE . so wie ziegen??
Nein im ernst es nur mit Grundfutter auch wenn die Qualität passt ist es nicht mehr möglich die Kühe richtig zu füttern. und nur für die Kerndlbauern und futtermittelhändler zu arbeiten habe ich auch keine lust mehr.
Mfg tiroler
Name: mfj antwortet um 09-09-2008 21:10 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchbauern auf dem Weg zum Schafott
Lieber Tiroler,

in München gibts den Verein für "gefallene Mädchen"...

wir sollten die Iniative für "gefallene Biobauern" ins Auge fassen.

Mit Themen wie "Bio war von Anfang an eine Sekte" oder
"Mutter Natur ist Gentechnikerin" gäbe es genug Süßholz zum Raspeln und genug Gegenwind ;-)