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Wiesenrotklee in Hülle & Fülle - Warum?

  Antworten: 7

Name: grafeder 20-07-2008 20:18 nach oben

Tagebuch
Wiesenrotklee in Hülle & Fülle - Warum?
Auf einer meinen Bio-Mähweiden vermehrt sich der Wiesenrotklee rapide. Ein toller Aufwuchs der aussieht wie eine gesäte Rotkleegrasmischung.

Was ist der Grund dafür, dass sich diese Leguminose von selber so vermehrt? Was fördert den Wiesenrotklee und was vertreibt ihn? Welche Unterschiede bestehen zum "Kultur"-Rotklee welchen man sät?
Name: helmar antwortet um 20-07-2008 22:45 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Wiesenrotklee in Hülle & Fülle - Warum?
Wiesenrotklee ist früher gekommen, wenn man das sogenannte Thomasmehl gestreut hat. Hat es vielleicht mit Schafmist zu tun? Bei Rindern ist, was die Gefahr des Blähens betrifft, der Weißklee heikler.
Mfg, helmar
Name: ALADIN antwortet um 21-07-2008 07:11 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Wiesenrotklee in Hülle & Fülle - Warum?
Meinst du mit Wiesenrotklee eine eigene Sorte? Der "normale" Rotklee hält ja normalerweise nur ein Hauptnutzungsjahr und verschwindet dann wieder. Gibt es vielleicht einen "Weißklee", der rot oder rosa blüht?
Name: helmar antwortet um 21-07-2008 07:48 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Wiesenrotklee in Hülle & Fülle - Warum?
Es ist eine eigene Sorte, welche in artenreichen Naturwiesenbeständen vorkommt,Erkennt ma n den Blättern, zumindest bei uns......und wenn viele frühe Schnitte erfolgen, dann wird er zurückgedrängt. Kann sein dass er durch die Schnittzeitauflagen wieder kommt....
Liebe Grüsse, helmar
Name: grafeder antwortet um 21-07-2008 08:58 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Wiesenrotklee in Hülle & Fülle - Warum?
Der Wiesenrotklee ist der "normale" Rotklee der von selber kommt. Er ist etwas kleiner vom Wuchs und hat spitze Blätter. Weißklee habe ich zusätzlich viel auf der Fläche. Das mit dem Thomasmehl war einmal, wird aber seit mehr als 25 Jahren auf dieser Fläche nicht ausgebracht. Grundsätzlich wird fast gar nichts gedüngt, da die Tiere eh alles abmisten. Nach der Weide erfolgt grundsätzlich ein Reinigungsschnitt. Dabei wird automatisch der Kot verteilt. Alle paar Jahre dünge ich die Fläche mal mit ca. 8-10 to halbkompostiertem Mist/ha. Kalkung wurde die letzte vor 8 Jahren durchgeführt, mit MgCaC03 und max. 1500 kg/ha und wird sich auch in Zukunft fast erübrigen, da ich zu 90% strohreichen Festmist habe.

Fast kein Kalk, kein Steinmehl - nichts! Grundsätztlich lieben die Leguminosen Kobalt und Kalk (zumindest einen höheren pH-Wert) - dachte ich - doch ich wüßte nicht, wie das in Mengen jährlich auf meine Fläche kommen sollte.

Frühe Schnitte erfolgen selten, da wenig siliert wird.

Danke für den Hinweis!
Name: Kathi antwortet um 21-07-2008 11:15 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Wiesenrotklee in Hülle & Fülle - Warum?
Hallo Graf

ich habe so das Gefühl, dass heuer dem Rotklee das Wetter ganz ausgezeichnet passt und dadurch gewaltig schiebt.

LG
Kathi
Name: walterst antwortet um 21-07-2008 12:57 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Wiesenrotklee in Hülle & Fülle - Warum?
Wär mal genau nachzusehen, ob es sich nicht um den Zick-Zack-Klee handelt und nicht um den Rotklee.

Walter
Name: Fadinger antwortet um 21-07-2008 14:55 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Wiesenrotklee in Hülle & Fülle - Warum?
Hallo!

Klee generell, auch andere Kleearten wie Luzerne, wird durch eine extensivere Nutzung begünstigt. Eben durch weniger und spätere Schnitte, vor allem aber keine Beweidung oder Schnitt im Spätherbst mehr. Wie bei allen staudenartigen Pflanzen ist ein kräftiger Wurzelstock die "Lebensversicherung" für das nächste Jahr. Der heurige Winter dürfte dem Klee zusätzlich entgegengekommen sein.
Erhöhtes Kleeaufkommen ist aber wenig Grund zur Beunruhigung, die Bodengesundheit selbst ist in Ordnung, solche Flächen sind sogar resistenter gegen Trockenheit. Auch das Futter dieser Fächen ist nicht schlecht, es eignet sich halt eher als Weide, weil gerne gefressen, oder zum Heuen als für Silagebereitung.

Gruß F
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