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Es sind 13814 Diskussionen online

Ich gestehe, gefährlich ist fast alles

  Antworten: 118

Name: biolix 13-07-2008 18:29 nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
hallo !

gestern ein Brand in einem SChwedischen AKW, heute das...

es ist keine "Angstmacherei"... das sind tatsachen vor denen man wirklich mal angst haben sollte und den Menschenverstand einsetzen könnte... aber nein, wir sind doch eh die größten "Verdrängungsweltmeister" ....

g biolix

Zwischenfall in spanischem Atomreaktor nahe Valencia http://www.orf.at/
zurückDas spanische Kernkraftwerk Cofrentes hat heute einen Zwischenfall gemeldet. Kurz vor 5.00 Uhr sei es zu einer unerwarteten Überspannung gekommen, teilte der spanische Atomsicherheitsrat mit.

Weder für die Beschäftigten noch für Bevölkerung oder Umwelt habe ein Risiko bestanden, hieß es. Die Sicherheitssysteme hätten ein Austreten von Radioaktivität verhindert. Es war bereits der vierte Sicherheitsalarm des Kernkraftwerks in den vergangenen zwölf Tagen. Der 1975 gebaute Siedewasserreaktor liegt rund 90 Kilometer von Valencia entfernt.

Name: helmar antwortet um 13-07-2008 19:02 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
Die vorhandenen AKWs absichern so gut es geht, und keine neuen mehr bauen, und nicht vor jeder Bürgeriniative, welche sich wegen der Windkraftanlagen bildet, in die Knie gehen, so könnte es in Zukunft aussehen........auch kleine Wasserkraftwerke dürften nicht mit unsinnigen Auflagen zugepflastert werden. Die noch vorhandenen bringen auch ihre Leistung, auch wenn, oder gerade weil die Technik noch relativ unkompliziert ist.
Mfg, helmar
Name: biolix antwortet um 13-07-2008 19:43 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
ich unterstütz dich bei angeblich "grünen" Bürgerinitiativen, ruf mich an.....

aber du komsich, im Weinviertel gitbs von zig ÖVP Bürgermeistern ein "Nein zur Windkraft" in ihrer Gemeinde, kümmerst dich du eh um die....

g biolix
Name: helmar antwortet um 13-07-2008 19:49 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
Die meisten dieser Bürgermeister werden wohl Bürgermeister bleiben wollen, und wenn ich so an die Aktionen bei uns in der Gemeinde gegen Baumit denke, dann wurden/werden diese eher von erst vor kürzerer oder längerer Zeit neu hier zugezogenen, oft Zweitwohnsitzern, initiert, und unterstützt wurden diese oft von jenen alteingesessenen, welche vermeintlich oder tatsächlich bei der Vergabe von Posten nicht zum Zug gekommen sind usw.
Mfg, helmar
Name: Noro antwortet um 13-07-2008 19:51 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
also ich find die Atomkraft relativ ungefährlich - für die natur. wenn man sich tschernobyl anschaut ist heute wieder reine natur, stehen nur noch ruinen rum, selbst der aspalt wurde von wurzeln durch bohrt und ist unter Gras verschwunden.
viele tiere finden dort heute schutz und einen neuen lebensraum und müssen keine angst haben gejagt zu werden.

in unsrer heutigen dicht besiedelten fläche kann der natur sehr wahrscheinlich nichts bessres wiederfahren.

klar für uns menschen ist das problematisch und auch nicht ungefährlich, aber ich denke, die großte gefahrenquelle ist immer noch der mensch selbst z.B terroranschlag, fehlverhalten,..., aber wir werden nicht um die atomenergie herrumkommen, wenn wir eine saubere energie haben wollen.
Name: grafeder antwortet um 13-07-2008 20:06 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
Na Puuuuh!

Tief durchatmen kann man da nur sagen!

Kernenergie als saubere Energie? Nur weil man nichts hört und sieht? - Bedenklich!

Doch auch die Kernenergie ist begrenzt, denn es gibt auch nicht unendlich viel Uran das man anreichern kann. Dies würde mit der Zunahme der Kernkraftwerke auch immer stärker nachgefragt und damit teurer werden.

Also ich finde Wind und Sonne genau so sauber wie Kernenergie. Unsichtbar, raucht und stinkt nicht!
Name: schellniesel antwortet um 13-07-2008 20:18 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
@grafeder
"ich finde Kernenergie genau so sauber wie wind und sonne...."
Na ja Ich würde schon sagen das wind und sonne nicht gerade tonnen von Atommüll erzeugen denn wir dann tief im Berg verstecken und hoffen das unsere kindes kinder nie darauf stoßen.
Wer atomenergei als saubere lösung sieht soll mal nachdenken welcher aufwand hier betriebnen wird um die Radioaktivität zu kontrolieren. Und ein Fehler kann zur Katastrophe führen.
wenn ein windrad wirklich bricht dann erschlägt es vielleicht einen, bei solar verbrennt sich höchstens einmal wer, wenn ein atomreaktor bricht sind Tausende oder sogar millionen Menschen tod.
Mfg schellniesel
Name: biolix antwortet um 13-07-2008 20:24 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
Lieber Noro !

du solltest wirklich nachdenken was wir wegen 2,5% der WEltenergieerzeugung mit Atomkraft so alles riskieren... und eine Wette, ich will sie zwar nciht gewinnen denn ich will keinen kleinen GAU, aber einer in Europa und alle Werke werden sowieso zu gesperrt.... also da noch geld rein zu stecken ist schwa´chsinn...

lg biolix
Name: Noro antwortet um 13-07-2008 20:52 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
sorry, bin bisschen falsch rübergekommen..... hier in D kommt die Diskussion auf: Atomenergie oder Braunkohlekraftwerk.
Das uran reicht uns noch schätzungsweise 60 bis 100 jahre die Braunkohle , nur für D, 300 jahre, allerdings sind die CO2 emissionen bei der Braunkohle beträchtlich und somit bevorzuge ich wirklich die Atomkraft als die Braunkohle.

zu den anzahl der Toten, wenn ein Atomkraftwerk explodiert. das kraftwerkexplodiert ja bei einem unfall nicht wie eine atombombe, mit grellem lichtblitz und viel hitze, sondern im "normal" fall zerfliegt der reaktor und radioaktive strahlung geht in die luft und verstrahlt die umwelt, da jedoch eine strahlung durch aus "geheilt" werden kann ist mit einer maximalen totenzahl von 10.000 zur rechnen....

ich hab zwar tschernobyl nicht erlebt, hab aber eine menge an berichten und dokumentationen angeschaut, die meisten toten, rund 6.000 (?) waren die liquidatoren, also die, die die aufräumung übernehmen mussten. da sie nicht optimal geschützt waren und die verstrahlten teile einfassen mussten, wurden sie verstärkt mit radioaktivität ausgesetzt...
Name: biolix antwortet um 13-07-2008 21:03 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
Lieber Noro !

darf ich fragen wie alt du bist ?

weißt du was passiert wenn das selbe wie in Tschernobyl was ich wirklich wirklich nicht hoffe in Mitteleuropa udn z.b. in bayern passiert ?

Weißt du wie viel km2 in Tschernobyl wieder der "Natur" zurück gegeben wurde, und was das alleine an VOlkswirtschaftlichen Schaden in Mitteleuropa ausmachen würde...

Und von den toten und Krebserkrankungen die nächsten jahrzehnte sind deine 6000 ? ja aber sowas vvon weit entfernt... noro, guten morgen...

Kohle statt Atom muß man sich erst einreden lassen bevor man es glaubt, warum haben wir es geschafft minus 80% in 8 jahren, glaubst das schaffen nicht andere auch, denn dann könne wir die Kohlekraftwerke ausschalten....

lg biolix
Name: walterst antwortet um 13-07-2008 21:12 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
@NOro:

Die "Heilung" der Strahlung nach einem Atomkraftunfall wie Tschernobyl hätte mich jetzt aber echt interessiert.

Deine Heilmethode dürfte 1986 noch nicht voll entwickelt gewesen sein, sonst hätten wir trotz der gewaltigen Entfernung zu Tschernobyl nicht so viel zu tun gehabt und wären nicht noch heute hohe Konzentrationen von Strahlung zu finden.

Wie geht denn die Heilung und wieviele Tote dürfen denn Deiner Meinung nach sein?

Ist es für Dich akzeptabel, wenn größere Teile Deutschlands für ein paar Zehntausend Jahre nicht mehr bewohnbar sind?

Wie läuft es denn so mit der Endlagerung in Deutschland?

Walter


Name: Veltliner antwortet um 13-07-2008 22:14 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
Hallo

Lieber biolix, jetzt muß ich dir wieder einmal widersprechen.

Fahr einmal auf der Brünnerstraße von Drasenhofen richtung Wien, dort stehen soviele Windräder die kannst wahrscheinlich gar nicht zählen, selbst auf einenm Grundstück von mir sollte einmal ein Windrad aufgestellt werden.
Den Windpark wollte der ÖVP Bürgermeister Karl Wilfing- Carlo errichten, so schnell hast gar nicht schauen können und es waren Leute von ganz Österreich, Leute die noch nie in unserer Gegend waren, hier um zu demonstrieren, Befragungen wurden abgehalten, Befürworter wurden beschimpft. Diskussionsrunden wurden abgehalten, wobei nur ein Befürworter und fünf Gegner eingeladen worden sind.

Also so leicht ist es nicht einen Windpark zu errichten, der besagte wurde nicht errichtet.

Übrigens, die auf der Brünnerstraße wurden sämtliche in Gemeinden mit ÖVP Bürgemeistern errichtet

mfg
Veltliner

PS: Ich bin ein totaler Fan von Windkraft und Gegner von AKW
Name: Josef_Knecht antwortet um 13-07-2008 22:34 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....


"...da jedoch eine strahlung durch aus "geheilt" werden kann"

eine derartige Dummheit, bereitet mir körperliche Schmerzen...!!!
Name: biolix antwortet um 13-07-2008 22:39 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
Bravo Veltliner, bravo den Bürgermeister.. na dann hilf mir, wo im Weinviertel wohnen dann die "anderen ÖVp Bürgermeister" aber ich werde sie dir schreiben wenn ichs wieder raus gesucht habe... lg biolix
Name: diewahrheitist antwortet um 13-07-2008 22:48 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
@ Noro:

"Geheilt" werden kann hier nichts. Der an Lebewesen durch Strahlung ua entstandene Krebs mag vielleicht behandelt werden, aber der einsetzende Zerfall der Organismen kann nicht aufgehalten werden. Höchstens eine Prävention bzw. Minderung der Aufnahme der radioaktiv verstrahlten Teilchen ist möglich zb durch Kaliumjodid-Tabletten.

Und es ist schlichtweg falsch, dass es keine Langzeitwirkungen von radioaktiver Verstrahlung gibt. Die angeblich "heute wieder reine Natur" in Tschernobyl existiert nicht. Die Strahlenbelastung ist nach wie vor gegeben, nur nimmt sie gemäß der bekannten Halbwertszeiten langsam, aber sicher ab. Das ist aber ein Prozess von vielen Jahren (bis zu tausenden Generationen!), je nach radioaktivem Stoff.
Nur weil dort Gras wächst, heißt das noch lange nicht, dass menschliches Leben dort möglich bzw. ungefährlich wäre. Ist nach wie vor Sperrgebiet und nicht umsonst wird jetzt ein neuer, meines Wissens mehr als eine Milliarde Euros teurer Strahlenschutzmantel um Ground Zero gebaut. Solche "Investitionen" würden nicht getätigt, wäre dort die "reine Natur".

Im Übrigen ist Kernenergie weder sauber, noch billiger als Alternativen:

Wenn das vorhandene Uran nach heutigen Schätzungen und heutigem Verbrauch noch 60-100 Jahre reichen sollte, heißt das folgendes: Durch den momentan erfolgenden, ungerechtfertigterweise mit der Klimapolitik begründeten Atomenergie-Boom sowie erstarkende Länder wie Iran etc, die nun auch auf dem globalen Uran- und Plutoniummarkt als potente Käufer auftreten, verstärkt sich die Nachfrage, was erstens die Preise in die Höhe treibt und gleichzeitig die Verfügbarkeitsdauer reduziert. Somit wird diese Energie mit Sicherheit immer teurer und wohl kaum wesentlich sicherer werden. Der illegale Handel mit Atommüll wird auch nicht weniger werden. Atombomben werden ua damit gefüttert.
Somit stellt sich auf der Kostenseite höchstens noch die Frage, ob andere Energiequellen noch schneller teurer werden auf lange Sicht. Da aber beim Uran momentan nicht einmal die schon jetzt vorhandene Nachfrage befriedigt werden kann und die Förderung nicht besonders ausbaufähig ist, halte ich die Situation vergleichbar mit jener des Erdöls, welches bekannterweise nicht gerade im Begriff ist, billiger zu werden. Gerade zum Ende der Verfügbarkeit werden derartige nicht-erneuerbare Rohstoffe extrem teuer und daher verstehe ich nicht, wie man angesichts der Rentabilitätsdauer von AKWs von ca. 30 Jahren aufwärts noch auf diese Technologie so einseitig setzen kann. Eine Zwischenlösung zur Verhinderung einer Energiekrise mag es ja sein, aber dauerhaft ist es ja bewiesenermaßen nicht geeignet mangels Rohstoff. Warum nicht gleich ordentlich in die Erneuerbaren investieren, damit diese leistungsfähiger und damit wirklich konkurrenzfähig werden?

Link zur Uranpreis-Entwicklung: http://www.uranium.info/index.cfm?go=c.page&id=36
(Haftungsausschluss: Habe keinen Einfluss auf den Inhalt dieser Seite und kann daher keine Haftung für Rechtmäßigkeit des Inhalts übernehmen.)

mfg diewahrheitist
Name: Veltliner antwortet um 13-07-2008 23:00 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
Ein beachtlicher Teil der Windräder steht auf Eigentum von Fürst Liechtenstein, das ist Wilfersdorfer Ried, dort gibt es einen ÖVP-Bürgermeister (Ing. Döltl Anton).
Auch in Gaweinsthaler Riede stehen schon eine ganze Menge (ÖVP Johann Plach)
In Zistersdorf stehen denke ich die Meisten, da dort der Steinberg recht ideal als Windlage ist auch dort gibt es einen ÖVP Bürgermeister (Wolfgang Peischl)

Der Fehler bei so Windräder ist denke ich das sie zu großflächig auf geteilt werden, die könnte man sicher viel enger zusammenstellen

mfg
Veltliner
Name: schellniesel antwortet um 13-07-2008 23:18 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
Wie diewahrheitist schon richtig erwähnt hat muss um den Ground zero in Tschernobyl der Strahlenschutzmantel restauriert werden. Das ganze hätte eigentlich schon vor 5 bis 10 Jahren passieren müssen wie in Russland halt üblich ist das so schön langsam an die Öffentlickkeit gelangt. Wissenschaftler haben festgestellt das dieser Betonmantel denn sie damals errichtet haben nur einen geringen Prozentsatz der Strahlung zurückhält. Und das schon immer. Noch dazu ist dieser auch schon ziemlich pröckelig geworden in den letzten 22 Jahren. Was nicht gerade die Wiksamkeit erhöht hat. Russland wollte für die geplante Renovierung nichteinmal die Kosten alleine Tragen sondern wollte die Europäischen staaten auch noch zur kassa bitten.
Wenn hier einer von nur tausenden toten in Europa bei einem Supergau spricht der hat keine ahnung welch ein Glück die menschheit eigentlich in Tschernobyl noch gehabt hat. diese Katastrophe hätte noch viel schlimmere ausmaße annehmen Können hätte sich die Kernschmelze noch fortgestetz man hätte hier nichteinmal schutzmasnahmen am reaktor selbst errichtet können.
Mfg schellniesel
Name: Else antwortet um 14-07-2008 00:12 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
biolix, auch ich ...

Am 8. Juli 2008 hörte ich die Morgen-Nachrichten auf Ö1: es ging um Frankreich (da gibts ja massenhaft AKWs ...) und um eine "kleine" Uran-Panne ...

Meine Gedanken nachdem ich realisiert habe, daß ich nicht träume, sondern Radio höre: bin ich froh, daß ich schon alt bin, daß ich keine Nachkommen habe (wie egoistisch!) usw.

*************************

Aufgrund Deines Beitrages habe ich nun im I-Net nachgesehen. Hier ein paar Auszüge:

"Uranlösung ausgelaufen
© ZEIT online 9.7.2008 - 12:05 Uhr
Aus einer Atomanlage in Südfrankreich sind 30.000 Liter einer radioaktiven Uranlösung ausgetreten. Die Gefahr für die Bevölkerung ist unklar.
Der Unfall hatte sich am Dienstagmorgen um 6.30 Uhr in einem Werk zur Behandlung von Atomabfällen in der Nähe des südfranzösischen Avignon ereignet. Die Behörden hatten aber bis zum Abend mit der Bekanntgabe gewartet. Nach Angaben der französischen Aufsichtsbehörde ASN enthält die ausgetretene Flüssigkeit zwölf Gramm Uran pro Liter. Ein Kessel mit solcher Uranlösungen sei übergelaufen, da ein Rückhaltebecken wegen Arbeiten undicht gewesen sei. Ein Teil der Lösung sei über Regenwasser in die Flüsse Gaffière und Lauzon gelangt.
Die Behörden verboten den Anwohnern in drei Gemeinden, Wasser aus den beiden Flüssen zu entnehmen, in ihnen zu baden oder dort gefangene Fische zu essen. Trotz dieser Maßnahmen sprach die ASN von einer „geringen“ Gefahr für die Bevölkerung. Das ausgetretene Uran ist anscheinend nicht angereichert gewesen, war also nicht für die Kernspaltung im Kraftwerk aufgearbeitet.
Nach Einschätzung unabhängiger Forscher ist die Umwelt jedoch stärker mit Strahlung belastet worden als bisher von den Behörden eingeräumt. Man könne davon ausgehen, dass die Strahlung 100 Mal höher sei als die für das Gesamtjahr zulässige Obergrenze, erklärte die Kommission für Unabhängige Forschung und Information über Radioaktivität (CRIIRAD) am Mittwoch.
Die Umweltschutzbewegung Sortir du Nucléaire hält es für „unmöglich“, dass es keine Gesundheitsgefährdung gebe. Angesichts der ausgetretenen Menge von 30.000 Litern erklärte die Organisation: „Wenn die von der ASN akzeptierten Zahlen stimmen, macht das 360 Kilogramm Uran.“ Wer damit verseuchtes Wasser trinke, habe die Partikel im Körper - auch bei geringer Strahlung entstehe dann erhebliche Krebsgefahr.
Betreiber der Atomanlage Tricastin ist der Energiekonzern Electricité de France (EDF). Zur 28 Jahre alten Anlage gehört neben einem Kernkraftwerk auch die Urananreicherungsanlage Eurodif, die drei Viertel des vom Kraftwerk produzierten Stroms verbraucht.
Die Anlage war schon mehrfach mit Problemen in die Schlagzeilen geraten. Wegen einer fehlerhaften Kühlwasserleitung war 2003 die Wassertemperatur des Kanals Donzère-Mondragon für 44 Stunden über den erlaubten Grenzwert von 27 Grad gestiegen. Im Jahr darauf stellte eine Inspektion der ASN fest, dass die Angestellten nur mangelhaft im Brandschutz ausgebildet waren.
Die Aufsichtsbehörde hat für Donnerstag eine Inspektion der Anlage Tricastin angesetzt, um die Ursachen des Unfalls näher zu untersuchen."

+++++++++++++

"Schutzmaßnahmen bleiben bestehen
Expertenstreit nach Atomunfall in Frankreich
In Frankreich ist einen Tag nach dem Zwischenfall in der Atomanlage Tricastin bei Avignon ein Streit um das Ausmaß der Gefahr entbrannt. Während die Atomaufsicht den Unfall eher niedrig einstuft, warnen unabhängige Experten vor der Giftigkeit des Urans und dem Krebsrisiko durch die Strahlung. Die zuständige Präfektur verlängerte die Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung.
Die Atomanlage Tricastin bei Avignon. Rund 360 Kilogramm abgereichertes Uran entwichen hier aus einem undichten Kessel. Foto: dpa
HB PARIS. Einen Tag nach einem Uranunfall in der französischen Atomanlage Tricastin bei Avignon ist ein Streit um das Ausmaß der Gefahr entbrannt. Die zuständige Präfektur verlängerte am Dienstag zunächst die Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung. In drei Gemeinden blieben das Baden und das Fischen in den Flüssen sowie die Wasserentnahme für Bürger und Bauern verboten.
Bei dem Unfall waren 360 Kilogramm abgereichertes Uran in die Umwelt gelangt. Die Atomaufsicht stufte das Risiko als „gering“ ein. Unabhängige Experten warnten dagegen vor der Giftigkeit des Urans und dem Krebsrisiko durch die Strahlung.
Der Unfall hatte sich am Dienstagmorgen bei Reinigungsarbeiten in einem Werk der Firma Socatri ereignet, die Atommüll behandelt und Material aus der Urananreicherungsanlage Eurodif aufbereitet. Dabei waren 30 Kubikmeter Flüssigkeit mit 360 Kilogramm abgereicherten Uran aus einem undichten Kessel entwichen. Ein Teil blieb auf dem Firmengelände, ein anderer Teil lief in nahe Gewässer. Socatri erklärte, nur 75 Kilogramm Uran seien tatsächlich in die Umwelt gelangt. Die Bevölkerung wurde erst Stunden später informiert.
Tricastin ist nach der Wiederaufbereitungsanlage La Hague die größte französische Atomanlage. Neben vier Kernreaktoren umfasst das Gelände geheime Militäranlagen, das Werk der Eurodif-Tochter Socatri und ein Lager für militärische Atomabfälle.
Die Atomaufsicht ASN stufte den Unfall in der Skala von null bis sieben auf eins. Die Uranbelastung der Rhône-Zuflüsse Gaffière und Auzon sei zwar 1000 mal so hoch gewesen wie normal, nehme aber wegen der Verdünnung schnell ab. Ein Teil des Urans sei mit dem verseuchten Boden aufgenommen und entfernt worden.
Socatri erklärte zunächst, der von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene Höchstwert für die Trinkwasserbelastung sei kurzzeitig um das den Faktor 1000 überschritten worden. Am Mittwoch erklärte Socatri, Wasserproben hätten keine Belastung ergeben. Die Präfektur versicherte, für die Bevölkerung bestehe keine nennenswerte Gefahr. Die Bade- und Fischverbote seien eine Vorsichtsmaßnahme. Das Ausmaß der Strahlenbelastung werde in den kommenden Wochen systematisch gemessen werden. Das Grundwasser sei nicht betroffen.
Die Umweltschutzbewegung Sortir du Nucléaire nannte es dagegen „unmöglich“, dass die Bevölkerung nicht gefährdet sei. Wer die Uranpartikel einatme oder mit dem Wasser aufnehme, setze sich einer erheblichen Krebsgefahr aus. Die Kommission für Unabhängige Forschung und Information über Radioaktivität (CRIIRAD) erklärte, man könne davon ausgehen, dass die für das Gesamtjahr zulässige Obergrenze um das Hundertfache überschritten worden sei. Der errechnete Wert liege bei dem 128-Fachen. Das unmittelbare Gesundheitsrisiko sei zwar nicht sehr hoch, doch der Vorfall belege die Unsicherheit der Anlage.
Abgereichertes Uran gibt etwa 60 Prozent der Strahlung von Natururan ab und ist hochgiftig. CRIIRAD forderte die Behörden auf, unverzüglich die gemessenen Strahlenwerte und die Analyse der Radionukleide mitzuteilen, um die Gefährdung der Anwohner beurteilen zu können. Das Institut für Strahlenschutz IRSN erklärte dagegen, derzeit bestehe „keine Gefahr, denn die Leute können kein Wasser mehr aus diesen Flussläufen pumpen“. Außerdem würden Stichproben entnommen. „Jetzt geht es um die längerfristige Überwachung des Grundwassers.“

Link zum Artikel: http://www.handelsblatt.com/journal/nachrichten/expertenstreit-nach-atomunfall-in-frankreich;2009762


Da sind Beispiele dafür, wie ausführlich und zu welchem Zeitpunkt die Bevölkerung informiert wird.
Und natürlich dafür, wie sicher und sauber die Atomenergie ist.

Am Deutschen TV war übrigens heute eine sehr interessante Sendung, in der es auch um dieses Thema ging. Solche Sendungen gibts in Ö ja leider nicht.

Ob das in der Kronenzeitung gestanden ist, weiß ich nicht.

Gute Nacht
Else
Name: Else antwortet um 14-07-2008 00:19 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....

PS:

Aber der Herr Präsident macht gute Figur und seine Frau Carla -oder wie heißt sie doch gleich - singt ... wieder ...
Das stand bestimmt auch in der Kronenzeitung.

Name: pebaum antwortet um 14-07-2008 07:48 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, ich habe wirklich Angst....
Ein gewisser Al Gore macht sich für Atomenergie als Ausweg aus der Klimakrise
stark.Da könnte man doch glatt meinen,die ganze Klimadiskusion wird von einer
Lobby gesteuert.
Name: mfj antwortet um 14-07-2008 07:50 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, ich muss wirklich schmunzeln...
Nun Biolix - die Show mit der Angst - gepaart mit der Unwissenheit - und die damit verbundene Hoffnung auf weiter steigende Subventionen von Alternativ Gedanken.

Festhalten wollen wir mal, das über das ganze Jahr "Unfalle" in irgendwelchen AKW´s passieren. Mir gefällt das auch nicht !!!
Aber genauso wenig wie mir "Unfälle" im Strassenverkehr gefallen, komme ich mit so Pauschalaussagen daher ---- ich habe Angst, auf die Strasse zu gehen-----

Es braucht Relativierung. Die Gefahr in AKW´s ist da, es muss alles getan werden - sie zu unterbinden. Der stetige Streit um den Ausstieg läßt die Forschung und Sanierung der Atomwerke nicht auf einen Stand kommen, der sicherer ist.
So tun, wie Biolix - als ob jetzt Radioaktivität per Luftpost verschickt wird, ist absurd.
Er und andere weiss über die Zwischenfälle genauso wenig bescheid wie ich - aber ist halt verlockend solche "Sensationen" zu verbreiten, um Kleingeld zu erwirtschaften.

Ähnlich einer Maschine die eh ausrangiert wird - steckt man sicher keine hohen Ausgaben mehr in Technik und sicherheit - und hofft das es gut geht. Für mich ein "Denkfehler".

Für Österreich habe ich die "Biolixe" 'Stromlösung.... So viele schöne Allee-Straßen wie bei uns, gibt´s fast nirgends - holzt sie ab, und stellt statt dessen Windräder-Alleeen auf.

Wenn Euch mal ein herabfallender Flügel erschlägt - denkt einfach der Ökologie zu Liebe...
Ihr werdet sicher einen Ehrenplatz im Alternativ-Himmel bekommen :-)
Name: biolix antwortet um 14-07-2008 08:13 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, ich muss wirklich schmunzeln...ich noch mehr...
"Der stetige Streit um den Ausstieg läßt die Forschung und Sanierung der Atomwerke nicht auf einen Stand kommen, der sicherer ist."

Schmunzeln, ja schon lachen, wie viel Geld wills t du in diese 2,5 % Altsteinzeitrisikotechnologie noch rein Pumpen ????

waren die tausenden Milliarden nicht schon genug die letzten Jahrzehnte, und 100% sicher wirds nie werden, daher das Risiko ist es nie und nimmer wert...
Gentechlobby, Atomlobby etc. wem vertrittst du eigentlich noch ?

g biolix

p.s. Tatsachenberichte sind für dich "Show mit der Angst", dabei ist das bei weitem keine "Soow" sondern traurige Realität, denn wer erfährt eigentlich was objektiv, als Schweden vorm Supergau vorbeigeschrammt ist wurde das erst nach WOchen z.b. Publik.. etc. etc. brrrrr


Name: mfj antwortet um 14-07-2008 08:44 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, ich muss wirklich schmunzeln
...Keinem neutralen Beobachter wird entgehen - wer "Jubelgesänge" anstimmt und Dogmenschriften verbreitet, wenn in AKW´s Störfälle auftreten.

Die Berichterstattung dezimiert sich auf Alternativ und Öko-Gruppierungen und "Unschuldsländern" wie Österrreich, wo das "reine Herz" und die "edle Gesinnung" am Fahnenkreuz wackelt....

Wir machen ja alles richtig - würden doch alle so "Edel" sein wie wir. Wir sind Weltmeister im Angeben - Biolix, was hinterrum dreckig läuft ist egal.

Solange wir nur "Knöcheltief" im Lügensumpf stecken, aber unsere Arme frei sind - und unser Mund "Unschuld" mit reiner Neutralitätssprache ausrufen kann, solange werden wir singen: ...immer wieder Österrreich !!

P.S. ...und iß weniger saure Zitronen -
Name: Christoph38 antwortet um 14-07-2008 09:10 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
Mir ist es tatsächlich schon passiert, dass ich mich mit einem Blatt Papier zwischen den Fingern geschnitten habe. So eine Verletzung brennt recht unangenehm.
Wie bereits mit einem Blatt Papier Gefahren verbunden sind, hat auch der Betrieb eines Atomkraftwerkes Gefahren. Kurzum keine Technologie ist völlig ungefährlich.

Wer daher gegen Atomkraft ist, müsste auch Papier verbieten, da mit beidem Gefahren verbunden sind !

Christoph

PS: Oder spielt das Ausmaß der Gefährung auch eine Rolle ?
Name: FenVar antwortet um 14-07-2008 09:56 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
...will mich ja nicht einmischen....
aber WER produziert den Grundstrom auch bei jedem Wetter
mir wären Alternativen auch lieber - aber die müssten auch dasselbe leisten
einfach nur sagen diese Technik ist schlecht...
und eine elektrische Zahnbürste verwenden

lg
FenVar
Name: Noro antwortet um 14-07-2008 12:24 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
Wisst ihr wie viele Atom-U-Boot in der Barenssee vor sich hinrosten?
Denkt an die Kursk, wie viel Glück auch da im Spiel war!!
Wisst ihr wie viele Atomstrengköpfe in den Ozeanen liegen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl
Name: walterst antwortet um 14-07-2008 13:15 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
NORO du bist uns bitte noch eine Beschreibung des Reparaturablaufes der Strahlung nach einem Atomunfall der Größenordnung Tschernobyl schuldig.

Wenn du mir das bitte plausibel erläutern kannst, dann geh ich ab morgen FÜR Atomkraft demonstrieren.

UNd was meinst Du mit den Atom-U-Booten?
Dass es eh sowieso wurscht ist, wenn es mal ein Kraftwerk zerreisst, weil ja auf jeden Fall mit den U-Booten mal was passiert?
Oder wie ist das zu verstehen?

Walter
Name: chili antwortet um 14-07-2008 14:12 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
@ christoph sei mir nicht böse aber Dein Vergleich entbehrt sich jeglicher Intellegenz das ist nämlich ein tödlicher Vergleich!!! Wenn sich jemand an einem Blatt Papier schneidet weil er unvorsichtig ist dann tut es nur dieser Person vielleicht ein paar sekunden weh denn der Schmerz ist gleich vorbei.
Aber wenn wie in Tschernobyl Leute in der Nachtschicht ( die Ingineure die das vielleicht noch stoppen hätten können haben Dienstschluß gehabt) mit dem Reaktor experimentieren und damit den Supergau ausgelöst haben wo eine riesen Umgebung für zwanzigtausend Jahre verstrahlt wird und mit zigtausenden Toten daraus hervorgeht das sind andere Dimensionen!!!!! Nebenbei erwähnt hat es schon genug verheimlichte Atomunfälle gegeben.Vor kurzem hat hier jemand geschrieben weil auch bei uns immer mehr junge Menschen an Krebs erkranken dies komme von der konvie. Landwirtschaft dies ist auch ein ziemlicher nonsens. In Wahrheit sind das die Nachwirkungen vom Supergau aber dies wird meiner Meinung von der Politik und auch den Ärzten verschwiegen ja die Atomlobby ist mächtig leider!
Alle die die Atomkraft befürworten gehören nach Tschernobyl geschickt damit sie sehen was wirklich los ist!

mfg. chili
Name: Else antwortet um 14-07-2008 14:52 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
chili,

zumindest Deinen ersten Satz möchte ich ganz dick unterstreichen.
Habe christophs Beitrag gelesen. Da kann man nur den Kopf schütteln.

So kann nur jemand daher reden, der in angenehmer Entfernung gefährdeter Gebiete lebt und dem auch die Vorstellungskraft fehlt. Der sich nicht vorstellen kann, wie es ist, ein Kind zu bekommen, das in der Folge verstümmelt zur Welt kommt ...
Wie es ist für Erwachsene, die noch Kinder haben möchten, aber die Vernunft besitzen, auf Kinder zu verzichten, weil sie ihnen wahrscheinlich nur ein kurzes Leben in Krankheit bescheren würden.

Ich schreibe dies, weil ich eine Frau - in den "besten" Jahren - kenne, die im Umkreis von Tschernobyl lebte.
Wie es den Menschen dort in der Umgebung ging und geht, darüber kann man sich auch anderweitig informieren.

Vielleicht hat christoph nur einen Scherz gemacht. Wenn nicht,
dann kann ich ihm nur zu seiner Begrenztheit gratulieren.

Ganz liebe Grüße
Else


Name: diewahrheitist antwortet um 14-07-2008 15:01 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
@ mfj:

Die Forschung steht, obwohl es AKW schon seit mehr als 50 Jahren gibt? Bräuchte man vielleicht mehr Geld? Oder wurde schon zuviel davon für Restitutionszahlungen an die Familien der Geschädigten und Verstorbenen gezahlt?

Wenn die bis jetzt schon unfähig gewesen sind, Verbesserungen in Punkto Sicherheit zu gewährleisten, was soll dann in den nächsten 50 Jahren, die es die AKW höchstens noch geben wird, passieren? Warum sollte zum Ende einer Technologie hin mehr in deren Forschung und Entwicklung gesteckt werden, außer vielleicht in die Effizienz im Umgang mit Rohstoffen bzw. in die Wiederaufbereitung bereits gebrauchter Brennstäbe etc bzw. für Plutonium als Ersatz für Uran?

Noch dazu, wo gerade bei Atomkraftwerken der Umgang mit der Wahrheit ein sehr ..... kreativer ist. Solange hier Sachen, die vielleicht einen halben Kontinent direkt betreffen können, einfach verschwiegen werden, bis ein Leugnen zwecklos ist; solange jedes Ereignis heruntergespielt wird, solange es niemand erfährt (auch wenn manche Kritiker vieles auch hochstilisieren, was genauso falsch ist), solange habe ich kein Vertrauen in eine Technologie, die dermaßen gehandhabt wird, sei sie auch noch so sicher. Tchernobyl war ja auch auf menschliches Versagen zurückzuführen. Daher ist eine reine Berufung auf die technischen Möglichkeiten/Fähigkeiten einer Energiequelle noch lange kein Garant für ihre Zuverlässigkeit und Ungefährlichkeit, solange das Potential für Gefährdungen dermaßen groß ist!!

Ach ja:
Wenigstens können wir uns in Österreich zugute halten, ohne Atomkraftwerke im Inland auszukommen, bei den Stromimporten sieht's zwar wieder anders aus, macht aber nicht mehr viel aus, wenn man den Gesamtverbrauch beachtet.

@biolix:

In Europa liegt der Versorgungsanteil bei Strom, welcher von AKW kommt, bei meist über 20 Prozent!

@ FenVar:

Stimmt, das ist eines der größten Probleme der ganzen Alternativen. Solange der Strom genau dann umgewandelt werden muss ("produzieren" ist ja der falsche Ausdruck), wenn er verbraucht wird...

@chili/Else:

Ich meine, zwischen den Zeilen von Christoph38 so etwas wie Ironie gesehen zu haben. Zumindest dürfte sein Beitrag etwas anders zu verstehen sein, als die oberen Absätze glauben machen. Oder?

mfg diewahrheitist
Name: beni11 antwortet um 14-07-2008 15:16 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
Irgendwo war ein Störfall in einem Atomkraftwerk daß so viel Energie liefert wie alle Windräder in Österreich zusammen.

Und in China ist ein Fahrrad umgefallen. Den Glockendeckel hat man dann in 5 Meter Entfernung gefunden.

Name: Icebreaker antwortet um 14-07-2008 15:40 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
Ich meine, zwischen den Zeilen von Christoph38 so etwas wie Ironie gesehen zu haben. Zumindest dürfte sein Beitrag etwas anders zu verstehen sein, als die oberen Absätze glauben machen. Oder?

Hallo diewahrheitist,

JA. Sehe ich ebenso. Nachdem ich Christoph38 nun doch schon einige Jahre hier "verfolge" ist mir auch sein manchmal subtiler Sarkasmus nicht entgangen.
Gefällt mir übrigens sehr, zumal es mir das ein oder andere mal ein Lächeln entlockt ;-)

lG Ice

Name: leitnfexer antwortet um 14-07-2008 15:47 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
--Irgendwo war ein Störfall in einem Atomkraftwerk daß so viel Energie liefert wie alle Windräder in Österreich zusammen. .......--
ja beni, aber halt nur bei absoluter windstille! bei "normalwind" schauts a bisserl anders aus.

und den eintrag von christoph38 las ich auch als ironie, als was denn sonst? gl
Name: diewahrheitist antwortet um 14-07-2008 16:04 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
@ Icebreaker:

Na dann ;)
Dieser Stil gefällt mir auch...

lg diewahrheitist
Name: Christoph38 antwortet um 14-07-2008 16:23 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
Wenn ich boshaft wäre, würde ich behaupten, dass ich in meinen Beitrag einen kleinen Intelligenztest eingebaut habe. Da mir aber jeder Boshaftigkeit fernsteht behaupte ich dies nicht. 0:-)

Freilich war mein Beitrag kein Scherz, ich nehme daher dankbar die Glückwünsche von Else entgegen. Ich meinte aber nicht, dass es jeglicher Intelligenz entbehrt, wenn ich mich der Methode der Atomkraftbefürworter bediene, den Reaktorunglücken andere "schwerwiegende Gefahren" gegenüberzustellen. Heute ist mir zB eine Büroklammer auf die Zehen gefallen, hatte aber zum Glück meine Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen an.

Kann aber auch sein, dass ich noch an den Folgen des samstäglichen übermässigen Bierkonsums und an pistaziengiftbedingten Halluzinationen leide. In dem Fall plädiere ich auf mangelnde Schuldfähigkeit. :-)

Schöne Grüsse an alle
Christoph
Name: Else antwortet um 14-07-2008 16:44 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles


ja, Christoph, es ist ganz einfach:
Wer früher stirbt, ist länger tot ...


Name: Noro antwortet um 14-07-2008 20:11 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
@walter: ich bin mir hier bei nicht ganz sicher, aber soweit ich gehört hab soll es in murmansk mindestens zwei duzend alte atom u-boot geben, die da auf "unbefristete Zéit geparkt" sind, aber noch , bis auf die bewaffnung mit torbedos, voll einsatztauglich sein, d.h. die reaktoren sind noch intakt und haben uran oder plutonium. weiter hieß es, wenn eines dies atom u-boote durchrosstet und sink und dabei dann wasser in den reaktorraum eindring, kommt es zur kernschmelze, womit die anderen atom uboot auch mit gehen.

wie viel davon war ist weiss ich nicth, gehört und gesehen hab ich das 3sat...
am besten is, du gehst auf google earth und schaust dir die sateliten bilder von murmansk an...
Name: walterst antwortet um 14-07-2008 20:25 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
Noch einmal Noro:

Bitte bitte bitte beschreib uns den Reparaturvorgang für die Strahlung nach einer Atom-Havarie Marke Tschernobyl.

Spann uns doch bitte nicht soooooo auf die Folter.

Was hätten wir 1986 genau machen sollen, um die Strahlung schnell zu reparieren?

Walter
Name: Josua antwortet um 14-07-2008 20:49 auf diesen Beitrag nach oben
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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
@Noro um Deine grenzlose Naivität ein bischen einzudämmen, rate ich Dir
Tschernopilkinder für einige Wochen zu Dir einzulanden (zwecks Repartur(!)).
Ich mach das jedes Jahr obwohl (oder gerade deshalb) weil die meisten
Jahre später nicht mehr leben.
Also Balken vor die Augen und durch.
Mlg . Josua
Name: beni11 antwortet um 14-07-2008 21:23 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles

http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl

Hochinteressant zu lesen. Der Hergang liest sich wie ein Kriminalroman!

Wenn ich richtig mitgezählt habe gibt es durch Tschernobyl bis einschließlich 2002 61 Tote

Das ist ein Autobus voll. Aber natürlich jede Menge Hochrechnungen..

Name: Christoph38 antwortet um 14-07-2008 21:35 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
beni11
Versúchst Du damit auszudrücken, dass Tschenobyl eh halb so wild war, mit nur 61 Toten und das waren nur Russen ?
Name: Else antwortet um 14-07-2008 21:39 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles

Ja, er ist es: der PM !

Name: beni11 antwortet um 14-07-2008 22:04 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
@ tch

Manche müssen etwas mehrfach lesen damit sie auch den Inhalt verstehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl

kannst du alles nachlesen:

"Ein mäßiger, aber beständiger Anstieg von berichteten angeborenen Fehlbildungen in kontaminierten und nicht kontaminierten Gebieten Weißrusslands scheine auf eine vollständigere Erfassung und nicht auf Strahlung zurückzugehen."

Also nicht hier herumbrüllen sondern WEITERBILDEN!

Name: Josef_Knecht antwortet um 14-07-2008 22:20 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles


"...Also nicht hier herumbrüllen sondern WEITERBILDEN!"


"WEITERBILDEN" ...und auf "Wikipedia" verweisen?

auf eine Seite, der "Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten"

wo jeder Dämlack, also auch Du, seine geistige Missbildung veröffentlichen kann???


"kannst Du nicht endlich mal Dein blödes Maul halten?"

ALSO, so "uneingeschränkt" konnte ich einer Aussage von "tch", noch nie zustimmen

Name: beni11 antwortet um 14-07-2008 22:46 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
@ tch

Die von dir angeführte Aufstellung der Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges kommt aber trotz sichtlichen Bemühen auch nicht auf mehr Tote durch Tschernobyl.

Dumm gelaufen :-)


@ Christoph

Habe ich irgendwo das Wort "nur" verwendet? Du sollst nicht von deinen Intentionen auf Andere schließen

Man sieht hier deutlich wie schwierig es ist, zu einem so emotionalisierten und ideologisierten Thema wie Atomkraft reine nackte Fakten zur Kenntnis zu nehmen. Weil Tschernobyl, das Monster, MUSS ja mindestens eine Million Menschen getötet haben, sonst hätte es sich politisch nicht korrekt verhalten.

Name: diewahrheitist antwortet um 14-07-2008 23:45 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
@ beni:

Es kommt ja hoffentlich nicht nur auf die Toten an: Die Anzahl jener, die WEGEN diesem "Unfall" Folgeschäden (auch Tod) haben, ist wohl um ein Vielfaches höher. Das kann und darf man bei der nachträglichen Betrachtung der Sache nicht ausblenden!

Und was ist damit?
"Der Vizepräsident der Vereinigung der Liquidatoren von Tschernobyl, Prof. Georgiy
F. Lepin aus Minsk, erklärte schon im September 1992 auf der Zweiten Weltkonferenz der
Strahlenopfer in Berlin, dass 70.000 Liquidatoren Invaliden und 13.000 gestorben seien."

Quelle: http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Gesundheitliche_Folgen_Tschernobyl.pdf

Nur direkte Opfer zu zählen, ist einfach falsch. Folgeschäden sind gerade hier weitaus umfangreicher als jene, die akut entstanden sind. Bei einem Autobusunfall gibt es solche in diesem Ausmaß sicher nicht...

Beni, warum schreibst du eigentlich solche Sachen?

Ach ja, die Folgeschäden von einem Windkraftwerk möchte ich damit lieber nicht vergleichen ;)

mfg diewahrheitist
Name: beni11 antwortet um 15-07-2008 00:08 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
@ Wahrheit

Wenn du 700 000 Männer nimmst im Alter von 20 bis 50 Jahre und dann nach 8 Jahren fragst wie es ihnen geht wirst du nicht viel anderes heraus bekommen als daß 10% von ihnen "invalide" sind, das heißt einfach "nicht arbeitsfähig", zumal in der Ukraine. (siehe auch Invaliditätspension in Österreich).

Und daß während dieser 8 Jahre von 700 000 Männern 2% sterben ist nicht ungewöhnlich oder? Auch ohne Atomkraftwerk.

Ihr müsst lernen diese Statistiken auch ZU VERSTEHEN. :-)
Name: diewahrheitist antwortet um 15-07-2008 00:42 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
Naja, es heißt auch weiters:

"Folgt man den Daten und der Denkweise von UNSCEAR und WHO, so ergeben sich 28.000 bis 69.000 Krebs- und Leukämietote infolge der Tschernobylkatastrophe weltweit. Würde man die Krebserkrankungen zählen, käme man zusätzlich auf deutlich höhere Zahlen."

Eine zahlenmäßig genaue Einschätzung ist und bleibt schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, weil es neben den jetzigen Geschädigten auch Erbkrankheiten gibt, die tw zu Abtreibungen führen und auch sonst die betroffenen Menschen jedenfalls benachteiligen. Zudem ist ein chronisches Krebsleiden, das kausal durch den Reaktorunfall verursacht wurde, nicht immer in den Statistiken erfasst, gerade das ist ja Problem: geografisch weit und unregelmäßig verstreut, nicht immer eindeutig nachweisbar, oft nicht zusammenfassend dokumentiert und dennoch in Summe tragisch.

mfg diewahrheitist
Name: beni11 antwortet um 15-07-2008 00:55 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Ich gestehe, gefährlich ist fast alles
Da wird die Suppe aber schon ziemlich dünn, Spekulationen und Hochrechnungen und schon haben wir eine globale Erwärmung um 5 Grad :-)

Also wenn diese erklärten Anti-Atom-Ärzte nichts stichhaltigeres vorweisen können...

Aber jeder einzelne Fall ist traurig genug. Ob von Atomstrahlen vergiftet oder vom Auto überfahren oder von der Kuh aufgespiest, du kannst nichts gegeneinander aufwiegen. Aber es muss erlaubt sein darauf hinzuweisen daß ein einziges sinnloses Erdbeben oft mehr Menschen umbringt als eine leider zum Leben notwendige technische Anlage. Wie viele Menschen würden jährlich erfrieren ohne Strom?