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Angespannte Finanzlage der Haushalte

  Antworten: 24

Name: walterst 11-07-2008 12:39 nach oben

Tagebuch
Angespannte Finanzlage der Haushalte
Im Radio habe ich heute gehört, wie dramatisch sich die Finanzlage vieler österreichischer Haushalte entwickelt.
Im 1. Halbjahr 2008 und besonders im Juni sahen sich viele Leute gezwungen, ihr Haushaltsbudget dadurch zu entlasten, in dem sie die Anschaffung hubraumstarker PKW vorgezogen haben und dadurch die erhöhte NOVA einsparen konnten. Wenn man schon auf ein standesgemäßes Fahrzeug mit entsprechendem Treibstoffdurst angewiesen ist, so muss man doch logischerweise bei der Steuer sparen.
Die Hersteller BMW, Daimler Benz und AUDI sind laut Radio ihrer sozialen Verantwortung nachgekommen und haben im Juni die erhöhten Bestellmengen rechtzeitig bedient.

Mich hat diese Meldung schon sehr wachgerüttelt. Auch wir Landwirte sollten unseren Beitrag zum Wohl der Gesellschaft leisten durch bescheidenere Preis- und Einkommensforderungen.

walter
Name: Gourmet antwortet um 11-07-2008 13:36 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Angespannte Finanzlage der Haushalte
@walterst

Wieso? Hat Du irgendwo gelesen, dass der Audi Q7 und ähnliche Autos einen „bescheidenen“ Preis hätten?
Um bei dem Beispiel zu bleiben: Es wäre besser, wenn die IG-Milch statt die Milch wegzuschütten (Audi kippt auch keine Autos weg, wenn sie sich nicht gut verkaufen) eine Mehrwertsteuer-Senkung auf Lebensmittel fordern würde.

Name: leitnfexer antwortet um 11-07-2008 15:15 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Angespannte Finanzlage der Haushalte
Wie günstig Autos wohl währen, wenn sie auch nach ein paar tagen im Geschäft "sauer" werden würden? aber die können auch mal ein paar monate im handel stehen... und gebraucht kann man sie auch wieder verkaufen.
schon mal jemand eine "gebrauchtvollmilch" gekauft?
schlechter Vergleich, gourmet...
und solange sich autos und urlaube so gut verkaufen, ist mir um die haushalte auch nicht so angst und bange. leider wird halt auch viel auf kredit gekauft, und das geld für die raten fehlt halt dann im täglichen leben(einkauf von LM). Privatkredite werden oft zu leichtfertig genommen und auch gewährt, finde ich halt.
lg leitn
Name: walterst antwortet um 11-07-2008 17:27 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Angespannte Finanzlage der Haushalte
@Gourmet

Ob die Nobelmarken einen "bescheidenen" Preis haben, das weiss ich nicht. Hab mir so was noch nie anbieten lassen.
Aber im Gegensatz zu uns Bauern, die sich nach Deiner Meinung mit politischer Unterstützung alles richten wie sie es brauchen und von früher gewohnt sind, verlangen die Autokonzerne ganz sicher nur den notwendigen, ganz knapp kalkulierten marktkonformen und sozial verträglichen Mindestpreis und hocken sicher nicht dem Steuerzahler auf der Tasche. Ganz im Gegenteil bezahlen die Autokonzerne aus ihren knappen Kassen sogar dem einen oder anderen Abgeordnete im deutschen Bundestag einen Aufschlag auf das mickrige öffentliche Salär.

Walter
Name: Gourmet antwortet um 11-07-2008 18:50 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Angespannte Finanzlage der Haushalte
@walterst

Ich glaube, wir machen alle zusammen den Fehler, zu verallgemeinern. Genauso wie es unter den Milchbauern welche gibt die gut verdienen und andere, die wirklich unter den Gestehungskosten arbeiten, gibt es das bei den Automobilherstellern auch. Gerade heute habe ich von Gerüchten gelesen, dass es GM und Chrysler ziemlich schlecht gehen soll. Während andere wie Audi und BMW vermutlich sehr gut verdienen, von Toyota, dem vermutlich besten Automobilhersteller der Welt, der bisher nur aus eigener Kraft gewachsen ist und noch nie einen anderen Herstellter übernommen hat, gar nicht zu reden.

Name: Christoph38 antwortet um 11-07-2008 19:03 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Angespannte Finanzlage der Haushalte
Lieber Walter,
ich schätze Deine Beiträge sonst sehr, aber bei diesem Thema kommst Du mir doch sehr polemisch vor, wenn ich Dich richtig verstanden habe.
Ich schätze Dich eigentlich als intelligenten Menschen ein, als solcher müsste Dir doch einleuchten, dass die Menschen nicht bei allen Ausgaben auf die Tube drücken können. Wenn daher teure Autos gekauft werden erscheint es mir logisch und vorprogrammiert in anderen Bereichen zu sparen.
Was soll daran so schlecht sein ?

Sagt doch schon der Hausverstand, dass Dinge die man täglich braucht wenig kosten sollen oder ? Wohnung und Lebensmittel sind Grundbedürfnisse des Menschen, die muss man haben, wenn man aber dafür einen fairen Preis bezahlt, dann bleibt für die angenehmen Seiten des Lebens einfach zuwenig Geld übrig, so einfach ist das. Und der Privatkonkurs ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Seids doch nicht solche Neidhammel (ihr von der IG-Milch) und gönnt doch den Leuten ein bisserl Spass. Als Bauern müsst ihr am Sonntag arbeiten, da braucht ihr das Geld für die Freizeitaktivitäten doch eh nicht, um mal bei der Wahrheit zu bleiben.
Gibs doch einfach zu, dass es für die Konsumenten nicht gut ist, wenn ihr einen fairen Preis haben wollt, da fällt Dir doch kein Stein aus der Krone.
Name: Christoph38 antwortet um 11-07-2008 19:10 auf diesen Beitrag nach oben

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Angespannte Finanzlage der Haushalte
@ gourmet
Bei GM dürfte es sich um mehr handeln als Gerüchte, da wird auch das Wort Konkurs schon in den Mund genommen.

Trotzdem finde ich, dass der Vergleich mit den teilweise gut verdienenden Milchbauern hinkt. Mich reisst es nicht vom Hocker, wenn wirkliche Milchviehspezialisten mit 500.000 kg Milch mal € 5.000,- im Monat verdienen und das ist dann der Mount Everest der Milchbauerneinkommenspyramide.
Name: Gourmet antwortet um 11-07-2008 19:34 auf diesen Beitrag nach oben
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Angespannte Finanzlage der Haushalte
@Christoph38

Ich habe das K-Wort auch gelesen, wollte es aber doch nicht so dramatisch darstellen.
5000 Euro pro Monat ist als Einkommen doch nicht schlecht. Vor allem wenn man berücksichtigt, dass viele behaupten, als Milchbauer könnte man mit den derzeitigen Preise nicht überleben. Diese Spezialisten zeigen aber, dass es auch in der Milchwirtschaft nicht anders ist als überall: Wenn man ordentlich verdienen will, muss man sich spezialisieren und sein Können einsetzen.

Aber wenn Du meine bisherigen Einträge und die Reaktionen darauf durchliest wirst Du feststellen, dass immer dann, wenn ich behauptet habe, dass die beste Existenzsicherung die ist, besser als der Durchschnitt zu sein, ich immer von jenen angegriffen wurde, die meinen, ein gerechter Milchpreis müsse politisch verhandelt und nötigenfalls mit Streik erkämpft werden.

Name: helmar antwortet um 11-07-2008 20:21 auf diesen Beitrag nach oben

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Angespannte Finanzlage der Haushalte
Das mit den Spezialisten nehn ich dir ungschaut ab, lieber Gourmet, und in Österreich, da bin ich mir sicher, gibt es solche auch.......wenn ich mir in meiner Bescheidenheit einen Spezialisten vorstelle, dann macht der eine einzige sache, und diese gut.......mich würde interessiereren, ab welcher Bestandes/Quotengrösse man Spezialist sein kann. Denn da denke ich dass dieser maximal den Traktor besteigt zum futterführen oder sonstige innnere Dienste.......bei meinen 56.000 Quote und inzwischen 8,9 Kühen bin ich lieber kein Spezialist, denn da wär ich wohl der Sklave meiner Mädels, sei denn ich würd mir einen KF-Automaten z.b. leisten, ganzjährig Rundballen (auch wohl Maissilage) rollen, und käme vor lauter Professionalität höchstens zu an bissl Haushalt, aber mit Sicherheit nicht mehr in den Wald, der ja doppelt soviel an Fläche bei mir ausmacht als das Grünland......mir reicht guter Durchschnitt mit pflegeleichten Kühen. Interessant eine Aussage bei einer IG Versammlung:"Ich will von der MIlch leben"....und wie ich mich ein wenig informiert habe, geht dieser Betrieb in die Hochlesitungsrichtung(FV/HF). Da habe ich ja nichts dagegen, komisch nur, was macht der dann mit seinem Wald? Verkaufen, um noch ein paar ha Wiesen zu kaufen, könnte eine Lösung sein, meinst nicht?
Mfg, helmar
Name: Johannfranz antwortet um 11-07-2008 22:45 auf diesen Beitrag nach oben
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Angespannte Finanzlage der Haushalte
Ja Christoph 38

Also kommt doch zuerst der Tank und dann der Teller ?

Name: Gourmet antwortet um 12-07-2008 12:19 auf diesen Beitrag nach oben
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Angespannte Finanzlage der Haushalte
@helmar

Spezialisten sehen oft anders aus als man meint. Ein guter alter Freund von mir ist so einer. Den ganzen Tag ist er irgendwo im Stall unterwegs. Er hat auch noch nie einen neuen Stall hingestellt, sondern immer nur umgebaut und erweitert. Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, ich habe ihn noch nie in einer Stress-Situation erlebt.
Die Außenwirtschaft wird von Lohnunternehmern erledigt, das wäre ihm vermutlich eh zu stressig, würde aber auf jeden Fall seine Arbeit im Stall zu sehr stören. Das übrig gebliebene Geld hat er immer in Quotenkauf investiert und damit über die vielen Jahre seinen Rohertrag ständig erhöht. Er hat sich auf das wesentliche konzentriert: Die Erzeugung von Milch. Und wenn man mit ihm redet, wird jedem schnell klar, dass dazu auch die ständige Erhöhung der verkauften Milchmenge im Rahmen der technischen Möglichkeiten genauso dazugehört, wie jeden Tag zweimal die Melkmaschine einschalten.
Manche lachen etwas über ihn, weil der Hof nicht so blitzblank geputzt ist, er kein neues Bauernhaus gebaut hat und welches Auto er gerade fährt ist ihm auch völlig wurscht. Und trotzdem frisst manche fast der Neid, wenn sie sehen, wie viel Milch er täglich in seinem Tank hat und dass es jedes Jahr etwas mehr wird.
Dieser Bauer will von der Milch leben und tut es auch. Ich habe ihn aber noch nie gehört, dass er Forderungen nach einem fairen Milchpreis aufgestellt hätte. Er hat selber das getan, was notwendig ist, um jetzt von der Milch leben zu können. Er wird auch weiterhin das notwendige tun. Weil er weiß, dass er sich nur selber helfen kann.

Name: pezl antwortet um 12-07-2008 12:28 auf diesen Beitrag nach oben
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Angespannte Finanzlage der Haushalte
dieser betrieb ist also für dich der betrie der zukunft super.
Name: Gourmet antwortet um 12-07-2008 12:36 auf diesen Beitrag nach oben
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Angespannte Finanzlage der Haushalte
@pezl

Nicht DER Betrieb der Zukunft. Es gibt viele Möglichkeiten, die Zukunft zu meistern, für jeden Betrieb eine eigene. Aber wer von der Milch leben will (davon war bei helmar zu lesen) der sollte sich schon klar sein, dass das Wachstum des Betriebes ein notwendiger Teil ist.
Das kann man natürlich ignorieren, ist ja jedem selber überlassen. Aber Du solltest nicht erwarten, dass Konsumenten und Steuerzahler für solche Ansichten besonders viel Verständnis haben.
Name: Christoph38 antwortet um 12-07-2008 12:48 auf diesen Beitrag nach oben

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Angespannte Finanzlage der Haushalte
@ Gourmet
Mir scheint dass Dein guter alter Freund für die Milch lebt und nicht von der Milch.

Du wirst uns doch nicht einreden wollen, wenn man als Milchbauer entsprechend spartanísch leben, dann geht sich sogar das notwendige betriebliche Wachstum aus ?
Name: Gourmet antwortet um 12-07-2008 12:54 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Angespannte Finanzlage der Haushalte
@Christoph38

Mein alter Freund lebt nicht spartanisch. Er hat eine große Familie, feiert gerne, hat einige Ehrenämter, fährt auf Urlaub, am liebsten sieht er sich Bauern in anderen Ländern an. Und er hat sicher mehr Lebensqualität als jemand der vor lauter Schulden nicht ruhig schlafen kann. Ich kenn auch Leute, die es ohne Schulden nicht gut verkraften, wenn der Nachbar größere Maschinen oder ein neueres Auto hat. Über solche Sachen ist er hinweg. Das würde ich nicht spartanisch bezeichnen sondern eher schlau und intelligent.
Name: walterst antwortet um 12-07-2008 13:20 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Angespannte Finanzlage der Haushalte
@tch

Tut mir leid, ich stehe wieder ein wenig auf der Leitung.
Was habe ich schon wieder angestellt und was hat es mit dem ÖAMTC auf sich? Hast Du eine Panne?

WAlter
Name: Christoph38 antwortet um 12-07-2008 13:50 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Angespannte Finanzlage der Haushalte
@ gourmet
Deine Formulierungen, wonach Dein Freund sich auf das wesentliche konzentriert (=die Milch), dabei auf ein modernes Bauernhaus verzichtet und ihm egal sei welches Auto er fährt, erweckte ihn mir den Anschein, dass der alte Freund für die Erweiterung seiner Milchproduktion lebt, es gibt ja solche Leute und wer so leben will dem sei es vergönnt.

Ich muss auf Basis Deiner näheren Erläuterungen wohl umdenken, dahingehend dass Dein Spezl ein rechter Wunderwuzzi ist, von dem man viel lernen könnte.
Auch schien es mir beim ersten lesen, wonach er soviel im Stall unterwegs sei, schwer vereinbar trotzdem Ehrenämter und Urlaube damit zu vereinbaren.

Und Du bist sicher, dass es sich dabei nicht um mehrere Freunde handelt, von denen der eine dauernd im Stall ist und ein anderer die Fernreisen macht ?
Name: Gourmet antwortet um 12-07-2008 14:04 auf diesen Beitrag nach oben
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Angespannte Finanzlage der Haushalte
@Christoph38

Ich bin ganz sicher. Er ist ja nicht dauernd unterwegs und wenn er weg ist, sorgt er für hochqualifizierten Ersatz.
Er ist kein Wunderwuzzi, sondern ganz normaler Bauer. Kann schon sein, dass es einen anderen Anschein hat. Er wirkt auch etwas chaotisch, lässt sich aber nie aus der Ruhe bringen. Und Tatsache ist, dass er sehr viel Milch produziert.
Ich habe ihn deshalb erwähnt, weil oft von "Zukunftsbauern" gesprochen wird, das sind offenbar Idealfiguren, denen alle nachlaufen sollen, bis es dann wieder ein anderes Idealbild gibt. Und da passt er überhaupt nicht hinein, weil er schon immer, ich kenne ich seit unserer Jugend, das tut, was er für richtig hält und nicht, was ihm irgendwelche Vereine, Parteien, Berater oder sonstwer einzureden versuchen. Und dabei ist er auf seine Art sehr erfolgreich.
Name: Christoph38 antwortet um 12-07-2008 14:29 auf diesen Beitrag nach oben

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Angespannte Finanzlage der Haushalte
@ Gourmet

Kompliment, das hast Du wieder schön formuliert. Du bist wahrhaftig nicht auf den Mund (oder sollte ich schrieben Tastatur) gefallen. Wer könnte in Worten gegen Dich bestehen, dennoch so ganz ein "normaler Bauer" will er mir nicht scheinen, Dein Freund. Du gibst zwar an, dass er kein Zukunftsbauer sei, trotzdem stellt Du ihn als Vorbild hin, jenen Bauer, der nicht jammert und den ein fairer Preis einen Dreck interessiert, dann ist er im Endeffekt trotzdem der klonenswerte Zukunftsbauer, Du kannst ihm vielleicht einen schöneren Namen geben, was änderts.

Gibts einen Haken auch beim alten Freund, sprich Bauplätze für Milch, abkassieren von Rentengeldern der Alten, sklavenhafte Mitarbeit von Familienmitgliedern ?




Name: Gourmet antwortet um 12-07-2008 14:41 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Angespannte Finanzlage der Haushalte
@Christoph38

Ich mag das Wort „Zukunftsbauer“ nicht. Es impliziert, dass jemand die Zukunft kennen würde und das tut keiner.

Bauplätze? Nein, nicht dass ich wüsste. Er gehört aber zu denen, die immer sehr gut informiert sind, wenn irgendwo in der Nähe wer was verkauft oder verpachtet.
Sklavenarbeit auch nicht, wie ich geschrieben habe, ist er ja selber meistens im Stall weil er andere Arbeiten vergibt. Ein Sklaventreiber würde die halbe Verwandtschaft zum Silieren verpflichten. Das tut er nicht. Wenn Du seine Frau kennen würdest, würde Dir diese Frage nie einfallen.

Für mich ist er ein ganz normaler Bauer, mit einer Ausnahme: Schon sein Vater war ein sehr besonnener, schlauer Mensch und er ist mit Nachdenken, Planen und einem etwas erweiterten Denken, über den Tellerrand hinaus, aufgewachsen.

Name: Christoph38 antwortet um 12-07-2008 17:53 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Angespannte Finanzlage der Haushalte
@ Gourmet
Du hast sicher recht, dass die Begriffe Zukunftsbetrieb oder Zukunftsbauer mittlerweile angeschlagen sind. Die Negativschlagseite der Begriffe kommt vermutlich von radikal auf Schuldenbasis expandierenden Betrieben.

Prinzipiell bin ich nicht der Meinung, dass Zukunftsbauer negativ besetzt ist. Es kommt darauf an, welche Bedeutung man dem Begriff beimisst. Natürlich kennt keiner die Zukunft, gemeint dürfte wohl ein Bauer sein, der seine Zukunft aktiv und unternehmerisch mitgestaltet. Jemand von dem man glaubt, dass er aufgrund seiner Fähigkeiten auch in Zukunft Bauer bleiben wird.

Einige Aspekte der Zukunft zeichnen sich freilich schon ab. Die Förderungsgelder werden zumindest real entwertet, vermutlich auch nomininell gekürzt. Die Produktpreise werden weiterhin hinter der Inflation zurückbleiben, wodurch die fortdauernde Produktionsmengenerhöhung so gut wie sicher scheint.

Mir persönlich ist da lieber im Nebenjob und in der Landwirtschaft unterdurchschnittlich zu verdienen und davon gut zu leben.
Name: helmar antwortet um 12-07-2008 19:35 auf diesen Beitrag nach oben

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Angespannte Finanzlage der Haushalte
Jetzt ist es erst richtig interessant geworden hier......der Walter stellt die angespannte Finanzlage der Haushalte zur Debatte, natürlich mit seinen wohlbewährten Seitenverbindungen zum fairen Milchpreis, und jetzt sind wir bei den sogenannten oder tatsächlichen Zukunftsbauern, wie immer der auch sein soll...........den Freund vom Gourmet kann ich mir bildlich vorstellen...einer der sich über alles informiert und dann(meistens ) das Gegenteil tut von dem was man ihn als das Überdrüber empfiehlt.....ich denke auch dass der ganz genau weiß, in wieviel km Entfernung sich Siloballen wickeln zu lassen noch drin ist....dass er nicht Milchkannen durch die Gegend schleift, ist mir auch klar, denn wenn der Chef himself melkt, melkt er mit was Gscheitem, robust und zuverlässig, und interessant, irgendwie kommt mir vor dass so was ähnliches auch in meiner Gegend haust. Er sagt dass er keinen kg Quote den er gekauft hat, bereut, seinen Stall hat er Stück für Stück gebaut, sein Melkstand ist zweckmäßig, aber das hats auch schon. Beide Buben haben die FS besucht, und helfen daheim mit, wenns eilig ist, und die allermeisten Wochenenden sind die jungen Herren auf Tour, denn der Senior kann sich erinnern, dass sein Senior immer am Wochenende, wenn Junior von der Arbeit daheim war, es mit dem Heu am eiligsten hatte, und dies vermeidet er wenn es irgendwie geht........auch hier, lieber Gourmet, steht die ganze Family hinter, oder besser, unter den Kühen. Derzeit hat er eine für unsere Gegend sehr hohe Stalldurchschnittsleistung. Er möchte ein wenige herunter, um wie er auch sagt, nicht der Kammerdiener der 40 lt Kalbin sein zu müssen. Die ersten Ralmesbachkälber müssten in Kürze kommen.....
Dass wir, so nebenbei bemerkt,gut miteinander auskommen, ist auch klar, denn wir sind beide keine Menschen welche anderen was neiden.
Mfg, helmar
Name: Gerhardkep antwortet um 12-07-2008 20:51 auf diesen Beitrag nach oben
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Frage an Gormet
Geht dieser denn du kennst nicht zufällig nicht auch noch in eine Arbeit.???
mfg Gk
Name: Gourmet antwortet um 12-07-2008 20:59 auf diesen Beitrag nach oben
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@Gerhardkep

Nein. Das ist ein Vollerwerbsbauer. Und er tut auch das Richtige, damit er auch in Zukunft Vollerwerbsbauer sein kann.
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