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Es sind 13194 Diskussionen online
Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt?
Treffer Gebrauchtmaschinen:
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Name: vidoursprung_@gmxat 05-07-2008 07:47 |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Anscheinend musste ja in Österreich der Milchpreis sinken, vor allem weil die Kosten der Molkereien gestiegen sind und weil gegenüber dem Handel keine höheren Preise durchgesetzt werden konnten. Einige Deutsche Kollegen unserer Molkereiverhandler haben dies aber in letzter Zeit geschafft. http://www.agrarheute.com/politik_und_wirtschaft/wirtschaft/humana_setzt_h%F6heren_butterpreis_durch_.html?redid=216883 |
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Name: Christoph38 antwortet um 05-07-2008 08:32 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Mich stört vor allem die Einstellung, dass der Milchpreis gesenkt werden muss, wenn man am Markt nicht mehr erwirtschaften konnte. Aus meiner Sicht ist es sonst im Geschäftsleben nirgends, dass man sein eigenes unternehmerisches Risiko einfach an Zulieferanten weiterreichen kann. Wenn ich als Bauer schlecht wirtschafte, habe ich auch nicht die Möglichkeit zu sagen, lieber Tierarzt, Futtermittellieferant, Sozialversicherung, Landmaschinenhändler etc, leider konnte ich am Markt nicht mehr erwirtschaften, darum muss ich jetzt Eure Preise senken. Aber den Bauern wird über die "Eigentümermasche" eingetrichtert, dass ein solcher Vorgang völlig logisch und normal sei. In Wahrheit ist eine solche Vorgangsweise eine Verdrehung üblicher wirtschaftlicher Vorgänge, wonach jeder SEIN Risiko zu tragen hat. Christoph PS: Zu ergänzen wäre, dass die bequeme Möglichkeit Verluste an die Bauern weiterzureichen, die Motivation zu guten Verhandlungsergebnissen nicht erhöht. |
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Name: tiroler007 antwortet um 05-07-2008 09:25 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Bei uns hat die Tirolmilch ja den Preis um 4cent gesenkt. Interesanter weise erst nach der Regierungsbildung. Habe aber aus gut informierten kreisen der Geschäftsführung gehört (nicht von Funktionären) das diese Milchpreis Senkung schon in der Cefetage vor der Landtagswahl beschloßen war. Wurde nur wegen Politischem druck erst jetzt volzogen. Da man Angst hatte noch eine größere schlappe einzu fahren. Milch ist halt ein verderbliches Produkt und nur begrenzt haltbar somit sind wir halt gegenüber anderen leichter zu Manipolieren weil uns halt nichts anderes übrigbleit als die Milch zu liefern. Mfg |
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Name: Kathi antwortet um 05-07-2008 09:45 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Hallo also der Preis in den Regalen ist definitiv gestiegen Ich würde sagen, die Molkereien haben gut verhandelt und streichen sich jetzt den Gewinn ein. LG KAthi |
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Name: helmar antwortet um 05-07-2008 11:14 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? ...oder füllen die etwas leeren Kassen wieder? Denn die Preisabsenkungen sind um etliche Monate später gekommen als sonst üblich......und es hat, zumindest hier im Forum zu lesen, eine Privat molkerei zuerst damit begonnen und am heftigsten wohl von allen. Also, wenn vom Streik irgendwo ein Verlust sich ergeben hat, dann wird wohl auch versucht werden, diese auch über die Lieferanten, auszugleichen, auch wenn niemandem, auch mir nicht, gefällt...........wie schrieb der Tiroler 007 so treffend? Milch ist ein verderbliches Produkt, und alle welche mit der Milchproduktion zu tun haben, spielen mit, ob es ihnen passt oder nicht......denn wenn sie Rinder halten wollen oder müssen, dann haben sie in Wirklichkeit nur die Wahl zwischen Teufel oder Beelzebub, alos Milch- oder wenn man das nicht "mitmachen will", halt eben Mutterkühe......und das ist eben unsere Schwäche oder vielelicht manchmal sogar Stärke, aber nur solange nicht zuviel von irgendetwas da ist. Mfg, helmar |
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Name: Kathi antwortet um 05-07-2008 11:32 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Hallo Helmar hast wohl übersehen, dass schon im Mai eine Milchpreissenkung war - und das Woerle schon vor dem Lieferstreik den Milchpreis gesenkt hat (sonst wäre es am Postweg nicht mitten im Streik bei den Bauern angekommen) aber es wird wohl jtzt genauso wie die GVofreiheit von NÖM wohl jetzt immer von dir hervorgekramt... aber egal - beim Streik hiess es von unseren lieben Molkereien, wir können nicht mehr zahlen, der böse Handel. So jetzt macht der Handel mit, jetzt hat nur die Molkerei die hohen Kosten - wir Bauern sind ja zu dumm wenn wir nicht kostendeckend produzieren können. Kathi |
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Name: helmar antwortet um 05-07-2008 11:41 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Ich denke dass dir die Ausstoßmengen an Frischmilch von Mokereien an den Handel bekannt sind, oft weniger als 1/5 der übernommenen Milch.........der Handel steht jetzt schön da und hat mit Sicherheit auch jetzt noch ausreichend Spannen drauf. Schon das Wutgeschrei über den Grillitsch Pakt vergessen? Da warens auch 4 ct welche das Milchpackerl teurer wurde, und mit viel Glück ist einer davon dann im Bauernbörsel gelandet.....man vergisst gerne darauf wieviele lt Milch für ein kg Butter verbraucht werden, und wenn nun ein Packerl Butter 10 ct teurer wird, dann schau ma mal was dann übrig bleibt bei durchschnittlich 20l Milchbedarf...... Mfg, helmar |
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Name: Kathi antwortet um 05-07-2008 12:03 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Liebe Helmar auch Butter wird nicht mehr billig angeboten - mal von den 2 Stück Aktionen abgesehen (und da kommt man auch nicht unter 1 €)... Manchmal frag ich mich, ob du einen Funktioniärsstatus bei der Molkerei hast, dass du sie immer so brav verteidigst LG Kathi |
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Name: walterst antwortet um 05-07-2008 13:00 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Die Stärke von Handel und Molkereien gegenüber uns Bauern ist ohnehin, dass man sich innerhalb der Bauern wesentlich mehr Sorgen um das Fortkommen der Verarbeitungsindustrie und der multinationalen Handelskonzerne macht, als um die eigene Zukunft. Da nehm ich als Bauer doch gerne einen Nachteil in Kauf, wenn die Gebrüder ALDI dafür wieder einen Platz gutmachen auf der Liste der reichsten Leute oder wenn die NÖM wieder mal schön shoppen gehen kann nach England. Walter |
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Name: Christoph38 antwortet um 05-07-2008 13:46 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? @ tch Wieso kommst Du darauf, dass es Schwäche der Bauern ist, wenn die Bauern volles Verständnis und Einsicht haben: a) für die betriebswirtschaftliche Lage der Molkereien, b) für die volkswirtschaftliche Notwendigkeit billiger Ernährung , c) für günstige gesunde Genfrei- und Bionahrung und d) unegoistische Gönnerhaftigkeit gegenüber Handelsketten ? Wer wollte es dabei den Bauern als Schwäche anrechnen, wenn sie ob der genannten Vielzahl an zu bedenkenden Aufgaben, mitunter vergessen an sich selbst zu denken ? In kein Hirn passt alles rein ! |
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Name: Christoph38 antwortet um 05-07-2008 14:36 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? @ tch billige Ernährung: Du meist, wenn der Landmaschinenmechaniker 3 Schrauben beim Traktor austauscht, dann kann von billig nicht die Rede sein, wenn es den Bauern nur 10 kg Fleisch kostet ? die Auszeichnung: Du meinst denn Ihnen gehört das Himmelreich ? selbstloses Handel: Ja unsere Handelketten beglücken die Konsumenten selbstlos mit guter Bioware, da hast Du recht. Ich habe mal gehört die schlagen da beim Preis so gut wie gar nichts drauf ?? |
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Name: helmar antwortet um 05-07-2008 19:32 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Und was macht man wenn einem der Abnehmer abhanden kommt? Eine Liefergemeinschaft gründen? Mutterkühe halten? Ichweiß nicht wo ihr alle daheim seid, aber vor über 10 Jahren ist das in einer Gemeinde in meinem Bezirk passiert......es gab einige Lieferanten um die 20-30.000 kg, und einen oder 2 mit rund 100.000. Es war der einen Molkerei von den Kosten her zu weit, und die andere welche dann sammelte , wurde geschlossen, und die nächste Molkerei hatte für relativ wenig Milch hohe Erfassungskosten, und es wurde schließlich die Tour eingestellt, und damit war das Problem gelöst......für die Abnehmer. Ein wenig Direktvermarktung gibts, und auch Mutterkuhhalter, aber alle sind davon nicht so ganz begeistert.............aber das kann ja nicht sein, denn die Milchbauern haben ja die Milch und sitzen am längeren Ast, zumindest habe ich etliche male auch hier gelesen.......... Mfg, helmar |
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Name: Christoph38 antwortet um 05-07-2008 21:56 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? @ helmar Damit so ein Fall nicht eintritt, sollte man vorsorglich ein Dankschreiben an den Abnehmer richten, wie froh man als Milchbauer ist, das man weiterhin Milch produzieren darf. Gut wäre auch darin zu erwähnen, dass man selbstverständlich niemals streiken wird, natürlich auch nie einen Molkereiwechsel in Betracht ziehen wird, unter Garantie nie gewählte Funktionäre kritisieren wird. Falls es aus betrieblichen Erwägungen der Molkerei zu Geschäftsanteilerhöhungen, Auszahlungspreisverminderungen, Transportkostenerhöhungen kommt wird man dies mittragen. Kurzum bedingungslose Unterwerfung signalisieren, damit die Molkerei dies auch gebührend würdigen kann und sicher die Milch holt. |
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Name: helmar antwortet um 05-07-2008 22:05 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Gut geschrieben, lieber Christoph, aber es geht, wenn es nur einen Abnehmer gibt, doch etwas anders zu als wenn sich gleich ein paar Molkereien um die Milch raufen...........und irgendwie ist auch aus der Einkaufstour einer deutschen Molkerei nichts geworden im NÖM Gebiet, aber vieleicht wissen da ein paar im Forum mehr drüber, denn die Milch ist ja gefragt, oder? Interessant ist dass heuer die Molkereien recht lange mit dem jahrelang praktizierten Preissenken im Frühjahr zugewartet haben. Und es fällt noch etwas auf: die größte Preissenkung hat eine private Molkerei........ Es ist ja recht lieb dass du als nicht mehr Milchliefernder dir solche Sorgen um uns machst..... Mfg, helmar |
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Name: Christoph38 antwortet um 06-07-2008 04:51 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Liebe helmar, ich muss zugeben, insgeheim hätte ich schon ein bisschen gehofft, dass Du mir auf meinen Beitrag mit einem Reim eine über die Rübe ziehst. :-) Da hätte ich dann meine -zwar nicht besonders ausgeprägten- masochistischen Neigungen für ein Jahr im voraus abbauen können. Dass Du meine Sorgen lieb findest, ehrt mich, ich kann das Kompliment trotzdem schwer annehmen. Sooo lieb wie Du denkst bin ich gar nicht, kannst mir gerne glauben. Wenn Du mir den Selbstbefund gestattest, bin ich wohl eher geistig zurückgeblieben in jener Zeit, wo wir daheim noch Milchbauern waren. Vieles rund um die Milch, vor allem die Menschen habe ich weder vergessen, noch finde ich es jetzt gut, was sich da abspielt, nach den ewig gleichen Mustern. Und eine Wahrheit noch anzubringen, wenn Du mir als Konsument noch gestattest: Es ist komplett wurscht, wenn die Milch im Geschäft € 2,-/Liter kostet, kann sich trotzdem jeder leisten, brauchst zB. nur schauen was ein Kindergeburtstag heute kostet. Das wars wieder mal und schöne Grüsse Christoph (Beruf: Pseudomilchbauer) PS: Vielleicht fang ich wieder an, wenn die Quote weg ist ?? |
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Name: helmar antwortet um 06-07-2008 08:28 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Hallo Christoph...weißt du bei dir ist das mit dem Reimen nicht so einfach, und weisst du auch warum? Ich kenne dich nur hier aus dem Forum, und du kommst so gut wie nie in Versuchung, beim hier posten gleichzeitig die Wand hoch zu gehen, und da wirds dann für mich kompliziert.......und so richtig mit Humor, nämlich jenem, über sich selbst zu schmunzeln, scheinst auch nicht so recht bestückt zu sein. Du hast schon recht damit, dass nicht die große Verzweiflung beim Konsumenten ausbräche, wenn der l Milch den Preis von 2€ hätte, aber du hast die Rechnung ohne die veröffentlichte Meinung gemacht....wer titelt denn öfter dass die Lebensmittel viel zu teuer wären? U.a. unsere liebe Kronenzeitung, gard mal dass dieses Thema mal für 2 Wochen nicht sehr präsent gewesen ist......und man kann mit der armen Mama, welche dem Kind keine Milch kaufen kann, weil zu teuer, gut Stimmung machen. Man kann dies auch bei den angeblich so reichen Bauern anwenden, der hat Grund und Boden, kriegt Geld von der EU und kann sich einen Traktor kaufen der 3 mal so teuer ist wie das Familienschnauferl. Ich habe vor ein paar Tagen auf die AK-NÖ Zeitung hingewiesen, und nicht nur dort wird Stimmung gegen Bauern gemacht........Werbung wirbt mit dem Bauernbild welches i Wirklichkeit weder Politik noch "wirkliche" Bauern haben wollen, nämlich mit dem "lieben, kleinen Bauern" welcher alles mit Liebe tut.......mir wurde hier schon vorgeworfen dass ich zu blöd gewesen bin mein Kind für die Landwirtschaft zu erziehen, das ist die eine Seite, aber wenn meine 9 ha und die 56.000 Quote jedem meiner Kritiker günstig lägen, keiner würde, nein will/brauch ich nicht sagen, denn der Kleine soll doch auch Bauer bleiben.........ja schon, zum Beiträge zahlen, Kreuzerl machen und gegebenfalls zum Protestieren gehen........ Aber keine Sorge, vieleicht lern ich dich auch noch kennen,helmar |
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Name: Christoph38 antwortet um 06-07-2008 09:37 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Die veröffentlichte Meinung über die reichen Bauer die in einer Agraridylle leben und die hohen Lebensmittelpreise mögen schon sein. Gerne verweise ich dazu auf die äußerst moderaten Preisanstiege bei der Kronenzeitung selber, wenn der Bauer nachzieht, erreicht er noch immer die Preisanpassung der Mediaprint nicht. Auch die bösen Konzerne werden immer verteufelt, es ändert nichts daran, dass sie ihre Preise durchziehen und kassieren. Die öffentliche Meinung ist wichtig, aber letztendlich kann sich davon keiner was kaufen. Preise müssen durchgesetzt werden, alles andere hilft dir betrieblich nichts. PS: Ab wann verliert man eigentlich die Glaubwürdigkeit über die Milch zu schreiben. Ist es der Zeitpunkt ab Einstellung der Milchlieferung oder schon früher, wenn der Entschluss gefasst wird oder später, wenn man nicht mehr in den Stall geht ? |
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Name: Gourmet antwortet um 06-07-2008 09:49 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? @Christoph38 Naja, die Kronenzeitung muss man ja nicht kaufen. Man kann auch ohne leben. Von mir kriegen die keinen Cent. Aber zum Milchpreis: Bei der Preisdiskussion wird eines übersehen: Der Verbrauch ist keine Konstante. Wenn Milchprodukte doppelt so teuer sind, wird viel weniger davon verkauft. Die Vorstellung, wenn die Molkereien besser verhandeln würden und, zum Beispiel um 10 Prozent höhere Preise durchsetzen, würde das automatisch 10% mehr Ertrag bedeuten, täuscht. Und wer den Bauern einredet, das würde so sein, dem mache ich den Vorwurf, die Leute bewusst zu belügen. Hier in diesem Forum verlierst Du bei einzelnen Teilnehmern die Glaubwürdigkeit ab dem Zeitpunkt, wo Du die Meinung bestimmter Vereine nicht teilst. Dann wird Dir gleich ein Naheverhältnis zum Klassenfeind (das sind in diesem Fall alle, die keine "richtigen" Milchbauern sind) untergeschoben. Wie ich Dich inzwischen kenne, wirst Du Dich aber davon eh nicht aufhalten lassen. Also schreib bitte weiter. |
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Name: Fadinger antwortet um 06-07-2008 13:32 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Hallo! Apropos "bewußt belügen": "10 Prozent höhere Preise würden 10% mehr Ertrag bedeuten ... " 10 Prozent höhere Preise können natürlich auch 25 oder 50% mehr Ertrag bedeuten. Gerade bei einen sehr knapp kalkulierten Produkt .... Auch ist der Markt für Grundnahrungsmittel kein "normaler" Markt. Es braucht das Bedürfnis nicht geweckt werden, weil bereits vorhenden. Der Verbrauch ist eher eine Konstante. Wenn etwa Milchprodukte sich preislich verdoppeln würden würde nicht viel weniger verkauft werden. Es sei denn es gibt Ersatzprodukte. Und diese müßten sich auch von der Preisentwicklung abkoppeln können!. Umgekehrt läßt sich mit generell billigeren Milchprodukten der Absatz nicht erhöhen Mal von Lockangeboten für ANDERE, TEURERE Produkte abgesehen. Außer, diese kommen als Ersatzprodukt in Frage. Was aber vielleicht gar nicht unser Ziel ist. Oder möchte wer Milch zur Energiegewinnung interessant machen ??? Gruß F |
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Name: walterst antwortet um 06-07-2008 13:53 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Ich bin Gourmet jetzt sehr dankbar, dass er indirekt den Molkereiexperten eine Rüge erteilt Er schrieb: "Aber zum Milchpreis: Bei der Preisdiskussion wird eines übersehen: Der Verbrauch ist keine Konstante. Wenn Milchprodukte doppelt so teuer sind, wird viel weniger davon verkauft. Die Vorstellung, wenn die Molkereien besser verhandeln würden und, zum Beispiel um 10 Prozent höhere Preise durchsetzen, würde das automatisch 10% mehr Ertrag bedeuten, täuscht. Und wer den Bauern einredet, das würde so sein, dem mache ich den Vorwurf, die Leute bewusst zu belügen." Da hast Du vollkommen recht Gourmet! Bei 10% höheren Molkereiabgabepreisen zu Gunsten der Milchbauern wären es logischerweise wesentlich mehr als 10% Ertrag für die Bauern! Mich wundert nur, dass Du Deine Kritik nicht auch den Molkereiexperten zukommen lässt, die im September aufgeforert haben, mehr Kühe einzustellen, mehr Milch auf den Markt zu schütten und die Quote zu vergessen. Muss ein Molkereiboss oder gar der Vorsitzende des Ö Molkereiverbandes nichts über die Substitution von Milchprodukten wissen? Walter |
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Name: Gourmet antwortet um 06-07-2008 14:31 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? @Fadinger 10% höhere Preise bei gleicher Menge bringen 25 oder 50% mehr Ertrag? Hast Du das Rechnen neu erfunden? Natürlich gibt es für Milchprodukte Ersatzprodukte. Sie liegen im Supermarkt gleich daneben. Wenn Käse und Milch teuer sind, dann essen viele eben mehr Fleisch, Nudeln, Reis oder sonst was. Wie ich kürzlich im BR gehört habe, haben dieses Jahr Speiseeiserzeuger von Milchfett auf Pflanzenfett umgestellt, weil letztes Jahr die Milch teurer war. Wo ist da Deine Konstante? Höherer Preis = weniger Verbrauch. Die einzige Konstante hier ist die Geldmenge, die die Konsumenten für Lebensmittel zur Verfügung haben. @walterst An Dich die selbe Frage. Wenn bei gleicher Milchmenge der Preis um 10% höher ist, dann ist der Ertrag genau um 10% höher. Oder nicht? |
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Name: Fadinger antwortet um 06-07-2008 15:04 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? Hallo! @Gourmand, dazu braucht man das Rechnen weder neu erfinden, noch muß man dazu ein Mathematiker sein, Es reicht schon, wenn man einen Taschenrechner bediehnen kann .... Umsatz ist nämlich nicht Ertrag! Höherer Preis = weniger Verbrauch ??? Das mußt Du mir näher erklären. ZB. anhand der Treibstoffpreise .... Bezüglich Speiseeiserzeuger: Ob die Entscheidung betriebswirtschaftlich richtig war, ist fraglich. Auch Pflanzenfett wurde teurer. Gruß F |
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Name: Christoph38 antwortet um 06-07-2008 15:11 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? ein Beispiel: Wenn ich je Liter für die Milch 40 ct Einnahme erziele und ohne Arbeitskosten 30 ct Kosten habe, bleiben mir 10 ct Gewinn. Wenn der Preis um 10% steigt und die Kosten gleich bleiben, steigt der Gewinn nicht um 10 % sondern um 40% (4 con 10 ct). Soviel zur Mathematik. Was mich selber in meiner Eigenschaft als Konsument betrifft, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich wegen einer jährlichen 3%igen Inflationsanpassung bei Milch/Milchprodukten meine Konsumgewohnheiten umstelle, wo ich doch selber auch um 3% mehr Lohn erhalte. Auch stelle ich mir die Frage, wieso der Konsument selbst bei Preisverdoppelungen wie zB beim Benzin/Diesel seine Fahrgewohnheiten im wesentlichen beibehält, wenn der Konsument angeblich so sensibel auf Preise reagiert ? Gerade Lebensmittel sind ein Paradebeispiel für eine unelastische Nachfrage , da der Mensch eben nicht nur dann zu essen pflegt, wenn Lebensmittel billig sind. Dies zeigt sich auch am Extrembeispiel von Hungerszeiten, wo Diamanten gegen Brot getauscht werden. Auch hat die ständige reale Verbilligung der Lebensmittel nicht zu einer Konsumsteigerung bei Lebensmitteln geführt, sondern vielmehr zu einer Verwendung des freiwerdenen Geldes für Urlaub, Freizeit, Auto, Fernsehen etc. Der Weg der Verbilligung wurde schon Jahrzehnte beschritten, der Lebensmittelkonsum hat bei weitem nicht soviel zugenommen, wie die reale Verbilligung erfolgt ist. Schönen Sonntag noch, wünscht Christoph |
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Name: Gourmet antwortet um 06-07-2008 15:31 auf diesen Beitrag |
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? @Fadinger Richtig, aber nahe dran. Aber Ertrag ist auch nicht Einkommen. Einkommen = Ertrag minus Aufwand. Was Du vielleicht meinst, ist Einkommen, aber dann schreib auch Einkommen hin. Höherer Preis – weniger Verbrauch, gerne: Wenn der Treibstoffpreis sehr hoch ist, fahren die Leute weniger. Sie überlegen sich unnötige Fahrten und kaufen eher Fahrzeuge mit niedrigem Verbrauch. Daher wird in einem Preishoch weniger verbraucht. Beim Treibstoff ist das so, auch es auf dem ersten Blick nicht so aussieht. Und genau so ist es auch bei Milch, Käse, Butter usw. Außer natürlich, man will das absichtlich nicht sehen oder weigert sich, solche Tatsachen zu akzeptieren, weil sie Dir oder einer Gruppe nicht in das Konzept passen. Aber das ist eine andere Geschichte und da kann auch niemand helfen. Zum Speiseeis: Betriebswirtschaftler sind keine Hellseher. Wenn der Milchpreis weiter sinkt, kann man ja wieder umstellen, dann wird wieder mehr Milch gebraucht. Es geht immer und überall auf und ab, das ist der Atem des Lebens. @Christoph Wegen 3% Inflationsanpassung ändert eh niemand seine Gewohnheiten. Wohl aber, wenn ein Produktpreis stark schwankt. Und Lebensmittelpreise hängen nicht an der Inflationsrate, sondern schwanken. Was Du meinst, wäre ja Planwirtschaft. Über die sind wir in Europa hinweg. Dass die Konsumenten ihre Fahrgewohnheiten nicht ändern, stimmt nicht. Ich bin so ein Beispiel. Wenn ich heute weit weg fahren muss, überlege ich mir, ob es mit dem Auto sein muss, oder ob ich was anderes nehme. Früher war das Auto immer konkurrenzlos billig. Das ist nicht mehr so. Du hast schon recht, Lebensmittel werden immer gekauft. Aber sie stehen untereinander in Konkurrenz. Und wenn beispielsweise Butter sehr teuer ist, wird mehr billigeres Fett für jene Anwendungen verwendet, wo es nicht so drauf ankommt. Es soll ja wirklich Leute geben, die bei Lebensmitteln auf den Preis schauen, und da wird tatsächlich weniger Milch, Butter, Joghurt, Käse usw. gekauft, wenn der Preis steigt. Und noch viel schneller reagiert die Industrie, die Milchprodukte einsetzt. |
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