 Tagebuch
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Haben unsere Molkereien schlecht verhandelt? @Fadinger Richtig, aber nahe dran. Aber Ertrag ist auch nicht Einkommen. Einkommen = Ertrag minus Aufwand. Was Du vielleicht meinst, ist Einkommen, aber dann schreib auch Einkommen hin. Höherer Preis – weniger Verbrauch, gerne: Wenn der Treibstoffpreis sehr hoch ist, fahren die Leute weniger. Sie überlegen sich unnötige Fahrten und kaufen eher Fahrzeuge mit niedrigem Verbrauch. Daher wird in einem Preishoch weniger verbraucht. Beim Treibstoff ist das so, auch es auf dem ersten Blick nicht so aussieht. Und genau so ist es auch bei Milch, Käse, Butter usw. Außer natürlich, man will das absichtlich nicht sehen oder weigert sich, solche Tatsachen zu akzeptieren, weil sie Dir oder einer Gruppe nicht in das Konzept passen. Aber das ist eine andere Geschichte und da kann auch niemand helfen. Zum Speiseeis: Betriebswirtschaftler sind keine Hellseher. Wenn der Milchpreis weiter sinkt, kann man ja wieder umstellen, dann wird wieder mehr Milch gebraucht. Es geht immer und überall auf und ab, das ist der Atem des Lebens. @Christoph Wegen 3% Inflationsanpassung ändert eh niemand seine Gewohnheiten. Wohl aber, wenn ein Produktpreis stark schwankt. Und Lebensmittelpreise hängen nicht an der Inflationsrate, sondern schwanken. Was Du meinst, wäre ja Planwirtschaft. Über die sind wir in Europa hinweg. Dass die Konsumenten ihre Fahrgewohnheiten nicht ändern, stimmt nicht. Ich bin so ein Beispiel. Wenn ich heute weit weg fahren muss, überlege ich mir, ob es mit dem Auto sein muss, oder ob ich was anderes nehme. Früher war das Auto immer konkurrenzlos billig. Das ist nicht mehr so. Du hast schon recht, Lebensmittel werden immer gekauft. Aber sie stehen untereinander in Konkurrenz. Und wenn beispielsweise Butter sehr teuer ist, wird mehr billigeres Fett für jene Anwendungen verwendet, wo es nicht so drauf ankommt. Es soll ja wirklich Leute geben, die bei Lebensmitteln auf den Preis schauen, und da wird tatsächlich weniger Milch, Butter, Joghurt, Käse usw. gekauft, wenn der Preis steigt. Und noch viel schneller reagiert die Industrie, die Milchprodukte einsetzt.
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