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Aktion der Bauern mit "historischer" Dimension
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Name: biolix 07-06-2008 09:04 |
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Tagebuch
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Aktion der Bauern mit "historischer" Dimension Morgen ! hier für alle die noch immer nicht glauben wie wichtige es war... lasst ihr immer KollegenInnen hängen ? jetzt geht aktiv an dieMengenregulierung, ich freu mich schon drauf ! lg biolix Aktion der Bauern mit "historischer" Dimension Städte, 06.06.2008, Rüdiger Kahlke, Dutzende Landwirte aus dem Märkischen Kreis waren Donnerstag in Berlin dabei, um um einen politischen Erfolg zu feiern: akzeptable Preise für die Milchbauern. Für Karl-Friedrich Osenberg ein "historischer Prozess". Herr Osenberg, wieso jetzt der massive Lieferboykott. Klagen über unzureichende Milchpreise sind nicht neu? Klagen hat es immer schon gegeben, aber Aktionen müssen auch organisatorisch auf die Beine gestellt werden. Neu dabei ist, dass die Milchviehhalter jetzt eine eigene Interessenvertretung haben und dass der BDM (Bund der Milchviehhalter, die Red.) die Sache in die Hand genommen hat. Dass sieht nach neuem Bewusstsein der Bauern aus . Viele haben geglaubt, durch Wachstum die Existenz sichern zu können. Aber: Mit Rationalisierung und Mehrarbeit kann man gegen den Preisverfall nichts ausrichten. Das Bewusstsein ist jetzt da, dass man am Preisniveau ansetzen muss. Wir wollen, dass unsere Arbeit ordentlich bezahlt wird. Waren die Bauern so frustriert, dass sie auf Alles oder Nichts gesetzt haben? RND VAKT Halver, Jahresgabe an Sponsoren. Die Sponsoren Karl-Friedrich Osenberg (l.) und Lothar Kiera (für die Sparkasse, 2.v.r) nahmen ihre Kunstdrucke persönlich entgegen. Die Künstler Bodo Arendt (r.) und Elke Schmidt präsentierten ihre Werke, die für zwei weitere Sponsoren gedacht sind. Mit Frust kann man so etwas nicht angehen. Selbst Freunde des BDM hatten diese Beteiligung, diese Wucht nicht erwartet. Es herrscht eine große inhaltliche Klarheit und Bereitschaft, die eigenen Interessen in die Hand zu nehmen und sich von der verarbeitenden Industrie nicht länger ausnehmen zu lassen. Was macht die Bauern so radikal bis zu als illegal bezeichneten Blockaden zu gehen? Das hat auch mit der Exportorientierung der Industrie zu tun. Die setzt möglichst niedrige Erzeugerpreise voraus. Der Kampf ist nicht zuende. Interessenauseinandersetzung ist ein permanenter Prozess. Das erinnert an die Auseinandersetzungen wie zu Beginn der Industriealisierung. Bei einem positiven Ergebnis geht der BDM gestärkt aus der Auseinandersetzung hervor - mit einer Stärkung der Handlungsfähigkeit. Was gerade abläuft, ist ein historischer Prozess für den landwirtschaftlichen Bereich. Wir haben dabei enorme Erfahrungen über politische Zusammenhänge gemacht und haben gelernt, dass Solidarität eine enorme Kraft ist, mit der man in die Auseinandersetzungen gehen kann. Wo liegen die Ursachen für das Milchpreis-Dumping ? Ein Punkt der Überlegungen im BDM ist es, dass es auch eine Mengensteuerung geben muss. Menge und Produktion müssen ins Verhältnis zur Nachfrage gebracht werden. Welche Rolle spielen Weltmarkt und Exporte? Exportorientierung, wie sie die Nahrungsmittelindustrie anstrebt, hilft nicht die Hungerprobleme der Welt zu lösen. Billige Nahrungsmittelproduktion in den Industrieländern trägt zum Hunger bei, weil die Märkte in den armen Ländern mit Billigprodukten aus Industrieländern überschwemmt werden. Der Kampf um die Weltmärkte ist ein Kampf um Wirtschaftsinteressen. Was gab den Ausschlag für den offensichtlichen Erfolg des Boykotts? Eine Voraussetzung war die überwältigende Beteiligung und Solidarität der Lieferanten. Die Abnehmer hatten das Problem, nicht produzieren zu können, aber die Kosten handeln zu müssen. Dadurch, dass wir Milch entzogen haben, haben wir Druck ausgeübt. Viele Kollegen hat das sehr berührt, das zu erleben. Für kleinere Betriebe bringt der Lieferstopp auch herbe Einbußen. Ja. Aber ein älterer Kollege hat gesagt: Wenn mich mein Enkel mal fragt, was hast du im Mai 2008 gemacht, dann will ich sagen können: Ich bin dabei gewesen. Mit dem Lieferboykott geht eine enorme emotionale Erfahrung einher. Das ist nicht nur eine rationale Sache. Haben die Landwirte eine Alternative: eigene Vermarktungslinien, Hofläden, um etwas unabhängiger von Großabnehmern zu werden ? Direktvermarktung hat dort ihre Berechtigung, wo es zum Standort oder zum Betrieb passt. Da kann es erfolgreich betrieben werden. Es ist aber keine Lösung für wesentliche Teile der Milchproduzenten. Bio-Bauern sind offenbar besser dran. Hatten sie eine Vorreiterrolle? Bio-Milch hat derzeit einen erfreulichen Preis, der auch am Markt zu realisieren ist. Die Bio-Bauern haben schon früher mal einen Lieferstopp durchgezogen. Dass das möglich ist, haben sie gezeigt. Sie sind aber nicht in erster Linie betroffen? Die Bio-Bauern haben den Preis hoch halten können. Viele haben den Lieferboykott unterstützt. Es gab die Gefahr, dass Bio-Milch aufgekauft würde und in normalen Tüten landet. Vielerorts sind die Erzeuger so zusammengerückt. Droht das Pendel nicht zurückzuschlagen, wenn Milch auf dem Weltmarkt günstiger zu haben ist? Es gibt Überschüsse. Aber der Weltmarkt hat nicht die Bedeutung, die ihm zugemessen wird. Die Auseinandersetzung wird bleiben. Was jetzt läuft, wird aber nicht ohne Einfluss bleiben, künftig ist einzukalkulieren, dass wir Milchbauern nicht beliebig mit uns umspringen lassen. Es wird was in den Köpfen hängen bleiben. Klar ist auch, die Organisation muss gestärkt werden. Wir wollen das Ergebnis unserer Arbeit fair bezahlt haben, dort, wo es verkauft wird. |
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Name: mfj antwortet um 07-06-2008 09:14 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Aktion der Bauern mit "historischer" Dimension Guten Morgen Biolix, Gehts schon wieder los mit Wahlwerbung - was soll der Scherz ? Dein Kandidat "Karl Friedrich Odenberg" bei den Grünen/Bündnis 90 http://www.gruene-fraktion-mk.de/000000958e08de201/index.html Du bist Dir auch für nichts zu schade......den (eigenen) Futternapf zu füllen !!!!! |
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Name: biolix antwortet um 07-06-2008 09:18 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Aktion der Bauern mit "historischer" Dimension muß ich alle kennen , nein den kannte ich nciht... aber danke, da sieht man wer was für die BauernInnen wirklcih tut.... und wer ihre Preise "wirklich" drücken möchte ;-)) lg biolix p.s. ich füll mir gar nichts, das sagt grad einer der bezahlt hier ist ;-) |
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Name: Jophi antwortet um 07-06-2008 20:29 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Aktion der Bauern mit "historischer" Dimension Schön gesagt biolix Du sprichst mir aus der Seele. Jophi |
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