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Es sind 11458 Diskussionen online

IGE Milchbauern wollen streiken

  Antworten: 66

Name: antach 10-05-2008 06:52 nach oben
Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo
Heute in Radio OÖ sagte der vorsitzente der Ige Milch wen der Preis nicht wieder steigt wollen die Bauern streiken auf den Tag warte ich lange weil du bringst drei Bauern nicht unter einen Hut.
Name: helmar antwortet um 10-05-2008 08:06 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
Achherrje...schon wieder?! Ein Streik trifft die falschen, schneidet ins eigene Fleisch, und stolz posierende Bauern welche die Milch in die Güllegrube leeren, heizen die Lebensmittelpreisdebatte wieder an.....
Mfg, helmar
Name: tiroler007 antwortet um 10-05-2008 08:15 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
Ja Helmar du hast ja recht das man mit Streiken den Falschen erwischt und man sich selber am meisten schadet . Aber dann mach bitte einen Vernünftigen Vorschlag der für uns Bauern die Weitermachen wollen und nicht Auslaufbetriebe sind weiterhilft. Denn mit hinsetzen und reden wird man bei den Großkonzerne in der Lebensmittelbranch nichts weiterbringen. Diese haben sich die wichtigen Personen und Politiker schon auf Ihre seite gabracht.
Mfg Hans

Name: helmar antwortet um 10-05-2008 08:30 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
Uns wieder auf die autonome Eigenvollversorgung einstellen wird wohl auch sehr schwer gehen....ich will damit sagen dass auch wir Bauern Konsumenten sind. Reden kann weiter helfen, muß aber nicht......aber man kann seine Sicht der Dinge auch anderswo als hier im Forum oder der Bauernzeitung unterbringen. Man sollte sich mal überlegen wieviel man in den letzten Jahren investiert hat, sich diese Zahlen merken und in einer Diskussion mit Nichtlandwirten auch mal erklären, dass ohne eben diese Maßnahmen es für Bauwirtschaft, Handel, Werkstätten etc. um vieles weniger Kunden, und damit Arbeitsplätze inden Regionen gäbe. Auch dass, gerade in deinem Tal, eher weniger Urlauber ankämen, wäre alles verwildert, verwachsen, und wenn bei jedem Donnerwetter die Gefahr bestünde, von einer Mure erwischt zu werden, man sollte auch ruhig drüber reden wie es wo ist, wo die Abwanderung bereits voll greift..........und nochwas, mein lieber Tiroler, unser Hof wird zwar auslaufen, aber aus eigenem Interesse werden wir nicht, wie andere es dann gern tun, den Pachtpreis hoch anmessen, wir sind sehr daran interessiert, dass auch in unserer Gegend Höfe in Zukunft bestehen bleiben. Diese können es aber nur, wenn alles passt, der Preis, aber auch andere Vorraussetzungen. Und wie ichoft nebenbei erwähnt habe, gibt es noch immer keine Kostenwahrheit, was die Energie betrifft, und da ist eine regionale (Land) wirtschaft auf Dauer von Vorteil, auch wenn es dem Hausverstand und Co. noch nicht gedämmert hat, denn derzeit wälzt man diese an den Konsumenten ab....
Mfg, helmar
bischt oba sicha ana vom Tale, oder?
Name: Muuh antwortet um 10-05-2008 08:31 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
Habe dazu gestern einen passenden Artikel zugesendet bekommen.

Milch wegschütten - Man darf das!
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?sid=301e66f80a5e40574609e46241a3ab03&em_cnt=1332390

Name: zimme24 antwortet um 10-05-2008 11:09 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
@helmar

bist du nicht von der fraktion ja nichts kaufen am besten den handel (zb maschinen)eine zeit lang boykottieren und jetzt willst du die leute daraufhin weisen, dass wir arbeitsplätze sichern mit unserem konsum.
kann mir nicht vorstellen, dass dein beitrag den milchbauern helfen kann die streiken wollen.

günter
Name: theres antwortet um 10-05-2008 11:17 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo Helmar,
die Milchbauern wollen streiken- und die Milch in die Gülle schütten, aber auf der Ausgabenseite- will niemand vom Investitonsstreik was wissen.
Wir haben uns heuer ein paar Angebote für diverse Maschinen machen lassen, irgendwann werden wir einkaufen- aber nachdem der Milchpreis runter geht-
haben wir den Angebotserteilern ganz klipp und klar gesagt, dass bei sinkendem Milchpreis nix ist mit Einkaufen.

Wir streiken bei den Betriebsmitteln, es geht vieles auch anders und unsere Kühe holen sich heuer ihr Futter selbst, Kraftfutter gibts mit dem Gewürzstreuer- und vieles anderes-
brauchen wir auch nicht.
Warum hat die Landwirtschaft nie den Mut, auch hier mal auf den Tisch zu hauen,
es ist unser Geld, dass den ländl. Raum stärkt, und vielleicht fangen dann auch manche von der Landwirtschaft lebenden Leute zum Nachdenken an, ob die Billigschiene nicht nur bei den Lebensmitteln unsere Strukturen kaputt macht.
Die kurze Zeit eines höheren MIlchpreises haben wir genutzt, ich hätte oft lachen können, wer alles vom Milchkuchen gleich was wollte.
Es leben soviele von der Landwirtschaft- vergönne es allen von Herzen, aber dann billig bei Hofer einkaufen- das geht sich nicht aus.
Ausgabenstreik - inzwischen schon mit sehr guten Erfahrungen- ich mach das unseren Partnern auch plausibel.
.Die ständig geschürten Ängste, dass wir damit unsere Zukunft abhängen, die hab ich keinesfalls, denn diese Investitonsstreikzeit hat unseren Nachfolger die Augen für den Wert des Geldes erst richtig erschlossen.
Ich kann mich inzwischen nur noch wundern, warum die Landwirtschaft an dieser Schraube nie drehen will.





Name: helmar antwortet um 10-05-2008 12:01 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo Theres.......du brauchst ja nur die Wortmeldungen hier zu lesen......die meisten wollen halt nicht so rückständig wie wir beide sein. Den 3m Kreisler derfährt auch ein 40 PS Traktor, und die halbe Stunde die er länger braucht gegen den mit 80 und 6m, die kommt einfach billiger....und wieviele Feldstücke haben denn 10 ha?
Mfg, helmar
Name: walterst antwortet um 10-05-2008 12:16 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
Erstens halte ich die Überschrift für nicht ganz zutrefffend, weil ich davon ausgehe, dass sich niemand zum Ziel setzt, unbedingt zu streiken, nur weil es lustig ist. Ein Lieferstopp ist ein Mittel, welches in jedem Wirtschaftsbereich völlig normal ist, aber kein Ziel.
Zweitens verstehe ich nicht, was die persönliche Entscheidung von Betriebsführern, die ihren Betrieb bewusst auslaufen lassen, und deswegen sinnvollerweise nichts mehr investieren mit der Auseinandersetzung am Milchmarkt zu tun hat.
Drittens ist es ziemlich offensichtlich, dass REWE und HOFER sich vom Invetsitionsboykott von Helmar und theres derzeit noch nicht voll beeindrucken haben lassen.

Walter
Name: Gourmet antwortet um 10-05-2008 12:30 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
@tiroler007
Du willst einen Vorschlag? Hier ist meiner, aber ich vermute, er wird Dir nicht gefallen:
Schau Dich mal in Diener Gegend um (egal wo Du zuhause bist, es ist überall gleich) und suche nach jenen Bauern, die mit der Milchproduktion langfristig weitermachen wollen. Die sind nicht ganz einfach zu finden, weil es eher nicht die sind, die große Sprüche klopfen, den größten Traktor im Ort haben müssen oder lautstark an Protestaktionen teilnehmen, aber es gibt sie überall.
Sie sind eher zuhause im Stall anzutreffen und haben in den letzten Jahren die Milchproduktion gewaltig ausgeweitet. Oft war dazu nicht mal mehr Grund notwendig, es genügte die Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch Einsatz von mehr Technik und/oder bessere Arbeitsweisen. Wenn Du diese Betriebe mit dem Stand vor einer Generation vergleichst, wirst Du sehen, dass nicht wenige davon heute mit der halben Arbeitsleistung doppelt so viel Milch produzieren.
Ich meine, die richtige Strategie für Betriebe die weiter Milch produzieren wollen ist, den aktuellen Stand von Technik und Management zu nutzen und versuchen, besser zu sein, als der Durchschnitt. Wer mit dem nächsten Hofübergabe aufhören will, braucht natürlich kein Geld mehr ausgeben und kann mit der vorhandenen Infrastruktur noch relativ lange sehr günstig produzieren. Viele tun das ja und bei diesem Ziel finde ich das richtig.
Für völlig falsch halte ich die Strategie, den Hofnachfolgern einzureden, sie sollten als Vollerwerbsbauer nicht größer werden, sondern bei den Ausgaben sparen. Das ist wahrscheinlich ein Kurs in Richtung verhungern.
Name: tiroler007 antwortet um 10-05-2008 14:03 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
@Gourmet Dem Vorschlag von dir stimme ich voll zu. Bin auch keiner der immer sofort schreit und die größten Maschinen haben muß eher das gegenteil. Aber wenn die nebenkosten die man ausgeben muß ob man will oder nich immer mehr werden und man für seine Produkte nicht mehr oder sogar weniger bekommt dann geht auch denen die weitermachen wollen früher oder später auch die Luft aus. Und wenn man den Betrieb schon ziemlich gut im griff hat es kommt halt ab und zu was unvorhergesehnes und dann wirds knapp.
@Helmar was meinst du mit aus dem tale ich komme vom Berg:-))))
Name: theres antwortet um 10-05-2008 14:11 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Ja, Helmar,
wir sind schon furchtbar rückständig :-))), dich stellen sie in die auslaufende Ecke und uns vermutlich in eine andere Ecke.
@Walter- REWE und Co. werden wegen mir jetzt noch nichts merken, aber ich merk für mich was- ich trag diesen Firmen eben auch unser sauer verdientes Geld nicht mehr nach.
Und in Richtung Investitions- und Betriebsmittelstreik-
da kann man dazu stehen wie man will,
den Euro, den wir nicht ausgeben- :-))
Ich seh nicht ein, mit diesem teueren Kraftfutter Milch zu erzeugen, die ich dann in die Grube schütten muss, weil der Preis nach unten geht-
und nach einem Streik gibt dann wieder alles Vollgas und kauft Kraftfutter usw. zusammen, dass ja nur wieder genug Milch im Überfluss vorhanden ist.
Die Grundgesetze des marktes wären für die Landwirtschaft auch hin- und wieder nicht ganz unwichtig.


Name: Fadinger antwortet um 10-05-2008 14:28 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo!

@Gourmet,
ist aber ein rückständiger und wertloser Vorschlag ....
Aber es zeigt sehr gut das Problem der Bauern auf. Zwar gut und effizient produzieren können, vom Management und der Vermarktung aber keine Ahnung haben .... Dabei könnte man sich ja eh sehr gute Beispiele einfach abkupfern. Die deutschen Nachbarn (Post, Bahn, öffentlicher Dienst, ....) machen es vor. Da fragt sich niemand, ob ein Streik vielleicht den Falschen treffen könnte.
Also es bringt absolut nichts, sich im Stall und hinter der Arbeit zu verstecken.
Und wenn halt mal etwas Milch medienwirksam in die Gülle fließt, muß das auch nicht heißen, das dies die gesamte Produktion des Betriebes ist, zumal es dafür wesentlich bessere Lösungen gibt.
Auch ich halte die Strategie für falsch, den Hofnachfolgern einzureden, sie sollten als Vollerwerbsbauer nicht größer werden, sondern nur bei den Ausgaben sparen, oder einen Investitionsboykott durchzuziehen. Genau so falsch ist es aber auch, nur die Strategie "Wachsen oder Weichen" zu predigen. "Zu wenig" - "Zu viel" - der Narren Ziel ....
Es gilt eben den Mittelweg zwischen verhungern und überfressen zu finden. Wobei in unserer "Wohlstandsgesellschaft" wohl eher ein "sich zu Tode fressen" als ein verhungern möglich ist, auch wirtschaftlich. Dazu braucht man sich nur etwas in der Gegend umsehen.
Wo ich Dir auch zustimme, ist, das man versuchen sollte, besser zu sein, als der Durchschnitt. Fangen wir mal beim Milchpreis an ......
Was sich bei der ganzen Diskussion leider auch abzeichnet, ist, das größte Problem dürften wieder mal die Verräter in den eigenen Reihen werden .....

Gruß F
Name: tch antwortet um 10-05-2008 14:41 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo Walter

"ihr" habt einen auslaufenden Betrieb eine Faironika kosterfrei vors Türl gestellt, wozu?

Die Idee mit dem Investitionsstopp ist vielleicht nicht die Beste, kostet dafür nichts...
Die "kostenpflichtige" Teilnahme an der Ideenschmiede von diversen erfolglosen NGOs waren die der grosse Wurf?

tch
Name: Gourmet antwortet um 10-05-2008 15:00 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
@Fadinger
Ob mein Vorschlag wertlos ist, kann ich nicht beurteilen, kostenlos ist er auf jeden Fall. Rückständig glaube ich nicht. Besonders, wenn ich mir ansehe, welche Ställe gerade so gebaut werden oder geplant werden.
Gut und effizient produzieren zu können, benötigt ein gutes Management, das gehört zusammen. Wenn es im Stall drunter und drüber geht, sieht es mit dem effizient produzieren auch nicht gut aus. Vermarktung-Defizit ist richtig. Ich sehe hier zwei Richtungen: Diejenigen, die sich selber in die Vermarktung stürzen und diejenigen, die die Vermarktung anderen überlassen. Aus dem Wunsch, Verarbeitung und Vermarktung selber in die Hand zu nehmen, sind ja die Genossenschaften entstanden.
Ich glaube nicht, dass nach Streiks bei der Bahn, ein positives Image zurückgeblieben ist. Eher werden bestreikte Betriebe als unzuverlässig eingestuft. Vom Kunden/Konsumenten, der ist es ja, der mit seinem Geld den ganzen Betrieb am Laufen hält.
Die Worte „wachsen oder weichen“ hinterlassen bei mir immer den Eindruck, als müsste hier mit Gewalt jemand weichen. So ist es ja nicht. Die vielen Nebenerwerbsbetriebe und auch diejenigen, die entschieden haben, dass der Betrieb in 10 oder 15 Jahren auslaufen wird, zeigen ja, dass es nicht so brutal ist, wie es sich anhört. Niemand wird zum Weichen gezwungen.
Was ich allerdings nicht verstehe, ist, was Du mit „Verräter in den eigenen Reihen“ meinst. Was tut so jemand? Kannst Du das näher erklären?


@tch
Du schreibst: „Teilnahme an der Ideenschmiede von diversen erfolglosen NGOs“. Habe ich was verpasst? Worum geht es da genau? Ist es deshalb so ruhig im Forum hier, weil die Ideologen hier irgendwo teilgenommen haben?
Name: Johannfranz antwortet um 10-05-2008 15:04 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
@ Theres

Wenn Du schreibst, "die Grundgesetze des Marktes wären für die Landwirtschaft auch hin- und wieder nicht ganz unwichtig",finde ich dass Du hier stark untertrieben hast.
Diese Gesetze sollten die Ausgangsbasis aller Produktion in der Landwirtschaft sein. Beinahe täglich hören / sehen wir in den Medien,die Knappheit der Grundnahrungsmittel bewirke eine enorme Verteuerung. Ob allerdings eine künstliche Verknappung in Form von
" Milch in die Jauchegrube" der Weisheit letzter Schluss ist,darf wohl sehr bezweifelt werden,
und wird beim Verbraucher nur Kopfschütteln bewirken. Vom Schaden am Image der Bauern ganz zu schweigen.
ANGEBOT UND NACHFRAGE REGELN DEN PREIS;UND WERDEN ES IMMER TUN,
Ob´s in den Dickschädel mancher Bauern hinein will oder nicht.

MfG. johannfranz


Name: helmar antwortet um 10-05-2008 17:13 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
@Tiroler 007.....vom Tale heißt Inntal, oder einige, wenn auch wenige sehr intensiv andere belandwirtschaftete Täler.........und im Inntal hat sich ja auch eine Liefergemeinschaft, laut TOP-AGRAR, gebildet.......wie gehts denen jetzt überhaupt? Also liebe Grüße aufn Berg....
Mfg, helmar
Name: walterst antwortet um 10-05-2008 17:53 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
@tch
Ich verstehe nur Bahnhof
Name: walterst antwortet um 10-05-2008 18:07 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
@theres

Zwischen uns gibt es eigentlich keinen Widerspruch.

Dass ich keine Investitionen tätige, die nicht nötig sind ist selbstverständlich.
Milch von der Weide ist auch klar. Das ist für mich nicht einmal erwähnenswert. Genau so wie Einhaltung der Quote und Beschränkung von Kraftfutter.

Es ist für mich aber nicht ein grundsätzliches Ziel, dass ich sage: Mit dem ältesten und billigsten Traktor und dem Verzicht auf alles soll es sich beim Milchgeld gerade noch ausgehen, vorher wehre ich mich nicht.

Ein ordentliches Milchgeld ist das eine. Was ich damit mache, ist das andere.

Beim Diesel, den Ersatzteilen und den notwendigsten Arbeitskosten kann man es sich nach meiner Meinung wirklich nicht aussuchen, ob man die Ausgabe tätigt, oder nicht.

Deinen Vorwurf, Helmar würde "in eine Ecke gestellt" muss ich strikt zurückweisen.
Wenn ich davon rede, dass Helmar ihren Betrieb auslaufen lässt, dann ist das kein Vorwurf, sondern einfach eine Tatsache, die sie selbst schon dutzende male dargestellt hat.
Mich stört dabei nur, dass sie die Entscheidungen von den Leuten, die weitermachen wollen, absolut nur aus ihrer Sicht des auslaufenden Betriebes sieht und ablehnt.
Würde man ihren Ratschlägen zu 100% folgen, wäre der Betriebstod vorprogrammiert.

Walter
Name: antach antwortet um 10-05-2008 18:29 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo
Es müssen sich wirklich alle Michlieferanten einmal zusammenreißen und eine Wochelang keine Milch liefern aber das zusammenbringen ist das Problem es wird nur immer gejammert und keiner tut etwas.Wenn 90% der Landwirte es machen sind 10% oder mehr wieder dagegen.
Name: BSE1 antwortet um 10-05-2008 18:59 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Und was hilfts? Danach wird wieder mehr geliefert als benötigt wird. Das wird ja nur eine "kurzzeitige" Preis nach oben "Treiberei".
Wenn der Preis so lange "tief" bleibt, bis sich das Angebot an die Nachfrage anpasst, denke ich, dass dann endlich die Milch gefragt ist und bleibt. Weil jemand, der mal aufgehört hat zu liefern, fängt nicht mehr so bald wieder an.
War vor Kurzem bei einem Betrieb (AG) mit 1400 Kühen und knapp 24.000 kg durchschnittliche Tagesanlieferung.
Hatten einen guten Preis bis April, jetzt ist er gefallen auf fast 31 ct. Wenn hier der Preis so bleibt, dann hört dieser Betrieb auf und stellt auf Ackerbau um. Derzeit sind 46 Angestellte, und das geht sich einfach nicht mehr aus. Diese Art von Betrieben hören bei einem längeren "Preistief" auf, und fangen nie mehr wieder an Milch zu liefern.

Deshalb halte ich nichts, von Streik und so - das sind "kurzfristige" Maßnamen. Eben weil danach wieder auf "Teufel komm Raus" geliefert wird.

Damit bin ich der gleichen Meinung wie Gourmet. Besser im Stall bleiben, die genug Luft haben haltens durch, einige werden lassen bis das Angebot passt.
Und wenn in den Geschäften Milch nur bis zum Nachmittag zu haben ist, wird niemand mehr nach dem Preis fragen, hauptsache er bekommt welche.

Name: tch antwortet um 10-05-2008 19:03 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo Walter

Rewe und Hofer hatten sich schon mal von der Schlagkraft einer IG beeindrucken lassen...
Ich weiss aber nicht ob es diese IG noch gibt.

tch

Ps:welcher Bahnhof?
Name: dorn antwortet um 10-05-2008 19:18 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo!
Bin zwar Schweinebauer, verstehe aber eure Probleme voll und ganz. Im Schweinebereich gehts uns schon seit Jahren noch viel dreckiger...............darum wäre zu überlegen, gleich eine größere Aktion (Milchbauern und Schweinebauern) miteinander durchzuführen..............vielleicht könnte man dadurch einiges wachrütteln............

mfG
Name: antach antwortet um 10-05-2008 19:43 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo
Es hat nicht viel sinn wenn die kleinen Milchbauern aufhören und die großen noch größer werden dann wird auch nicht die Menge weniger.Es müßen einfach Milchbauern umsteigen auf Ackerbauern dort wird in zukunft viel gebraucht zum beispiel Biosprit.
Name: helmar antwortet um 10-05-2008 20:24 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
Liebe Theres, danke zwar für deine Hilfe, aber jetzt werde ich unserem lieben Walter antworten.........
Lieber Walter!
Ja, mein Betrieb wird auslaufen, und ich habe niemals jemanden empfohlen, dies auch zu tun, ABER dieser Betrieb wird u.a. auch deshalb auslaufen weil ich mein Kind über alles liebe und weil ich vor allem nicht zu jenen Eltern gehöre welche genau wissen was gut für ihr Kind ist.......meine Tochte hatte die freie Auswahl welche Ausbildung sie haben möchte, und sie hat sich für den Besuch der HTL entschieden. Wir haben ihr vor 4 Jahren sogar nageboten, dass sie, sollte diese Schule doch nicht so ganz ihren Vorstellungen entsprechen, sie in eine andere nach dem 1. Jahr wechseln kann. Aber davon ist keine Rede gewesen, es gefällt ihr immer noch sehr, und in der Pflichtpraxis ist sie oft dreckiger heimgekommen als sie bei mir am Hof geworden wäre.......ich hätte sie natürlich auch in eine "Bauerneliteschule" zwingen können, ich hätte ihr auch ein schlechtes Gewissen einreden können, dass sie die arme Mama Bäuerin im Stich läßt, aber das tu ich nicht. Auch wird in der nächsten Zeit das Dach des Wirtschaftsgebäudes noch einmal neu gedeckt werden, denn eine Ruine hinterlasse ich ihr auch nicht, aber auch keine Schulden........
Lieber Walter, meines Wissens hast du 3 Kinder, und am Bild wird wohl dein Jüngstes sein.
Auch wenn du weitermachen willst, du hast nicht geringste "Garantie", dass du auch einen Hofnachfolger haben wirst, und ich denke du bist klug genug nicht schon vorsorglich deine Kinder rauszujammern.....Weißt du, ich habe anfangs sehr viel von der IG Milch gehalten, als sie dann gegen die Molkereien demonstrierte, schon etwas weniger.....aber gar nicht in Ordnung fand ich immer, wenn dann Kinder und Kühe, die Küher sicher gegen ihren willen, und die meisten Kinder wohl auch, mitgenommen wurden.....
Ja und nochwas: wenn jeder der 1995, beim EU Beitritt eine Quote hatte, diese noch selber bedienen würde, dann hätten viele, viele nicht größer werden können, und der Lieferdurchschnitt stünde bei 30.000 kg/Betrieb.........ich denke, da waren gar nicht sowenige froh darüber dass Betriebe ausgelaufen sind, mein ich halt.....
Mit lieben Grüßen, helmar
Name: helmar antwortet um 10-05-2008 20:30 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
@tch: fahr ich etwa an diesem Vieh hin und wieder vorbei?
Mfg, helmar
Name: Fadinger antwortet um 10-05-2008 21:24 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo!

@helmar,
ob man einen Nachfolger hat oder nicht, wir man nicht bestimmen können. Aber man sollte sich schon dafür einsetzen, bzw. es zumindest versuchen, die Einkommenssituation eines Betriebes so zu gestallten, das ein in der Relation zur Arbeit stehender finanzieller Ertrag gegeben ist. Dann klappt´s vielleicht auch mit den Nachfolger .... ;-)
Sei mir nicht bös, aber bei Dir habe ich immer so das Gefühl, weil es bei euch nicht so läuft, wie Du es vielleicht Dir einbildest, sollen andere auch keine Vorteile daraus ziehen können.
Aber wer weiß, vielleicht ändert sich Dank einiger engagierter IG-Milchler die Situation der Milchviehbetriebe wieder zum Positiven. Könnte auch sein, daß es sich Deine Tochter mal anders überlegt, und euer Betrieb nicht ausläuft ....
Also setze bitte nicht alles daran, das ein Weiterführen unmöglich wird. Man weiß nie ....

Gruß F
Name: theres antwortet um 10-05-2008 21:32 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Mit der Zeit erkennt man bestimmte Muster, auf die man sich verlassen kann.
Wenn Ferien oder Urlaubszeit nahen, dann wird der Treibstoff teurer, jeder Sturm, jede irgendwelche innenpolitische Krise in Erdölförderländer- Preissteigerung.
Dass auf die Milchpreissteigerung der Handel noch seins draufgelegt hat, war abzusehen,
jetzt ist der Preis wieder nach unten gegangen- und dem Konsumenten wurde die Preissenkung schmackhaft gemacht, zum Dank wird ein volles Wagerl an die Kasse gefahren, so hat jeder seine Freude.
Bei der Milch war genau abzusehen, dass zuviel geliefert wird, der Handel hat da ausgenutzt.
Und die Bauern produzieren mit teurer Energie, sehr teurem Kraftfutter, hochpreisigem MAT für die Kälber,
jeder meint, er muss einfach besser sein als der andere-
und so wird es weitergehen, solange die Erde sich dreht.



Name: walterst antwortet um 10-05-2008 22:06 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
Liebe Helmar, ich werfe Dir nicht vor, dass Du Deinen Betrieb auslaufen lässt, das geht mich ja überhaupt nichts an, warum und wieso Du das machst.
Es stört mich nur, dass Du glaubst, die Notwendigkeiten eines auslaufenden Betriebes als Ratschlag für andere umlegen zu können.
Ich weiss zwar, dass es nichts hilft, wenn ich Dir das sage.

Meinen Kindern habe ich übrigens bisher noch nie etwas vorgejammert über Probleme der Landwirtschaft. Wie kommst Du darauf?

@tch
Du schriebst:
Hallo Walter

"ihr" habt einen auslaufenden Betrieb eine Faironika kosterfrei vors Türl gestellt, wozu?

Die Idee mit dem Investitionsstopp ist vielleicht nicht die Beste, kostet dafür nichts...
Die "kostenpflichtige" Teilnahme an der Ideenschmiede von diversen erfolglosen NGOs waren die der grosse Wurf?

Ich stehe bei diesen Anspielungen irgendwie auf der Leitung. Worum geht es?

Walter

Name: helmar antwortet um 10-05-2008 22:09 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
Lieber Fadinger!
Ich bin noch immer gern Bäuerin, aber der Rest meiner Sippe sieht das halt nicht als das große Lebensziel....ausreichend Einkommen ist sicherlich ein Argument, aber es gibt Dinge welche auch für viel Geld nicht gemacht werden wollen..angeblich verdienen auch Leichenwäscher sehr gut.....was ich damit sagen will ist dass nicht jedem alles gefällt.....und ich kann mich ja selber als Beispiel nehmen: und wenn die Bioprämien am ha 1000,--€ wären, ich würde nie wieder zu einem Bioverband gehen und angemeldet bio machen....du siehst also, Geld ist notwendig und wichtig, aber nicht für alles..........und die Anfänge der IG waren gut, erst später konnte und wollte ich das nicht mittragen, und so wie es aussieht nicht nur ich.........und was soll ein sagen wir mal, 10 tägiger Milchstreik bringen? Kühe müssen weitergemolken und gefüttert werden, und dann gehts eh mit Vollgas wieder weiter......aber wers glaubt dass es sinnvoll ist...
Mfg, helmar
Name: theres antwortet um 11-05-2008 08:01 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo Walter,
was ist denn nach deiner Meinung die Strategie für den zukunftsfähigen Betrieb?
Wir haben uns mit diesem Thema auf unserem Betrieb sehr intensiv auseinander gesetzt.
Da nicht nur der Arbeitsplatz meines Mannes und meiner wichtig ist, sondern noch viel entscheidender - der Betrieb einer nachfolgenden Generation Auskommen und Lebensperspektive bieten soll.
Ein Investitonsboykott beinhaltet für mich nicht, dass die wichtigen Reparaturen nicht mehr gemacht werden, aber es wird momentan eisern an Betriebsmitteln gespart.
Für ein 2 Wochen die Milch entsorgen und dann mit Vollgas wieder reinholen, bei den derzeitigen Betriebsmittelpreisen- nein vielen Dank.
Wir investieren momentan lieber in Weiterbildung, in ein gemütliches und lebenswertes Umfeld und der für mich wichtigste Bereich wird die Energie sein.
Wenn ich an den Tankstellen vorbeifahre, dann mahnt mich der ständig nach oben steigende Kraftstoffpreis immer mehr daran- an diesen Schrauben versuchen- etwas zu verändern.
Jeder Liter Diesel, jede Kilowatstunde Strom, die nicht verbraucht wird- ist inzwischen wirklich bares Geld.
Wo wird die Reise hingehen- wenn z.B. der Diesel 5 Euro der Liter kostet- was muss dann der Liter Milch kosten, dass wir noch kostendeckend produzieren können?
Der Dünger hängt ebenfalls am Energiepreis und hier ist ja sehr gut abzusehen, dass es nur noch den Weg nach oben gibt. Die Optimierung der Milchviehhaltung- war für mich ein wichtiges Thema solange der Energiepreis noch in einem normalen Rahmen lag-
jetzt sehe ich für die Landwirtschaft ziemliche Herausforderungen daherkommen,
besonders für die Veredelungsbetriebe.
Denn sie müssen die meiste Arbeit und das noch grössere Kapital reinstecken-
der Gewinner ist momentan der Ackerbau. Ob bei den steigenden Preisen für Betriebsmitteln die Ackerbauer oder die Verkäufer der Betriebsmittel die Gewinner sind-
das wird sich zeigen.
Bei den derzeitigen Getreidepreisen überlegt man es sich schon sehr gut, ob man das Getreide in den Futterbarren gibt, oder verkauft.



Name: walterst antwortet um 11-05-2008 09:07 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
@theres

DIE Strategie für den zukunftsfähigen Betrieb gibt es aus meiner Sicht nicht.

Nach den Gegebenheiten des jeweiligen Betriebes, des Umfeldes, der Interessen und Talente der Familie können das völlig gegensätzliche Startegien sein und trotzdem erfolgreich.

Eine Low-Input-Strategie passt unter bestimmten Voraussetzungen wunderbar.
Ich wüsste nicht, wie sich Deine Strategie derzeit von meiner unterscheidet.
Eisern an Betriebsmitteln zu sparen ist auf jeden Fall vernünftig. Das hat aber mit Investitionsboykott absolut nichts zu tun.

Du darfst bitte nicht meine Kritik an Helmars Ratschlägen auf Dich beziehen.

Alle Strategien werden darauf angewiesen sein, dass die erzeugten Produkte einen kostendeckenden Preis erlösen.

Die Stellung der Erzeuger gegenüber den Abnehmern am Markt zu verbessern hat aus meiner Sicht mit der einzelbetrieblichen Entwicklung nichts zu tun.
Ich sehe den Zusammenhang zwischen einem Lieferstop als letztes Druckmittel bei Verhandlungen und der LOW-Input Strategie nicht.

Wer glaubt, dass die Dumpingaktionen des Handels und die Preissenkungen der Molkereien mittel- oder langfristig ein Vorteil sind, weil man dann ein paar Nachbarn schlucken kann und mit doppelter Produktion dann wieder das einfache verdienen kann, der wird sich eh an keiner Aktion für bessere Milchpreise beteiligen. Lieferstop oder Low Input hin oder her.

Mir kommt manchmal vor, der Eine oder die Andere freut sich über niedrige Produktpreise, weil der miserable Preis eine Bestätigung für die gerade selbst vollzogene Wirtschaftsweise ist. So nach dem Motto "Ätschipätsch, hättest den Stall halt nicht bauen sollen. Und einen Nachteil nehme ich doch gerne in Kauf, wenn dafür ein anderer keinen Vorteil hat."

Walter
Name: Steyrcvtfan antwortet um 11-05-2008 23:00 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
Liebe theres
Muß dir meistens recht geben, weil deine Beiträge sehr erdverbunden und mit Überzeugung und ohne Hochmut geschrieben sind. Aber beim Thema Lieferboykot kann ich dich nicht ganz verstehen. Auch ich investiere so wenig wie möglich, aber alles was Sinn macht möchte und muß man doch machen. Low input ist sicher eine gute Sache , aber vernünftig Milch produzieren, so um die 8000kg, ist auch nicht umsonst, nochdazu wenn man als Zuchtbetrieb seine Kälber oder Kalbinnen verkauft. Trotzdem benötigt glaube ich jeder einen kostendeckenden Milchpreis und wenn wir in nicht bekommen?
Nur beten alleine ist zuwenig, sonder es ist auch unsere Pflicht uns selbst wenn es sein muß zu verteidigen und der Gesellschaft aufzuzeigen das sie die Lebensmittel, und bei der Milch alles was dazu gehört von der wunderschönen Landschaft bis zur naturnahen Erzeugung , nicht umsonst haben können..
Du selber schätzt die Lebenmittel sehr , wie man immer wieder lesen kann, und der übrigen Bevölkerung sollten wir genau dies aufzeigen.
Der Lieferboykott ist das letze Mitztel wird, wenn gut organisiert ist, nur ein paar Tage dauern, würde aber mit Sicherheit uns für einige Jahre gerechte Preise garantieren.
Der >Bauer soll kein Spielzeug sein.

Name: theres antwortet um 12-05-2008 08:38 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IGE Milchbauern wollen streiken
Lieber Steyrcvtfan,
"Der Bauer/Bäuerin soll kein Spielzeug sein"- unterstreiche ich jeden Buchstaben.
Ich hab auch prizipiell nichts gegen den Lieferboykott-
ABER::::::::::::::::
1. Hätte ich gerne ein etwas intensiveres Nachdenken drüber, was in dieser Zeit mit der Milch sinnvoll geschehen soll-
denn darauf können wir wetten, dass die Entsorgung der Milch in die Güllegrube unserem Image sehr schadet.
Vom Schaden der Milch als verfaulendes Eiweiss in der Grube möcht ich gar nicht reden.
Ich habe bis jetzt eine Menge Ideen auf unserem Betrieb dafür gesammelt, dass die Milch in dieser Zeit sinnvoll verwertet werden kann-
von Dicklegen mit Säure bis zum Selbstverarbeiten.
Die Hinweise, dass wir nur drohen müssen, und dann gibts keinen Streik, die finde ich schon etwas kurzsichtig.
Wenn wir A sagen, dann müssen wir auch B sagen können.

Und 2. wenn wir streiken, und davon gehe ich aus, dass es dazukommen wird,
dann können wir das nicht jedes halbe oder jedes Jahr machen, sondern müssen uns auch selbst beim Schlaffittchen nehmen und eine Disziplin beim Liefern einhalten.
Angeblich wären Traktoren, Güllefässer und diverse andere Geräte damit gekauft worden, weil diese Bauern eben nicht so dumm waren und sich an die Quote gehalten haben.
Ob das nur Sprüche und Prahlerei oder Tatsachen sind???????
So gesehen wären dann die Bauern, die sich schön brav an ihr Lieferrecht die Dooooofen und das schränkt die Solidarität auch ein wenig ein.
Man braucht ja nur die Strategie der Kraftstofffirmen anschauen, es wird zähneknirschend jeder Preis bezahlt, weil sie eben mit der Knappheit Geschäfte machen.

Und 3. wenn ich mir noch dieses vergangene halbe Jahr wieder hervorhole-
wer hat uns Bauern doch alles geraten, ja genug Milch zu liefern, unbedingt zu investieren,
die Intensität zu steigern, selbst die Milch für die Kälber war noch zu teuer, viel besser MAT füttern.

Und 4. wenn solche Meinungen die Mehrheit sind, wie z.B. der Millibauer immer von sich gibt,
dann ist es mit der Solidarität nicht so weit her, da haben wir dann die Aasgeiermentalität,
jeder wartet auf das Aufhören des anderen- vergisst aber, dass auf die Weitermacher auch wieder andere auf das Betriebssterben warten.

Und 5. ich bin genauso der Meinung, dass wir einen entsprechenden Preis für unsere Milchqualität brauchen- aber dann darf nicht sein, dass der Bergbauer, der Weidebetrieb,
den gleichen Milchpreis bekommt- als der nach allen Regeln der Kunst milchproduzierende Bauer, ich hab nichts gegen die 10.000 Liter Kuh, aber es besteht eben ein Unterschied,
dafür werd ich jetzt sicher erdolcht, aber es gibt genug Untersuchungsergebnisse, dass Milch nicht gleich Milch ist.

Und 6. versteh ich nicht ganz, warum eben der Investtionsbojkott als ebenfalls möglicher Streik so vollkommen unter den Tisch fällt.
Ein Jahr die Hand auf den Geldbeutelt oder das Konto-
was da an Geldern nicht mehr in den ländlichen Raum fliessen würde-
und das auch den Herren Politikern sehr deutlich gesagt-
vielleicht wäre dann auch die Akzeptanz bei den Verbrauchern noch viel grösser,
wir produzieren eben nicht nur Milch, sondern sind für das Wasser, die Landschaft, die Gesellschaft unverzichtbar- (ohne irgendwelche Grössenwahnphantasien), sondern geben unser erwirtschaftetes Geld auch wieder in der Region aus- zumindest ist es mir wichtig.
Ich denke oft an einen Satz aus Sir Albert Howards Buch"Mein landw. Testament" aus den 40iger Jahren- jede Hochkultur hat mit dem Untergang der Landwirtschaft ihren Untergang besiegelt.
Wir müssen selbst im Kopf um unsere Ziele, um unsere Bedürfnisse und unsere Probleme wissen-
aber du kennst auch sicher den Spruch- wenn du 3 Bauern untern einen Hut bringen willst,
dann musst du 2 erschl.. :-((((



Name: Gourmet antwortet um 12-05-2008 13:51 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
@walterst

Mit dem Einen oder Anderen, der sich über niedrige Preise freut, hast Du vermutlich recht. Ich meine, es ist eine ganze Gruppe. Nämlich jene, die einen langen finanziellen Atem haben, selber sehr kostengünstig produzieren und bei einem niedrigen Preis jene zugrunde gehen sehen, die sich zu hoch verschuldet haben oder die Produktionskosten nicht im Griff haben. Die freiwerdenden Mengen können dann von dieser Gruppe geliefert werden und der Preis geht auch wieder nach oben, wenn genug aufgehört haben.
Das hört sich jetzt ganz brutal an, ist aber im Wirtschaftsleben normal. Als Bauer sollte man vor solchen Tatsachen nicht die Augen verschießen. Besonders dann nicht, wenn man selber, wie die meisten Bauern hier, nicht von der Milchproduktion alleine lebt und daher zu der bevorzugten Gruppe mit dem langen finanziellen Atem gehört.


@theres

Richtig, das würde mich auch interessieren, was mit der Milch beim Boykott geschehen soll. Gibt es da schon Erfahrungen aus anderen Ländern?

Nein, hier wird niemand erdolcht. Tote können nicht mehr diskutieren, und ich finde Deine Einträge ja sehr interessant, wenn ich mich auch oft genötigt sehe, meine Meinung dazu zu schreiben. Es würde mir schon reichen, wenn Du mir die Untersuchungen zeigst, die einen Unterschied darin sehen, ob die Milch von einer 10.000-Liter-Kuh kommt, oder von einer mit 4000.

Mit den Verdiensten der Bauern wäre ich etwas vorsichtig. Die Landschaft, das Wasser und auch die Gesellschaft können auch ohne bäuerliche Strukturen im mitteleuropäischem Format existieren. Anderswo auf der Welt leben auch Menschen, und die haben dort meistens auch genug zu essen, sauberes Wasser und eine schöne Landschaft.
Name: tch antwortet um 12-05-2008 15:06 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo Theres

Das beste Wasser kommt aus Regionen wo es keine (Vieh) Bauern gibt!

Soll jetzt aber nicht heissen das die Bauern an der schlechten Wasserqualität schuld sind!

tch
Name: Steyrcvtfan antwortet um 12-05-2008 16:19 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
An gourmet und tch
Ihr Besserwisser mit euren aso intelligenten Liberalismus.
Ok. Wenns nach euch ginge zählt die so schön gepflegte Kulturlandschaft überhaupt nichts.
Ihr beide könnts vonmiraus sofort in die Länder auswandern wo nichts so gepflegt wird.
Ich und ich glaube die Mehrheit der Österreicher wollen in unserer schönen Landschaft leben.
Bin selber ein sehr guter Betrieb, aber eingefallen das wenn die Preise schlechter sind, ich die anderen übernehem kann, so was habe ich mir noch nie zu sagen getraut.
Theres hat schon recht, denn die wirklichen Umweltsdchützer sind die kleinen Betriebe, Daher habe ich mir noch nie so ein Urteil über sie zu fällen getraut.
Name: helmar antwortet um 12-05-2008 19:59 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
Angenommen, in der Zulassungsstatistik für Traktoren ist am Jahresende ein Minus von 50%, die Futterhändler haben 25% weniger Futtermittel verkauft, es wird keine Halle mehr in Auftrag gegeben, die Milchleistung ist pro Kuh um 500 kg gesunken.........was wäre dann?
Mfg, helmar
Name: tch antwortet um 12-05-2008 21:42 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo Steyrfan

Hast Du irgendwo gelesen das mir die Landschaft so nicht gefällt?
Hast Du irgendwo gelesen das ich vom Nachbarn übernehmen etwas geschrieben habe?

Bleib, wen Du schon Namen in ein Posting schreibst, bei den Tatsachen!

tch



Name: Gourmet antwortet um 12-05-2008 22:16 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
@Steyrcvtfan
Du traust Dich nicht, ganz normale wirtschaftliche Tatsachen auszusprechen, möchtest aber, dass Leute, die nicht so denken wie Du, auswandern?
Mit so einer Einstellung bist Du zumindest 65 Jahre zu spät dran. So was funktioniert heute in Europa nicht mehr.
Und mir gefällt es hier sogar sehr gut. Besonders deshalb, weil der von Dir kritisierte Liberalismus längst auch hier seine Arbeit tut.

Aber, erkläre mir doch mal, warum die kleinen Betriebe die „wirklichen Umweltschützer“ sein sollen? Die Logik in dieser Aussage durchschaue ich wirklich nicht.
Name: Josef_Knecht antwortet um 12-05-2008 22:47 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken

"Die Logik in dieser Aussage durchschaue ich wirklich nicht."

...tja, mit dem folgerichtigen Denken, hapert's bei "Parteisoldaten" sprich, es ist auch nicht gefragt!


Name: Gourmet antwortet um 12-05-2008 22:56 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
@Josef Knecht
Anstatt blöd daherzureden, könntest Du mir ja erklären, wie kleine Betriebe und Umweltschutz zusammenhängen. Oder kannst Du es nicht?
Name: Josef_Knecht antwortet um 12-05-2008 23:06 auf diesen Beitrag nach oben
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"...blöd daherzureden,...." <= überlasse ich dir, lieber Gourmet! daß du dies besser kannst, hast du schon desöfteren, eindrucksvoll bewiesen...
Name: Gourmet antwortet um 12-05-2008 23:24 auf diesen Beitrag nach oben
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@Josef_Knecht
Das ist keine Antwort auf meine Frage. Ist Dir noch immer nichts eingefallen?
Name: theres antwortet um 13-05-2008 06:18 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo tch,
kann mir gut vorstellen, dass es solche Gebiete ohne Viehhaltung gibt- die Sahara ist eine davon. Reinster Sand, so weit das Auge reicht- ein Teil davon war früher Ackerbaugebiet ohne Tierhaltung. Dort gibt es sicher das beste Wasser weit und breit :-))
@gourmet, die 10.000 Liter bringst mit Sicherheit nicht aus Gras, Lein- und Rapsschrot zusammen- und somit hast ein verändertes Fettsäuremuster.
Ob grössere oder kleinere Betriebe für das Wasser besser sind- kann ich nicht beurteilen,
aber ich hab mich selbst für Boden, Wasser usw. informiert.
Wasser hat auch was mit Bewirtschaftung,Regenwürmern, Bodenorganismen, Lebendverbauung und Humusaufbau zu tun-
der Boden als Filterinstrument macht seine Arbeit- und nach seiner Gesundheit wird die Zukunft und Qualität des Wassers sein.

@Helmar, wir hatten gestern Besuch von Bekannten, die ein Landmaschinengeschäft haben,
sie waren auch sehr erstaunt, dass sie im letzten halben Jahr soviele Maschinen und Traktoren verkauft haben- es war wie ein Dammbruch.
Jetzt kommt bei einigen der Katzenjammer.
Ich vergönne jedem seine neuen Maschinen, mich würde interessieren, ob bei neuen Küchen auch so viel in die Bauernhäuser investiert worden ist.
Mit dem Milchstreik sind wir in einer sehr unguten Situation-
die ganze Zeit kommt in den Medien von der Nahrungsmittelknappheit-
und dann schütten die Bauern die Milch in die Gülle-
darauf springen die Medien sicher bestens drauf an-
das lässt sich so gut antibauernmässig auschlachten, da haben wir dann keine Streicheleinheiten zu erwarten.
Beim Einkaufstreik- fangen die von der Landwirtschaft lebenden zu Grummeln an-
und würden ganz schnell merken, dass auch sie von ihnen abhängen.
Das scheint ein Tabuthema zu sein-
aber wir sind so in einem Höher, Weiter- Schneller- Denken gefangen, dass es scheinbar nicht mehr möglich ist, auch mal die Leistung der Kühe etwas zurückzuschrauben.
Weniger Traktoren und Maschinen, weniger Kraftfutter, usw. - das Einsparpotential wäre gewaltig-
aber ich hab das Gefühl, das ist ein Sakrileg, ein Tabu, an das die Bauern nicht gehen wollen.

Der Milchstreik bringt nur was, wenn dauerhaft die Milch an den Verbrauch angepasst auf den Markt kommt-
und da haperts.
Ich seh nicht ein, die Milch für 1o Tage nicht zu liefern, und dann gibt wieder alles Vollgas.
Beim Einfordern von Solidarität nur auf den Streik zu bauen- finde ich schon ein wenig kurzsichtig-
dann fordere ich auch die Solidarität bei der Lieferdisziplin.





Name: tch antwortet um 13-05-2008 07:11 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo Theres

Wie hat den früher der Ackerbau in der Sahara funktioniert- ohne Viehhaltung?
Wurden Menschen von den Bauern wie Tiere vor den Pflug gespannt?


tch


Name: wuzi antwortet um 13-05-2008 07:36 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo
Ich STREIKE heute auch , trinke und kaufe keine Milch
Was haltet ihr davon ?
mfg wuzi
Name: Steyrcvtfan antwortet um 13-05-2008 07:36 auf diesen Beitrag nach oben

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IGE Milchbauern wollen streiken
An gourmet:
Mir gefällt es sehr gut, weil der von dir kritisierte Liberalismus längst auch hier seine Arbeit tut.
Genau das was deine Einstellung betreffend LW ist ist unser großes Problem.
Vielleicht werde ich damit fertig, aber ich möchte nicht in einer ausgeräumten Landschaft wohnen. Habe nur gemeint wenn du kein Problem mit Ländern mit wo die Kulturlandschaft die bei uns eben noch intakt ist leben kannst , kannst du auch auswandern. Mein Art sowas zu schreiben ist es nicht, aber wenn du immer so gr0ß und supergescheit daherschreibst muß ich dir auch eine Antwort geben.
Wieso die kleinen LW mehr für die Umwelt machen kann ich tagtäglich erleben, da ich einige große Betriebe kenne da möchte ich über Umweltschutz nicht sprechen. Soetwas habe ich bei den Kleinen Betrieben noch nie gesehen.
Name: theres antwortet um 13-05-2008 09:44 auf diesen Beitrag nach oben
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IGE Milchbauern wollen streiken
Hallo Steyrcvtfan,
an der Grösse möcht ich es nicht festmachen, ich hab vor einer Weile ein Buch von Theodor Abt- Wissen und Ahnung - gelesen,
dort fand ich eine tolle Beschreibung eines Traumbildes:
Speck und Blumen-
der Speck als die wirtschaftliche Grundlage, die materielle Basis,
die Blume für die Seele, für das Gefühl.
Und genauso sehe ich auch die Landwirtschaft- es braucht die wirtschaftliche Grundlage,
aber auch die Seele - oder Verstand und Herz.
Beides ist wichtig- und diese Seele und das Herz einer Landschaft spiegelt sich in seinen Bewohnern.
Mir fällt oft auf, dass besonders Bauern/Bäuerinnen aus Gegenden, wo Landwirtschaft unter schwierigeren Bedingungen zu bewirtschaften ist- viel mehr mit ihrem Herz oder Gefühl an ihrer Landwirtschaft hängen.
Momentan ist die Natur so wunderschön, dass ich oft nur dankbar für dieses Geschenk sein kann.
Die Kühe liegen auf der Weide -
aber wieder zurück zum Ursprungsthema-
ich hab das Gefühl, dass wir rein auf der Speckseite alleine weder mit Milchstreik noch mit Landwirtschaft was erreichen können.
Erst wenn wir uns selbst wieder bewusst machen, dass Bauer sein - mehr ist als produzieren-
werden wir wieder unseren Stellenwert und Platz einnehmen können.
Aber das müssen wir für uns selbst erarbeiten.
Wir haben viel zu viele Einflüsterer, die nur auf unseren Speck schielen und alles unternehmen, dass wir ja keinen Blick mehr auf die Blumen werfen können. :-)))