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Bienensterben ich bin stolz auf unsere chemie und so :-( wan

  Antworten: 8

Name: alexx 06-05-2008 20:09 nach oben
Tagebuch
Bienensterben ich bin stolz auf unsere chemie und so :-( wan
TRAURIG ABER WAHR !!!!

Erdbeeren mit überhöten Pestizidrückstände nicht nur eines sondern gleich 5-6 und mehr und alle werte an der grenze aber zählt nur ein wert lt. gesetz !!!!

und dann noch bienensterben
wann schlägt entlich die natur zurück ... wer wird wohl da an die reihe kommen !!!



Badische Imker verzeichnen ein massives Bienensterben nach der Maisaussaat

Nach dem Bienensterben im Winter passiert jetzt ein zweites massives Bienensterben




Entlang der Rheinlinie verzeichnen die Imker ein massives Bienensterben/Brandbriefe des Vorsitzenden der badischen Imker Ekkehard Hülsmann und des Berufsimkers Christoph Koch an den Landwirtschaftsminister/Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Was auf den ersten Blick zusammenhanglos zu sein scheint, wird auf den zweiten Blick zu einer sehr ernst zu nehmenden Bedrohung für die Bienenvölker in verschiedenen Regionen Deutschlands. Derzeit verzeichnen die badischen Imker trotz schönsten Wetters massive Schwächungen, ja Zusammenbrüche ihrer Bienenvölker entlang der Rheinschiene. Nicht nur in der Geschäftsstelle des Badischen Imkerverbandes laufen die Telefone heiß. Traditionell überwintern über 50% der Imker Baden-Württembergs in den Auwäldern entlang des Rheins ihre Bienenvölker. Das milde Winterklima sowie eine gute Frühjahrsentwicklung aufgrund guter Versorgung mit Nektar und Pollen aus Weidenkätzchen, Wildkirschen und Bärlauch lassen die Bienenvölker bald eine gute Stärke erreichen, so daß die Völker schneller die notwendige Volksstärke erreichen.

Dieses Jahr ist das anders, so sieht der Berufsimker Christoph Koch seine Völker nicht wachsen, sondern dahinschmelzen wie Schnee in der Sonne. Aber auch der Landesvorsitzende der Badischen Imker Ekkehard Hülsmann meldet Alarmierendes und verfaßte einen Brandbrief an den baden-würtembergischen Landwirtschaftsminister, in dem er eilige Maßnahmen fordert, um weitere Verluste zu vermeiden.

Die Imker vermuten aufgrund ähnlicher Erfahrungen wie sie in Italien gemacht wurden, daß das mit dem hochtoxischen Nervengift Clothianidin gebeizte Mais-Saatgut für das Sterben der Bienenvölker verantwortlich sein soll. Hersteller des Agrargiftes ist die Firma BayerCropscience, aus deren Haus auch der verwandte Vorgängerwirkstoff Imidacloprid kam, der schon in Frankreich für das Massensterben der Bienen verantwortlich gemacht wurde. Im Vergleich zu Imidacloprid ist Clothianidin um ein Vielfaches giftiger. Es wird eingesetzt, um den Mais-Wurzelbohrer zu bekämpfen und Teile Baden-Würtembergs und Bayerns sind Mais-Wurzelbohrer-Gebiet.

Die italienischen Imker, bei denen die Aussat des Mais schon vor einigen Wochen erfolgte, konnten bei Untersuchungsproben aus verendeten Bienen den Wirkstoff Clothianidin nachweisen. Das Clothianidin ist Bestandteil des Agrargiftes Poncho Pro, welches für das Beizen des Mais-Saatgutes verwendet wird.

Vermutet wird nun, daß durch die Einsatz der Saatmaschinen aufgewirbelte Stäube beispielsweise auf blühende Rapsfelder und Blumenwiesen oder auch Wasserpfützen abdriften, die von den Bienen beflogen werden. Für wie gefährlich das Mittel eingeschätzt wird, zeigt auch eine Warnung der französischen Veterinärämter vom Beginn des Frühjahrs, die den Imkern eindringlich davon abraten, mit ihren Bienenvölkern in entsprechend behandelte Gebiete einzuwandern, ja diese Gebiete sogar für die nächsten Jahre zu meiden, denn Clothianidin baut sich nur sehr langsam im Boden ab bzw. die Abbauprodukte sind teilweise noch toxischer als das Clothianidin selber. Im Elsaß demonstrierten Imker bereits gegen die Anwendung von Clothianidin und fordern ein Verbot.

In seinem Schreiben an Minister Hauk fordert Christoph Koch ebenfalls schnellst mögliche Aufklärung. "Dies wollen wir hier vor allem auch deshalb, um eine mögliche Ausweitung der Problematik auf die anderen Bienenvölker in ganz Deutschland zu verhindern, denn wir befürchten jetzt schon eine sehr große Katastrophe!

Ekkehard Hülsmann fordert die Einrichtung eines Krisenstabes im Ministerium, der sich der sofortigen Klärung dieses Massensterbens unserer Bienenvölker annimmt und die Haftungs- und Schadenersatzfragen klärt. Gleichzeitig fordern wir Sie als Verbraucherminister auf, der Bevölkerung in der Todeszone das Ausmaß der entstandenen Vergiftungen offenzulegen.

Mit ersten Untersuchungsergebnissen eingeschickter Proben rechnet die Biologische Bundesanstalt in Braunschweig etwa ab Mitte der Woche. Dann wird es sich zeigen, ob auch in Deutschland künftig No-Go-Areas für Imker und Bienen eingerichtet werden müssen.

Name: helmar antwortet um 06-05-2008 20:49 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Bienensterben ich bin stolz auf unsere chemie und so :-( wan
Also eines sollte man da nicht übersehen, nämlich dass seitens derer, welche diverse Mittel verkaufen (wollen) jedes Auftreten irgendeines Schädlinges gleich als eine eixistenzbedrohende Katastrophe verkauft wird. Gar nicht so wenigeSchädlinge/Pflanzenkrankheiten könnten auch durch eine entsprechende Fruchtfolge eingedämmt werden, aber.......gerade der Mais ist eine, nennen wir es mal so, relativ preisgünstige Massenenergiepflanze. Vielleicht ist man noch etwas heikler mit der chemischen Keule wenn man ihn selber isst, oder für die Tiere, aber wenn man den mais für den Biogassilo braucht, dann wird man wohl alles unternehmen, dass dieser auch wächst...
Mfg, helmar
Name: biolix antwortet um 06-05-2008 21:36 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Bienensterben ich bin stolz auf unsere chemie und so :-( wan
Hallo !

so traurig... bei Poncho ist das seit jahren nach gewiesen, aber niemand tut was...

tg biolix
Name: theres antwortet um 07-05-2008 06:01 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Bienensterben ich bin stolz auf unsere chemie und so :-( wan
Hallo biolix,
ich seh folgendes Problem:
Jeder sieht nur bis zu seinem Tellerrand. früher war auf fast jedem Hof ein Bienenhaus, da waren die Bienen einfach näher.
Heute ist dank Spezialisierung zwar jeder in seinem Spezialgebiet sehr gut informiert,
aber über weitere Zusammenhänge wissen die wenigsten Menschen Bescheid.
Und dazu kommt, dass an der Krankheit einfach viel mehr verdient wird, als an der Gesundheit.
Wenn man sich durch 2 grosse deutsche Fachmagazine durchblättert- hat man das Gefühl, als wenn es nur noch Pflanzenkrankheiten, Unkraut geben würde.
Daneben natürlich die grossen Hopchglanzwerbeseiten.
Es hat sich Sympthom und Ursache leider vollkommen umgekehrt.
Und dem unter Druck stehenden Bauern bieten Handel und Vertreter die ensprechenden Lösungen an.
Woher sollte der Bauer die Zeit und das Wissen haben, was er Ursachenmässig machen könnte?
Und wer es wagt, Kritik an der Chemie zu äussern, ist schon gleich ein Nestbeschmutzer.
Dass wir uns mit vielen uns so erfolgreich angepriesenen Maßnahmen ins eigene Fleisch schneiden, wird leider vor lauter Sympthomkuriererei vollkommen übersehen.
Denn ohne Bienen schauen wir ganz schnell ganz alt aus :-((((
Ich vermute, dass aber noch ganz andere Mitverursacher im Boot sitzen- und darüber will man noch viel weniger was wissen.
Bei der Chemie kann man wenigstens die Bauern beschuldigen.
Name: biolix antwortet um 07-05-2008 08:11 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Bienensterben ich bin stolz auf unsere chemie und so :-( wan
Morgen !

ja theres, so ists leider.. hab gott sei dank noch einen Onkel mit 10 Stöcke und einige Biobauern in der gegend die Freunde sind haben auch einige... da bekomm ich einiges mit was sich so tut...
das große erwachen wird erst kommen, denn wie du schreibst, wenns mal keine Bienen oder Hummeln gibt... aber dann kann man sie ja kaufen,bie der Fa. Bio help z.b. und es wird auch schon getan, aber ist sooo teuer.. ;-(... wie ich schon öfter geschrieben hab, der wahnsinn hat methode...

aber wie meinst du das den bauern kann mans wieder in die schuhe schieben, ich halte überhaupt ncihts von "hin und her" schieben, jeder soll seine eigene Verantwortung war nehmen....

lg biolix
Name: ALADIN antwortet um 08-05-2008 21:15 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Bienensterben ich bin stolz auf unsere chemie und so :-( wan
Hallo Helmar !

Du hast mir wieder einmal von der Seele gesprochen.
Ich war vor einigen Jahren bei einer Sitzung des Planzenbauausschusses der LWK. Dort wurde über ein Ausrottungsprogramm des Maiswurzelbohrers gesprochen. Da habe ich gefragt, ob die Meisten noch an Märchen glauben. Warum ist der Kartoffelkäfer noch immer nicht ausgerottet?
Die einzige Möglichkeit Schädlinge und Unkraut in Schach zu halten ist eine halbwegs vernünftige Fruchtfolge und oft nicht einmal das. Aber das ist die Natur.
Name: theres antwortet um 08-05-2008 21:51 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Bienensterben ich bin stolz auf unsere chemie und so :-( wan
Helmar,
an der Gesundheit wird weniger verdient, deshalb muss vor jedem Schädling grosse Angst gemacht werden.
Fruchtfolge und all die Maßnahmen, die den Pflanzen gut tun- sind kontraproduktiv in Richtung Pflanzenschutz, drum muss sie jeder auch mit der Lupe zusammen suchen.
Name: biolix antwortet um 08-05-2008 22:25 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Bienensterben ich bin stolz auf unsere chemie und so :-( wan
wo wir wieder beim thema sind, wo brauchst eine gscheite Fruchtfolge sonst hast keine chance ?

bzw. kannich nur so schauen wenn ich lese, welche "pflanzenkrankheiten" manche haben, aldain, sind deine Bestände auch so gesund wie unsere ?

lg biolix
Name: Else antwortet um 25-07-2008 11:17 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Bienensterben ich bin stolz auf unsere chemie und so :-( wan
Warum immer wieder von vorne anfangen?

Zum Thema Bienensterben und "chemie und so" gibt es schon mehrere Threads. Den zB.
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