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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild

  Antworten: 15

Name: wene85 08-04-2008 10:55 nach oben

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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Ist bei euch auch soviel Schaden bei jungen Bäumen durch Rehe. Weil in meinen Wald muss man alles einzäunen sonst wird nichts sie reißen die Bäume sogar nieder. Fichte muss jede eingezäunt sein weil die Fressen sie komplett nieder.
Würde gerne wissen wie es bei euch so ist mit dem Waldaufwuchs.
lg angerweber
Name: Fetzerl antwortet um 08-04-2008 17:31 auf diesen Beitrag nach oben
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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Hallo Angerweber,

bin aus NÖ, leider dasselbe Trauerspiel. Fichte und Tanne sind nur durch Einzäunen oder konsequentes Anstreichen mit Verbissmittel durchzubringen; gilt auch für Rotbuche und Douglasie.
Ahorn oder Esche müssen durch Fegestop vor dem Verfegen geschützt werden.
Douglasie wird auch im Alter von 15 - 20 Jahren noch gern verfegt wegen dem Harz in der Rinde. Naturverjüngung kommt ohne Einzäunen kaum durch, in einem Zaun drin überhaupt kein Problem.

Manchmal möchte man am liebsten selbst mit dem Gewehr auf Jagd gehen...

LG, Franz
Name: Krone antwortet um 08-04-2008 20:27 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Also bei uns gibt es keine grossen probleme mit dem Verbiss. Ahorn und Tannen Naturverjüngung kommen sehr gut durch.
Haben letztes Jahr, denn Abschuss hinaufgesetzt.
Landwirte und Jäger sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Name: Jophi antwortet um 08-04-2008 21:09 auf diesen Beitrag nach oben
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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Wene und Fetzerl.

Kann es sein, daß Ihr den falschen Jagdpächter habt ?
Ich bin der letzte, der mehr Rehe schießt als nötig, aber der Wald muß wachsen können, da hilft alles nix. Allerdings müßt Ihr dann auch damit leben können, etwas weniger Jagdpacht einzunehmen.

Jophi
Name: Fetzerl antwortet um 08-04-2008 21:50 auf diesen Beitrag nach oben
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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Hallo Jophi,

unsere Jagdpacht ist ganz gut; dafür müssen wir halt unsere Bäume selbst schützen - so ist zumindest das formelle Abkommen. Woanders gibts weniger Jagdpacht, dafür werden eben Wildverbissmittel von den Jägern gekauft und zur Verfügung gestellt.

Ob die Rehdichte zu hoch ist, kann ich schwer beurteilen; Tatsache ist jedenfalls, dass die Böcke sogar die Sträucher um unser Haus verfegen... Einen Mehrabschuss könnte sich das Revier durchaus leisten, aber das will die Jägerschaft nicht durchführen - ihr Argument: durch Unfälle gehen ohnehin genug Rehe verloren... Ich hab schon überlegt, selbst den Jagdschein zu machen und die Viecher etwas kürzer zu halten ;-)))
Mit einer geringeren Jagdpacht kann ich problemlos leben...

Seruvs, Fetzerl


Name: grafeder antwortet um 08-04-2008 22:00 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
@ fetzerl

Was habt ihr den für einen Jagdausschuß, der im Jagdpachtvertrag festlegt, dass der Grundbesitzer die Bäume streichen muß????????????

Bei so einer Jagdgenossenschaft und Jagdgesellschaft wie du beschreibst, da nützt dir auch die Jagdprüfung nicht viel, weil da mußt du dann wahrscheinlich fragen gehen, was du auf deinem Grund und Boden schießen darfst oder nicht und fliegst ansonsten ziemlich schnell raus aus der Jagdgesellschaft.

Name: Fetzerl antwortet um 08-04-2008 23:07 auf diesen Beitrag nach oben
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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
@ grafeder: Noch bin ich im Jagdausschuss nicht drin, daher kann ich nichts darüber sagen. Im Jagdpachtvertrag steht das nicht; aber es ist wie gesagt eine Art informelles Abkommen, dass die Jagdpacht vergleichsweise hoch ist, die Landwirte ihre Bäume jedoch selbst schützen.
Von den Jägern wird nix dazugezahlt; sind meist auch keine Grundbesitzer...
Selbst die Bundesforste, die hier ein großes Revier besitzen, zäunen ihre Aufforstungsflächen ein...

Die Jagdprüfung würde schon nützen, da der Jagdgesellschaft der heimische Jägernachwuchs fehlt und wenn man ein wenig an den Schrauben drehen kann, wärs schon nicht so schlecht...

Servus, Franz
Name: hagen antwortet um 08-04-2008 23:33 auf diesen Beitrag nach oben
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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Fetzerl: Dann redn nicht geh es an mach die Jagdprüfung! Aber glaub mir so einfach ist es auch wieder nicht das Wild zu erlegen. Das größte Problem ist mal die Zeit die man irgendwo abzwacken muss. Dann kostet es schon etwas Überwindung abzudrücken und wichtig ist auch die Erfahrung das Stück beurteilen zu können um dann nicht blöd dazustehen in der ehrenwerten Runde. In NÖ hast es normalerweise etwas besser wird alles zusammen nicht so streng und eng gesehen. In Kärnten glaubens sie sind die Gralshüter der hohen Jagd.

Ein hoher Anteil an Straßenfallwild ist eigentlich der beste Zeiger für einen zu hohen Wildbestand. Wahrscheinlich laufen auch viele Kümmerlinge durch das Revier. Frag mal die Jagdkollegen ob sie schon mal das Buch "Rehwild heute" von Bruno Hespeler gelesen haben. Sollten sie mal tun und danach handeln.

WH Hagen
Name: biokartoffel antwortet um 09-04-2008 13:44 auf diesen Beitrag nach oben

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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Bei uns sind die Wildschäden auch enorm, im Wald wie auch auf Acker und Grünland - im Herbst sehen die Felder aus wie abrasiert.

Name: Jophi antwortet um 09-04-2008 21:40 auf diesen Beitrag nach oben
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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Ein Jagdkollege von mir, hat jetzt eine Jagd gepachtet, Pachtpreis 1.-€ / ha.
Einzige Bedingung, der Verbiss muß von jetzt nahe 100 auf nahe 0 gesenkt werden.
Zugegeben, das ist ein wenig hart, aber ich meine, die Richtung stimmt.

Darüber solltet Ihr alle mal gründlich nachdenken.

Jophi
Name: grafeder antwortet um 09-04-2008 23:21 auf diesen Beitrag nach oben

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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Hallo Jophi!

Schön wenn es funktioniert, bei mir hat die gleiche Vorgangsweise NICHTS gebracht - da versteh´ einer nur noch Jägerlatein?!?!
Fordere auch: Jagdpacht soll/kann niedrig sein, Hauptsache es paßt das ganze "Drumherum" - paßt aber nicht!
Name: J_rgen antwortet um 10-04-2008 07:40 auf diesen Beitrag nach oben
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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Hallo,
bei uns hat der Schnee der letzten Winter "sehr geholfen", vorher hatten wir auch massive Probleme, ohne verstreichen (Mittel durch Jägerschaft vergünstigt vertrieben durch LH) wäre kein Baum aufzubringen, Ahorn und Tanne sowieso keine Chance, bis ich im Herbst verstreichen wollte war schon alles verbissen. Und das Rotwild stand in 20-30 Jährige Bestände ein und Schälte, da helfen die ganzen Schadensersatzzahlungen nichts bei den Frust was man da bekommt, zuerst verstreicht man 15 Jahre und dann ist in einen Winter alles kaputt, dem Wetter sei dank,
Mit freundlichen Grüßen


Name: Jophi antwortet um 10-04-2008 19:19 auf diesen Beitrag nach oben
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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Ja Leute, da kann ich Eueren Ärger schon sehr gut verstehen.
Aber, je mehr, und je lauter, Ihr Euere Klagen bei den Forstbehörden vorbringt, desto eher, wird man bereit sein, von oben herab, die Weichen anders zu stellen.
Wundert mich eh schon lange, daß bei Euch die Wildbestände nicht mehr reduziert werden, wo doch m.w. die Forstbehörden unserer beider Länder schon zusammenarbeiten.

Ihr dürft natürlich auch nicht vergessen, daß das Wild auch Ruhe braucht, um vom Wald auszutreten und morgens und abends ( nicht nachts ) im Feld zu äsen.
Dazu gehören evtl. auch Wildäcker.

Ist Euch ja sowieso klar, daß man nicht alles haben kann, nämlich Touristen im Wald, hohen Jagdpacht und geringen Verbiss.
Mindestens eines von den dreien müßt Ihr streichen.

Jophi
Name: helmar antwortet um 10-04-2008 20:59 auf diesen Beitrag nach oben

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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
Über unsere Gegend sind gleich 2 solcher Plagen hereingebrochen, Wildschweine und Rotwild, und da ist mir das Schwarzwild noch, sagen wir mal, zuwiderer.....denn diese graben wie ein Erdäpfelroder........und obwohl sich unser Pächter redlich bemüht, Wildschweine zu schießen, ist dem Übel nicht beizukommen, denn schießt der eine Wildsau, dann ist 2,3 Wochen Ruhe, und dann wird wieder gegraben, bis das Spielchen wieder von vorn losgeht....
Beim Rotwild ist es so dass da so eine richtige Schleuse zwischen den eingezäunten Gattern liegt, und in einem Nachbarrevier ist eine behördlich genehmigte Fütterung. wäre diese eine ausschließliche Heufütterung, dann wäre der Zuzug von Rotwild wohl etwas geringer, aber leider wird dort Maissilage angeboten. Mit dem "Erfolg" dass die sich voll gefressenen Hirschtiere in die Kulturen schlagen und schälen......und die Behörde? Rührt sich nur, wenn wieder mal ein Riesenwirbel von den Grundeigentümern kommt. Auf 400 ha bis zu 30 Hirsche auf einmal gezählt, nicht ohne........und dann werden für den Abschußplan lächerliche 4 Stück genehmigt.........ein, für den Wald, trauriger Witz. Und in den Nachbargemeinden genauso betroffene Waldbesitzer schweigen. Und der jagsausschuß unserer Genosssenschaftsjagd, welcher sich für eine Erhöhung des Abschusses einsetzt, wird als ein Häuferl von Querulanten bezeichnet, wenn dieser bei Behörden. Kammer, usw. nicht schweigt....
Mfg, helmar, selbst in diesem Grenium sitzend und schon so manche Resolution, Eingabe etc. verfaßt habend, welche wohl für den sprichwörtlichen Hugo sind....
Name: Jophi antwortet um 10-04-2008 21:46 auf diesen Beitrag nach oben
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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
@ helmar !

Nicht aufhören, steter Tropfen höhlt den Stein.

Jophi
Name: biokartoffel antwortet um 11-04-2008 05:38 auf diesen Beitrag nach oben

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Schaden bei jungen Bäumen durch Wild
@helmar

Ich habe mal 120 Stück Rotwild auf einem Haufen bei uns im Feld gezählt

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