Tagebuch
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It's the economy, stupid! Was ist eigentlich economy? Ein Bekannter arbeitet in einer grossen Weltfirma im Bereich Management und Betriebswirtschaft. Er ist mit sich und der Welt ziemlich bröselig, weil der Mensch inzwischen nichts mehr zählt, nur noch reinste Zahlen, er wird auf einen grossen Teil Rente verzichten und gesundheitlich angeschlagen in den Vorruhestand gehen. Das heißt, dass in der Wirtschaft der Jetztzeit nur noch ala Darwin die Stärksten und Abgebrühtesten überleben. @kuhmechaniker, auf den ersten Blick sind deine Aussagen sehr provokant, auf den 2. und 3. Blick enthalten sie bittere Wahrheit. Die ganze Karre scheint ziemlich in den Dreck gefahren zu sein- und als denkender Mensch versuch ich trotz einer happigen Grippe auch noch Ordnung in das Kopfwehchaos zu bringen. Lösungsstrategien- Low Input- ja find ich toll, machen wir auch seit einigen Jahren. Sind seit ein paar Jahren nicht mehr die grossen Förderer der Wirtschaft. Marktnische - ist sicher für den einen oder anderen eine grosse Chance, ich bin nur der Meinung dass die Belastungsfähigkeit auch einmal als Grenzfaktor gesehen werden muss. Wachstum oder Nische- ist immer mit einem grossen Mehraufwand verbunden- und ich hab noch niemand bisher getroffen, der nicht irgendwann sich im Hamsterrad gefragt hat, wie er nur wieder rauskommen kann. Verbraucherinformation und Aufklärung: ja, ganz wichtig, jeder an seinem Platz und mit seinen Möglichkeiten. Aber ein Thema fehlt mir bei der Milch und sämtlichen agrarischen Produkten: ich vermisse den Zusatznutzen, der beiden einen Nutzen bringt, dem Konsumenten und dem Bauern, z.B. Milch, Eier, Fleisch mit entsprechender Fütterung- kommt auf höhere Omega 3 Werte, es braucht keine Fischölkapseln und sonstiger Pillen, um eine gesunde Ernährung auf die Reihe zu bringen, müssen auch nicht die letzten Fischbestände geplündert werden, sondern mit Fütterung von Gras, Leinsaat, Rapsschrot- hätten wir wirkliche Lebensmittel. Hier scheinen aber die Molkereien zu mauern, von Seiten der Konsumeten kommt auch kein Druck, weil sie es gar nicht erfahren und die Landwirtschaft ist mit Wachstum und Leistungssteigerung so beschäftigt, dass sie gar nicht draufkommen, dass im Bereich Lebensmittel auch noch einiges machbar wäre. Ich hab den mühevollen Versuch einiger Bauern mitbekommen, ihre Milch als Weidemilch mit ausgewiesenen Omega 3 Werten zu vermarkten. Beim Fleisch gelingt es scheinbar leichter, Eier hab ich jetzt schon als Omega 3 ausgelobt gesehen, Milch und Käse- da sollen Bauern billige Rohstofflieferanten sein- mehr nicht. Hier ist auch ein Stück der Wurm drinnen, wenn man sieht, was mit Milch möglich wäre, dann krieg ich inzwischen wirklich einen sooooooooooooo dicken Hals. Werde es auch überleben, was hab ich mich beim Fleisch reingehängt, aber die MÜhe war vergebens. Wenn ich mir vor Augen halte, was an Chancen nicht genutzt wird, zum Glück kann ich mein Gehirn manchmal ausschalten. Die Fütterung der Rinder aus dem Blickwinkel von Omega 3 Versorgung hat noch einen grossen Vorteil, es wirkt nicht nur für die Gesunheit der Menschen, sondern Kühe und Kälber haben selbst sehr viel davon. Warum die Landwirtschaft die Chancen nicht ergreift, ich weiß es nicht, man argumentiert schon um einiges besser - wenn man sich über die Möglichkeiten zuvor selbst genauer informiert. Und da sind wir am springenden Punkt- von solchem Zusatznutzen hat nur der Bauer und der Verbraucher was- und diese beiden am jeweiligen Ende des Seiles stehenden Partner- haben in dieser economy nichts, aber auch gar nichts zu sagen. Der Konsument darf das, was ihm vorgesetzt wird, kaufen, der Bauer soll billigst und austauschbar erzeugen. Und solange wir uns auf dieser Schiene bewegen, wird sich auch nichts ändern.
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