 Tagebuch
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Bestandsbetreuung oder Feuerwehrmedizin @kuhmechaniker Danke, das ging aber schnell (1 Minute, so schnell kann ich nicht schreiben). Noch einige Fragen: Warum soll der Tierarzt die Fütterungsberatung machen, wenn es doch Menschen gibt, die sich darauf spezialisiert haben und nur das machen? Ich habe nichts gegen Tierärzte als Fütterungsberater, aber dann will ich, dass er nur das macht und nicht die Fütterung als Zusatzgeschäft mitlaufen lässt. Das die Herde durch Bestandsbetreuung gesünder und profitabler werden kann, setzt voraus, das sie es bisher nicht gewesen ist. Und auch, dass der Tierarzt nicht teurer arbeitet als die selben Leistung zur Gesunderhaltung der Herde bisher gekostet hat. Das führt zur Kosten-Nutzen-Analyse, die Du ja erwähnt hast. Der traditionelle Tierarzt, der verärgert ist, wenn der Kunde mal jemand anderen konsultiert, stirbt eh aus. Und die guten Tierärzte machen genau das, was Du Bestandsbetreuung nennst, allerdings ohne großes Drumherum mit großen Verträgen, regelmäßigen Visiten, Betreuungsverträgen, sondern praktisch im vorbeigehen. Ich würde mir das alles nicht schreiben trauen, wenn ich nicht mehrere Bekannte hätte, die längere Zeit Bestandsbetreuung im Milchkuh-Bereich in Anspruch genommen haben. (Flachgau und angrenzendes Innviertel) Eigentlich läuft es immer gleich ab: Zuerst Begeisterung. Nach einem Jahr wird über die hohen Rechnungen diskutiert (nach meiner Beobachtung kommt es deshalb teurer weil regelmäßige Visiten auch zu jenen Zeiten stattfinden, wo nicht viel los ist und ohne Vertragsverhältnis kein Tierarzt geholt worden wäre), und meistens nicht viel später wird dann gekündigt. Wobei ich einschränke: Bei einem meiner Bekannten hatte die Kündigung menschliche Gründe, weil der Tierarzt zu überheblich und unfreudlich war. Nach meiner Beobachtung ist der Hauptgrund, warum Bestandsbetreuung, abgesehen von gut funktionierenden Randbereichen wie spezialisierten Fütterungsberatern, nicht ankommt ist: Die Kosten für die Betreuung kommen nicht durch bessere Erlöse herein. Das müssen sie aber, wenn die Betreuung auf Dauer funktionieren soll. Ansonsten schätze ich lieber den freundlichen, gut ausgebildeten Tierarzt der da ist, wenn es ein Problem gibt, in der übrigen Zeit aber keine Kosten verursacht. Aber vielleicht sehe ich das auch völlig falsch und habe es noch immer nicht kapiert. Vielleicht bin ich zu blöd. In diesem Fall bitte ich um weitere Argumente damit auch ich die Vorteile erkennen kann.
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