Lebensleistung....Sprinter oder Dauerläufer?

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Name: helmar 14-03-2008 21:58 nach oben

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Wenn man so die Daten der Leistungsabschlüsse der Kontrollkühe ansieht, dann fällt auf dass diesen im Durchschnitt kein allzu langes Leben mehr beschieden ist.....was denkt ihr ist auf längere Sicht vernünftiger, die 3 Laktationen-Kuh mit 20.000 oder vielleicht doch die 5Laktationen Kuh mit 25.000? Entweder werden die Ressourcen(KF) knapp und oder noch teurer, und auch bei der Energie(Diesel) marschieren die Kosten nach oben. Sind Kühe, welche auch eine extensivere Haltung aushalten, also weniger KF, weniger Schnitte fürs Grundfutter, die Kühe für die Zukunft?
Mfg,helmar

Name: martin2503 antwortet um 15-03-2008 09:46 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo helmar

Da bin ich ausnahmsweise auch mal deiner Meinung

mfg


Name: Kathi antwortet um 15-03-2008 10:28 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo

wenn aber ein Tier von der Genetik her ein Langstreckenläufer ist - der wird als Sprinter auch nicht glücklich.

Was ich damit sagen will - wenn ich eine 8.000 kg Kuh nur auf 6.000 kg füttere ist das genauso schlecht, als wie wenn ich sie auf 10.000 kg hinaufpuschen will.

Aber - ich weiss liebe Helmar - das ist ja eines deiner Lieblingsthemen.

So - ich mach weiter beim Osterputz

Liebe Grüße

Kathi

Name: freidenker antwortet um 15-03-2008 12:27 auf diesen Beitrag nach oben
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@kuhmechaniker

ich schätze mal der mit der um 1500l höheren Herdenleistung

beste Grüße,
f

Name: naturbauer antwortet um 15-03-2008 12:44 auf diesen Beitrag nach oben

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DieLeistungszahlen, ob im Jahr 5000kg, oder 9000kg sagen für jeden Betrieb etwas anderes aus.
Kommt drauf an wie gut das Grundfutter ist. Je besser das Grundfutter ist, desto weniger Kraftfutter muss für eine dementsprechende Leistung eingesetzt werden.
Die Leistungszucht ist in der Vergangenheit soweit nach oben getrieben worden, dass fast ausschliesslich nur mehr mit Kraftfutter diese Leistung herbeigeführt und erhalten werden kann.
Kraftfutter hab ich immer schon wenig gefüttert. Voriges Frühjahr, als sie auf die Weide konnten, haben meine Kühe, hauptsächlich die Frischmelkenden kein Kraftfutter mehr angerührt. Seit dem hab ich keines mehr gefüttert. Bis heute könnte ich nichts negatives sagen, dass es ihnen fehlt.
Nur: Sie verschlingen derartige Mengen an Grundfutter, die sowieso keiner glaubt! Die Stallzeiten sind daher sehr lang!! Und nicht nur sehr lang, immens Arbeitintensiv sind sie auch. Kühe nur mit Grundfutter auszufüttern heißt auch während der Stallzeit, immer volle Schnauze ihnen zur Verfügung zu stellen. Die ersten Stunden jeder Mahlzeit kann geschuftet werden. Es liegt hier ein Trick vor. Nämlich der, dass eine Kuh nicht aufeinmal alles was sie zum Fressen bekommt, nicht sehen darf. Das heißt, es muss ihr immer nachgelegt werden, so kann ihr am meisten hineingefüttert/ gebracht werden.
So wie´s bei mir ausschaut geht´s schon, auch wenn die Erbanlagen für noch höhere Leistung angelegt sind.

Name: Kathi antwortet um 15-03-2008 14:35 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo

folgendes ist mir gerade beim Fensterputzen eingefallen:

Mein Probemelker hat mir erzählt, dass sehr viele seiner Betriebe Jungkühe zum Schlachten geben, wenn sie Mängel haben - also 3 strichig ist oder länger als normal schlägt.

Das senkt den Schnitt natürlich auch gewaltig

Wenn ich eine Kuh in der 8. Laktation verkaufe und eine in der 1. - ist der Schnitt wieder nur bei 4 Laktationen

LG
Kathi
brav, brav Kuhmechaniker, nur brav weiterputzen ;-)

Name: Hausruckviertler antwortet um 16-03-2008 13:51 auf diesen Beitrag nach oben
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Liebe Heilmar, also, ich steh da eher auf der Seite von der Kathi. Wir haben auch einen Zuchtbertrieb, wenn auch nur mit 8 Kühen, haben eine Leistung von etwas über 8000 kg, aber keinen Silo.
Der Bogen von der Anzahl der Kälber spannt sich von 1 bis 8. (Durchschnitt 5,5 Kälber), wobei ich noch sagen muß, dass wieder alle trächtig sind. Das Durchschnittsalter wird zwar nicht so sehr anwachsen, weil wir ein bisschen aufstocken und derzeit 3 Kalbinnen zum kalben anstehen. Die Non Returnrate liegt bei ca 83%. Ich gebe zu, dass der Kraftfutteraufwand nicht sehr gering ist. Liegt bei ca 1350 kg pro Kuh und Jahr. Ich denke, dass wir trotz relativ hoher Leistung Betriebe mit viel weniger Leistung, was Langlebigkeit und Fruchtbarkeit anbelangt, hinter uns lassen.
Was letztendlich vernünftiger ist, ist Anschauungssache. Das bleibt der Philosophie eine jeden einzelnen überlassen. Tatsache ist, dass bisher auf immer mehr Leistung gezüchtet wurde und jetzt eine gewissen Trendumkehr in der Züchtung auf längere Lebensdauer stattfindet. Ist auch völig richtig.
Lieber Naturbauer, ich kenne deine Leistung nicht, gebe dir aber recht, dass mit höheren Kraftfuttergaben eine höhere Grundfutterverdrängung stattfindet. Weiß aber aus eigener Erfahrung, dass die Berechnungen, der Futtermittelberater immer auf einen geringeren Grundfutterverzehr aufbauen und wenn amn ihnen das auch gibt, was die empfehlen, fressen sie auch nicht mehr Grudnfutter. Ist ja schließlich ihr Geschäft. Das Traurige ist, dass die Berater der Kammern in das selbe Horn blasen. Bei der Art zu füttern, wie du sie betreibst, steigt der Grundfutterverzehr schon an, das ist klar. Wenn immer wieder frisches Futter nachgereicht wird, ist das appetitanregend. Wird von uns auch so praktiziert. So kommen wir bei einer frisch laktierenden 9000Liter Kuh im Sommer auf einen Grasverzehr von ca 100 kg täglich, bzw. im Winter einen Heuverzehr von ca 22 bis 23 kg täglich. Ich kenne einen Nachbarbetrieb, der zwar nicht beim Zuchtverband ist, wenn man aber die Liefermenge durch die Anzahl der Kühe dividiert, dürfte er eine Leistung von ca. 5500 bis 6000 kg erreichen. Der hat die größten Probleme mit Fruchtbarkeit, Festliegen Stoffwechselkrankheiten usw. Eines ist schon klar Das Leistungspotential ist bei den Kühen auf Grund der Züchtung vorhanden, wenn man dann nicht richtig füttert, hat man Probleme. Je höher die Leistungbereitschaft der Kuh umso schmaler wird die Bandbreite auf der man sich Futterfehler erlauben kann.
Ein Wort noch zur Weidehaltung. Bei euch in Bayern werden die Bodenverhältnisse günstiger sein als bei uns. Bei den Bodenverhältnissen bei uns richtet man mit der Weidehaltung an der Grasnarbe mehr Schaden als die Weidehaltung an sich Nutzen bringt.

Name: naturbauer antwortet um 16-03-2008 14:23 auf diesen Beitrag nach oben

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Grüß dich Hausruckviertler,
stimmt ganz genau mit der Leistung bei mir. Im Durchschnitt sind 5000 bis 5500kg im Jahr, mehr geht nicht. (An die Molkerei gelieferte) Komischerweise hab ich mit der Fruchtbarkeit, Festliegen oder Stoffwechselkrankheiten keine Probleme. Allerdings können meine Kühe den ganzen Tag über soviel Mineralfutter und noch wichtiger Salz lecken und fressen was sie wollen. Jede einzelne kriegt morgens ihren eigenen Salzstein vorgelegt. Zum Boden: Hab relativ trockene Böden. Nur, wenn es regnerisch ist, kommen meine Kühe nur bis Mittag auf´d Weide. Im Grunde bloß solange auf der Wiede wie sie intensiv grasen. Der Rest muss eingegrast werden. Hinzu kommt auch noch: Meine Weideführung sieht so aus, dass ich viel Nachsaat betreibe, damit ein möglichst ausgegleichener Grünlandbestand zur Verfügung steht. Habe auch Pinzgauer zum Fleckvieh im Stall. es ist so, die Pinzgauer hören zum Fressen schneller auf als die Flecken, das heißt die lassen sich von ihrer Art her gar nicht so in die Höhe mit der Milch treiben. Dafür marschieren 10 Jahre alte Pinzis 5 Jahre alte Flecken in Grund und Boden!

Name: Hausruckviertler antwortet um 16-03-2008 15:08 auf diesen Beitrag nach oben
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Servus Naturbauer, Pinzgauer sind dafür sowieso das beste Vieh, wenn man Rinderhalrung extensiv betreiben will. Wir haben immer den "Fehler" gemacht, dass wir immer die besten Stiere zur Zucht verwendet haben, auch wenn die Besamung mit ihnen doch teurer ist, aber da wir wenig Fruchtbarkeitsproblem haben, ist das von der Kostenseite tragbar. Es gibt aber immer auch Stiere, die nicht eine so hohe Leistung vererben, sodass auch für die Betrieb, die lieber mit niedriger Leistung fahren, Samenmatrial vorhanden ist. Aber Kühe mit hohem Leistungspotential müssen auch dementsprechend gefüttert werden. Man muß nur beim Kraftfutter den Grundsatz einhalten, soviel wie nötig, so wenig wie möglich. Weil du das Salz angesprochen hast. ein Großteil der Fruchtbarkeitsprobleme liegt in der mangelnden Salzgabe. Das muß ich immer wieder erfahren, wenn einer jammert und ich ihn frage ob er Salz füttert, verneinen die meisten das. Auch bei uns gibt es Salz zur freien Aufnahme.

Name: Kathi antwortet um 16-03-2008 15:15 auf diesen Beitrag nach oben

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Halllo

füttert ihr die normalen Lecksteine oder Bergkern ??

Ich höre immer alle vom Bergkern schwärmen ... Ist da was dran ?

Zur Weide und Salz hätte ich noch ein Frage - auf meinen Praxisbetrieben hatten wir auf den Weiden so eine Schüssel, hier bei unserem LH habe ich aber noch nie was gscheites gefunden - ich hänge jetzt immer einen Leckstein am Schnürl auf dem Baum - ist aber nicht optimal

LG
Kathi

Name: naturbauer antwortet um 16-03-2008 15:27 auf diesen Beitrag nach oben

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Schönen Nachmittag Hausruckviertler,
bin froh, dass die Zeit wieder angebrochen ist, wo auch die Stiere zu haben sind, die für meine Wirtschaftsweise tauglicher sind. Drum hab ich mich vor Jahren auch um Pinzgauer geschaut, weil es beim Fleckvieh für mich beinahe keinen Stier mehr gegeben hat. Jetzt fängt man wieder an umzudenken, Gott sei Dank auch.


Name: helmar antwortet um 16-03-2008 15:34 auf diesen Beitrag nach oben

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Salzleckstein und Mineralstoffmischung auf die Silage.....ich glaub der Bergkern hat einen besseren Ruf als Nutzen.....und Heu ist sowieso ein Helfer in allen Lebenslagen. Es hailft so manchen abfedern und ich meine dass generell dort wo viel Heu gefüttert wird, mindestens 1 Kalb mehr pro Kuh drinnen ist......was die Genetik betrifft, da habt ihr recht, dass diese der Schlüssel ist, aber wenn die natürlichen Gegebenheiten "Spitzengenetik" aus irgendeinem Grund nicht so ganz passend machen, dann kommt man wohl mit dem Durchschnitt besser über die Runden........und einen "Sprinter" hab ich vor 2 Wochen erschossen....weil die am Ende war, die gleich alte 5/4 6720 LL 27525 ZKZ 368 ist nur mittelgroß und dafür bester Verfassung......und solche wären so die meinen( auch kein St.A. noch nachgewiesen) Aber der St.A. hat mir die Truppe auch heftig durcheinandegebeutelt.
2003 Durchschnittsalter 6,8 7217/515 (das erste St.A. Jahr)
2007 Durchschnittsalter 5,5 6750/513 mit 3 Erstlingen.
Vor der Misere gab es Jahre in welchen ich überhaupt keine Abgänge und emzufolge Remontierungen hatte.....
Mfg, helmar

Name: naturbauer antwortet um 16-03-2008 15:52 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo Kahti!!
Hab da ganz normales Salz, sprich Natriumclorid in Steinform. Es gibt bei uns die runden , haben 5kg, dann gibts die 10kg Steine, die sind eckig. Auf der Weide hab ich keine mehr, im Sommer dann über Nacht am Futtertisch. Der Bergkern interresiert mich schon, muss mal schauen, ob ich den in Kufstein im Lagerhaus kriege. Probeweise, ob sie ihn überhaupt mögen.

Name: aha antwortet um 16-03-2008 16:09 auf diesen Beitrag nach oben
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Ich möchte nochmal zurück zum Thema:


Die Lebensleistung einer Kuh hängt sehr stark von der Fütterungskunst des Bauern ab. Eine Kuh, die genetisch auf 50 Liter am Tag ausgelegt ist, muß auch so gefüttert werden. Bei bestem ausgeglichenmem Grundfutter sind da mindestens 15 kg MLF erforderlich, alles Andere geht auf Körperabbau, Leistungseinschränkung und natürlich auch auf die Lebensleistung. Das die Kuh dabei leidet, sei nur nebenbei bemerkt.

In jedem Stall sollten die Rassen stehen, die der Betriebsleiter auch Füttern kann. Auf manchen Höfen scheinen mir selbst Wasserbüffel zu anspruchsvoll zu sein.

Jedenfalls muß sich keiner, der Holsteins haltet über eine zu geringe Lebensleistung beklagen, wenn weder Stall noch Fütterung entsprechend angepasst sind.

Name: Kathi antwortet um 16-03-2008 17:13 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo

also ich bin mal so frech und behaupte, dass die HF nicht das Problem sind, sondern die FV Kühe, die erst in den letzten paar Jahren hinaufgezüchtet wurden.

Der Stap. Aureus hat auch bei uns in den letzten Jahren das Abgangalter gesenkt und vorher mussten wir aus den bunt zusammengekauften Kühe eine Herde bilden. Jetzt erst kommen die ersten züchterischen Erfolge.

KAthi


Name: helmar antwortet um 16-03-2008 19:29 auf diesen Beitrag nach oben

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Servus, Kathi! Du bist nicht frech, weil du es auf den Punkt bringst! Hier in NÖ, aber nicht nur da wollte und will man noch immer die HF mit dem FV links und rechst zugleich überholen...und diese Zuchtpolitik eines gewissen Herrn Ing. Wetschy ist voll aufgegangen, die Leistung ist rauf geteufelt, die Robustheit der Kühe aus meinen Anfangszüchterzeiten(ab 1978) ist beim Teufel........
Liebe grüße, helmar

Name: Optimist1985 antwortet um 16-03-2008 20:12 auf diesen Beitrag nach oben

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Über das Zuchtziel lässt sich streiten.

Ich finde nicht das unbedingt das genetische Potenzial im vergleich zu früher schlechter ist sondern vielmehr die Anforderungen an das Tier sich geändert haben.

In den 70/80er Jahren waren die Milchviehherden kleiner, oder wie ist das bei euch, hat sich nicht auch auf euren Betrieben die Stückzahl vergrößert? Es wurde vielleicht noch etwas mehr auf die Tiere geschaut da Zeit nicht so Mangelware war.

Momentan schaut es ja aus das Zeit bei vielen der begrenzende Faktor ist.
Man hat jetzt auch nicht mehr soviel Zeit die Tiere individel zu halten und pflegen.

Wenn man sich anschaut wann früher der 1 Schnitt gemäht wurde und jetzt, da liegen ja Welten, junges Energie und Eiweissreiche Grassilage ist wichtig, aber wer den Fehler macht und nicht mit genug Struktur ausgleicht hat schnell mal einen Leberschaden bei seinen Tieren.

Oder wer hatte vor 20-30 Jahren eine Ganzjahressilage Fütterung? Da gabs wenige glaube ich und jetzt wird das schon gang und gebe, nur im Sommer Grünfuttern ist auch nicht schlecht, Getreide verfüttere ich bei Grünfuttern viel weniger als im Winter wenn ich rechne das die Tiere die gleiche Milch geben sollen. Und die Vitamine bzw Stoffe die beim Grünfutter dabei sind die man vielleicht nicht rechnet oder noch nicht berücksichtig sind auch nicht schlecht bzw werden viel zu wenig beurteilt.
Natürlich ist das tägliche Mähen und das Füttern beim Grünfuttern ein höherer Zeitaufwand.

Früher waren auf einen Betrieb 2-3 Leute beschäftigt die die Tiere versorgt und beobachtet haben für z.B. 15 Kühe und jetzt wir ein 30 Kuh Betrieb von 1-1,5 Arbeitskräften bewältigt, da ist es auch gut möglich das die Tiere auf der Strecke bleiben.

Lebensleistung lässt sich vielmehr durch konsequente Tierbetreuung (Klauenpflege PROPHILAKTISCH, Fütterung, Haltung) verlängern als jetzt auf eine Rasse oder besonderen
Besamungsstier zu setzen der ja anscheinend so "gesunde" Tiere vererbt.

lg

Name: aha antwortet um 16-03-2008 21:40 auf diesen Beitrag nach oben
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Optimist, das genetische Potenzial ist besser geworden, und zwar jedes Jahr. Nur leider ist zu beobachten, daß die Betriebsleiter kleinerer Betriebe dem nicht gerecht werden, weil ganz einfach die das Fachwissen fehlt. Über Fütterung brauchen wir erst gar nicht zu diskutieren, das ist die erste Voraussetzung.

Du schreibst da irgendwas von Leberschäden und Ganzjahressilage. Leberschäden entstehen von falscher Fütterung. Das beginnt schon bei jeder Futterumstellung, wie zB. dem Weidegang in Sommer. Auf keinem Fall steht das mit der "Ganzjahressilage" in Verbindung. Viel wichtiger ist die "Ganzjahresrichtigfütterung".

Konsequente Tierbetreung lässt sich im Großbetrieb besser durchführen. Es ist alles besser durchorganisiert, und Fehler werden mit entsprechend größeren Beträgen bestraft. Das Image "Keinbauer ist besser" ist längst überholt.

Die Größeren sind nicht gewachsen, weil sie schlechter sind. Das werden sie auch in Zukunft nicht tun; Ausnahmen bestätigen die Regel.

Name: leitnfexer antwortet um 16-03-2008 22:30 auf diesen Beitrag nach oben
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@aha
die großen sind gewachsen, wei sie aus einem kleinen betrieb nicht in der lage waren, genug damit zu verdienen. früher oder später, wenn die es nicht mehr schaffen, noch großer zu werden, werden sie dann feststellen, das sie aus einem großen betrieb auch nicht "genug" herausholen können.


Name: theres antwortet um 17-03-2008 06:54 auf diesen Beitrag nach oben
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@aha, vielleicht gehören wir auch zu den Dummen, die eine Hochleistung nicht managen können :-).
Wir haben eine Herde aus FV und zu einem Teil mit rotbunter Genetik eingekreuzt, weil wir damit die Euter sehr schnell verbessern konnten.
Ich sehe keinen Unterschied, ob Fleckvieh oder Kreuzungstiere eine Low-Input-Fütterung nicht verkraften. Umgestellt haben wir, weil damals der Milchpreis ständig nach unten ging,
jetzt steigt der Energie- und Futterkostenbereich auch so an, dass wir noch keine Überlegungen anstellen werden, mit der Leistung wieder nach oben zu kommen.
Sicher ist eine Jungkuh aus unserem Betrieb nicht so gefragt, wie aus einem Hochzuchtbetrieb. Aber als Betrieb mit hoher Leistung hatten wir keine Jungkühe zu verkaufen, weil wir sie alle selbst nachstellen mussten. Dafür verkaufen wir jetzt die Kälber, weil es keinen Sinn macht, soviele Jungtiere nach zu stellen.
Im Endeffekt machen wir unsere Arbeit zu einem Teil aus Freude, zu einem Teil auch deswegen, weil wir davon leben wollen. Und ehrlich gesagt, mit unseren Mädels leben wir recht zufrieden zusammen.
Ist doch schön, wenn für die Dummen auch noch ein Platzerl übrig bleibt :-))))

Name: kraftwerk81 antwortet um 17-03-2008 08:51 auf diesen Beitrag nach oben

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@ naturbauer

Wie schauen Deine Harnstoffwerte so von Juli bis Okt. aus? Wir betreiben auch 24h Weide im Sommer und liegen so bei 7500L. Allerdings zu dieser Zeit haben wir einen gewaltigen Energiemangel, wie gleichst Du das aus ohne KF?

Name: Kathi antwortet um 17-03-2008 10:07 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo

... und ich hätt gedacht ihr fallt jetzt über mich her ;-)

Ich frag mich immer warum die Ganzjahressilage als Ursache für alle Fehler herhalten muss?
Wenn man manchen Vortragenden gauben würde, dürfte man dann bei Weide und Grünfütterung keinerelei Probleme mehr im Stall haben.

LG
KAthi

Name: aha antwortet um 17-03-2008 13:26 auf diesen Beitrag nach oben
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leite, sowas krankes hab ich noch nie gelesen :-))))

Name: leitnfexer antwortet um 17-03-2008 13:36 auf diesen Beitrag nach oben
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@aha(denke, du hast mich gemeint)

dann wars ja eh schon höchste zeit!!
wenn ich mit 15ha, 8rindern und sehr wenig einheitswert gut leben kann(mit gewissen, gut einteilbaren überbetrieblichen einsätzen) dann brauche ich keinen herde mit 50 od 100 od noch mehr rindern.
ich arbeite noch großeils für mich, nicht für die afa meines betriebes. mehr veranlagtes kapital heißt mehr risiko, heißt mehr arbeit, heißt halt auch weniger lebensstandart und mehr abhängigkeit in vielen bereichen (energie, rohstoffe, werkstätten/ersatzteile, marktpreise, politik, usw....)
ist das so schwer zu verstehen? ich weiß, in den meisten LW-schulen lernt man es ganz anders.... hat halt auch seien gründe! aber es gilt halt noch: jeder wie er will.
(was beim zuletzt viel diskutierten thema gen-tech nicht mehr der fall ist!)

Name: naturbauer antwortet um 17-03-2008 19:23 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo kraftwerk81!
Habe mit der Milchleistungsprüfung aufgehört und kenne daher die einzelnen Werte nicht mehr. Die Milchproben vom Milchprüfring (MPR) vom Milchfahrer her sind in diesen Monaten schon bei 35mg/ml bei 3,7 Fett und 3,2 Eiweiß. Den Energiemangel kann man ohne KF nicht ausgleichen. Nur ab September bekommen meine Kühe um einiges mehr an Heu in der Früh gefüttert als im Sommer. Daher ist erstens der Bauch schon mit Heu gefüllt, darauf folgt ja das Wiederkauen, was ja wiederum den Speichelfluss anregt und deswegen eine bessere Abpufferung stattfindet. Die Natur hat es so eingerichtet, dass sporadische Überschuss und Mangelerscheinungen, wenn sie nie zu lang sind vertragen werden. In den Wintermonaten lag der Wert bei 30mg/ml bei 4,5Fett und 3.7 Eiweiß. (Milchgeldabrechnung) Weil eben viel mehr an Dürrfutter gefüttert wird. 40%Silo 40% Grummet 20%Heu.

Name: aha antwortet um 17-03-2008 20:19 auf diesen Beitrag nach oben
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leite, unsere Denkweise ist ganz ähnlich. Wir arbeiten beide nicht für die "afa". Nur ich möchte beim Generationswechsel mehr weitergeben können, als das, womit ich begonnen habe. Sonst hab ich ein Leben lang umsonst gearbeitet. Dabei sollte sich für einen Landwirt der Eigenflächenanteil gegenüber seinem Start mindestens verdoppeln.

Die Lebensqualität darf dabei nicht leiden. Ein Wachstum sollte nie schneller sein, als es Orgaganisation und Technik erlaubt. Wachstum durch Mehrarbeit ist kein Wachstum!

Name: helmar antwortet um 17-03-2008 20:24 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo Kathi!
Du hast ja das Luftbild gesehen, also wenn ich nicht beweidete, dann wär ich ein Trottel....Fläche rundherum, Hofzufahrt Sackgasse.....aber wennst mitten im Dorf bist, oder einen Fleckerteppich an Flächen hast, da denke ich, ist Laufstall mit Silage sicher eine brauchbare Sache.
Mfg, helmar

Name: theres antwortet um 17-03-2008 20:29 auf diesen Beitrag nach oben
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AHA, spintest du um die Verdopplung der Eigenfläche nicht auch ein wenig.
Wir haben auch schon einiges an Fläche gekauft, aber Verdoppeln haben wir sicher nicht im Sinn.


Name: kraftwerk81 antwortet um 18-03-2008 13:02 auf diesen Beitrag nach oben

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@ naturbauer

35mg ist halt dann ein Ø-Wert. D.h da hast sicher Kühe dabei die auf 50 und drüber kommen. Ist bei mir ähnlich. Wir hatten da schon massiv Probleme die trächtig zu bekommen. Geholfen hat eigentlich dann nur als wir mehr Energie zugefüttert haben (Mais). Von der Idee her über die Weideperiode ganz ohne KF auszukommen hab ich mich wieder verabschiedet. Wenn ich die Leistung die nicht ausgenutzt wird und die schlechtere Fruchtbarkeit rechne dann seh ich darin keinen Vorteil. Funktionieren würds ev. mit saisonaler Abkalbung im Feb. dann könnte man die Leistungsspitzen schon vor der Weideperiode abfangen.

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