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Es sind 11759 Diskussionen online

Handel senkt Milchpreise

  Antworten: 24

Name: vidoursprung_@gmxat 20-02-2008 09:54 nach oben
Tagebuch
Handel senkt Milchpreise
So, in der Kleinen Zeitung findet sich heute ein Bericht in dem steht das alle LEH die Preise für Milch und Butter senken. (4ct bei Milch)

Im Letzten Teil des Artikels wird vermeldet, das die LEH´s in Gesprächen mit den Molkereien stehen, die sollen die Preissenkungen tragen.

Zum Schluss kommt noch der Herr Braunshofer zu Wort, der meint wenn Druck auf die Molkereien ausgeübt wird müssen die den Druck an die Landwirte weiter geben.


Meine Frage:

Geben wir den Druck zurück oder lassen wir uns den Milchpreis einfach so drücken. Zumindest laut Top Agrar hat sich nämlich am Markt nix geändert.

Was sagt Gourmet dazu?
Name: grasi1 antwortet um 20-02-2008 10:04 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Handel senkt Milchpreise
Jetzt werden Liefergemeinschaften woll auch bei "Skeptikern" einen anklang finden.
(Gemeinsam verkaufen und nicht als einzelner den Molkereien ausgeliefert sein)

lg grasi
Name: kuhmechaniker antwortet um 20-02-2008 11:16 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Handel senkt Milchpreise
>> Zum Schluss kommt noch der Herr Braunshofer zu Wort...

Vielleicht könnte sich ja der Obmann des (u.a.) Rinderzuchtverbandes mal beim Geschäftsführer der (u.a.) Berglandmilch für ordentliche Preise einsetzen... Vielleicht kennen sich die ja :-). Na ja - der Fairness halber muß man sagen, dass man es als Multifunktionär heutzutage wirklich nicht leicht hat *g*.
Name: Gstettnbauer antwortet um 20-02-2008 11:53 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Handel senkt Milchpreise
Ich geb den Druck dann meinen Milchkühen weiter.....
hoffentlich streiken die dann nicht
Name: Gourmet antwortet um 20-02-2008 12:01 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Handel senkt Milchpreise
@Gstettnbauer

Wirklich schwierig wird es erst, wenn Deine Kühe eine IG gründen.
Name: Johannfranz antwortet um 20-02-2008 12:49 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Handel senkt Milchpreise
Ja Kollegen, so ist das.Es gilt halt doch noch immer das Gesetz
von Angebot und Nachfrage.Solche Aktionen können sich die Handelsketten
halt nur bei einem reichlichen Angebot leisten.(Betrifft hauptsächlich die Vollgas-Lieferanten)
Bei einer Nachfrage welche das Angebot übersteigt is nix mit Preissenkungen;
wann begreifen wir das endlich ?? Oder ist jede Hoffnung vergebens ?
Name: Rescha1 antwortet um 20-02-2008 18:57 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Handel senkt Milchpreise
Ja, so ist es immer, kaum steigt der Milchpreis um ein paar Cent, wird wieder auf Teufel komm raus mehr produziert, Ouoten gekauft, die Anzahl der Milchkühe erhöht, bis wieder mehr Milch am Markt ist und damit der Preis wieder nach unten geht. Wann begreift man endlich, daß nur durch ein niedriges Angebot ein guter Preis zu erzielen ist? Zu den Liefergemeinschaften, die ja eigentlich schon bestehen sollten: Es bewirkt überhaupt nichts, wenn ein paar Bauern sich zusammenschließen und diese Milch Molkereien anbieten, gerade dann nicht, wenn wieder zuviel Milch am Markt ist.
Name: Kathi antwortet um 20-02-2008 19:11 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Handel senkt Milchpreise
... komischerweise liegt aber die Anlieferung in Ö und in der EU unter dem vorigen Jahr ....


Kathi
Name: stallbub antwortet um 20-02-2008 19:33 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Handel senkt Milchpreise
Der handel setzt hier die regel des marktes außer kraft. obwohl EU weit zuwenig milch am markt ist senkt der handel die preise. Der handel und der konsument wissen daß die bauern schlecht vertreten sind und sich nicht einig im auftreten sind.
Name: Heio antwortet um 20-02-2008 19:45 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Handel senkt Milchpreise
Wahrscheinlich wird wieder von den LEH Druck auf die Milchverarbeiter ausgeübt, die geben den Druck an uns Milchproduzenten weiter. Der Bauernmilchpreis wird dann wieder gekürzt um sich weiter die Milch am Spotmarkt leisten zu können. Der Milchpreis am Spotmarkt ist nicht unter Druck. Unsere Milchverarbeiter werden weiter Mich auf den Spotmarkt Kaufen und Brauchen (50 Cent Netto nicht Genfrei !!!!!!!!!) aber Super !!!!! Und den eigenen Lieferranten und MITEIGENTÜMERN bezahlt man 40 Cent.Netto.
Bei jedem Hofermarkt solte man eine Feronika zu Grabe Tragen.

Guten Abend
Heio
Name: Steyrcvtfan antwortet um 20-02-2008 21:53 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Handel senkt Milchpreise
An johannfranz:
Ich glaube das Angebot ist derzeit sicherlich nicht zu hoch.
Aber der Druck auf den LEH den man ja tagtäglich gehört hat, das die Lebensmittel zu teuer sind, dem wurde seitens der Politik und hier leider vorallem von den Landwirtschaftsvertretern in keinster weise entgegnet.
Ich glaube die Konsumenten ( mit ihren Vertretungen und Parteien) haben ihr Spiel gut gemacht und das Mach auch gewonnen..
Hier hätte unsere Vertretung reagieren sollen und ihnen aufzeigen sollen wie es mit den gestiegenen Produktionskosten , der ständigen Bereitschaft der Milchbauern , Tag für Tag
Sonntags und Feiertags da zu sein ist.
Nebenbei wird durch unsere kleine bäuerliche Struktur die wunderbare Kulturlandschaft, die einzigartig in Europa ist erhalten.
Sollte man aber so einfältig sein alles den freien Lauf zu überlassen bzw. nur mehr das billigste, aber nur bei den Lebensmittel natürlich, zu wünschen wird sich die LW auch von selber drauf einstellen, aber es wird sich die Landschaft grunlegend ändern.
Viele Bauern werden auf dem Arbeitsmarkt drängen etc..................
Irgendwann wird man dann draufkommen was die Bauern alles geleistet haben.
Name: binido antwortet um 20-02-2008 22:49 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Die Regierung wird sich mit ihrem Inflationsbekämpfungshunderter nicht einig,
da prescht der Handel vorbildlich zur Inflationsbekämpfung mit einer Senkung der Preise für Milchprodukte vor und zahlt den dann auch noch voerst aus der eigenen Spanne.
Ab April dürfen wir Milchbauern das mit weniger Milchgeld mit Zinseszinsen dem Handel zurückzahlen.
Wäre nicht schlecht wenn die Tankstellenmultis auch so antiinflationär denken würden und den Teibstoffpreis auch so vorbildich aus der eigenen Tasche verbilligen täten.
Und später den Rohöllieferanten zurückverrechneten, den die Öllager sollen angeblich alle voll sein.
Dann wär die Inflationsrate wieder voll im Butter und die Regierung könnte sich wieder neuen Streittehmen zuwenden.

Name: walterst antwortet um 20-02-2008 23:05 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Hofer hat mit der Preissenkung ganz eindrucksvoll eine der besten und billigsten Werbeaktionen der letzten Jahre durchgezogen und möchte sich das von uns finanzieren lassen. (auch wenn gegenteiliges behauptet wird)

Hofer hat gezeigt, dass sich der Kunde auf ihn verlassen kann, dass er als erster für niedrige Preise sorgt. Also ist man aus der Sicht des Konsumenten immer gut aufgehoben und billig versorgt, wenn man zu Hofer geht.

Alle Handelsketten müssen nachziehen und alle müssen darüber reden.

Diese Aufmerksamkeit und diese Aussage kann man mit keiner teuren Werbekampagne besser erreichen.

Ob wir Milchbauern den reichsten Herren dieser Erde, den Gebrüdern Albrecht als Hofer-Eigentümer freiwillig den Scheck zur Finanzierung dieser Aktion überreichen, können wir entscheiden.

Walter
Name: vidoursprung_@gmxat antwortet um 21-02-2008 09:17 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Nein, tun wir nicht!
Name: mfj antwortet um 21-02-2008 09:21 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Inflationsbekämpfung
@Gourmet : Wirklich schwierig wird es erst, wenn Deine Kühe eine IG gründen.


Das gute ist, die werden sich auch nie einig :-))
Name: walterst antwortet um 21-02-2008 10:16 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Wenn Kühe das Loch im Zaun zur besseren Weide gefunden haben, herrscht rasch Einigkeit.
Vor allem, wenn der Hunger vorhanden ist.

Walter
Name: theres antwortet um 21-02-2008 11:48 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Hallo Walter,
wer geht denn zum Hofer Einkaufen?

Name: BSE1 antwortet um 21-02-2008 13:21 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Hallo theres!
Bin zwar nicht der Walter, aber habe heute gerade bei Hofer gesehen, wer einkaufen geht. Weil ich mir das digitale "Stromprüfgerät" geholt habe, habe ich gleich zwei SPAR Mitarbeiterinnen getroffen. Sie meinten dass sie nicht mit SPAR verheiratet sen würden, und dort einkaufen, wos am Billigsten ist. (Aber Lohn wollen Sie dann bei SPAR wahrscheinlich doch einen ordentlichen bekommen?!?!?)
Name: Kathi antwortet um 21-02-2008 13:42 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Hallo

ordentlicher Lohn bei SPAR ?? - Gut besser als bei Billa, aber um ein wesentliches schlechter als beim Hofer!

Ich bin davon überzeugt, dass alle Einkommenschichten beim Hofer einkaufen - ich finde Hofer auch im Grundsatz nicht schlechtes - nur um sich bei den Kunden als "gutlieb" darzustellen und völlig aus der Luft gegriffen, den Milchpreis zu senken, ist schon sehr heftig.

LG
Kathi
Name: theres antwortet um 21-02-2008 15:25 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Hallo Kathi,
ic sag ja nichts gegen Hofer. Es muss uns nur zu denken geben, dass Hofer jetzt wieder die Milchpreissenkungsschiene ankurbelt-
warum soll ich solcher Firma dann noch mein Geld hinterhertragen????
Wir möchten höhere Milchpreise- und dann gehen wir alle schön brav zum Discounter und kaufen billig ein- irgendwie widerspricht sich das.
Name: kraftwerk81 antwortet um 21-02-2008 16:50 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Ich versteh die Diskussion teilweise nicht. Auf der einen Seite hat sich herausgestellt dass die Handelsspannen in Ö zu hoch sind und jetzt wo der 1. runtergeht regt man sich auf. Im Prinzip kommt uns als Erzeuger eine Preissenkung entgegen weil der Konsum wieder angekurbelt wird. ABER wir müssen uns gleich kräftig dagegen wehren dass das ganz nach unten durchgereicht wird weil das natürlich nur gilt wenn wir das Rohstoffniveau halten können. Wenn Hofer meint mit Milch weniger verdienen zu müssen ist das deren Entscheidung. Wie der Ernst Halbmayr immer predigt. Wir müssen aus der Rohmilch einen Fixkostenblock machen bei dem für uns Erzeuger alle Kosten + Gewinn gedeckt sind!
Name: Kathi antwortet um 21-02-2008 16:55 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Hallo

erstens hat Hofer diesesmal zum ersten Mal als ersters den Milchpreis unter Druck gesetzt.
Zum Hofer einkaufen gehen, diese Diksussionen hatten wir schon oft - auch ich gehe dorthin gewissen Sachen einzukaufen. (die Liste steht schon irgendwo hier)

Zweitens hat Hofer, Rewe und Spar die Molkereien um neue Milchpreisgespräche eingeladen - also "schlucken" sie die Spanne nicht.

LG
Kathi
Name: Rescha1 antwortet um 21-02-2008 19:10 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Die IG-Milch sieht sich ja immer als die Retter der Milchbauern. Jetzt soll sie auch alles unternehmen, am besten gemeinsam mit dem Bauernbund, daß die Milchpreissenkung nicht an die Bauern durchgereicht wird.
Name: Geri30 antwortet um 21-02-2008 21:13 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Inflationsbekämpfung
An Rescha 1

Ja das kann man sagen dass es nichts bewirkt, wenn ein paar Milchbauern zusammenschliesen.Aber wären es sehr viele,dann hätten die Molkereien ein Problem.Aber es wird viel lieber gejammert oder über die IG-Milch geschimpft,als dass man zusammenhält oder selbst etwas unternimmt.
Name: grasi1 antwortet um 22-02-2008 20:31 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Inflationsbekämpfung
Hallo

Ja die meisten Milchlieferanten haben "Sch....." vor einer Liefergemeinschaft, weil wenn sie einer beitreten werden sie von ihrem Eigentum (Genossenschaft) hinausgeschmissen!
Aber alle anderen Milchlieferanten die einfach so aufgehört haben Milch zu produzieren können Mitglieder bleiben, sogar ein "AUFSICHTSRATOBMANN" der schon Jahre keine Milch mehr liefert, aber über unseren Milchpreis mitdiskutiert und mitbestimmt.
Viele Mitglieder können sich natürlich auch keinen Wechsel zu einer Liefergemeinschaft vorstellen, da Sie ja eine "gewisse" Abhängigkeit" haben. (Einkauf auf Kreide)

lg grasi
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