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Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln

  Antworten: 30

Name: farmboy 02-02-2008 16:04 nach oben

Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
Hab gerade ein paar Beiträge über Manager, Firmenbosse gelesen, die jetzt gross ins Agrarbusiness einsteigen, weil in deren Grössendimensionen ordentliche Gewinnspannen winken. Nun meine Frage: für was sind wir kleinen Bauern dann noch zu brauchen? Für die Landschaftspflege? Damit Frau Städterin mit ihrem Wauwau auf den gepflegten Wiesen Gassigehen kann? Für die Schikaniererei und Auflagenpolemik durch AMA, Politik usw?....

Wo hat das ihre Grenzen? Hat ursprüngliche bäuerliche Wirtschaftsweise keine Berechtigung mehr?

Sicher in den Grössenordnungen , in denen heute Landwirtschaft , sprich "Agrarbusiness" betrieben wird, lässt sich viel einsparen, nur ist das noch Landwirtschaft.

Vielleicht bin ich allein in weiter Flur mit meiner Weltauffassung, aber ich finde diese Entwicklung bedrohlich.

Ich fühle mich nicht gut dabei, wenn ich jeden Tag mitanhören muss, wie gut die Bauern heute wieder verdienen. Die breite Öffentlichkeit wird in ihrer Meinungsauffassung manipuliert, und kanalisiert. Davon, dass die Agrarpreise in etwa das Niveau vor der EU-Anektion erreicht haben, und die Kosten in dieser Zeit explodiert sind, davon will niemand etwas wissen.

Ich war heute auf einem Tiermarkt in Wels. Was war?: Bei den Tieren wurde um jeden Euro gefälscht, teilweise wäre es den Käufern lieber gewesen, wenn man sie gleich herschenkt, inkl Futtergeld natürlich. Und draussen?: Da wurde geschlemmt, Leberkäse verdrückt, Bier genossen. Hat sich da irgendjemand getraut, um den Preis zu feilschen?? Nein, natürlich nicht, weil da ist es normal, weil wer ein Gewerbe hat, darf das verlangen. NUR der BAUER ist immer der Blöde, hat ein ganzes Jahr Arbeit , und wenn er mal aufbegehrt bekommt er eine auf den Deckel.


Ich bezeichne dies als moderne Leibeigenschaft. Die Vorteile durch die Bauernbefreiung sind fast alle verschwunden. Unser neuer Adel ist die Politik und die Konsumgesellschaft.

Brav wählen gehen dürfen wir, um danach den Herren Agrarpolitikern die Stiefel zu lecken, und bei deren Erscheinen erdürftig zu applaudieren..

Bin schon auf eure Reaktion gespannt.


Name: sturmi antwortet um 02-02-2008 16:57 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
@farmboy
Der Trend ist sicherlich da, keine Frage! Werde aber trotzdem "weiterwurschteln", den als Arbeitnehmer wird dir auch nichts geschenkt.
MfG Sturmi
Name: Gourmet antwortet um 02-02-2008 17:14 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
@farmboy

Ich bin nicht sicher, ob Du meine Reaktion haben willst. Aber hier ist sie:

Der Satz von Dir: „... EU-Anektion erreicht haben, und die Kosten in dieser Zeit explodiert sind ....“ lässt mich vermuten, dass Du grundsätzlich einen etwas eingeschränkten Horizont hast.
Und auf diesem Niveau geht es ungefähr weiter: moderne Leibeigenschaft, Bauernbefreiung, Stiefel lecken, ....

Offensichtlich glaubst Du, man müsste den Politikern und Konsumenten huldigen wie irgendwelchen Göttern. Und hast zusätzlich einen gewaltigen Minderwertigkeitskomplex.

Wenn sich Manager für Landwirtschaft interessieren, dann bedeutet das, es gibt mit Produktion von Lebensmitteln wieder mehr zu verdienen. Schau mal nach Kalifornien: Dort werden Milchfarmen von Finanzinvestoren betrieben. Und die wissen sehr genau, bei welchem Milchpreis der Gewinn anfängt. Nur bei uns spricht man vom 'gerechten Milchpreis' und bei näherem Nachfragen kann niemand sagen, bei wie viel Cent der liegt.
Name: biolix antwortet um 02-02-2008 17:18 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
Hallo !

du brauchst nur die Presse vom Wochenende lesen " dei LW ist zu innefizient"...
grundsätzlich schreiben sie dann aber das noch ind en 703er dopppelt so viel für Lebenmittel ausgegeben wurden, und die Rohstoffpreise auch höher waren...
andererseits muß man auch zugeben das der "Warenkorb" damals mit Mieten udn autos etc., nicht so belastet waren....

aber ds "Inneffiziente" aus der PResse und nicht vom Buchinger gibt schon zu denken...
wo wird das ganze noch hin führen, wir brauchen eine rasche Wende auch aus der Konsumgesellschaft, das wirklcih wieder mehr verstehen was gesunde und bäuerliche ökologisch produzierte LEbensmittel wirklich Wert sind !

lg biolix
Name: biolix antwortet um 02-02-2008 17:20 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
HallO !

ja noch was, erschüttert hat mcih noch was die sogenannten "Brotrevolutionen" ..also in den Ländern des SÜdens wirds wirklich bald noch viel schlechter aussehen... Biosprittproduktion udn Futtermittelexporte die bis zu 70% betragen udn die eigene Bevölkerung sich die Grundnahrungsmittel wirklcih nicht mehr leisten kann.. mensch was für eine Welt ?!?!?!?!!?

g biolix

p.s. und klar muß sehr wohl sein wie schon des öfteren geschrieben, das Wahcstum fördern mit Agrarförderungen ist schwachsinn und arbeitsplatzvernichtung, und ich schreibs hier schon zum zigten male, ab 100 ha pro Betrieb weg mit den Förderungen nach vorbild schweiz udn wenn geteilt wird dann gibts wenigstens wieder SVB Zahler mehr...
Es sit noch so schön in unserem Land, wir wollen keine Agrarindustrie...
Name: Fadinger antwortet um 02-02-2008 17:37 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
Hallo!

@Gourmet,
wirf ob deiner Blindheit durch SchEUklappen nicht anderen einen eingeschränkten Horizont vor!. Vor allem nicht jenen, die im Gegenstz zu Dir mehr Weitblick haben, und das System durchschaut haben.
Die Parallelen zwischen Kommunismus und der durch Kapital gesteuerten zentralistischen Planwirtschaft der EU sind ja offensichtlich. In diesen Fall wird eben Grund und Boden nicht verstaatlicht, sondern er wird den Einfluß des Kapitals unterstellt. Zum Arbeiten auf den "Kolchosen" sind mitlaufende, zu allen Ja und Amen sagende Bauern halt auch besser zu gebrauchen, als eigenständig denkende Menschen.
Hin und wieder ist es eben notwendig, sich zu erheben und "Nein" zu sagen, auch wenn dies nicht der Weg des geringsten Widerstandes ist, und man sich dadurch keine Freunde macht ....

Gruß F
Name: farmboy antwortet um 02-02-2008 18:15 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
@Gourmet:

Ich halte gerne auch meine linke Wange hin, damit du danach zufriedener sein kannst. "Drum werfe den ersten Stein, ..."

mfg ein kleiner Wurm im unendlichen Raum


@Fadinger:

Deine Einstellung gefällt mir. Es ist gut wenn es ein paar solche Würmer gibt, die den Boden ordentlich umpflügen, und den droben lebenden grossen Tieren bewusst machen, dass aus deren Hinterlassenschaften letztendliche doch wieder etwas Fruchtbares wird, auch wenn es anfangs nur üble Gerüche verbreitet.
Name: theres antwortet um 02-02-2008 18:50 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
Hallo farmboy,
diese Form der Grosslandwirtschaft gibt es in vielen Ländern, bäuerliche Landwirtschaft ist eher ein deutsch, schweizer und österr. Modell.
Es stimmt, dass Großinvestoren in Grund und Boden, Wald investieren, drum müssen ja massiv und viele Bäuerlein das Handtuch werfen.
Bodenleben schützen und so altmodische Vorstellungen von Regenwurm und sonstigem haben da natürlich keine Bedeutung.
Wenn man weit in die Geschichte zurückgeht, kaputte Böden waren immer die Auswirkung von Bewirtschaftung, die keine Bindung mehr zum Boden hatte- und danach ging es mit der ganzen Gesellschaft kurz danach auch den Bach hinunter.
So gesehen können wir annhähernd ablesen, wo wir in der Maßskala der Hochkultur stehen.
Auch wenn die Großinvestoren meinen, mit Genveränderten Pflanzen und allem wissenschaftlichen und technischen Know How könnten sie die Naturgesetze und Grundlagen des Lebendigen aushebeln, es wird auf lange Sicht nicht funktionieren.
Brauchst nur rund um die Welt schauen, wo das Gefühl für den Boden verloren gegangen ist, da gings bergab.
Wichtig ist, dass wir uns darüber klar werden müssen, dass Grund und Boden eine gefragte und knappe Sache sind- und dass wir auch um die Begehrlichkeiten wissen.
Einen Hof nicht nur zu bewirtschaften, sondern auch Lebensqualität dabei haben zu können-
ich staun, wieviele Freunde unserer Kinder den Traum von einem Hof haben.
Fad wirds, wenn der Überlebenskampf all die Sachen vertreibt, die das Leben auf dem Hof zu einem guten Leben machen.
Und auch da müssen wir selbst nachdenken, das können wir nicht von den anderen erwarten.


Name: grafeder antwortet um 02-02-2008 18:56 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
@ farmboy

hmmmm - ziemlich frustriert???

Befreie dich doch aus der Leibeigenschaft, du mußt nicht Bauer sein! Und wenn ich mich nicht täusche, dann findet man dich in den KLEINANZEIGEN wo du Pachtgrund suchst - ODER?????

Schreib nicht so einen Schmarrn, wenn du doch mit den sogenannten Industriellen etliches gemeinsam hast!
Name: chili antwortet um 02-02-2008 19:04 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
Hallo farmboy!
Was der Glanglmarkt mit der Landwirtschaft von heute zu tun hat weis ich wirklich nicht.Das war früher der Markt von den Dienstboten die am Liachtmeßtag ihren Platz gewechselt haben und dabei ihre Kaninchen, Geflügel usw. angeboten haben und auch damals haben sie schon gegessen und getrunken es war halt ein Feiertag und heut ist es ein kleines Volksfest und bei solchen anlässen hat noch niemand aufs Geld geschaut warum auch man lebt ja nur einmal und das haben die früher auch schon gewusst!

mfg. chili
Name: walterst antwortet um 02-02-2008 19:06 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
An Farmboy:

Was hast Du denn gelesen?

Den Artikel in "Unser Land"?

Walter
Name: Gourmet antwortet um 02-02-2008 19:12 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
@Fadinger

Also wenn jemand den EU-Beitritt Österreichs, der von zwei Drittel der Bevölkerung gewünscht wurde, als Annektierung bezeichnet, und ich darauf hinweise, dann liegt die Blindheit nicht auf meiner Seite. Schau mal nach, was Annektierung bedeutet.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es Kolchosen noch gibt. Ein Bekannter hat mir von den Zuständen der Milchviehbetriebe im Osten der Ukraine berichtet, vielleicht sind das die Nachfolgebetriebe der Kolchosen. Da gibt es teilweise unglaublich schlechte Zustände. Es hat schon seine Gründe, warum die Planwirtschaft untergegangen ist.
Leistungsfähige Milchviehbetriebe sind gut geführte Betriebe, wo besonders das Melkpersonal sehr gut bezahlt wird. Von 'Ja-Sagern zum Arbeiten auf Kolchosen' ist das ungefähr so weit entfernt wie ein Bauernknecht vor hundert Jahren von einem heutigen Familienbetrieb mit moderner Milchwirtschaft.

Du kannst Dich ja erheben, und nein sagen, aber lass bitte die anderen Leute weitergehen. Aber ich vermute, von einzelnen Neinsagern wird sich die Masse eh nicht aufhalten lassen.


@theres

Bäuerliche Landwirtschaft gibt es fast überall auf der Welt. Beispielsweise auch in den USA, Neuseeland, Polen (besonders kleinstrukturiert) und in Italien. Und hier wird niemand von einem Großinvestor gezwungen, seinen Grund zu verkaufen. Das gibt es vielleicht in unterentwickelten Rechtssystemen in Südamerika oder Afrika. Hier in Europa nicht.
Name: farmboy antwortet um 02-02-2008 19:28 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
Es ist immer wieder faszinierend mitzulesen, wie sehr sich gewisse forumsteilnehmer persönlich angesprochen bzw "angegriffen" fühlen, wenn in einem Beitrag jemand seine Meinung kundtut, mit der er/sie auf den ersten Schein nichts anzufangen weiss.

@grafeder: Wenn versucht wird, seinen Betrieb auf gesunder Basis wachsen zu lassen, so hat dies nichts mit Grössenwahn zutun, sondern mit ausgewogener betriebswirtschaftlicher Sichtweise. Wenn man Vollerwerb betreiben will, braucht man halt eine gewisse Fläche an Boden, der in meiner Gegend nun mal sehr begrenzt zur Verfügung steht. Und dass soll nicht heissen, dass ich mit meinen Pachtpreisvorstellungen geizig wäre- nur wo nichts ist, kannst auch nichts pachten, das ist ein Faktum. Und da hat weder der Schweinebauer nebenan, noch die Biogasanlage schuld.

Name: biolix antwortet um 02-02-2008 19:29 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
also weißt graf -eder, das wollen sie ja alle das alle "kleinen" aufhören sollen und die Industrie samt ihrem Gentechklump die vorherrschaft erlangt...
klar das das "gräfliche" das will, wie ja hardegg schont meinte, "zu wenig Grund in Ö, für zu viele Bauern" klar das muß grad er sagen...

g biolix

p.s. farmboy halte durch es kommen auch wieder andere zeiten... und jeder sollte seinen Grund und boden haben überhaupt für zeiten wos wieder wichtig ist wie regi schreibt um auf UNSEREN eigen Grund und Boden zu schauen der uns mit Nahrung versorgt !


Name: zimme24 antwortet um 02-02-2008 19:31 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
@biolix

weg mit den förderungen, da bin ich bei dir, aber wieso erst ab 100 ha wie wäre es wenn der wegfall schon ab 50 ha stattfinden würde?

günter
Name: Bamhackl antwortet um 02-02-2008 19:31 auf diesen Beitrag nach oben
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Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
Meine vollste Zustimmung ausser an Gourmet ,er wird halt ein gutes Amterl haben bei
unseren Anschaffern das ihm mehr bringt als seine LW.Warum sollen wir keine Zukunftsängste haben bei diesen Aussichten? Energie aus Lebensmittel ,Getreide verheitzen.Warum wird so wenig in Richtung Brennstoffzelle geforscht? Wasserstoff
kann man angeblich mit Sonnenenergie erzeugen,sogar selber? Strom wird sowiso die
Energie der Zukunft sein.Wird das alles unterdrückt um uns blö... sterben zu lassen?
Mfg Sepp.
Name: naturbauer antwortet um 02-02-2008 19:38 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
Gourmet, schreibs einfach rein hier wieviel Cent dir reichen um von der Milch leben zu können.

Ein Brennholzkunde von mir hat eine Bäckerei in der City. Im Sommer sagte dieser zu mir als die Preise anfingen nach oben zu gehen.
Ich freue mich für euch, dass es jetzt nach oben geht, denn wir brauchen euch noch lange. Wir reichen unsere Kosten sowieso nach oben hin durch, es kümmert uns wenig, ob wir jetzt mehr für´s Milchpulver zahlen müssen.

Du könntest dich bei der Bayern MEG bewerben, die sehen es gerne, wenn jemand den Preis wieder runter bringt. Unterbieten nennt sich das.

Name: biolix antwortet um 02-02-2008 19:39 auf diesen Beitrag nach oben
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Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
Du klar geht sauch schon ab 50 ha.. bzw. starkje Degressionen.. dann hast eine gscheite Grundsicherung, rechne mal 50 mal 300 ZA udn weiter ca. 200 aus dem Öpul...
da kommst auf 25 000 Euro na das ist dann schon was, bei 100 ha hät ich grob mit 50.000 Euro gerechnet und das wäre für eine "Familie" Mann und frau im Vollerwerb schon auch eine gut "Grundsicherung".... alles weitere Wachstum soll nciht noch mit Förderugnen unterstützt werden.... Wer startet das Volksbegehren ? Inkl. Vollarbeitskraft für "Großbetriebe" natürlcih 40 Stunden angemeldet weiter 20.000 Euro wäre o.k... was sagst dazu ?

lg biolix
Name: grafeder antwortet um 02-02-2008 19:42 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
@ biolix

Das ist die große Gefahr! Das Hardegg´sche Gedankengut ist mehr als bedenklich!

Für mich stellt sich auch die Frage: Wenn man den Betrieben wie hier gefordert, bereits ab 50 ha alle EU-Zahlungen etc. streicht, werden sich diese noch viel vehementer für die gentechnisch veränderten Pflanzen einsetzen um sie zu kultivieren, weil sie das Ertragsdeffizit wieder irgendwie ausgleichen wollen?! - Teufelskreis?!

Bin für eine Reduktion der Ausgleichszahlungen pro Hektar bei großen Betrieben wie sie jetzt besteht, kann mir vorstellen ab einer gewissen Größe noch einige Prozent mehr zu kürzen als es jetzt der Fall ist, da solche Betriebe auch z.B. bei der SVB eine Beitragshöchstgrenze genießen.
Name: zimme24 antwortet um 02-02-2008 19:50 auf diesen Beitrag nach oben
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hallo biolix,

finde das die grundsicherung gar nicht so hoch sein müsste, da man ja aus dem produkt, dass man erzeugt hauptsächlich seinen unterhalt verdienen sollte. eine förderung für angestellte könnte ich mir schon vorstellen aber 20.000.- ist schon ein wenig hochgegriffen.

günter
Name: biolix antwortet um 02-02-2008 19:50 auf diesen Beitrag nach oben
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Teufelskreis wo ? die haben betriebliche einsparungen von maschinekosten bewiesenermaßen von 30% und SVB Höchstbemessung etc. , also und der frinazielle Vorteil von Gentechnik inkl. Lizenzgebühren ist weit nicht bewiesen schon gar nciht der Mehrertrag..
die abhängigkeit der Bauern inkl. die Auskreutzung von Superunkräutern ist weitgehend bewiesen...
sonst stimme ich dir zu, nur wer vertritt das in Ö ?? ich will nciht die roten wählen müssen...

lg biolix
Name: soamist antwortet um 02-02-2008 20:07 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
hi gourmet,

bitte keine vergleiche mit usa landwirtschaftsbetrieben dein horizont - hab zumindest das gefühl gehabt - reicht a bissl weiter. vergleich nur einmal den horizont von kalifornien mit deim salzburgerischen - des macht vielleicht den kleinen unterschied aus
lg soamist
Name: Gourmet antwortet um 02-02-2008 20:11 auf diesen Beitrag nach oben
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Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
@Bamhackl

Kennst Du jemanden, der irgend ein 'gutes Amterl' hat und dafür auch am Samstag abend und oft in der Nacht arbeitet? Ich nicht. Ich schreibe hier in meiner Freizeit, das ist ein guter Ausgleich zur Arbeit. Man kann nicht nur arbeiten und ich laufe auch nicht jedem Euro nach. Dann würde ich mir die Zeit hier in diesem Forum nämlich sparen.

Zur Energiefrage gebe ich Dir völlig recht. Ich glaube schon, dass intensiv auch in Richtung Brennstoffzelle geforscht wird. Kürzlich hat mir jemand erklärt, der mehr davon versteht als ich, dass die Kosten derzeit noch zu hoch sind, um diese Technik in ein Fahrzeug einzubauen. Aber grundsätzlich ist die Technologie sehr ähnlich einer Batterie. Bei der Batterie wird das Reaktionsmittel aufgeladen, bei der Brennstoffzelle wird es nachgeladen. Für Fahrzeuge bedeutet dies: Verbrennungsmotoren sind eine sehr aufwändige Technik, um ein Fahrzeug zu bewegen. Die Zukunft gehört dem Elektroantrieb der die Energie aus Akkus oder Brennstoffzellen bezieht. Die Kosten für die Speicherung der Energie werden in absehbarer Zeit nicht höher sein als heute die Kosten für die Motoren.


@naturbauer

Ich will den Preis nicht runter bringen. Aber ich bin davon überzeugt, dass man halbwegs gut von jedem Produkt (egal ob Milch, Limo, Bier, Brötchen, Motoren, Autos usw.) leben kann, wenn man besser als der Durchschnitt ist. Wenn wir schon vom 'gerechten Milchpreis' reden, der für viele hier ein Thema ist, dann profitieren doch diejenigen am meisten, die am billigsten produzieren.
Aber interessant finde ich schon, dass man dann, wenn man auf die Wichtigkeit einer kostengünstigen, effizienten Produktion hinweist, immer gleich verdächtigt wird, den Preis senken zu wollen.
Name: mandy antwortet um 02-02-2008 20:17 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo allerseits.
Ich denke auch, das jeder Bauer gut beraten sein wird - egal ob Bio oder Konv. , auf die Fruchtbarkeit und vor allem aber die Speicherfähigkeit (Humusgehalt, gesunde Struktur) seines *überlebenssichernden Gutes Ackerboden" zu achten und diese durch geeignete, nachhaltige Bewirtschaftung zu erhalten und zu fördern.
Wie die politischen Rahmenbedingungen auch immer ausschauen werden, eines zeichnet sich ab, nämlich das die Weltbevölkerung rapide ansteigt und im Gegensatz dazu die fruchtbaren Ackerböden durch Verbauung, Erosion, Raubbau etc flächenmäßig abnehmen
(einzig in den ehem. kommunistischen Ländern liegt noch Ertragspotenzial brach).
@Bamhackl: Ich bin überzeugt, das alternative Antriebstechnologien bereits serienreif in der Schublade liegen - nur: die Petrochemielobby ist derart mächtig, das die das alles derzeit noch abwürgen und wenn das Rohöl zu Ende geht, werden die sich diese Technologie unter den Nagel reissen, den Kapital haben die mehr als genug.
Man braucht ja nur die Situation beim Pflanzenöl betrachten, in Deutschland ist es schon mineralölsteuerpflichtig - diese Lobby lässt sich nicht so gern in "die Suppe spucken".
Ich persönlich sehe einen eventuellen Ausweg aus der momentanen Mobilität durch fossile Treibstoffe durch elektrisch betriebene Fahrzeuge und die Stromerzeugung mittels Photovoltaik (die Sonne schickt uns täglich dreimal so viel Energie auf die Erde als wir verbrauchen) und thermische Kraftwerke - in Kuwait bauen sie schon ein riesen Kraftwerk, das die auftretende Thermik Tag/Nacht mittels riesiger Turbinen nützt.
Auch die Meeresbrandung wird schon versucht mittels Stromturbinen zu nützen, wie sich dies allerdings auf die Meerestiere auswirkt bleibt abzuwarten.
Es wäre meiner Meinung nach nicht nur wegen d´er Erderwärmung höchst an der Zeit, mit dem verschwenderischen Umgang mit der fossilen Energie aufzuhören, unsere Nachkommen werden allein für medizinische Zwecke das Erdöl noch dringend benötigen!!
M.f.G. mandy
Name: Gourmet antwortet um 02-02-2008 20:19 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo soamist!

Um keine Missverständnisse aufkommen zulassen: Ich möchte hier auch keine kalifornischen Verhältnisse in der Milchproduktion. Aber ich kenne Menschen, die meinen, dass irgendwann solche Betriebe auch in Europa stehen werden. Vielleicht gibt es sie schon. Die kleine Variante, mit 200 bis 300 Milchkühen, da bin ich überzeugt, wird es in 10 Jahren auch in Südbayern und in Österreich häufiger geben. Und zwar als Familienbetrieb.
Name: grafeder antwortet um 02-02-2008 20:19 auf diesen Beitrag nach oben

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@ biolix

Teufelskreis in dem Sinn: Kürzt man die sogenannten großen Betriebe drastisch, werden sie nach Auswegen suchen diesen finanziellen Nachteil wieder wett zu machen, und um so mehr man kürzt, umso mehr werden sie wieder versuchen das Geld irgendwie herein zu bringen und die Gentechnik-Lobbyisten finden da eher Gehör.

Gebe dir recht, Vorteile durch Gentechnik sind nicht wirklich bewiesen. Nur, wieviele, denen es um viel Geld geht, interessiert das? Die wollen das einfach probieren, koste es was es wolle und die Erdölindustrie wird diese Narren auch noch fest unterstützen mit Handelsdünger und Superherbiziden und Insektiziden etc.
Name: theres antwortet um 02-02-2008 20:20 auf diesen Beitrag nach oben
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Oiso Bamhackl,
Zukunftsängste hab ich keine, vielleicht bin ich auch a bisserl langsam im Denken.
Man sieht, dass Energie knapp wird und drum wird auch alles teurer.
Der Dünger steigt und steigt- alle, die meinen, dass mit der Gentechnik eine günstigere Produktion ermöglichen lässt, scheinen zu übersehen, dass diese Firmen keine Wohlfahrtseinrichtungen sondern Aktiengesellschaften sind.
Je energiesparender erzeugt werden kann, umso günstiger.
Dass wir viele Informationen nicht auf dem Silbertablett bekommen, sondern mühsam suchen müssen, das wir uns selbst auf den Hosenboden setzen müssen, dass wir vor allen auch unser Gehinrkastl gut ölen müssen, das ist doch auch gut, dann rosten wir nicht ein.

Name: Bamhackl antwortet um 02-02-2008 20:30 auf diesen Beitrag nach oben
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Dschuldigung Gourmet,manchmal kommst ma halt gar so kritisch vor
Lg Sepp
Name: helmar antwortet um 02-02-2008 21:21 auf diesen Beitrag nach oben

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Industrielle Landwirtschaft statt unproduktiv herumwurschtln
Oft wird uns schon Irland in der Milchwirtschaft vor die Nase gehalten...wir waren vor 3 Jahren auf einer Rundreise dort, haben eine 90 Kühe Farm im dubliner Becken besichtigt, aber auch 400 lt Tanks am Straßenrand stehen gesehen, die gleichen wie bei uns. Auch wenn z.B. die Betriebsgrößen der einzelnen Bundesstaten der USA ansieht, dann stechen einige schon raus, aber es gibt auch dort Familienbetriebe mit doch nicht so großen Einheiten. Es kommt immer auf die verfügbaren Resourcen an.......an Fläche, und vor allem an Menschen.
Mfg, helmar
Name: Fadinger antwortet um 02-02-2008 21:37 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo!

@Gourmet,
ein paar "Denkfehler/Fehleinschätzungen" von Dir ....
"den EU-Beitritt Österreichs, der von zwei Drittel der Bevölkerung gewünscht wurde"
Das stimmt nicht. Es haben lediglich zwei Drittel zugestimmt (warum ist ein anderes Thema ...), und da ist schon ein großer Unterschied. Wenn zB. Dein als Hoferbe angedachter Sohnemann den Betrieb nicht übernehmen will, sondern zB. auswandern, so wirst Du das vermutlich nicht wünschen. Du wirst es aber nicht verhindern können und letztendlich zustimmen (müssen).
Der Vergleich der "leistungsfähigen Milchviehbetriebe" mit Kolchosen war unter Anführungsstrichen und hat sich auf die Organisationsform bezogen. Und Du schreibst selber, das etwa das Melkpersonal gut bezahlt werden muß. Genau darauf will ich hinaus. Man nimmt sich die Organisationsformen der kommunistischen Systeme als Vorbild und setzt als Steuerungsmittel Geld ein ....
Zudem ist auch immer zu hinterfragen, auf was die "Leistungsfähigkeit" dieser Milchviehbetriebe beruht. Vielleicht auf den von Monsanto gesponserten Kontainer mit rBST, Prolaktin oder Posilac im Melkstand ....
Die Masse werde ich nicht aufhalten können, das stimmt. Aber ich kann die Richtung vorgeben, zumindest kann ich es versuchen! Die meisten in einer "Herde" sind ja eh Mitläufer. Und die Bitte die Leute weitergehen zu lassen, solltest Du selber beherzigen. Nämlich bei denen, die die Richtung gewechselt haben ...

Gruß F
Name: iderfdes antwortet um 02-02-2008 22:20 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo,

also ich glaube doch, dass jeder selber für sich die beste Lösung sucht und dass diese für jeden natürlich anders aussehen wird. Und der Großteil hat sich schon abgewöhnt, jedem kurzfristigen Trend nachzulaufen. Da ist es natürlich ein Unterschied, ob man eine deutliche Produktionssteigerung oder Vergrößerung mit relativ geringen Mitteln erreichen oder sich 30 Jahre hoch verschulden müsste.

Das größte Problem beim vom "Gourmet" angesprochenen Elektromotor ist - soweit ich gehört habe - die Entsorgung der Akkus. Daneben natürlich das Gewicht und die Tatsache, dass immer mehr Strom in PKW verbraucht wird. Auch wenn man nicht so eine Anlage hat wie ich...Aber eine Alternative zum Verbrennungsmotor wäre sicher zu finden, hat doch auch die Entwicklung von Diesel- oder Benzinmotoren eigentlich Jahrzehnte in Anspruch genommen, bis sie richtig alltagstauglich waren.
Die Frage ist nur, ob man bereits so eine Alternative haben will...

sg
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