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Systemwechsel IG-Milch

  Antworten: 82

Name: bioanz 28-01-2008 17:03 nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Heute kam das Schreiben von der IG-Milch bezüglich Erzeugergemeinschaft.
Ich glaube das, das etwas zu spät ist. Den wen ich jetzt ein Kündigung blanko der IG übergeben muss, weis ich bis anfangs März noch nicht meine neu Molkerei.


mfg
bioanz

Name: Gourmet antwortet um 28-01-2008 18:24 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Systemwechsel IG-Milch
@bioanz

Soweit ich das bisher mitbekommen habe, will die IG-Milch die gesammelte Milch an den Bestbietenden verkaufen. Sozusagen Spitzenmilch zu Spitzenpreisen an diejenigen, die gerade dringend Milch brauchen und viel dafür zahlen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Es gibt in vielen Wirtschaftsbereichen Spezialisten, die Spitzenbedarf abdecken und dafür viel Geld bekommen.

Allerdings gibt es normalerweise auch Zeiten, wo zu viel Milch da ist und die Molkereien mit der Grundversorgung der eigenen Lieferanten auskommen. Da könnte der Preis für Spitzenmilch dann ganz schnell ganz weit hinunter fallen. Für jemanden, der gerne spekuliert, und nicht darauf angewiesen ist, wenn das Milchgeld mal einen längeren Zeitraum ganz wenig ist, ist das Angebot der IG-Milch durchaus interessant. Ich würde mich aber nicht drüber trauen.
Name: helmar antwortet um 28-01-2008 19:48 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
Wer will, der soll..........aber dann nicht wieder die Politik, Molkereien und die EU oder sonstwen dafür verantwortlich machen, wenn es nicht so läuft wie versprochen.
Mfg, helmar
Name: Bauer_Ing antwortet um 28-01-2008 21:15 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Systemwechsel IG-Milch
Interessant wie schnell einige schon wieder wissen, wie es nicht geht.
Jedoch viel interessanter wäre es, wenn diese Leute sagen würden wie es geht!
Minus 30% beim ÖPUL, plus 80% bei Getreide, Milchquotenaufstockung bzw. Auslauf der Quote (logische Folge Milchpreis nach unten), Düngerpreise, Dieselpreise so hoch wie nie, uvm., - wo liegt hier der Hebel um als Milchbauer die nächsten 10 Jahre zu überstehen?

Bin schon neugierig ob jemand Vorschläge einbringen kann!

mfg Johannes
Name: chili antwortet um 28-01-2008 22:06 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Johannes es wäre meiner Meinung ganz einfach um das zu überstehen nicht nur im Milchbereich sondern auch im Fleischbereich usw. ich habe das schon mal in einem anderen tread geschrieben eigentlich ganz einfach aber scheinbar unmöglich nämlich:
"WENIGER IST MEHR" !!!!.Verdient haben wir immer nur was wenn es zuwenig ist sieht man jetzt bei den Getreidepreisen und das hätten wir selbst in der Hand einfach weniger erzeugen wäre weniger Düngerverbrauch und auch weniger Arbeit.Das wäre eine Aufgabe für die IG ist ja eh schon EU-weit vertreten da bräuchte es kein demonstrieren vor irgenwelchen Konzern Zentralen oder so! Ich weis aber nicht welche Strategie die IG überhaupt verfolgt.Meiner Meinung gehören dazu auch die Bauernverbände Copa und oder wie sie weltweit heißen und von den untereinander konkurieren haben wir doch nichts oder ?Aber derzeit ist es nur die Natur sprich Klima die uns zu besseren Preisen verholfen hat!!!!!!
ein nachdenklicher chili!
Name: Halodri antwortet um 28-01-2008 22:31 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
@ chili
Die OPEC hat das schon vor langer Zeit erkannt, weniger Produktion besserer Preis. Wir Bauern hätten schon die Macht nur können wir das in der Praxis nicht umsetzen, denn da müßte weltweit an einem Strang gezogen werden. Doch daran haben nur wir Bauern Interesse und sonst keiner.
Name: helmar antwortet um 29-01-2008 07:55 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
Nicht mal die Bauern, lieber Halodri! Denn wenn der Nachbar 7000 Stalldurchschnitt hat, dann muß ich 8000 haben, denn ich muß ja besser sein!........wird das nicht überall gepredigt? Besser sein, koste es was es wolle, und wenn wir in der Milch ersaufen?
Mfg, helmar
Name: tiroler007 antwortet um 29-01-2008 08:02 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
@ Helmar Wenn man aber in einer Gemeinde nicht mit der Leistung mit macht wird man von den ander tum angeredet . Denn ich mache da nicht mit und für meinem Betrieb schaut es so aus als ob es momentan der richtige Weg ist. Bin auch bei den Futtermittel Verkäufern nicht so belibt:-)))) stört mich auch nicht .
Jeder soll seine Weg gehen wie er will und meint das er der Richtige ist.
LG
Name: mfj antwortet um 29-01-2008 08:13 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
...ganz richtig Halodri.

Wißt Ihr wie die OPEC funktioniert. Wenn die Ölminister zusammensitzen hat :

1. jeder die Vollmacht Entscheidungen zu treffen
2. gibt es nur mündliche Abstimmungen (schriftliche Verträge kosten Zeit und Geld)
3. "Steht" jeder zu seinem Wort (im Islam wird Wortbrüchigen die Zunge rausgeschnitten - was glaubt Ihr wieviele bei uns ohne Zunge rumlaufen müssten "grins")
4. erkannt wurde, menge macht den Preis (super erklärt von Chilli)
Name: Kathi antwortet um 29-01-2008 08:44 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
Hallo

wenn die Menge wirklich den Preis macht - dann frag ich mich warum seit Jahren Frankreich massiv unterliefert und Frankreich immer noch einen den schlechtesten Auszahlungsbetrag hat - und das ebenfalls seit Jahren.

LG
Kathi
Name: fsgottswinden antwortet um 29-01-2008 08:52 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Hallo bioanz
Das mit der Erzeugergemeinschaft ist so ,man liefert nicht mehr an eine Mokerei
sondern an eine (ich sag mal) Milchverkaufsfirma.
Diese Firma handelt mit den Molkereien den best möglichen Preis aus, der bestbieter
bekommt die Milch. Je mehr Milcherzeuger der Erzeugergemeinschalt beitretten ,desto
mehr druck kann auf die Molkereien ausgeübt werden. Es ist jezt die Zeit für ein umdenken.
Wir müssen die Milch selbst in die Hand nehmen und nicht immer die sein ,den rest was übrig bleibt als Milchgeld einkassieren.Als Erzeuger müssen wir mitbestimmen können was das
Produkt kostet.
Laut IG-Milch soll der netto Milchpreis über dem durchschnitt der Molkereien liegen.
Auch die Milcherzeuger sollten kostendeckend produziern können,nicht nur die anderen.

mfg Franz
Name: Gourmet antwortet um 29-01-2008 09:15 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
@helmar

Ganz richtig, die Sache mit dem Stalldurchschnitt. Solange es Leute gibt, denen eine Zahl beim Zuchtverband oder auf einer Tafel an der Stallwand wichtiger ist, als das was wirklich übrig bleibt, wird sich daran nichts ändern.
Aber ich habe das Gefühl, es gibt immer mehr, die nach der verkauften Menge pro Kuh und Jahr sich mit anderen vergleichen. Und diese Zahl ist teilweise völlig anders als die Werte aus der Leistungskontrolle wo schlechte Tage überbrückt und auch noch andere Korrekturen gemacht werden.
Name: Gourmet antwortet um 29-01-2008 09:18 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
@fsgottswinden

Sag mal, warst Du gestern in Köstendorf bei der IG-Milch Veranstaltung? Erzähl doch mal, was los war. Würde mich interessieren. Habe gestern bei einer anderen Veranstaltung einige Bauern aus Köstendorf getroffen, die waren an der Veranstaltung beim Brötzner aber gar nicht interessiert.
Name: herzleo antwortet um 29-01-2008 09:38 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Hallo
Das ist klar, dass es etliche nicht interessiert. Das ist so wie sich seinerzeit die IG gegründet hat. Da haben auch viele mit dem Beitritt gewartet und erst mal geschaut ob die was zusammenbringen und jetzt wo's gut läuft weiterhin nicht beitreten weil man sich ja den MB spart und die Vorteile auch so genießen kann. Solche Trittbrettfahrer wirds immer geben. Fakt ist wenn sich aber niemand was traut und nie jemand hinterm Ofen hervorkriecht wirds nie einen Fortschritt geben. Gut ist dass es jetzt Leute gibt die etwas verändern wollen und auch wies herschaut genung die mitziehen wollen. Wer sich weiterhin von seiner Molkerei knechten lassen will ohne ein Recht auf Mitsprache und Festlegung der Rahmenbedingungen solls doch tun........ich sicher nicht!!!
Name: Haggi antwortet um 29-01-2008 10:33 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Beherzte Worte!

Im Grunde ist die Sache aber genau so.
Anfang des letzten Jahrhunderts war das so bei den Fabriksarbeitern. Geringe Löhne etc. - dann gab es ein paar die aufgeschrieen haben und heute haben wir in Ganz Europa Gewerksachaften und Arbeitgebervertreter die als Sozialpartner Kollektivverhandlungen machen und sich damit alles ausreden...
Auch wenn eine Gewerkschaft nicht 100 % der Arbeitnehmer hinter sich hat, ist sie doch dominant und auch die Nichtmitglieder haben die Vorteile davon...

Hoffentlich dauert es nicht auch bei uns Bauern so lange!
Und hoffentlich gibt es bei der IG-Milch niemals eine BAWAG ;-)))
Name: fsgottswinden antwortet um 29-01-2008 11:51 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Hallo

Wenn 2015 das Kontigent fällt werden die Molkereien mit jeden Lieferanten
einen liefervertag machen , dann wird man wahrscheindlich pro Monat gewisse
Kg Milch (jahresliefermenge /12 Monate) liefern müssen ,wenn man das nicht
schaft (über bzw unterliefern) wird sich das in der Milchabrechnung auswirken.
Die Molkerei hat uns dann voll in der Hand (und wird uns mit dem Preis auf dem Kopf
sch.)Darum ist jetzt die zeit um Liefergemeinschaften zu gründen.
Ein einzelner kann nichts bewirken , eine grosse menge Milch in eigener Hand (liefergemeinschaft) kann man bei den Molkereien was bewirken.
wen keiner ein risiko eingeht und uns nicht zusammenschliessen werden wir nichts erreichen und die Molkerei und der Handel wird über unser einkommen besimmen und das
wird sicher nicht all zu viel sein.

mfg Franz
Name: milchproduzent antwortet um 29-01-2008 18:31 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Hallo fsgottswinden:
Habe ich dich richtig verstanden, man soll die Milch nicht selber verkaufen sonder einem Milchverkäufer übergeben mit der Vollmacht die Milch zu vermarkten wohin es ihm gefällt und mit welchen Risiko auch immer.
mfg
Name: grasi1 antwortet um 29-01-2008 18:54 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Guten Abend!

Wir bräuchten keine igs. unsw., wenn die "Entlohnung" der Manager von den Molkereien und Verarbeitungsbetriebe an den Auszahlungspreis gekoppelt würde. (Nicht an den Umsatz gebunden) Nichts desto trotz ist jetzt die beste Zeit gewisse Veränderungen herbei zu führen.
Wir müssen unser Produkt "MILCH" selbst in die Hand nehmen und über Erzeugergemeinschaften oder Liefergemeinschaften vermarkten wenn wir den Preis halten oder noch verbessern wollen sonst haben wir keine schance.


mfg grasi1
Name: Gourmet antwortet um 29-01-2008 19:10 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
@grasi1

Jeder Milchbauer hat doch jetzt sein Produkt in der Hand und kann es verkaufen, an wen er will. Was die IG hier will, ist genau das Gegenteil, nämlich, den Verkauf aus der Hand zu geben. Wie milchproduzent es hier gerade sehr treffend beschrieben hat.
Name: abcd antwortet um 29-01-2008 20:57 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Ich möchte die "IGler" einmal fragen , warum sie das Rad ein zweites mal erfinden wollen ?
Ich bin schon lange bei einer Liefergemeinschaft ,und stellt euch vor wir haben sogar eine eigene Molkerei.Ich würde nie meine Eigenständigkeit aufgeben, und mich mit Haut und Haaren der IG-Milch ausliefern.Mag sein das ihr einmal von einer Molkerei, und wenn es sogar von einer Ausländischen ist,einige zentel Cent mehr bekommts,aber wenn die Quote
fällt und die Milch wieder im übermass vorhanden ist ,dann könnt ihr euch eure Milch in die
Haare schmieren.
Wenn die IG-Milch mit der Liefergemeinschaft genau so erfolgreich ist wie bei der "Fairen-Milch" wo gerade mal 800 Bauern gut 170 € bekommen haben,na dann gute Nacht.

Name: Petale antwortet um 29-01-2008 21:10 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Hallo abcd

Das Rad hat einen "Patschen" und da es schon sehr überaltet ist gehört es getauscht.
Ganz einfach!

Wäre intressant bei welcher Liefergemeinschaft du bist? Bitte warum verliert bei einer Liefergemeinschaft jemand seine Eigenständigkeit? Ist das bei eurer Liefergemeinschaft so?
Name: Milchpower antwortet um 29-01-2008 21:37 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
@Gourmet

Du schreibst jeder Milchbauer hat sein Produkt in der Hand und kann es verkaufen wen er will. Also wen es im Umkreis von 100km keine andere Molkerei gibt, und ich mit meiner Molkerei nicht zufrieden bin, an wen verkaufe ich dan meine Milch? Ich kann verkaufen an wen ich will hast gesagt, aber was hilft das wen wegen mir keine andere Molkerei soweit fährt. LÖSUNG? Ja da sind wir dan wohl wieder bei der IG Liefergemeinschaft.

Es ist schön für jeden, für den bei seiner Molkerei alles passt. Aber frage nicht wo wir in einm Jahr mit dem Milchpreis stehen. Das kann dir keiner sagen. Schaut euch mal das Konzept der IG Milch an. Es sind sehr gute Einstellungen und Aussagen in der Letzten Ausgabe der IG Zeitung (Sonderausgabe) Und sagt mir was da alles falsch ist was drinnen steht...
Name: Einer_aus_Salzburg antwortet um 29-01-2008 21:39 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Ich hätte da eine Idee:

Wenn Haimberger -im Falle daß ihm eine größere Milchmenge abhanden käme- tatsächlich ein Milchwerk schließt, dann könnte man gegebenenfalls (mithilfe chinesischer Investoren) diese weiterführen (z. B. Käse für den Chinamarkt)

Wichtig dabei wäre nur, daß die Auslastung garantiert wäre, und das können NUR die Milchbauern.

Da diese diese schönen, großen Betriebsstätten zu ca. 75% von der Oberbank finanziert sind, findet man dort auch die passenden Ansprechpartner.

war nur so eine Idee....

EAS
Name: Fadinger antwortet um 29-01-2008 21:45 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
Hallo!

@Gourmet,
ganz so den Durchblick beim österreichischen Milchmarkt dürftest Du nicht haben ....
Du kannst auch nicht von eurer Situation, mit der Möglichkeit nach Deutschland zu liefern, auf ganz Östereich schließen. Fakt ist, das es für den Großteil der österreichischen Milchbauern keinerlei Alternative zur örtlichen Molkereigenossenschaft gibt. Also ist die Milch zwar in der Hand der Milchbauern, das ist schon richtig, nur ist dieser Milchbauer in weiterer Folge in der Hand der Genossenschaften ....
Es ist noch gar nicht so lange her, da hat es von Seiten der Genossenschaft geheißen, "entweder 60000kg, oder die Milch wird nicht mehr abgeholt"! Jetzt heißt es plötzlich vollmundig: "die Genossenschaft ist die Einzige, die dir die Abholung garantiert"! Und das haben wir einzig und allein der "Möglichkeit" von Liefergemeinschaften zu verdanken.
Und zufälligerweise wurde entgegen der "saisonalen Milchpreiskurve" der Milchpreis kurz vor Ende der Kündigungsfrist angehoben. Zusätzlich wird man für spezielle Lieferverträge um eine Unterschrift umworben. Aber wehe, wehe, wenn einer es wagen sollte, mit einer Liefergemeinschaft zu liebäugeln. Der wird sofort hochkant hinausgeworfen, und das auf immer. Seine Geschäftsanteile bekommt er eh erst in fünf Jahren. Und keinesfalls wird Milch von einer Liefergemeinschaft aufgekauft, da werden lieber entgegen jeden wirtschaftlichen Denken die Maschinen und Anlagen nicht ausgelastet, oder es wird teure ausländische Milch zugekauft. "Dafür verarschen wir halt den Konsumenten ein bischen, und machen Plakate mit der Aufschrift 100% österreichische Milch" ....
Bezüglich der Geschäftsanteile machen es sich die Genossenschaften auch sehr einfach. Die Anzahl der Anteile wird vorgeschrieben, es braucht keine Dividende ausbezahlt zu werden, ja nicht einmal eine Wertanpassung findet statt. Jeden Bankkaufmann würde es bei so etwas die Haare aufstellen ...

Gruß F
Name: Gourmet antwortet um 29-01-2008 22:19 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
@milchpower, @fadinger

Das kann schon sein, dass die Situation im Salzburger Flachgau nicht vergleichbar ist mit jenen Gebieten, wo es nur mehr einen Abnehmer gibt. Da habt ihr schon recht.
Deshalb verurteile ich auch immer Fusionen von Molkereien, die von der Politik gewünscht werden. Also so eine Art 'große Österreichische Milchlösung' weil das nur zu Lasten der Lieferanten geht, die dann keine Alternativen und damit auch kein Druckmittel haben.
Name: grafeder antwortet um 29-01-2008 23:07 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
Servus Ing. Bauer!

Wie haben es die Getreidebauern geschafft - +80% bei Getreide ohne eine IG??????????

Da hast du dich in den letzten Jahren anscheinend zu wenig für die Milchbauern eingesetzt trotz deiner viel gepriesenen IG-Milch.
Name: milchproduzent antwortet um 30-01-2008 08:01 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Guten Morgen Grafeder!
Es ist Richtig, die Getreidebauern haben es vorgezeigt.
Jeder Getreidebauer muß sich um den Verkauf seiner Produkte selber kümmern, und kann entscheiden ub er bei der Ernte, gleich nach der Ernte, oder eine Einlagerung tätigt und verkauft.
Die Bauern müssen selber entscheiden, und brauchen keine Organisationen die Sie entmündigen.
mfg
Name: helmar antwortet um 30-01-2008 08:18 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
..nur eine unschuldige Frage: weiß jemand wie man Milch lagern kann bis der Preis paßt?
....und sagt jetzt bitte nicht KÄSE!
Mfg, helmar
Name: Petale antwortet um 30-01-2008 09:44 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Also wirklich das du Helmar als Alles immer besser wissende das nicht weißt!

Milchpulver
Name: milchproduzent antwortet um 30-01-2008 09:49 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
hallo helmar!
Gute Frage;
Die Getreidebauern können Ware mit Verträgen verkaufen (Kaufvertrag, wann Sie wollen).
Habe vor kurzem gehört, daß Milchlieferanten (Bayernlieferanten)im Dezember einen Vertrag mit den Molkereien für längere Zeit gemacht haben, wo es Preisgarantien und Regelungen für die Abnahme nach 2015 gibt, auch keine GVO auflagen(den habe ich mir auch durchgelesen: ist Super).
Da hat jeder Lieferant seinen eigenen Liefervertrag, und es kann jeder selber entscheiden.
mfg
Name: biolix antwortet um 30-01-2008 17:59 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Hallo !

na wenn ich das hier so lese, wieder siederspricht das wieder jeder realität und es kommt mri vor als die BauernInnen selber wollen das viel zu viel milch in der EU da ist....

Obwohl alle ziechen daruf deuten dsa sich um die Milch ordentlcih auch in Zukunft abschpielen wird um sie zu bekommen... und das ist die Bündelung schon ein sehr wichtiger faktor...

Irgendwie "kapieren" dsa die Offiziellen Agrarvertreter anscheinend auch, siehe Beitrag unten gegen die Quotenerhöhung, indirekt geben sie dann aber zu das die Quote sehr wohl einen sinn macht, und vielleicht tut sich da ja noch was und sie kommen auch drauf das dies ein wichtiges Instrument ist...

lg biolix

EU: Knappe Entscheidung zur Milchquote im Sonderausschuss

Kontroversielle Debatte auch im EP-Agrarausschuss





Brüssel, 30. Jänner 2008 (AIZ). - Im Sonderausschuss Landwirtschaft (SAL) haben sich in dieser Woche fünf EU-Mitgliedstaaten gegen eine Erhöhung der Milchquote im April um 2% ausgesprochen. Deutschland, Frankreich, Österreich, Finnland und Malta verfehlen aber knapp die blockierende Minderheit. Ändert sich am Abstimmungsverhalten nichts, könnte die Milchquote im Agrarrat im April mit knapper Mehrheit angehoben werden. Ein Vertreter der deutschen Bundesregierung argumentierte im SAL, allein Deutschland und Frankreich produzierten 40% der Milch in der EU und gegen den Willen der Hauptproduzenten sollten keine Entscheidungen getroffen werden. Die slowenische Ratspräsidentschaft will in den kommenden Wochen nach einem Kompromiss suchen.
Auch im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments (EP) verlief die Debatte über die Milchquote gestern kontrovers. Die deutsche Berichterstatterin Elisabeth Jeggle (CDU) hält eine Quotenerhöhung für das falsche Signal, zumal ein Teil der Quoten ohnehin nicht ausgenutzt wird. Aber nur eine Minderheit unterstützte die Berichterstatterin im Ausschuss. Die Mehrheit sprach sich für eine Quotenerhöhung aus. Das Meinungsbild unter den Parlamentariern spiegelte in etwa die Positionen der Regierungen ihrer Herkunftsländer wider. (Schluss) mö - 1.234 Anschläge


Name: helmar antwortet um 30-01-2008 19:35 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
Danke, lieber Petale, für die Auskunft, man lernt nie aus.......also soll in Zukunft die Milch verpulvert und bei Bedarf mit Wasser wieder angerührt werden?
Mfg, helmar
Name: walterst antwortet um 30-01-2008 19:40 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
Liebe Helmar, falls das neu für Dich ist: Das Milchanrühren nach Bedarf war über Jahrzehnte der Sinn (oder Unsinn) der EU-Interventionslager von Milchpulver, das hat nicht der Petale erfunden.

Walter
Name: helmar antwortet um 30-01-2008 19:43 auf diesen Beitrag nach oben

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Nein, erfunden hat ers nicht, aber löblicherweise mich darauf hingewiesen......und wer pulvert dann in Zukunft? Weißt du schon wer?
Mfg, helmar
Name: walterst antwortet um 30-01-2008 19:49 auf diesen Beitrag nach oben

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Ja
Name: helmar antwortet um 30-01-2008 19:54 auf diesen Beitrag nach oben

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Gratuliere.......helmar
Name: walterst antwortet um 30-01-2008 19:59 auf diesen Beitrag nach oben

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Wem?
Name: helmar antwortet um 30-01-2008 20:39 auf diesen Beitrag nach oben

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Dir!
Name: biolix antwortet um 31-01-2008 08:38 auf diesen Beitrag nach oben
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also tch: das problem ist dann nur das man unseren BauernInnen vorgaukelt es wird bald keienr mehr ihre milch wollen... bzw. unsere Molkerei in WT verkauft sichernicht unter 50 Cent nach Italien... da gibts halt kleine Unterschiede... auch das 90% der Exporte bei uns das veredelte Produkt ist....

aber waqs sagt ihr zu Quotenaufstockung ?

g biolix
Name: Gourmet antwortet um 31-01-2008 08:48 auf diesen Beitrag nach oben
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@tch

Nichts ist schlimm daran. Die Milch die Milch aus Ungarn wird auch nach europäischen Standards produziert.

Das Problem ist nur die Meinung vieler Bauern, Maschinen kaufen im Ausland ist ganz normal, Exportieren von Zuchttieren auch, aber die Konsumenten hier sollten gefälligst nur in Österreich produzierte Milch kaufen. Die IG-Milch fährt ja sehr erfolgreich auf diesem Gedankengut.
Ich verabscheue eine solche Denkweise zutiefst, aber ich bin ja auch nicht IG-Mitglied.
Name: Gourmet antwortet um 31-01-2008 08:56 auf diesen Beitrag nach oben
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@biolix

Man kann schon versuchen, den österreichischen Bauern vorzugaukeln, niemand würde die Milch wollen. Man muss es ja nicht glauben. Und es ist ja auch nicht so.

Zur Quotenaufstockung sage ich: Es ist wahrscheinlich die beste Methode, kostengünstig aus der Quotenregelung auszusteigen. Mengenregulierungen sollten eigentlich der Vergangenheit angehören. Ich habe genug darunter gelitten, dass in den 80er-Jahren mit der Quote Sozialpolitik betrieben wurde. Politiker haben damals gemeint, 80.000 kg Milch pro Jahr ist genug für einen Betrieb. Wir hatten damals 86.000 und waren ein Opfer solchen Denkens. Während unsere Kollegen in Bayern die Quoten auf ihren Betrieben an die eigene Leistungsfähigkeit angepasst hatten, konnten wir nur zuschauen. Aus dieser Erfahrung heraus wird mich niemand heute dazu überreden können, für die Beibehaltung der Quotenregelung zu sein.
Name: biolix antwortet um 31-01-2008 08:59 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Hahahha, du weisst genau wer 2 Jahrzehnte den BauernInnen den freien Markt eingeredet hat ... und jetzt wollen sie die freien Liefergemeinschaft auf teufel komm raus verhindern.....weiters weisst du das Ö sehr wohl Östereichisch kaufen wollen, wir haben noch eine Regionale Lebensmittelkultur... weiters weisst du was ich geschrieben hab, 90% der Ö Rohmilch bleibt in Ö....
also verdreh nicht was sondern sei ehrlich...

g biolix

Name: biolix antwortet um 31-01-2008 09:01 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
Komisch GOurmet, die merhzahl der Milchlieferanten ist gegen die Abschaffung und nun siehe obige Meldung auch sind die gößten Milchlieferländer auch gegen die Erhöhung, komisch....was schreibst du drauf ? wie viel Kontingent hast denn noch ?

g biolix
Name: Gourmet antwortet um 31-01-2008 09:05 auf diesen Beitrag nach oben
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Systemwechsel IG-Milch
@biolix

Blöd ist nur, dass nicht die Bauern alleine über die Quotenregelung entscheiden. Und das zu Recht. Bei so einem wichtigen Lebensmittel wie Milch haben die Konsumenten ein Interesse daran, dass die Produzenten nicht durch eine Kartellbildung den Preis künstlich hoch halten.
Name: biolix antwortet um 31-01-2008 09:27 auf diesen Beitrag nach oben
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komisch gourmet, zerst schreibst du auf keinen fall das du für die beibehaltung bist, nun schreibst wieder die Konsumenten sind dafür......
wie viel Kontingent hast du denn noch ?

g biolix
Name: Gourmet antwortet um 31-01-2008 09:50 auf diesen Beitrag nach oben
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@biolix

Inzwischen ca. 160.000. Das hat viel Geld gekostet. Auch ein Argument gegen die Quote.
Ich habe nicht geschrieben, dass die Konsumenten für die Quote sind. Ich habe gemeint, die Konsumten haben ein Recht darauf, dass Produzenten keine Kartelle bilden. Das ist ein Argument vor allem gegen das Ziel der IG-Milch, die gesamte Milch zu bündeln und den Preis diktieren zu wollen.
Name: Gourmet antwortet um 31-01-2008 10:35 auf diesen Beitrag nach oben
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@biolix

Ich muss noch was hinzufügen: Die doppelte Menge von heute ist noch dazu viel leichter zu erreichen. Das fängt schon bei der Heuernte an (in den 80er-Jahren habe ich noch fast das gesamte geerntete Heu selber in das Gebläse werfen müssen) bis zur besseren Technik im Stall (Laufstall statt Anbindestall, Kraftfutterautomat, ...). Wenn ich die Waldarbeit abziehe, die nichts mit der Milchproduktion zu tun hat, schätze ich den Arbeitsaufwand für die Grünland- und Milchwirtschaft jetzt auf eine Vollarbeitskraft.
Die Effizienz ist sehr gesteigert worden. Das sollte man schon auch berücksichtigen, wenn Milchpreise in den 80er-Jahren mit heute vergleichen werden.
Name: kraftwerk81 antwortet um 31-01-2008 10:50 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
Meine Meinung ist, dass diese ganzen Diskussionen ob Quotenerhöhung oder nicht sowieso überflüssig sind. Nahrungsmittel werden schon mittelfristig Mangelware womit der Bedarf nicht mehr gedeckt werden kann und die Preise steigen. Ich werd meinen Betrieb so aufstellen dass bei Bedarf die Produktion gesteigert werden kann aber solang kein Anreiz dazu besteht wird sich an meiner Wirtschaftsweise nicht viel ändern. Momentan läufts bei mir eher extensiv mit einigen Reserven. Eine Verdoppelung der Liefermenge wär sicher in 2-3 Jahren machbar.
Name: Joschy antwortet um 31-01-2008 10:57 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
Die IG Milch Liefergemeinschaft wird ca. 500milionen Kondingent haben. Und wird somit die größte Liefergemeinschaft in Österreich.
Österreich hat bei der Milch nur 98% Eigenversorgung, solange wir keine eigenversorgung haben wirds schon gut gehen
Name: walterst antwortet um 31-01-2008 10:59 auf diesen Beitrag nach oben

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Systemwechsel IG-Milch
Es ist an sich überhaupt nichts verwerfliches dran, wenn ungarische Milch in Österreich verarbeitet wird.

Es stellen sich nur einige Fragen:

Stimmt das alles, was die Molkereien so an Informationen an die Lieferanten weitergeben?
(Zu viel Milch in Ö, wir sind auf Euch nicht angewiesen.....)

Ist es sinnvoll, dass Österreichische Bauern mit enormen Genossenschaftsanteilen (bis zu 200€ je Tonne Anlieferung) für den Aufbau und die Haftung der Molkereien verantwortlich sind und dann mit billiger Ostmilch das Mitglied selbst verdrängt wird?

Ist es sinnvoll, für Österreichische Bauern höhere Qualitätsauflagen festzulegen und dann mit geringeren Anforderungen erzeugte Milch dazuzumischen?

Ist es gescheit, mit dem AMA-Gütesiegel zu arbeiten, wenn es im Werk drunter und drüber geht?

Passt die Werbung mit dem 1-Pinzgauerkuh-Bauer und dem Spruch "Ich bin ein Schärdinger Bauer....." noch?

Ist es notwendig, die heimischen Bauern mit der Genttechnikfrei-Auflage zu belegen, wenn sowieso ganz andere Milch verarbeitet wird?


Wegen der Frage der Einkaufssolidarität:

Meine Maschinen:

Steyr 548
Steyr 958
Ladewagen Steyr
LAdewagen Schröck
Schwader, Wender, Miststreuer Pöttinger
Vakuumfass Bauer
Kipper Brandner
Viehanhänger Pongratz
Weiters Geräte von Gruber, Wolfleder, Pöttinger, Reform...
Natürlich alles beim Lagerhaus gekauft.

Mähwerk, JD 2250 und Siloblockschneider gebraucht gekauft aus Betriebsauflösung.

Hab da ein gutes Gewissen, wenn ich an den Einkaufspatriotismus appelliere.

Walter
Name: leitnfexer antwortet um 31-01-2008 11:06 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Systemwechsel IG-Milch
@Gourmet
du schreibst das du deinen ak bedarf gesenkt hast, das ist schön und gut, aber du mußt die kosten für die mechanisierung auch rechnen. wenn du heu nicht nicht händisch wirbst muß es wohl eine maschine machen? oder zumindest die silage. und bei so manchen schlecht ausgelasteten maschinen wärs dann wohl wieder besser, doch selbst hand anzulegen.
Name: Gourmet antwortet um 31-01-2008 11:19 auf diesen Beitrag nach oben
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@Joschy

Die Eigenversorgung eines kleinen Landes hat heute keine Bedeutung mehr. Die Grenzen sind offen, wir haben Frieden, der Handel läuft gut, was sollen da besondere Anstrengungen zur Eigenversorgung bringen?


@walterst

Du hast zurecht viele Problem angesprochen. Ich habe aber den Eindruck, dass bei vielen dieser Zustände österreichische Bauern zugestimmt haben. Gentechnikfrei-Auflagen, Geschäftsanteile kaufen müssen, AMA-Gütesiegel-haben-wollen, das sind alles Sachen die ja nicht ohne Zustimmung der Genosschenschaftsmitglieder eingeführt werden können.


@leitnfexer

Natürlich kosten die Maschinen auch Geld. Und ich gebe auch zu, dass in den Bau des neuen Stallgebäudes viel Geld aus dem eigenen Wald geflossen ist.
Aber, es stellt sich halt immer die Frage, mitmachen mit dem technischen Fortschritt, oder stehen bleiben. Gegen stehenbleiben gibt es überhaupt nichts zu sagen, blöd ist nur, dass die anderen mit der Technisierung der Landwirtschaft trotzdem weitermachen und irgendwann in der Lage sind, billiger zu produzieren. Aber auch nur dann, wenn die freigewordene Arbeitszeit anderweitig sinnvoll eingesetzt werden kann.
Name: Fadinger antwortet um 31-01-2008 11:21 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo!

@Gourmet,
ein bischen eigennütziges Denken mußt Du Dir schon vorwerfen lassen. Selber lieferst Du die Milch nach Deutschland, andererseits wetterst Du gegen die Liefergemeinschaften der IG. Dabei ist es uns Genossenschaftsmitgliedern satzungsmäßig verboten, die Milch an andere Abnehmer zu verkaufen, die Molkerei aber kauft scheinbar auch anderswo Milch zu. Und das ist eigentlich Vertragsbruch! Noch dazu wirbt sie beim Konsumenten mit den Slogan "100% österreichische Milch". Verträge und Statuten sollten halt für beide Seiten gelten ...
Und wenn Dir wer vorschreiben würde, Du mußt die Milch wieder an die Alpenmilch liefern, würdest wahrscheinlich auch nicht sehr erfreut sein. Also verlange das bitte nicht von anderen!

Gruß F
Name: Gourmet antwortet um 31-01-2008 11:29 auf diesen Beitrag nach oben
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@Fadinger

Die Alpenmilch Salzburg ist keine Genossenschaft. Sondern eine AG die zu einem Drittel dem bayerischen Milchindustriellen und Butterspezialisten Meggle gehört. Das wird natürlich gerne vergessen zu erwähnen, wenn man sich als 'die Salzburger Molkerei' verkaufen will.
Name: Gourmet antwortet um 31-01-2008 12:42 auf diesen Beitrag nach oben
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@Fadinger

KORREKTUR: War mir nicht ganz sicher, und habe noch mal nachgeschaut. Die Alpenmilch ist keine AG sondern eine Ges.m.b.H. Hier die Besitzverhältnisse:

Geschäftsanteile an der Alpenmilch Salzburg Ges.m.b.H.:

19 % Tauernmilch Bischofshofen reg. Gen.m.b.H.
33 % Molkerei MEGGLE Wasserburg GmbH & Co KG
48 % Milchhof Salzburg reg. Gen.m.b.H.

Name: Vollmilch antwortet um 31-01-2008 16:39 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo !

Mich würd jetzt eigentlich mal interessieren welche österreichische Molkerei ausländische Milch zukauft und dann als 100 % österreichisch deklariert? -
Name: naturbauer antwortet um 31-01-2008 20:13 auf diesen Beitrag nach oben

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Gourmet, habs mir heute leicht gemacht und mal nur kopiert, was du so alles von dir gibst. Du widersprichst dir immer wieder selbst.

@leitnfexer

Natürlich kosten die Maschinen auch Geld. Und ich gebe auch zu, dass in den Bau des neuen Stallgebäudes viel Geld aus dem eigenen Wald geflossen ist.
Aber, es stellt sich halt immer die Frage, mitmachen mit dem technischen Fortschritt, oder stehen bleiben. Gegen stehen bleiben gibt es überhaupt nichts zu sagen, blöd ist nur, dass die anderen mit der Technisierung der Landwirtschaft trotzdem weitermachen und irgendwann in der Lage sind, billiger zu produzieren. Aber auch nur dann, wenn die freigewordene Arbeitszeit anderweitig sinnvoll eingesetzt werden kann.

Gourmet, was meinst du mit sinnvoll? Zusätzlich in die Arbeit gehen? Wohl nur möglich, wenn die "ALTEN" daheim rackern bis zum umfallen oder?

@biolix

Man kann schon versuchen, den österreichischen Bauern vorzugaukeln, niemand würde die Milch wollen. Man muss es ja nicht glauben. Und es ist ja auch nicht so.

Zur Quotenaufstockung sage ich: Es ist wahrscheinlich die beste Methode, kostengünstig aus der Quotenregelung auszusteigen. Mengenregulierungen sollten eigentlich der Vergangenheit angehören. Ich habe genug darunter gelitten, dass in den 80er-Jahren mit der Quote Sozialpolitik betrieben wurde. Politiker haben damals gemeint, 80.000 kg Milch pro Jahr ist genug für einen Betrieb. Wir hatten damals 86.000 und waren ein Opfer solchen Denkens. Während unsere Kollegen in Bayern die Quoten auf ihren Betrieben an die eigene Leistungsfähigkeit angepasst hatten, konnten wir nur zuschauen. Aus dieser Erfahrung heraus wird mich niemand heute dazu überreden können, für die Beibehaltung der Quotenregelung zu sein

Hier in Bayern haben viele Kontingent gekauft, so wie du schreibst, eben in der Hoffnung die Quoten auf die Leistungsfähigkeit ihre Betriebes anzupassen versucht. Lass dir sagen, war alles vergeblich! Nämlich diese Betriebe sind heute finanziell am Ende. Komplett am Ende. Viele stehen vorm Verkauf, Versteigerung..... schlagartig sind sie aufgetaucht. anscheinend wegen der weltweiten Finanzgeschichte. Stand sogar diese Woche im Lokalteil drin, Kreissparkasse und Raiffeisen beteuern, dass sie keine Schulden an dritte verkaufen usw.....

Gaukel deinen Landsleuten nicht was vor,was bei uns schon gelaufen ist. Es sei, du bist einfach frustiert und hofft darauf viele in den Ruin zu bringen

Dein Geschreibsl hier lässt den Verbraucher glauben, jeder Bauer melkt seine Kühe, dann kann er mit seiner Milch bei jeder Xbelibigen Molkerei die am meisten bezahlt verkaufen. Nach dem Motto den ganzen Tag lang mit seiner Milch herum zu kutschieren, weil es ja jedem Bauer seine Milch ist und bla blab...aaa Das Ganze drum herum verschweigst du. Milchproben, Gesetzliche Vorschriften etc.