Tagebuch
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Wenn sich Prioritäten ändern..... @helmar Ich hab vor Kurzem eine 18jährige Chinesin kennengelernt, die hier in Wien Musik studiert. Ihre Eltern sieht sie einmal im Jahr. Als ich sie fragte, wann sie denn von zu Hause weg ist, sagte sie: Mit 9. Ich habe mir kurz vorstellen müssen, wie es bei uns wäre, wenn ich schon mit 9 von meiner Familie hätte weg müssen, und ich hätte sie nur einmal im Jahr sehen können. Ich glaub mir hätte es das Herz zerrissen. Aber diese Chinesin ist seelisch stabil und ein fröhlicher Mensch, sehr selbständig, selbstbewusst, natürlich mutig und freigeistig… Verglichen mit ihr war ich mit 18 ein Ei. Da hab ich mir schon auch gedacht, ob in unseren Breiten den Kinder nicht zu wenig zugetraut wird. – Ich hab leicht reden, da ich selber noch keine Kinder habe. Es könnte also leicht grünschnäbelig klingen, was ich schreibe – ich bitte um Nachsicht. Eine sehr kluge Frau hat mir einmal gesagt: Deine Kinder kannst Du nicht vor allem bewahren, und sie immer und überall beschützen. Sonst lernen sie nicht, sich auf sich selber zu verlassen, sich selber zu vertrauen. Du kannst sie nur Gott anvertrauen und ihn bitten, sie zu beschützen, dass sie ihr Leben meistern. Das hat für mich gut geklungen, und ich denke das wird meine Leitlinie sein, wenn ich Kinder haben werde. Ich gebe zu, dass es leichter ist von aussen gscheit zu reden, als selber in der Situation zu sein. Wenn Du mir jetzt sagst, schau zuerst selber, dass Du Kinder hast, und dann reden wir weiter – dann sage ich Dir: recht hast :-) Liebe Grüße!
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