Neue Regeln zu Beschäftigungsmaterial ab 1. Jänner

Ab 1. Jänner müssen alle Schweine ständig Zugang zu Beschäftigungsmaterial haben. Ketten reichen nicht mehr aus. Denken Sie auch an Saugferkel und den Eber.
Wenn Sie sich für Raufutter entscheiden, so positioniere Sie diese so, dass sie vom Gang aus leicht erreichbar sind. (Foto: Landpixel)
Wenn Sie sich für Raufutter entscheiden, so positioniere Sie diese so, dass sie vom Gang aus leicht erreichbar sind. (Foto: Landpixel)
Mitte 2017 wurde die 1. Tierhaltungsverordnung geändert. Dabei wurde auch der Absatz „Beschäftigungsmaterial“ für Schweine angepasst. Die neue Regelung gilt ab 1.1.2018 und lautet:

Beschäftigungsmaterial
Schweine müssen ständigen Zugang zu ausreichenden Mengen an Materialien haben, die sie bekauen, untersuchen und bewegen können, wie z. B. Raufutter (Stroh, Heu, Maissilage etc.), Hanfseile, Holz, Sägemehl, Pilzkompost, Torf, oder eine Mischung dieser Materialien. Es ist sicherzustellen, dass mindestens einmal am Tag eines dieser Materialien zur Verfügung gestellt wird, wenn bekaubare Spielmaterialien aus Plastik bzw. Gummi verwendet werden. Diese Materialien dürfen die Gesundheit der Tiere nicht gefährden, auch wenn sie gefressen werden. Die Materialien müssen erforderlichenfalls ersetzt und aufgefüllt werden und so angebracht sein, dass sie mit dem Maul bewegt und bearbeitet werden können. Ketten können als zusätzliche Beschäftigung bzw. zur Befestigung der oben genannten Materialien verwendet werden. Nicht als Beschäftigungsmaterial geeignet sind Materialien oder Gegenstände, die schnell stark verschmutzen wie z. B. am Boden liegende Reifen, Zeitungsschnitzel oder Spielbälle.

Plastik- und Gummi-Spielzeuge reichen also nicht mehr aus. Neu ist auch das Wort „bekauen“. Wenn Sie sich für Raufutter entscheiden, so positioniere Sie diese so, dass sie vom Gang aus leicht erreichbar sind. Denkbar wäre es, Raufen über einem Langtrog oder einer Gummimatte zu montieren, damit weniger Raufutter in den Güllekanal gelangt. Auch Saugferkel brauchen Beschäftigungsmaterial. Eine Möglichkeit sind Hanf- oder Baumwollseile, die leicht an Rohren befestigt werden können. Die Seile eignen sich für die Ferkel, aber auch für die säugende Sau. Sie haben den Vorteil, dass sie nach jedem Abferkeldurchgang rasch ausgetauscht werden können. Eine Alternative wären Jutesäcke. Diese befriedigen den Nestbautrieb der Sau und weisen den Ferkeln nach der Geburt den Weg ins Ferkelnest. Denken Sie auch daran, dem Eber und Schweinen in Krankenbuchten Beschäftigungsmaterial anzubieten.

Aktualisiert am: 01.01.2018 21:16
Diskussionsforum
Kleinanzeigen
Gebrauchtmaschinen
Kuhn HRB 302 D
Preis auf Anfrage
Deutz DX 6.10
101 PS / 74.29 kW   EUR 9900,--
New Holland LM7.35
110 PS / 80.9 kW   EUR 39500,--
New Holland TD4020 F
65 PS / 47.81 kW   EUR 24871,--