„schauFELDER“ - Pflanzenschutz ist ein Qualitätsmerkmal

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Bei einem Sojafeld in Hornstein ist ohne Pflanzenschutz bereits im Juni 2017 enormer Unkrautdruck sichtbar Foto: Dworzak/IGP
Bei einem Sojafeld in Hornstein ist ohne Pflanzenschutz bereits im Juni 2017 enormer Unkrautdruck sichtbar Foto: Dworzak/IGP
Pflanzenschutz bewirkt gesunde Pflanzen, ertragreiche Ernten sowie leistbare und qualitativ hochwertige Lebens- und Futtermittel. Das aufzuzeigen, ist das Ziel des Projekts schauFELDER“, betonen Obmann Christian Stockmar und Rudolf Purkhauser von der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) „Landwirte setzen Pflanzenschutzmittel nicht aus Jux und Tollerei ein, sondern weil sie konkrete Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter bekämpfen. Sie beachten dabei den Grundsatz der integrierten Produktion: So wenig als möglich, so viel wie nötig. Das gewährleistet eine ausreichende Versorgung mit gesunden Lebensmitteln.“

Aus der Praxis
Anton Winter, Rübenbauer aus Götzendorf in Niederösterreich, unterstreicht, dass ohne Pflanzenschutz der Unkraut und Schädlingsdruck dramatisch zunimmt: „Unkräuter etwa beeinträchtigen die Kulturpflanze in ihrem Wachstum und entziehen ihr wichtige Nährstoffe. Dadurch ist der Ertrag um ein Vielfaches geringer. Die moderne Landwirtschaft versucht, im Sinne der Konsumenten kostengünstig hochwertige und gesunde Produkte herzustellen.“

Seit 2014
Die IGP hat das Projekt schauFELDER 2014 initiiert, um die Folgen des Verlusts von Betriebsmitteln in der kleinstrukturierten Landwirtschaft in Österreich aufzuzeigen: dramatische Ernteeinbußen und Verluste bei der Ernte durch Unkraut, deutlicher Qualitätsverlust und in der Folge Verlust der Wirtschaftlichkeit für Agrarbetriebe. Anhand von Vergleichsparzellen soll der Unterschied zwischen Feldern mit und ohne Pflanzenschutz dargestellt werden. Zur Information stellen die Landwirte zudem Tafeln zwischen unbehandeltem und behandeltem Feld auf. „Wir haben das Projekt auch 2017 durchgeführt und waren erneut in den wichtigsten Anbauregionen in Österreich vertreten“, betont Purkhauser. „Die Ergebnisse von 2014 mit teils dramatischen Verlusten bei der Zuckerrübe sowie von über der Hälfte etwa bei Weizen und Sonnenblumen haben sich erneut bestätigt. Das zeigt: Der Verlust von Betriebsmitteln steht dem Regierungsziel von einer möglichst hohen Selbstversorgung entgegen. Schon jetzt gehen 32 Prozent der weltweiten Ernte verloren – trotz Pflanzenschutz.“ Die Ergebnisse werden auch in einer Videoreportage von einem Rüben- und zwei Maisfeldern aufgezeigt,

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Aktualisiert am: 16.03.2018 15:13