Cache erfolgreich geleert. Zweiter Häcksler für die Axial Flow-Mähdrescher

Zweiter Häcksler für die Axial Flow-Mähdrescher

Case IH stellte im Vorjahr das neue Häckslersystem X-tra Chopping für seine Mähdrescher der Serie Axial Flow 240 vor. In der diesjährigen Ernte kam das System erstmals in Österreich in der Praxis zum Einsatz.
Für seine „große“ Mähdrescher-Baureihe Axial Flow 240 hat Case IH ein neues Häcksel-System entwickelt. Dieses soll bis auf 12,5 m Schneidwerksbreite verteilen können. (Fotos: Hersteller)
Für seine „große“ Mähdrescher-Baureihe Axial Flow 240 hat Case IH ein neues Häcksel-System entwickelt. Dieses soll bis auf 12,5 m Schneidwerksbreite verteilen können. (Fotos: Hersteller)
Die Case IH Mähdrescher der 240er Baureihe leisten bis zu 635 PS und arbeiten mit Schneidwerken bis zu 12,5 m Arbeitsbreite. Damit gehen auch besondere Anforderungen an die Häckselqualität und Strohverteilung einher. Deshalb hat Case IH das duale Häcksel- und Verteilsystem X-tra Chopping entwickelt. Technisch gesehen handelt es sich dabei um einen zweiten Häcksler, der das Material sehr fein häckseln und mit einem starken Luftstrom über die gesamte Schneidwerksbreite verteilen soll. Case IH gibt eine durchschnittliche Häcksellänge von 50 mm bei zugleich hoher Verteilgenauigkeit über die gesamte Breite an.

Der Verteiler besteht aus einer linken und einer rechten Hälfte, über deren unterschiedlich einstellbare Höhenposition die Strohverteilbreite eingestellt wird.
Der Verteiler besteht aus einer linken und einer rechten Hälfte, über deren unterschiedlich einstellbare Höhenposition die Strohverteilbreite eingestellt wird.
Stroh 2x gehäckselt und zusammen mit Spreu auf volle Breite geblasen
Bei Einsatz des X-tra Chopping Systems gelangt das Stroh zunächst in den internen, mit 3.000 U/min laufenden MagnaCut Häcksler, bei dem die Gegenmesser auf maximal 25 % eingeschwenkt sind. Von dort geht es über neu installierte Deflektoren zu dem zweiten, hinten am Mähdrescher montierten Häcksler. Hier wird die Spreu vom Siebkasten mit dem vorgehäckselten Stroh vermischt, die ganze Masse zerhäckselt und über einen starken Luftstrom, der mit den auf dem zweiten Häckselrotor montierten Luftflügeln produziert wird, über die gesamte Arbeitsbreite verteilt. Der Verteiler selbst besteht aus einer linken und einer rechten Hälfte, über deren unterschiedlich einstellbare Höhenposition die Strohverteilbreite eingestellt wird. Dies erfolgt elektrisch über die dafür vorgesehenen Knöpfe auf der rechten Bedienkonsole in der Kabine des Mähdreschers. Durch die unterschiedliche Höheneinstellung soll das System auch effektiv gegen Seitenwinde verteilen können. Bei Schwadablage dient der Verteiler als Rutsche, um den Schwad vorsichtig auf die Stoppeln abzulegen. Der Siebkastenabgang wird auch bei Schwadablage verteilt.

Durch Umstellen eines Leitbleches (im Bild beide Positionen oben und unten dargestellt) wird zwischen Häckselbetrieb oder Schwadablage umgestellt.
Durch Umstellen eines Leitbleches (im Bild beide Positionen oben und unten dargestellt) wird zwischen Häckselbetrieb oder Schwadablage umgestellt.
2. Häckselrotor: 8 Reihen mit 96 Messern
Der von Redekop hergestellte und für die hohen Stroherträge in Europa ausgelegte Häckselrotor verfügt über acht Reihen mit insgesamt 96 umkehrbaren, gehärteten Messern. Die Gegenmesser können nach Bedarf eingestellt werden. Der Häcksler wird über Riemen mit einer konstanten Geschwindigkeit von 3.250 U/min angetrieben. Dies erfolgt über dieselbe Antriebswelle, mit der auch der interne Häcksler angetrieben wird. Neben der Standardgeschwindigkeit von 3.250 U/min für die meisten Druschfrüchte steht mit 1.200 U/min für die Maisernte auch eine geringere Geschwindigkeit zur Verfügung. 12 Luftflügel erzeugen den erforderlichen Luftmassenstrom, wobei dessen Geschwindigkeit laut Case IH der entscheidende Faktor für die perfekte Strohverteilung über die gesamte Breite ist. Mit 35 bzw. 50 mm sind zwei verschiedene Luftflügelgrößen verfügbar: die 35 mm Flügel kommen bei Schneidwerken bis 9,1 m Breite und die 50 mm Flügel bei allen größeren Schneidwerken zum Einsatz.

Um den Zugang zu den Sieben zu gewährleisten, muss der Häcksler nach hinten geschwenkt werden. Dies geschieht über ein Ratschensystem. Für den Zugang zum Motorbereich wird die Leiter etwas umpositioniert, der Aufgang zum Motor und Korntank bleibt aber gleich. Die beiden Strohverteiler müssen jedoch von der Kabine aus vollständig nach unten geschwenkt werden.

Links ohne, rechts mit X-tra Chopping System: Ins Auge fallen rechts die kürzere Häcksellänge und die Spreu, die zusammen mit dem gehäckselten Stroh verteilt wird.
Links ohne, rechts mit X-tra Chopping System: Ins Auge fallen rechts die kürzere Häcksellänge und die Spreu, die zusammen mit dem gehäckselten Stroh verteilt wird.
Der Vergleich anhand eines Axial Flow 8240 Mähdreschers soll den Unterschied ohne (links) bzw. mit (rechts) eingebautem X-tra Chopping Häcksler verdeutlichen: Im Bild ist das unterschiedlich lang gehäckselte Stroh zu erkennen. Rechts im Bild findet sich zudem die Spreu, die beim X-tra Chopping System zusammen mit dem gehäckselten Stroh verteilt wird.

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Aktualisiert am: 21.09.2017 16:25
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