Zuverdienst in einer Nebentätigkeit

Die Nennung eines Betrages, den man bei einem bestimmten land- und forstwirtschaftlichen Einheitswert steuerfrei aus einer Nebentätigkeit dazu verdienen darf, ist nicht möglich.
Gewinne aus Urlaub am Bauernhof sind nicht mit dem Durchschnittssatz erfasst und daher gesondert zu erfassen.
Gewinne aus Urlaub am Bauernhof sind nicht mit dem Durchschnittssatz erfasst und daher gesondert zu erfassen.
Nebenerwerbslandwirte, das heißt, Gehalts-, Lohnempfänger oder Pensionsbezieher, dürfen steuerrechtlich gesehen pro Jahr (ohne Erklärungspflicht) nur 730 Euro (aus den anderen Einkunftsarten z.B. Land- und Forstwirtschaft, Gewerbe, Vermietung) dazu verdienen. Erklärungspflicht haben sie dann, wenn sie mehr als 730 Euro dazu verdienen und das Einkommen insgesamt (Jahres Nettobezug - Kennzahl 245 des Jahreslohnzettels - und Dazuverdientes) mehr als 12.000 Euro beträgt.
Weiters ist von Einfluss, wie hoch der forstliche Teileinheitswert ist. Ab einem Forsteinheitswert von über 11.000 Euro geht nämlich im Forstbereich die Vollpauschalierung verloren und müssten die Holzerlöse aufgezeichnet werden. Weiters wäre zu klären, ob im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft der Verkauf be-/verarbeiteter Produkte erfolgt, ob eine Privatzimmervermietung (Urlaub am Bauernhof) durchgeführt wird oder sonstige land- und forstwirtschaftliche Nebentätigkeiten (z.B. Holzakkord, Schneeräumung) stattfinden.

Weitere Einzelheiten zur Einkommensermittlung in der Landwirtschaft und der daraus resultierenden Steuerpflicht entnehmen Sie dem Beitrag von Mag. Walter ZAPFL, Landwirtschaftskammer Steiermark, Graz, in der Ausgabe 8/2011 unserer Fachzeitschrift DER FORTSCHRITTLICHE LANDWIRT.


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Aktualisiert am: 15.04.2011 13:10
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