Zurück zum Ursprung fordert täglichen Auslauf

Täglich raus. Das schreiben die Richtlinien von "Zurück zum Ursprung" ihren Milchlieferanten seit Anfang Oktober vor. Osttirols Bergbauern sind von der Verschärfung der Haltungsbedingungen am stärksten betroffen.
In der warmen Jahreszeit ist täglicher Auslauf Standard, bei Schnee und Eis birgt er auch eine Gefahr für die Tiergesundheit. Foto: Taferner
In der warmen Jahreszeit ist täglicher Auslauf Standard, bei Schnee und Eis birgt er auch eine Gefahr für die Tiergesundheit. Foto: Taferner
365 Tage Auslauf im Jahr – das schreiben die Richtlinien von „Zurück zum Ursprung“ (kurz ZzU) ihren Milchlieferanten seit 1. Oktober vor. Wer das nicht mit einer Unterschrift bestätigen kann, muss das Projekt verlassen. Für Osttirol bedeuten die neuen Vorgaben das Aus als Premium-Milcherzeuger.

Das Ende naht

Erst vor sechs Jahren startete das Projekt ZzU in Osttirol, mit Ende 2020 ist es dort aus heutiger Sicht auch schon wieder vorbei. Grund ist, dass die geforderten Haltungsvorschriften nicht bei allen Projektbetrieben umgesetzt werden können. 125 Osttiroler Milchbauern müssen auf Standard-Biomilchproduktion umsteigen. Die Milchlogistik lasse nur eine Abholung von zwei Milchsorten (konventionell und bio) in Osttirol zu, heißt es dazu von der Tirol Milch.

Bergregionen wieder stärker unter Druck

Die Nachschärfung der Richtlinien bei ZzU bedeutet nun einen deutlichen Unmut bei jenen Projektbetrieben, die bisher liefern durften, die verschärften Anforderungen jedoch nicht mehr erfüllen können. Nach und nach kommt damit die Kombinationshaltung, die vor allem im Berggebiet nach wie vor betrieben wird, unter Druck und könnte die Weiterbewirtschaftung der Almen gefährden.

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Aktualisiert am: 24.10.2018 15:46