Zum Weltmilchtag zieht IG Milch positive Bilanz

Die IG-Milch ist sich sicher, viel für die heimischen Milchbauern getan zu haben und bekräftigt die Forderung nach einem gerechten Milchpreis. Agrarminister Pröll kontert auf die Aussendung der IG Milch.

Beinahe 6000 Mitglieder, die rund ein Drittel der österreichischen Milch produzieren, sind eine große Bestätigung der Arbeit der IG -Milch und ein klarer Auftrag für die Zukunft.

Einer der nachhaltigsten Erfolge der IG-Milch war die Einführung von Mindestverkaufspreisen bei Milch und Butter, die von allen Handelsketten lückenlos eingehalten werden. Ein Erfolg der jüngeren Vergangenheit ist die Umstellung der Heidi-Butter auf rot-weiß-rote Herkunft (Abfüller: NÖM, neue Arbeitsplätze im Werk Zwettl), wofür die IG dem REWE-Konzern herzlich dankt.

Die internationale Zusammenarbeit im EMB (European Milk Board) mit 11 europäischen Ländern zeigt, dass die existenzbedrohende Situation der Milchbauern in ganz Europa dieselbe ist. Wöchentlich geben 1000 Milchbauern in Europa auf, täglich 9 in Österreich!

Die IG Milch ist sich sicher, dass durch ihre Arbeit ein gesellschaftlicher Diskussionsprozess in Gang gesetzt wurde.



Die IG- Milch fordert weiterhin:

  • einen fairen, kostendeckenden Bauernmilchpreis, nämlich 40 Cent
  • Schutz vor Irreführung und Unterstützung des Einkaufspatriotismus österreichischer Konsumenten durch eine klare Produktkennzeichnung
  • Gerechte Rahmenbedingungen für die Rinderhalter im Agrar-Umweltprogramm


Agrarminister Pröll

Im Kurier vom 2. Juni kontert Agrarminister Josef Pröll auf diese Aussendung der IG- Milch: "Wir konnten den Milchpreis als einziges Land in Europa stabil halten. Wenn man zum Milchpreis die Milchprämie und die Förderungen aus dem Topf Ländliche Entwicklung dazurechnet, kämen die Milchbauern außerdem auf die geforderten 40 Cent."

Dass ein Strukurwandel im Gange sei - letztes Jahr sank die Zahl der Milchbauern weiter von 51 000 auf 48 000 Betriebe - bestreitet der Minister nicht. Doch "wir leben in einem freien Markt". Pröll sprach sich laut Kurier zudem gegen ein Verbot von Limonaden, der Hauptkonkurrenz der Schulmilch, aus, obwohl Cola und Co in Skandinavien bereits vom Pausenhof verbannt sind.


Aktualisiert am: 04.07.2006 10:50
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