Zukunftsplattform Landwirtschaft der Alpenländer gegründet

Die Schweiz wird als Agrarhandels- und Diskussionspartner immer wichtiger. Um den Erfahrungsaustausch der beiden Länder zu intensivieren, hat das Landwirtschaftsministerium die Plattform ‚Landwirtschaft in den Alpenländern’ gegründet.
(vlnr) Hans Staud (Marmeladenerzeuger), BM DI Niki Berlakovich und Richard Zahel (Winzer) bei der Eröffnung des Austrian Show Case (Exportinitiative Schweiz) in Zürich.
(vlnr) Hans Staud (Marmeladenerzeuger), BM DI Niki Berlakovich und Richard Zahel (Winzer) bei der Eröffnung des Austrian Show Case (Exportinitiative Schweiz) in Zürich.
Die Plattform soll eine bessere Vernetzung und Zusammenarbeit ermöglichen, um gemeinsam mehr für Bauern sowie alle Konsumenten zu bewegen. „Das Besondere ist, dass die Schweiz kein Mitglied der Europäischen Union ist, weshalb sich unterschiedliche Voraussetzungen und Lösungsansätze für oftmals ähnliche Herausforderungen ergeben“, so Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich bei der Gründung der grenzüberschreitenden Plattform in Zürich, wo er außerdem einen „Austrian Show Case“ eröffnete und hochwertige österreichische Lebensmittel-Produkte vorstellte.

Schweiz als wichtiger Agrarhandelspartner
In diesem Sinne sind 37 österreichische Lebensmittelunternehmen im Rahmen der Exportinitiative mit Berlakovich nach Zürich gekommen, um ihre hochqualitativen Produkte dem Schweizer Fachpublikum zu präsentieren. „Der Schweizer Markt bietet im Bereich Genussindustrie noch große Potenziale, die es zu nutzen gilt. Eine gute Voraussetzung dafür ist, dass das Bewusstsein der KonsumentInnen in der Schweiz – so wie in Österreich – immer stärker in Richtung Sicherheit, Herkunft, Vielfalt und Qualität geht. Genau das macht die österreichischen Lebensmittel aus. Wir starten hier sozusagen einen friedlichen Eroberungsfeldzug von Geschmack und erstklassiger Qualität“, so Berlakovich abschließend.

Schweiz als wichtiger Exportmarkt
Die Schweiz zählt seit Jahren zu den wichtigsten Exportmärkten für die österreichische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft. Das Agrarexportvolumen von Österreich in die Schweiz erreichte 2010 275 Millionen Euro. Das ist um über 10 Prozent mehr als noch 2009. Durchschnittlich gab jede Schweizerin bzw. jeder Schweizer 2010 36 Euro für Produkte „made in Austria“ aus. Aber auch die Schweiz ist für Österreich ein wichtiger Lieferant von Agrarwaren, Lebensmittel und Getränke. Das Agrarimportvolumen betrug 2010 248 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2009 ist das ein Zuwachs von fast vier Prozent. „Diese Handelsbeziehungen wollen wir in Zukunft weiter intensivieren“, so der Minister.


Autor:
Aktualisiert am: 01.09.2011 14:14
Landwirt.com Händler Landwirt.com User