"Zukunftsfeld Bauernhof" Agraroffensive von Minister Niki Berlakovich

Agrarminister Berlakovich, Landwirtschaftskammerpräsident Wlodkowski und Landesrat Seitinger informierten über die Offensive „Zukunftsfeld Bauernhof“.
Im Rahmen der Pressekonferenz in Graz erklärten Minister Berlakovich, LK-Präsident Wlodkowski und Landesrat Seitinger, dass bei der Agraroffensive "Zukunftsfeld Bauernhof" Landwirte und Konsumenten in die Grundsatzdiskussion über die Landwirtschaft nach 2013 eingebunden werden sollen.
Im Rahmen der Pressekonferenz in Graz erklärten Minister Berlakovich, LK-Präsident Wlodkowski und Landesrat Seitinger, dass bei der Agraroffensive "Zukunftsfeld Bauernhof" Landwirte und Konsumenten in die Grundsatzdiskussion über die Landwirtschaft nach 2013 eingebunden werden sollen.
Derzeit finden in vielen EU-Mitgliedsstaaten Expertendiskussionsrunden zur Agrarpolitik nach 2013 statt. Gleichzeitig soll die Agraroffensive „Zukunftsfeld Bauernhof“ von Niki Berlakovich österreichische Bauern und Konsumenten in den Diskussionsprozess einbinden und wesentliche Grundsatzfragen klären.

Milchquotenerhöhung aussetzen

Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich ging kurz auf den Milchmarkt ein und sicherte zu, dass die Milchquotenerhöhung um 1 % für heuer ausgesetzt wird und diese Menge in die nationale Reserve übernommen wird. Als weiteres wichtiges Standbein in der Landwirtschaft setzt Berlakovich auf die erneuerbare Energie aus der Landwirtschaft. 2020 soll 34 % der österreichischen Energie aus erneuerbaren Formen stammen, womit die Landwirtschaft einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten könnte.

„Geistige Hektar sind ertragreiche Hektar“

Landesrat Seitinger meinte zur Energiepolitik, dass die Steiermark mit ihrem hohen Waldanteil gute Voraussetzungen für die Energieproduktion habe. Weitere gute Voraussetzungen für die Zukunft des Landes seien die erfolgreiche Verbindung zum Tourismus und die intensiv betriebene Direktvermarktung. Gut ausgebaute Bildungsinfrastruktur mit 32 Bildungsstätten sei sehr günstig im Hinblick auf eine sich ändernde Situation in der Landwirtschaft. Kleine Strukturen, viel Bergbauerngebiet und über 70 % der Betriebe im Nebenerwerb sind jedoch die Herausforderungen der steiermärkischen Landwirtschaft.

Wirtschaftskrise fordert breite Zusammenarbeit

Landwirtschaftskammerpräsident Wlodkowski stellte klar, dass die gemeinsame Agrarpolitik sehr wichtig für Österreich sei, damit eine starke EU dem Welthandel gegenübertreten könne. Die Weltwirtschaftskrise ist eine große Herausforderung und soll nicht nur bejammert, sondern mit einer breiten Zusammenarbeit bewältigt werden, so der LK-Präsident.

Nach der Pressekonferenz ging es für die Politiker gleich weiter zur Diskussionsveranstaltung „Zukunftsfeld Bauernhof“ in Kobenz, wo etwa 400 Teilnehmer erwartet werden. Weitere Veranstaltungen zu diesem Thema finden in allen Bundesländern statt.


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Aktualisiert am: 11.05.2009 07:56
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