Zukunft für die Milchwirtschaft im Bergland

Kritische Worte zur allgemeinen Situation in der Landwirtschaft und die Zukunft der Milchwirtschaft im Berggebiet standen kürzlich im Mittelpunkt des Sommergesprächs des Tiroler Bauernbundes in Tarrenz.
Die Milchwirtschaft im Berggebiet war Thema des Sommergesprächs des Tiroler Bauernbundes.
Die Milchwirtschaft im Berggebiet war Thema des Sommergesprächs des Tiroler Bauernbundes.
Südtirol hat in den letzten Jahren über 30% seiner Milchbauern verloren. Das ist eine dramatische Entwicklung - vor allem für das Berggebiet. Denn gerade in dieser Region hängt eine flächendeckende Landwirtschaft eng mit der Milchwirtschaft zusammen. Die Südtiroler Bauernvertretung will die Zusammenarbeit mit Tirol intensivieren. "Wir können zum Beispiel bei der Ausbildung unserer jungen Bauern gemeinsame Wege finden. Die Grundausbildung der Landwirte von morgen wird die Matura sein", meinte LH- Stellvertreter Berger und sprach in diesem Zusammenhang auch eine mögliche Kooperation im Milchbereich an. Eine Zusammenarbeit mit der Tirol Milch werde aber nur Sinn machen, wenn beide Seiten davon profitieren, erklärt das Südtiroler Regierungsmitglied. Zu allererst müssten vertrauensbildende Maßnahmen gesetzt werden.

Einvernehmliche Lösung anstreben
LK-Präsident Hechenberger brachte in seinem Referat auch das Thema Agrargemeinschaften zur Sprache. Ihn verwundern jene Bürgermeister, die lieber "sündhaft teure Anwaltshonorare bezahlen als in der Gemeinde einvernehmliche Gespräche zu führen". Die Vertreter von Gemeinde und Agrargemeinschaft wüssten doch vor Ort am besten, was für das Fortkommen beider für die Zukunft am vernünftigsten ist. Zum einen habe man die Möglichkeit, im Ort eine Lösung anzustreben und zum anderen auch das Recht, jeden einzelnen Fall höchstgerichtlich zu prüfen. "Man soll doch beiderseits den Frieden im Dorf wahren", appellierte Hechenberger an die Beteiligten.


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Aktualisiert am: 24.08.2010 15:17
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